Feuchtigkeitsprobleme...

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von whiteangel3 23.11.10 - 18:38 Uhr

Halli Hallo an alle...

Ich erzähle Euch mal unser Problem und bin gespannt auf Eure Meinung.
Wir sind im September in ein neugebautes Einfamilienhaus gezogen, zur Miete. War alles ganz doll. Naja angefangen hat es damit , das wir einen kompletten Garten verssprochen bekommen haben und ein Carport , beides ist bis jetzt noch nicht fertig:-( Gut wir hatten bescheidenes Wetter und in der hnsicht sind wir noch tolerant.
Aber es geht weiter,ca 4 Wochen nach unserem Einzug stellten wir Schimmel hinter sämtlichen Fußleisten fest, so weit totaler Mist, unsere Vermieter haben sofort reagiert und haben uns Bautrockner aufgestellt... Die liefen 14 Tage( wir hatten ne recht hohe Feuchtigkeit , was ja beim Neubau noch normal ist) So wir dachten jetzt wäre alles gut, Luftfeuchtigkeit war super und mit den fehlenden Sachen konnten wir Leben.... Tja die Freude hielt nicht lange an...

Seit letzter Woche haben wir entdeckt, das ein Wohnzimmerfenster Wasser zieht( beide Innenwände haben ca. 20 cm hoch Wasser gezogen, kann man gut sehen) Gut wir sofort angerufen und sie kamen und wollten sich darum kümmern.... Seit Samstag ist es hier grausam... SÄMTLICHE Wände ( Innen und Aussenwände) haben teilweise bis zu 20 cm Wasser gezogen... Teilweise sind 2-3 m Wand befallen... Laminatboden kommt hoch etc. WIR HABEN DIE SCHAUZE VOLL!!!! Sie haben Sonntag angefangen die Aussenfassade wieder abzunehemen, daei ist es aber auch geblieben, seit dem ist hier nichts mehr passiert...

So das ist das größte Problem..Nebenbei gibt es noch viele Kleinigkeiten... So läuft unserer Heizungskessel zwar wunderbar, aber das Wasser was normalerweise in einen gfanz normalen Abwasseranschluß laufen sollte, läuft bei uns provisorisch in einen Eimer... Tja man sollte nicht vergessen den einmal am Tag leer zu machen, sonst ist der HWR unter Wasser:-(

Alles auf die Füße treten hilft nicht, dann kommt immer die antwort "Wir sind ja dabei" Und mit ein paar Mängel zum anfang beim neubau müssen sie rechnen...

So was sagt ihr denn??? Wieviel muss man ertragen???

LG

Beitrag von wasteline 23.11.10 - 19:22 Uhr

Das ist ein Fall für den Mieterverein.

Beitrag von seikon 23.11.10 - 21:02 Uhr

Nehmt euch einen Anwalt für Mietrecht und kürzt die Miete (natürlich mit vorheriger, schriftlicher Mängelanzeige) entsprechend.

Natürlich gibt es bei einem Neubau Startschwierigkeiten. Aber einfach so hinnehmen müsst ihr das sicher nicht.

Beitrag von nobility 24.11.10 - 14:57 Uhr

„ ( wir hatten ne recht hohe Feuchtigkeit , was ja beim Neubau noch normal ist) „

Hallo,

Bedauerlicherweise werden durch Baufehler des leitenden Bauleiters in vielen Neubauten Baufeuchtigkeit schon von Anfang an verursacht. Das ist schon so Alltag geworden, dass dies von Laien als „Normal“ betrachtet wird. Dabei könnte dies durch kontrolliertere Bauweise leicht verhindert werden. So wird oft z.B. viel zu spät die schützende Dachabdeckung veranlasst.

„ Seit letzter Woche haben wir entdeckt, das ein Wohnzimmerfenster Wasser zieht( beide Innenwände haben ca. 20 cm hoch Wasser gezogen, kann man gut sehen) Gut wir sofort angerufen und sie kamen und wollten sich darum kümmern.... Seit Samstag ist es hier grausam... SÄMTLICHE Wände ( Innen und Aussenwände) haben teilweise bis zu 20 cm Wasser gezogen... Teilweise sind 2-3 m Wand befallen... Laminatboden kommt hoch etc. WIR HABEN DIE SCHAUZE VOLL!!!! Sie haben Sonntag angefangen die Aussenfassade wieder abzunehemen, daei ist es aber auch geblieben, seit dem ist hier nichts mehr passiert... „

„ mit ein paar Mängel zum anfang beim neubau müssen sie rechnen...“ Mit einem derart lapidaren Satz ist eine solche Riesensauerei nicht abgetan.

Es ist immer sehr schwierig bis unmöglich Ferndiagnosen zu stellen. Deshalb können solche zwangsläufig auch nicht immer richtig sein. Aus deinen Schilderungen heraus würde ich schwere Bauphysikalische Baufehler vermuten. Das geschieht z.B. wenn der Innenputz noch naß bzw. nicht ausgetrocknet ist gleichzeitig die Außenfassade zu dämmen. Dadurch kann die Feuchtigkeit nicht mehr entweichen, sie ist eingeschlossen. Die Fassadendämmung wieder zu entfernen – und das muss vorerst auch so bleiben - war die richtige Lösung. Die Feuchtigkeit kann nach und nach entweichen.

Es scheint aber noch mehr Probleme zu geben, so dass sich ein Gang zu einem Mieterverein bzw. zu einem Fachanwalt dringend anzuraten ist.

Auf jeden Fall ist dem Vermieter unbedingt eine sofortige schriftliche Mängelanzeige zu schreiben in welchem alle Mängel einzeln präzise aufzulisten sind. Fotos zu machen die dies dokumentieren wäre ebenso ratsam. Gleichzeitig sollte der Vermieter mit Fristsetzung ( ca. 14 Tage, Kalender gucken , genaues Datum benennen ) zur Mängelbeseitigung aufgefordert werden. Sind Sachschäden an deinem Hausrat entstanden so sollte dieser im einzelnen sehr präzise mit seinem Wert benannt werden. Dieses Schreiben sollte dem Vermieter zum Nachweis durch Kurier Boten oder durch Übergabe gegen Empfangsbestätigung übergeben werden. Dies ist deswegen so wichtig, weil ohne eine solche Mängelanzeige ist keine Mietminderung möglich. Ich weiß, dass ist sehr viel Schreibarbeit und wen du dessen nicht sicher bist, so lass dass von einem Profi sprich Mieterverein machen. Wäre ich bei dir würde ich dir das gerne machen. Nicht ohne Bezahlung versteht sich, zwei drei Tassen #tasse müssten schon drin sein.

Viel Glück !
Nobility