Kosten Erdwärmepumpe

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von teufelchen05 23.11.10 - 15:52 Uhr

Hallo zusammen!
Wir haben ein Angebot bekommen: heizleistung 10,1kw, Sole-Wasser-Wärmepumpe inkl. Bohrung (Festpreis -egal wie oft gebohrt werden muss) und Anschluss an Fußbodenheizung mit 500 l Wassertank: 21.000,- EUR Brutto.

Was habt Ihr gezahlt?

Grüße, das teufelchen

Beitrag von noflower 23.11.10 - 16:54 Uhr

Hallo Teufelchen,

ich hätte ja mal einen ganz anderen Tipp für dich. Habt ihr schon einmal über Infrarotheizung nachgedacht?
Ein Neubau (Niedrigenergiehaus) mit 140 qm Wfl. wird mit Infrarotheiz-platten für ca.€ 6000,-- ausgestatte, Montage ca. € 600,--. Für Warmwasser (Durchlauferhitzer) werden ca. € 2000,-- gerechnet. Das sind dann komplett ca. 8.600,-- €.
Die jährlichen Heizkosten betragen dann ca. € 900,--.
So und jetzt nehmt ihr das gesparte Geld, legt es gut an und mit dem Zinsertrag heizt ihr praktisch KOSTENLOS !! Denn auch Wartungskosten fallen KEINE an und die Infrarotheizungen bieten eine tolle und gesunde Strahlungswärme ,wie bei einem Kachelofen.
Ist nur mal so als kleiner Tipp gedacht, weil die meisten die Infrarotheizungen noch (!) nicht kennen. Wenn du Interesse hast, dann schick mir einfach eine PN dann kann ich dir noch mehr Infos und HP schicken.

LG Birgit

Beitrag von wemauchimmer 23.11.10 - 17:15 Uhr

Na, das ist ja ein fantastischer Tipp.
Das heißt, sie verbraucht etwa das vierfache des Stroms, den sie mit ihrer Wärmepumpe braucht zum heizen.
Schonmal gehört, daß Strom sehr viel teurer wird in den nächsten Jahren? Stichwort: Förderung Erneuerbarer Energien?
LG

Beitrag von noflower 23.11.10 - 18:19 Uhr

Na klar braucht man mit Infrarotheizungen mehr Strom als mit einer Erdwärmepumpe. Dafür sind ja die Investitionskosten sehr viel geringer, es gibt keine Wartungskosten und nach 20 Jahren heizen die Infrarotheizungen immer noch genauso, was man wohl von einer Wärmepumpe nicht sagen kann.
Auch klar, das der Strom teurer wird, aber warum arbeitet die Autoindustrie mit Hochdruck an Elektroautos? Wenn der Strom fürs Fahren gut ist muss er doch auch zum Heizen gut sein.
Und wenn die Industrie erst einmal entsprechende Akkus entwickelt hat, mit denen man den Strom, der mit Photovoltaik auf dem Dach produziert wird, speichern kann, wird es richtig interessant.
Aber das ist meine persönliche Meinung und natürlich gibt es noch 1000 andere ;-)
LG Birgit

Beitrag von wemauchimmer 23.11.10 - 18:54 Uhr

Liebe Birgit,
das ist doch ein ganz alter Hut. In den 70ern wurden massenhaft Stromheizungen (z.B. Nachtspeicher) in den Markt gedrückt, mit Spezialtarifen für Heizstrom und ansonsten genau den Argumenten (Wartungsfrei usw.).
Die Kosten für eine Stromheizung fressen einen auf. Da kommst Du mit Deiner Photovoltaikanlage auch nicht weit. Der Wirkungsgrad einer Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung ist weit höher, trotzdem ist das relativ uninteressant, weil eben im Winter, wenn man die Heizung braucht, die Sonneneinstrahlung minimal ist.
OT: das mit den E-Autos sehe ich nicht so optimistisch! Wenn Opel, als ausgesprochene Billigmarke, für so ein Auto deutlich über 40.000€ verlangt (also ca. das 3fache eines vergleichbaren Verbrenners von Opel), kann man erahnen, wo die Reise hingeht: Das Auto wird wieder zum Luxus für wenige. Und Du glaubst doch nicht im Ernst, daß im Fall einer massenhaften Elektrifizierung des Straßenverkehrs der Staat den Wegfall der Mineralölsteuer einfach so hinnimmt. Da wird dann eben eine entsprechende Stromsteuer oder PKW-Maut kommen, die die Sache ordentlich verteuert. Tja und auf die Akkus warten wir aber nun schon viele Jahrzehnte. Bisher überzeugt das doch alles noch nicht. Aber klar, die Leute wollen es einfach nicht wahrhaben, daß es mit der grenzenlosen Mobilität möglicherweise bald vorbei sein könnte...
LG

Beitrag von noflower 23.11.10 - 19:21 Uhr

hhhmmm kann es sein, das du die Infrarotheizung gar nicht kennst #kratz
Klar sind die Nachtspeicherheizungen teuer und hoch im Verbrauch. Aber Infrarot ist doch was ganz anderes. Hier reden wir von einer Strahlungsheizung und nicht von einer Konvektionsheizung. Gegenüber Nachtspeicherheizungen spart man ca. 40 % Heizkosten.
Der ursprünglich von mir genannte Tipp war ja, das wenn ich z.B. nur 10.000 € statt 30.000,-- für die Heizung ausgebe, kann ich die Differenz von 20.000 € gut anlegen und von dem Zinsertrag kann ich dann die Heizkosten bezahlen.
Ich sag ja auch nicht, das Wärmepumpen schlecht sind, nur mir persönlich sind sie einfach zu teuer, die Wartungskosten sind zu undefiniert und die Haltbarkeit ist auch noch ziemlich unbekannt.
LG Birgit

Beitrag von wemauchimmer 23.11.10 - 20:26 Uhr

"Strahlungsenergie" oder "Konvektionsenergie", das ist nur Marketinggedöns. Ein Haus hat einen Heizwärmebedarf von x kWh, und wenn Du diese Energie in Form von Strom bezahlen mußt, ist es teuer.
Und mit dem Zinsertrag von 20000€ (50€ in Monat?) kommst Du selbst bei aktuellen Strompreisen nicht sehr weit. Gar nicht zu reden von den Strompreisen, die wir in ein paar Jahren bezahlen dürfen...
LG

Beitrag von noflower 24.11.10 - 09:44 Uhr

Du würdest also 20.000 € auf 20 Jahre fest anlegen für 3 % ?? #kratz
Na, da hätte ich dir mehr zugetraut ;-)

Und über das Heizungsthema brauchen wir wohl nicht weiter zu diskutieren, denn jemand der sagt "Strahlungswärme" und "Konvektionswärme" ist das gleiche, hat wohl doch keine Ahnung. Oder du hast noch nie vor einem Kachelofen gestanden ;-)

Ich gönn dir deine Wärmepumpe und ich liebe weiterhin unsere Infrarotheizung #verliebt und gut ist.

LG Birgit

Beitrag von sonne_1975 24.11.10 - 14:48 Uhr

Wie kommst du eigentlich auf 20.000 Differenz, wenn die ganze Erdwärmepumpe mit allem drum und dran 20.000 kostet.

Und beim FEST anlegen bekommt man keine Zinsen monatlich für die Heizkosten, sondern erst nach Ablauf dieser 20 Jahre.

Beitrag von sonne_1975 23.11.10 - 22:14 Uhr

Warum 500 l Wassertank? Nur für Warmwasser?
Wir sind 6 Personen (2 Familien) und haben 200 l. Je mehr du hast, desto mehr muss auch auf Temperatur gebracht werden.

Sonst kenne ich es auch so, dass das Ganze um die 20.000 EUR kostet. Lass dir doch ein Vergleichsangebot von einer anderen Firma machen.

LG Alla

Beitrag von joy1975 24.11.10 - 13:38 Uhr

Wir haben Anfang 2009 eine Sole-Wasser-Wärmepumpe in unseren Neubau packen lassen. Kostenpunkt damals circa 22.000€.

Inzwischen heizen wir über ein Jahr damit und sind sehr zufrieden. Mollig warm, Heizkosten unter 50€ im Monat (140qm). Denke, damit kann man leben.