Eure Meinung ist gefragt:Kannkinder dürfen nicht in die Vorschulgruppe

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kallindra 23.11.10 - 14:38 Uhr

Hallo,

ich halte die Frage mal möglichst allgemein:

In unserem Kiga gibt es ein Riesendrama, weil Kannkinder nicht in die Vorschulgruppe kommen. Begründung ist, dass sie zu viele Vorschulkinder haben, um noch etwas Sinnvolles zu tun. Die Kannkinder kommen erst dann dazu, wenn sicher ist, dass sie im Sommer eingeschult werden.

Ich würde gerne Eure Meinung wissen zu dem Thema, was Ihr tun würdet, wenn Euer Kind betroffen wäre usw.

Herzlichen Dank!

Kallindra

Beitrag von ichclaudia 23.11.10 - 14:41 Uhr

Hallo,

ich finde es vernünftig, dass Kann-Kinder nur dann an der Vorschulgruppe teilnehmen, wenn sie auch tatsächlich im nächsten Jahr in die Schule kommen.
Der beste Freund meines Sohnes war letztes Jahr ein sog. Kann-Kind. Da alle davon ausgingen, dass er dieses Jahr bereits eingeschult wird, hat er das Vorschulprogamm mitgemacht. Erst im Mai diesen Jahres haben sich die Eltern dann gegen eine Einschulung entschieden, weil er gern mit unserem Sohn in die gleiche Klasse kommen möchte. Nun hat er das Problem, dass er das Vorschuljahr "wiederholt", weil er das komplette "Vorschulprogramm" bereits kennt und sich nun langweilt. Das kann meiner Meinung nach auch nciht das richtige sein.

LG Claudia

Beitrag von perserkater 23.11.10 - 14:42 Uhr

Hallo

Wenn es wirklich zu voll werden sollte fände ich es auch sinnvoll Kann-Kinder nicht aufzunehmen. Bei uns kommen aber alle Kann-Kinder mit in die Vorschulgruppe, so viele sind es bei uns auch nicht.

Sind es wirklich sooo viele bei euch dann wäre eine 2. Vorschulgruppe doch sinnvoll.

LG

Beitrag von sunflower.1976 23.11.10 - 14:49 Uhr

Hallo!

Wenn die Gruppe zu groß wäre, fände ich es auch sinnvoll, die Kann-Kinder erst dann teilnehmen zu lassen, wenn sicher ist, dass sie eingeschult werden. Es gibt ggf. mehrere Eltern, die sich die Option, ihr Kind frühzeitig einzuschulen, offenhalten möchten. Dann kann die Gruppe sehr schnell zu groß werden, so dass kein Kind mehr davopn profitieren kann - oder nur die fittesten.

LG Silvia

Beitrag von brausepulver 23.11.10 - 14:51 Uhr

Huhu

mein Kind ist ein MUSS-Kind, welches mit 5,5 eingeschult wird. Vorschule gibt es hier eh nicht. Ich finde es deswegen eh nicht nötig eine Vorschulgruppe zu besuchen :-)

LG

Beitrag von 3erclan 23.11.10 - 14:56 Uhr

Hallo

ich kann es verstehen.

Was ware dir lieber wenn du ein Musskind hast.
Ne Vorschulgrupe mit 20 Kinder die alle müssen oder ne Gruppe mit 30 Kinder wo 10 Kannkinder drin sind wo keiner weiß ob sie eingeschult werden.

Bei uns gibt es täglich Vorschule und es sind nur 12 Vorschulkinder inkl Kannkinder es machen aber auch die Kannkinder nicht den ersten Teil mit.Sondern erst den RAmidami.

lg

Beitrag von jara01 23.11.10 - 15:11 Uhr

hallo,

bei uns gehen auch die kann kinder in die vorschule ... was ich nicht so toll finde.... da bei uns kinder auseinander gerissen werden und nen jahr später dann wieder zusammen kommen... vorallem weil die eltern schon vorher gesagt haben das sie nicht einschulen wollen....

lg

Beitrag von pollypo 23.11.10 - 15:46 Uhr

Hallo

find ich völlig korrekt #pro

Stell dir vor dein Kann Kind kommt jetzt in die Vorschulgruppe, macht monatelang alles mit und dann heisst es dass es doch noch nicht in die Schule kommt.
Dann macht dein Kind nächstes Jahr als reguläres Vorschulkind wieder in der Gruppe mit.
Find ich ungerecht.

Und wenn die Gruppe voll ist und man dort nichts Sinnvolles mit den Kindern unternehmen kann (wegen Überfüllung) find ich es völlig ok.
Ausserdem besteht ja die Möglichkeit noch dazuzustoßen wenn alles geklärt wurde.

Ich finde manche Eltern mischen sich einfach nur zu viel in die Kindergartenarbeit ein. Die werden dort schon wissen wie sie zu arbeiten haben.

Gruss, die Polly #winke

Beitrag von zahnweh 23.11.10 - 16:31 Uhr

Hallo,

wenn klar wäre, dass mein Kind noch nicht eingeschult würde, würde ich es nicht in die Vorschule bringen. Zwei mal Vorschule könnte langweilen.

wenn klar ist, dass sie in die Schule gehen wird, würde ich die Vorschule durchsetzen.

Bei schwankend würde ich auf die Tendenz gehen (über 70% in eine Richtung, mein Bauchgefühl ist da sehr verlässlich). Eher Schule oder eher nicht Schule.

Beitrag von hannah1010 23.11.10 - 16:42 Uhr

Hallo!

In unserem Kiga kommen auch alle Kann-Kinder in die Vorschule.
Meine Tochter macht jetzt auch das 2. Mal Vorschule ( war letztes Jahr ein Kann-Kind) und sie langweilt sich kein bisschen.

Bei uns macht allerdings jede Gruppe für sich Vorschule, sprich in der Gruppe von meiner Tochter sind es insgesamt 24 Kinder und davon 12 Vorschulkinder.

Ich finds gut so...

lg tina

Beitrag von kallindra 23.11.10 - 16:46 Uhr

Vielen Dank für Eure Antworten, das einheitliche Bild erstaunt mich.
Wir sind nicht betroffen, aber die Eltern der Kannkinder rasten gerade aus, es gibt schon 2 Eltern, die ihre Kinder deswegen aus dem Kiga genommen haben, andere schreiben Briefe an den Träger usw.

Seh interessant!

Beitrag von manavgat 23.11.10 - 17:00 Uhr

Ich würde schriflich fordern, dass mein Kind aufgenommen wird, da ich die gleichen Kindergartenbeiträge zahle wie alle anderen und somit auf die gleichen Leistungen einen Anspruch habe.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kallindra 23.11.10 - 17:10 Uhr

aha, da kommen doch noch ein paar andere Antworten!

Danke, wirklich interessant, ichhoffe nur, dass sie das Problem geregelt kriegen, die Stimmung ist unerträglich....

Beitrag von tauchmaus01 23.11.10 - 17:04 Uhr

Klar sollte ein Kannkind in der Vorschule mitmachen. Auch auf die Gefahr hin dass es NICHT eingeschult wird. Was aber wenn doch? Dann fehlt dem Kind ein halbes Jahr Vorschule, irgendwie zu Unrecht.

Bei uns machen Kannkinder mit, gehen sie dann doch nicht zur Schule, dann machen sie noch ein Jahr und langweilen sich deshalb trotzdem nicht, denn unsere Kita gibt sich Mühe und schüttelt immer extra was aus den Ärmeln.

Gleiches Recht für alle, gerade die jüngeren Kannkinder brauchen die Vorschule auch für das Selbstbewußtsein.


Mona

Beitrag von rosalinde.x 23.11.10 - 20:29 Uhr

Hallo Kallindra,

ich würde darauf bestehen, dass ein Kann-Kind in die Vorschulgruppe kommt, wenn eine Einschulung ernsthaft in Betracht kommt (haben wir auch so gemacht. Es gab allerdings keine feste Vorschulgruppe, sondern immer wieder einzelne Projekte oder Aktionen. Das meiste lief innerhalb des "normalen" Kindergartenalltags.)
Wendet euch bei Problemen am besten schriftlich an den Träger, dass das Kind voraussichtlich zur Schule gehen wird und deshalb wie ein Musskind behandelt werden soll.

Wenn es zu viele Vorschulkinder werden, muss der Kindergarten eine Lösung finden und evtl. eine 2 Gruppe bilden.

Bei meiner Tochter war erst kurz vor den Sommerferien sicher, dass sie als Kann-Kind zur Schule kommt, da die Schule noch einen Schulreifetest machen wollte. Danach wäre es für alle Vorschul-Aktivitäten zu spät gewesen. Ich fand es besonders wichtig, dass sie von Anfang an zu den anderen Schulanfängern dazu gehört.

Liebe Grüße