Vorfreude fehlt, bzw. Angst vor der Verantwortung

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lilli1980 23.11.10 - 18:19 Uhr

Hallo ihr Lieben,

heute hab ich irgendwie einen ganz komischen Tag und könnte nur #heul

Mein Kind ist ein absolutes Wunschkind und wir mussten lange darauf warten. Die ganze SS habe ich in vollen Zügen genossen und manchmal habe ich das Gefühl, dass ich dieses Kind gar nicht "hergeben" will. Heute hab ich mir viele Gedanken gemacht und mir fehlt einfach die Vorfreude auf das Baby. Ich würd es am liebsten immer bei mir behalten.

Kennt jemand solche Gefühle? Warum kann ich es nicht abwarten bis es endlich bei uns ist? Warum mache ich mir soviele Sorgen/Gedanken über schlaflose Nächte/Stillprobleme und vergesse darüber die Freude?

Kann mich jemand aufbauen? Ist das normal? Wann kommt die unbändige Vorfreude, dass ich es endlich in den Arm nehmen darf und nicht mehr im Bauch mit mir umher tragen will?

#danke, Lilli

Beitrag von svenja.490 23.11.10 - 18:42 Uhr

Ohh, das kenne ich.....
Habe auch manchmal so Tage wo ich denke, wie es wohl ist wenn das Baby da ist und auf einmal habe ich Angst davor und denke daran, dass am Ende sämtliche Leute schon ein paar STunden nach der Geburt im Krankenhaus stehen werden und alle an mir und dem Kind rumtatschen und auf einmal verliere ich die Freude an der Geburt und dem Gedanken das KInd irgendwann in den Armen zu halten. Ich denke an sämtliche Sprüche die von meiner Mutter und Schwiegermutter kommen könnten und werde fast verrückt. Ich habe auch manchmal Tage, an denen ich die ss kein bisschen genießen kann.... kennst du das auch???
Bin z.B. im Moment wegen ganz starker Rückenschmerzen krank geschrieben (frühzeitige Wehen usw.) und anstatt aufgebaut zu werden bekomme ich zu hören, dass ich mich anstelle und simulieren würde. Das ist so ätzend. Meine FÄ sagt ich muss ganz forsichtig machen, damit es keine FG gibt und manche aus der Familie sagen, dass ich nicht behindert wäre, sondern nur schwanger. #schmoll <- so ist meine Stimmung momentan....

#liebdrueck an dich

Svenja + Inkognito

Beitrag von sophie-julie 23.11.10 - 18:51 Uhr

Hi Lilli,

mir gehts ganz genauso :-( . Ich bin in der 23 ssw und denke immer: schaffe ich das? Bin ich reif genug? Ich will mein altes, unabhängiges Leben zurück. Usw. -Voll Banane ;-)! Denn ich weiß ja, dass unser Kind unser Leben total bereichern wird. Und die Einschränkungen sind natürlich da, aber ein Kind ist ja wohl der allerbeste Grund!!! Außerdem gehen die Probleme ja alle vorüber (okay, es kommen auch neue), aber es geht nunmal seinen Weg. Irgendwie ist man dem Ganzen ausgeliefert,
aber ich denke, dass das gut so ist...immerhin sind viele Menschen ab und zu mal egoistisch, ängstlich, drücken sich vor Verantwortung...und dann würde es bald keine Kinder mehr geben. Naaaja, außerdem gibts ja noch die Muttergefühle - die du bestimmt auch hast und haben wirst.

Du bist nicht alleine. Du wirst das super schaffen.

#liebdrueck #herzlich

Beitrag von himbeerstein 23.11.10 - 19:19 Uhr

Also pass bitte auf dass deine Gefühle im Rahmen bleiben. Ein Paar, dass ich aus Schweden kenne, hat auch Nachwuchs bekommen und die Mutter hat plötzlich eine Neurose entwickelt dass sie das Baby nicht mehr aus dem Arm gegeben hat. HÖCHSTENS dem Vater und selbst er durfte seinen Sohn nur ganz kurz haben, weil die Mutter immer Angst hatte dass dem Kind was passiert.
Naja, es eskalierte, und nun lassen sie sich scheiden. Die Mutter ist psychisch krank geworden und vollkommen auf das Kind fixiert.
Ganz schlimme Geschichte weil es so viel Unheil angerichtet hat und eigentlich völlig ohne Grund.
#gruebel

Also ich hoffe dass es bei dir anders ist und nicht der Beginn eines "unnatürlichen" Festhaltens. Wenn du das merkst, dann steuer sofort dagegen an bitte #liebdrueck

Viel Glück dir und deiner Familie #winke #blume

Beitrag von mamadanny85 23.11.10 - 19:40 Uhr

Weißt du, woran du erkennst, dass du soweit bist, eine Mama zu werden?

Wenn du dir diese Fragen stellst.

Ich habe mir die gleichen Gedanken gemacht und meine mutter hat mir auch Mut zugesprochen. Jede Mutter macht sich vorher Gedanken und macht sich Sorgen. Das ist aber völlig normal.

Du hast einfach Angst, als Mutter zu versagen, dass ist völlig normal. jede Mutter, die sich die Frage stellt, ob sie alles richtig macht und sich Gedanken über Erziehung macht, ist in meinen Augen eine gute Mutter. Weil sie sich über ihren Nachwuchs und das Zusammenleben sorgt.

Also keine Sorge, dass du froh bist, wenn du deinen Wurm nicht mehr rumschleppen musst, ist genauso normal, wie die Freude auf das kind und die Angst vor Problemen.

Beitrag von neomadra 23.11.10 - 21:32 Uhr

ich hoffe, das das normal ist - denn mir gehts auch manchmal so ;)
ich bin noch lange nicht so weit wie du (woche 10) aber bei mir gibts tage voller vorfreude, wo ich bei baby kochs die mini ugg boots bestaune und tage, wo ich komplette panik schiebe.

dann, wenn zb eine meiner engsten freundinnen begeistert berichtet, sie habe eine stelle als reiseleiter angenommen und wird die nächsten zwei jahre dann durch die welt gondeln.
wurgs. da schnürte sich bei mir kurzzeitig alles zu und ich hatte visionen von mir, wie ich die nächsten 5 jahre urlaub auf nem holländischen reiterhof mache.

oder wenn ich mit meinem mädels gemütlich bis in die puppen zusammensitze, spontan und lustig und weiss, am nächsten morgen kann ich ausschlafen.

oder wenn ich mit meinem freund eben dann ausschlafe bis mittags, frühstück ans bett hole, wir kuscheln und / oder sex haben, ganz unser timing ...

oder wenn er abends mal weg ist und ich mich mit ner schoki und nem tee vor den fernseher lümmel und zum xten mal "breakfast at tiffanys" gucke - ganz alleine, keinen sehen und hören ... "me-time" halt ...

oder wenn mein bester freund abends anruft und sagt: komm du olle nuss, raus, wir gehen bowlen ...

das sind alles so sachen, wo ich dann manchmal denke: oha, da kommt einiges auf dich zu.
ich weiss, dass diese punkte alle eogistisch sind - aber mit fast 31 hat man natürlich einiges schon angehäuft an marotten und dingen, die man gerne alleine macht und entscheidet ... ich bin bereit, das abzustellen, das kind ist ein absolutes wunschkind ... aber solange ich noch "frei" bin hab ich diese ängste. weil mir zurzeit halt echt bewusst wird, was ich alles abstellen werde.
ich bin sicher, sobald das kind da ist, sind alle ängste weg weil sich der fokus verschoben hat - aber solange das nicht so ist hab ich schon manchmal angst vor der verantwortung und dem, was da kommt.

von daher hoffe ich schon, dass das halbwegs normal ist ;)