Korea? Wie verdaut ihr das Ganze und welch ein Gefühl ...

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Beitrag von juniglueck 23.11.10 - 19:22 Uhr

...habt ihr bei den Nachrichten aus Asien?


Hallo zusammen,


bin hier meist stille Leserin, möchte aber nun doch gern wissen, wie ihr die Nachricht aufgenommen habt?

Gut, Nord und Südkorea stehen ja, glaube ich seit den 50 er Jahren im "Krieg", aber dass nun Luftangriffe und evtl. weitere Angriffe stattfinden finde ich schon erschreckend.

China, USA möchte sich raushalten, aber ich werde den Gedanken nicht los, dass wenn es zum "Knall" kommt, es nicht gut für Europa und die Welt aussehen wird.

Wie geht ihr mit den aktuellen Nachrichten um?

Gruß
juni.

Beitrag von grafzahl 23.11.10 - 20:32 Uhr

In geografisch recht großer Entfernung versucht eine der letzten Diktaturen an der Macht zu bleiben.

Ist mir ein Rätsel, wie man in der heutigen Zeit ein Volk unterdrücken kann. Ich gebe den nordkoreanischen Verbrechern keine 5 Jahre mehr.

Letztlich lassen mich die Nachrichten aus Korea ziemlich kalt.

Beitrag von juniglueck 23.11.10 - 20:45 Uhr

Danke für deine Antwort.


Die Unterdrückung eines Volkes war mir schon immer ein Rätsel.

Beitrag von zeitblom 24.11.10 - 11:54 Uhr

"keine 5 Jahre mehr"

Ja, daher ist das Risiko der Unberechenbarkeit Nordkoreas nicht zu unterschaetzen. Andererseits kann es auch nicht im Interesse Chinas liegen, dass ihr Freund Amok laeuft. Insofern halten sich auch meine Befuerchtungen in Grenzen....

Beitrag von ong_xa 24.11.10 - 13:00 Uhr

eine der letzten Diktaturen? Für mein Gefühl sind es doch noch Einige, auch wenn manche dieser Staaten vielleicht nicht besonders groß oder bedeutend sein mögen. Es gibt sogar eine regelmäßig ermittelte "Top Ten" der Diktatoren:

http://www.parade.com/dictators/2009/

"Ist mir ein Rätsel, wie man in der heutigen Zeit ein Volk unterdrücken kann"

Was ist an der "heutigen Zeit" denn so anders ?

"Ich gebe den nordkoreanischen Verbrechern keine 5 Jahre mehr. "

Wenn man sich den riesigen Militärapparat anschaut, muss man leider befürchten, dass die jetztige Diktatur nahtlos durch eine Neue ersetzt wird. Ich hoffe allerdings, dass Du Recht hast.



Beitrag von grafzahl 24.11.10 - 13:26 Uhr

> Was ist an der "heutigen Zeit" denn so anders ?

Die Informationsausbreitung ist heute doch eine andere, als in der Vergangenheit.

Wie kann es gelingen, sein Volk von jeglicher Information abzuschneiden?

Beitrag von strange-little-girl 24.11.10 - 13:37 Uhr

Na, ein Blick auf das Riesenreich China dürfte doch reichen.

Wenn es die Technik zur Informationsverbreitung gibt, gibt es ebenso eine Technik dese zu verhindern.

Beitrag von echtjetzt 24.11.10 - 16:13 Uhr

Ich denke der Vergleich mit China hinkt ein wenig. Dort gibt es nämlich wiederum auch die Technik, die Sperren zu umgehen.

In Nordkorea gibt es ja noch nicht einmal die Technik. Die Leute werden einfach so klein, arm und dumm gehalten, dass der Großteil überhaupt nicht begreift, was da passiert.

..schätze ich.

Beitrag von ong_xa 24.11.10 - 13:59 Uhr

Die neuen Kommunikationswege ermöglichen grundsätzlich auch
eine neue Dimension der Überwachung und Manipulation für das jeweilige Regime.

Im Fall Nordkorea allerdings vermute ich eher, dass den Bürgern der Zugang schlicht verweigert wird. Internet, Mobiltelefone und selbst Satellitenschüsseln werden dort nur wenigen ausgewählten Personen zur Verfügung stehen.

Beitrag von magicmulder 02.12.10 - 13:48 Uhr

> ich werde den Gedanken nicht los, dass wenn es zum "Knall" kommt, es nicht gut für Europa und die Welt aussehen wird

Wieso?

Wir haben mit den beiden Irakkriegen und dem Kosovokonflikt viel größeres Problempotential viel näher dran gehabt. Hast du was davon gemerkt? Also außer in den BILD-Schlagzeilen?

Wenn sich die beiden Koreas auf die Omme hauen, ist das für uns wie der Sack Reis in China. Apropos, letztere würden auch nicht ihre Hand für das Spinner-Regime in Nordkorea ins Feuer halten. Also noch weniger kritisch als bei den Kriegen mit den Russland-Lieblingen Irak und Serbien.

Beitrag von zeitblom 02.12.10 - 15:28 Uhr

"Wieso?"

Weil das Risiko besteht, dass ein in die Ecke gedraengtes System, deren Fuehrer offensichtlich jegliches Realitaetsbewusstsein verloren haben, sich mit Nuklearwaffen "befreien" moechte. Ob sie wirklich dazu in der Lage waeren und wie hoch dieses Risiko tatsaechlich ist, bleibt die grosse Frage fuer uns Sterblichen.