Vorgesetzte

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von odin1981 23.11.10 - 20:08 Uhr

Muß mich mal ein bisschen aufregen.
Ich arbeite in der 1 zu 1 Pflege (Intensivpflege) ausschließlich Nachts.
Leider bekomme ich keine Nachtzuschläge, was aber für mich ok ist.
Jedenfalls springe ich gerne jederzeit ein, wenn jemand ausfällt. Und das ist mehrfach im Monat. Das wurde auch schon von "Oben" gelobt.

Heute habe ich mich für 1 Tag krank gemeldet, weil ich stark erkältet bin.
Die Personaldisponentin meinte zu mir, daß ich ja öfters mal krank wäre. (nach dem Motto: du bist ständig krank)
Ich dachte ich fall vom Glauben ab. Seit März ´10 bin ich dabei, und habe nur 3 Tage am Stück gefehlt, weil ich auch krank war. Ich meine, was soll das?! Soll ich meinem schwer kranken Patienten irgendeine Krankheit reinschleppen?

Meine Kollegin macht seit August 100 Überstunden pro Monat. Und dann sind die so dreist, sie in ihrem Urlaub täglich zu belästigen, weil die Personaldisponentin ihren Job nicht geregelt bekommt? Oder weil immer neue Patienten annehmen, ohne dafür dsa Personal zu haben?

Ich bin am überlegen, ob ich mal mit dem Chef persöhnlich sprechen sollte.
Auch wenn ich gerne da arbeite, so langsam vergeht mir die Lust daran. Und die Stimmung wird immer gereizter.

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp, wie ich damit umgehen soll.

Viele Grüße Bianca

Beitrag von tragemama 23.11.10 - 20:11 Uhr

Wie groß ist die Klinik und warum darf sie auf Nachtzuschläge (tariflich festgelegt) verzichten?

100 Überstunden im Monat ist ordentlich. Mein Mann ist Anästhesist, er kommt etwa auf das Gleiche, aber eben als Arzt, da ist das ja deutlich normaler.

Andrea

Beitrag von odin1981 24.11.10 - 10:26 Uhr

Hallo,

das ist ein privater Pflegedienst. Wir machen Einzelbetreuung bei den Patienten zu Hause. Frag mich nicht, wie der Vertrag genau heißt. Scheinbar ist es gesetzlich so korrekt, daß die Nachtzuschläge fehlen.

Gruß Bianca

Beitrag von odin1981 24.11.10 - 10:28 Uhr

Ich weiß nicht genau, wie groß der Pflegedienst ist. Allein die ambulante Intensivpflege hat etwa 100 Mitarbeiter, allerdings einige ungelernte Kräfte und viele über Zeitarbeit.

Beitrag von no-limit 23.11.10 - 20:37 Uhr

oh je du arme #herzlich

eine au ist eine au und wenn die von der dispo dumme sprüche ziehen, ignorier sie einfach. meine teamleiterin sagt immer, wer sich rechtfertigt bietet angriffsfläche ;-)

du darfst krankgeschrieben gar nicht arbeiten und wegen deiner freundin .... die rufen doch bestimmt mit einer nummerübertragung an ?!? ich würde gar nicht rangehen! genehmigter urlaub ist genehmigt und basta ...

und wenn die alte es nicht gebacken bekommt in der dispo ... wartet einfach ab ;-) lass sie doch auflaifen ! ist doch nicht dein bier !

lass den chef raus und sorgt dafür das die alte verschwindet ;-), früher oder später bemerkt es der scheffe auch :-)

lg

Beitrag von odin1981 24.11.10 - 10:35 Uhr

Hallo,

das war mal wieder ein "Einspringen", dafür brauche ich komischerweise keine AU. Die Dispo meinte im Anschluß, daß es ja garkein Problem wäre, da Kollegin XY gerne ein paar Nächte mehr machen will und dann meine Nacht mitmachen kann.

Das ist ein total unorganisierter Pflegedienst, echt nervig.

Meine Kollegin/Freundin ist Teamleitung bei unserem Patienten. Ich denke mal, daß sie sich sehr verantwortlich fühlt.

Gruß Bianca

Beitrag von vwpassat 23.11.10 - 21:15 Uhr

Am besten ist es hier, diplomatisch und korrekt ranzugehen.

Wenn das nächste Mal ein solcher Spruch von Deiner Vorgesetzten bzw. "Disponentin" kommt, erklärst Du Ihr ersteinmal, dass Du Krankenschwester bist und einen Teufel tun wirst, um bereits kranke und damit zusätzlich geschwächte Patienten mit Grippe oder anderen Infekten anzustecken.

Bei 3 Kranktagen in 8 Monaten hätte ich sie direkt gefragt, mit wem sie mich verwechselt hat. Das ist ja wet unter dem AN-Durchschnitt.

Was Deine Kollegin angeht, so würde ich mich da gar nicht groß reinhängen, wenn die sich den Urlaub vermiesen lässt = ihr Problem. Eigentlich ist es ein NO-Go, jemanden im Urlaub zu belästigen, ich würde auch nicht ans Telefon gehen da.

Alles in allem arbeitest Du in einem recht unorganisiertem "Haufen".

Beitrag von odin1981 24.11.10 - 10:43 Uhr

Hallo, 3 Monate davon lief über Zeitarbeit. Und fest angestellt bin ich jetzt jetzt fast 6 Monaten. Und ich würde auch behaupten, daß ich einen recht guten Willen zeige zu arbeiten. Dazu habe ich eine Tochter im KiGa Alter und einen Partner in der Selbstständigkeit. Und trotzdem springe ich. Ich habe sogar einmal die Oma anreisen lassen, damit sie auf meine beiden aufpasst (die waren da auch krank), damit ich kurzfristig einspringen konnte.

Und ja, es ist sehr traurig, in einem so unorganisiertem "Haufen" zu arbeiten.

Beitrag von newlife22 24.11.10 - 19:43 Uhr

hallo
ich kann dich da gut verstehen..bei uns läuft alles ähnlich ab. Keine zuschläge, als examinierte Krankenschwester mache ich mit 2 Praktikanten/Azubi Spätschichten, man wird aus dem Urlaub geholt, wenn man sich krank meldet werden ironische und gehässige Aussagen getroffen: dann müssen wohl die Kollegen für dich einspringen (schlechtes gewissen machen) etc.
Ich bin nun noch bis April in EZ und bin am überlegen ob ich meine Stelle nicht wechseln sollte... wenn es auf dauer bei dir so weiter geht und du dich ausgebeutet fühlst, würde ich das an deiner Stelle auch tun. Sicher ist es nicht leicht, was neues zu finden, aber ich denke es gibt Brancen in denen es schwieriger ist.
mfg sandra