Ebay - nicht erhaltene Ware - Paypal Fall geöffnet - bin ich zu stur?

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Forum: Internet & Einkaufen

Kein Gedrängel, keine Ladenöffnungszeiten, alles auf einen Klick. Das Internet wird immer beliebter als Shoppingmeile und Informationsbörse. Fragen zu Angebot, Abwicklung, Versand können hier gestellt werden.

Beitrag von nightwitch 23.11.10 - 21:38 Uhr

Hallo,

ich habe mal ein Problem:

Ich habe hier schon mal was dazu geschrieben:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2891958&pid=18293584&bid=63

So, nachdem dann immer noch nichts ankam, habe ich bei Ebay einen Fall eröffnet und einige unschöne (also zumindest für mich, ich habe sie als frech empfunden) Mails bekommen.

Der Verkäufer hat mir jetzt angeboten, dass er mir nochmal den Artikel zusendet, wenn ich nochmals 4 Euro für den versicherten Versand überweise.
Aber das sehe ich ehrlich gesagt nicht ein. 1. Wollte ich von Anfang an versicherten Versand (was er bestreitet, obwohl die Mails noch vorliegen) und 2. kann ich mir ja nicht sicher sein, dass er auch wirklich verschickt.

Genauso hab ich das dem Verkäufer auch geschrieben. Jetzt droht er mir mit Rechtsbeistand.

Meine Antwort lautete sinngemäß, dass sein Rechtsbeistand ihn dann auch gleich bzgl. Finanzamt beistehen könnte, da seine Vorgehensweise auf Ebay den Verdacht erweckt, dass er als gewerblicher Verkäufer handelt, aber als privater Verkäufer angemeldet ist und dass ich jetzt entweder mein komplettes Geld oder aber die Ware haben möchte.

Zur Erklärung: es werden immer wieder die gleichen Artikel in verschiedenen Farben und Größen als neu angeboten. Meines Wissens bekommt man diese Artikel nur speziell über EINEN einzigen Versandhandel.

Mein Freund meint jetzt, dass ich die 4 Euro überweisen soll und gut is.
Aber - sorry, da kommt die Zicke in mir raus #schein - sehe das nicht ein.

Da ich mit Paypal gezahlt habe und der Verkäufer doch keine Einlieferungsbescheinigung hat (eben weil er unversichert verschickt hat und das bei Paypal nicht zählt), müsste ich doch mein Geld wieder bekommen, oder? Aber das läuft momentan noch über Ebay (irgendwie haben sie das umgestellt).

Was meint ihr? Nachgeben oder aussitzen :-D

Lieben Gruß
Sandra

Beitrag von daisy80 23.11.10 - 21:43 Uhr

Ich persönlich würde mit Dir mitzicken und das Ganze aussitzen *g*

Es ist ja alles auf Deiner Seite. Du hast die Mails, du bist bei Paypal im Recht, was willste mehr? ;-)

Beitrag von carrie23 23.11.10 - 22:00 Uhr

Ne also ich würd da auch nicht nachgeben, da kann ich echt zum Tier werden.
Die meisten Männer sind da anders-die wollen einfach ihre Ruhe haben allerdings würd meiner wahrscheinlich da noch mehr zicken als ich#rofl

Beitrag von sobinichnunmal 23.11.10 - 22:16 Uhr

Naja, aber letztendlich hast du ja dem unversicherten Versand zugestimmt? Ich meine, selbst wenn die Verkäuferin meinte, der unversicherte Versand würde ausreichen.... du hättest ja trotzdem drauf bestehen können. Von daher finde ich deine Sturheit naja, nicht so doll und auch, dass du dem Kompromiss nicht eingehen willst, finde ich auch daneben.

LG Sandy

Beitrag von parzifal 23.11.10 - 22:57 Uhr

Du wolltest versicherten Versand. Die Verkäuferin wollte unversichert senden.

Für welche Versandart hat Du denn bezahlt? Bzw. wie hoch waren denn die Versandkosten?

Beitrag von parzifal 23.11.10 - 23:00 Uhr

Und wie hoch war denn der Warenwert. Dieser ist ja auch maßgeblich für einen Rat.

Beitrag von nightwitch 24.11.10 - 07:04 Uhr

Hallo,

wieso ist der Warenwert entscheidend?

Ob ich nun 5 Euro bezahlt habe oder 500 Euro. Für mich geht es da auch ums Prinzip. Ende.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Verkäuferin die Ware NICHT losgeschickt hat und es bei jedem Kauf so dreht (und sie hat in der letzten Zeit einige dieser Artikel verkauft), dann sind wir ganz schnell bei Geldbeträgen jenseits der 100 Euro.

Bezahlt habe ich - weil sie ums Verrecken nicht die Versandart umstellen wollte - Sparversand: sprich unversicherten.

Und ich wollte aber definitiv nur mit Paypal zahlen, sie hat es angeboten, sie hat versicherten Versand im Text angeboten (nicht aber bei der Kaufabwicklung) und das waren zwei Gründe, wieso ich überhaupt bei ihr gekauft habe.

Gruß
Sandra

Beitrag von parzifal 24.11.10 - 10:56 Uhr

Ich bin auch jemand dem es oft ums Prinzip geht.

Meine Fragen dienten aber dazu, dass Ganze auszuleuchten um einen Rat zu geben. Insbesondere wenn es um die Frage geht "zahlen oder nicht".

Wenn Du wegen EUR 4,-- einen Rechtsstreit beginnst, solltest Du auch sicher sein ihn zu gewinnen.

Also zunächst zu der Frage des Wertes.

Wenn Du eine Ware für EUR 500,-- erhalten willst und "nur" EUR 4,-- aufwenden musst ist der prozentuale Verlust sehr gering (unter 1 %).

Da ist der (Riesen)Spatz in der Hand (Waren im Wert von EUR 500,--) zu erhalten zu groß, als das man einen Rechtsstreit provoziert, der wenn man Pech hat zum Ergebnis kommt, dass die Verkäuferin gar nicht liefern muss. Und selbst eine 95 % Gewinnchance rechtfertigt aus ökonomicher Sicht nicht das Risiko.

Wenn es aber für Dich heißt Prinzip über alles Kosten sind egal. Ich ziehe das durch selbst wenn die Chancen 50:50 stehen 4,-- EUR zu erhalten oder EUR 500,-- zu verlieren dann natürlich los.

Bei mir siegt dann halt die Ratio über das Prinzip.

Bei einem Warenwert von EUR 5,-- zahle ich bestimmt nicht nochmal EUR 4,-- wenn ich mich im Recht fühle.

Und jetzt zu der Frage des "wie sieht es rechtlich aus?

M.E. nicht so sicher wie Du es vielleicht glaubst.

Du wolltest versicherten Versand die Verkäufern hielt das für unnötig.

Der richtige Weg wäre gewesen auf den versicherten Versand zu bestehen.

Angenommen, die Verkäuferin hätte strikt und endgültig den versicherten Versand abgelehnt. Dann stellt sich die Frage, ob Du nicht den versicherten Versand hättest durchsetzen müssen?

Laut Sachverhalt stellt sich dies aber noch nichtmal so eindeutig dar. Die Verkäuferin hielt den versicherten Versand für "nicht notwendig".

Und Du hast nur für den unversicherten Versand bezahlt. Da könnte man als Gericht auf die Idee kommen, dass Du Dich zumindest konkludent mit der Zahlung für unversicherten Versand auch mit diesem einverstanden erklärt hast.

Die Ausführungen gelten natürlich nur für einen privaten Verkäufer. Gewerbliche tragen das Versandrisiko ohnehin. Bei diesen sollte man deshalb immer den "unversicherten" Versand wählen. Man spart Geld und trägt trotzdem kein Versandrisiko.

Beitrag von nightwitch 24.11.10 - 11:05 Uhr

Danke,

den ganzen Sachverhalt hab ich hier: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2910807&pid=18413416&bid=63 nochmal aufgedröselt. Der Warenwert inkl. Versand belief sich auf ca 20 Euro, also jetzt nicht unbedingt die Welt, aber wenn wir der Verkäuferin jetzt unterstellen, sie schickt die Ware ab und an nicht los um dann auf "Versandrisiko liegt beim Käufer, daher Pech gehabt" zu pochen, sind das bei 10 geprellten Kunden schon gute 200 Euro. Und bei ihrem Verkaufsaufkommen ist das schon in kürzester Zeit machbar.

Ich gehe davon aus, dass es sich um eine privat gekennzeichnete gewerbliche Verkäuferin handelt. Auch ist mir unklar, ob die Firma mit der sie wirbt (also sie weist explizit darauf hin, dass die Artikel ja aus TV und Funk bzw Presse bekannt sind) überhaupt davon begeistert ist, wenn sie für wenig Geld deren Ware verkauft. Da stellt sich mir die Frage: woher kommt die Ware? In dem Versandhandel gibt es die Ware für mind. 40 Euro aufwärts, sie verkauft sie teilweise für unter 20 Euro.

Aufgrund meiner Drohung, dass ich ihr Handeln melden werde, hat sie ja auch recht zügig eingelenkt. Ein Indiz für mich, dass es sie nicht 100%ig legal agiert.

Aber sobald ich meine Ware (oder eben meine Auslagen) (zurück)habe, ist die Sache für mich erledigt.

Gruß
Sandra

Beitrag von nightwitch 24.11.10 - 07:06 Uhr

Guten Morgen,

aussitzen lohnt sich wohl doch ;-)

Anscheinend hat die Gute extreme Angst davor, dass sie als gewerbliche Händlerin eingestuft wird (und in dem Zuge evtl. noch andere Probleme zu bekommen).

Plötzlich liegt ihr garnichts mehr daran, Stress zu machen und schickt mir den Artikel ohne Versandkostenzahlung meinerseits nochmal zu.

Dann bin ich ja mal gespannt, ob der Artikel diesmal auch ankommt :-)

Gruß
Sandra

Beitrag von gaeltarra 24.11.10 - 09:42 Uhr

Hallo Sandra,

woher hat sie denn plötzlich den gleichen Artikel nochmal?? Tja, ganz ehrlich, ich würde die Dame beim Finanzamt melden. Jeder ehrliche gewerbliche Händler wird durch solche Leute ver... Ich mag so etwas nicht leiden. Jeder hat mal was neues zu verkaufen, wenns z. B. im Sale gekauft wurde und - gerade bei Kindersachen - zum späteren Zeitpunkt dann doch nicht mehr paßt. Aber ständige Neuwaren anbieten: das ist gewerblich, zum Zwecke der Gewinnerzielung.

Andererseits: DU warst im Endeffekt mit dem nicht versicherten Versand einverstanden und hast nur für diesen gezahlt und bist daher nicht ganz unschuldig an dem Ganzen. Eigentlich fände ich es fair, den Differenzbetrag zu einer versicherten Sendung zu überweisen. Gut - bei der Vorgeschichte mit unschönen Mailverkehr jetzt nicht mehr, die Frau soll schließlich auch was daraus lernen. Mir erschließt sich nicht, warum sie nicht versichert versendet - das Geld dafür hätte sie doch eigentlich bekommen für eine versicherte Sendung. Komisch. Oder schreibt sie nur "versichert" im Beitragstext um Käufer mit dem niedrigen Porto zu ködern, gibt daher unversichert bei Porto/Versand an? Ich steige da jetzt nicht ganz durch.

Wenn sie eine gewerbliche Händlerin wäre, müsste sie - soviel ich informiert bin - für den Verlust der Sendung aufkommen - sprich es wäre ihr Risiko in jedem Fall.

Aberr gut, dass es sich für dich geklärt hat.

LG
Gael

Beitrag von nightwitch 24.11.10 - 10:04 Uhr

Hallo Gael,

ich versuchs nochmal komplett aufzuschreiben:

Ich suchte speziell nach diesem Artikel um ihn gebraucht zu kaufen (keine Kinderkleidung, sondern Kleidung für Frauen). Diesen Artikel gibt es in der Form nur bei einem Versandhandel (zumindest habe ich ihn nur dort gesehen).

Ich fand den Artikel bei der Verkäuferin und bot mit drauf. Es wurde Paypal angeboten. Die Versandkosten waren mit Deutsche Post Brief (ich glaub 2,20 Euro) angegeben. Unter den Versanddetails stand dann auch noch versicherter Versand 4 Euro Hermes Paket.

Im Angebotstext selbst stand noch mal der Passus, dass auf Wunsch gerne versichert verschickt wird, Nachricht würde genügen.

Als ich dann den Zuschlag erhielt, wollte ich über Paypal bezahlen. Eben aus dem einfachen Grunde, weil ich dort noch Geld drauf hatte und ich bei meinem Bankkonto noch auf Zahlungseingänge sowie Abbuchungen wartete und ich nicht in Gefahr geraten wollte, dass eine Abbuchung platzt.

Jedenfalls schrieb ich die Verkäuferin an, dass ich gerne versicherten Versand hätte und mit Paypal bezahlen möchte und ob sie bitte so freundlich wäre, die Kaufabwicklung dementsprechend zu ändern. Es war aus welchen Gründen auch immer mir nicht möglich den Betrag bei meiner Kaufabwicklung zu ändern, bzw bei Paypal den Betrag zu ändern.

Darauf hin kam dann die Nachricht von ihr, dass unversicherter Versand ja ausreichend wäre, man müsste ja nicht mehr Geld bezahlen als nötig.

Ich bestand nochmal auf versicherten Versand und sie schrieb mir zurück, dass ich endlich bezahlen soll (wohl gemerkt, es waren 2 Werktage vergangen), sonst würde sie ggf. einen unbezahlten Artikel melden.

Also zahlte ich per Paypal für die Ware und unversicherten Versand.
Am gleichen Tag (also den 04.11) wurde bei Ebay angegeben, dass der Artikel versandt sei.

Darauf hin erfolgte meine Nachfrage und die erste (in meinen Augen) patzige Antwort.
Nachdem dann wieder über eine Woche nichts kam, habe ich den Fall eröffnet, wo sie mir dann das Angebot gemacht hat, dass ich nochmal die 4 Euro überweisen soll und sie mir dann erst die Ware zuschickt. Gleichzeitig hat sie mir mit Rechtsbeistand gedroht.

Aufgrund dessen habe ich mal bei ihren Auktionen geschaut (aktuelle und beendete): aktuell hat sie 6 Auktionen der gleichen Artikelart (eben nur andere Farbe/Größe) drin, teilweise mit NEU deklariert. Bei den beendeten Angebote finden sich momentan 9 der Artikel, auch hier teilweise neu.

Ich habe halt dann direkt zurück geschrieben, dass sie gewerblich handelt und demnach angezeigt werden müsste (also sinngemäß). Darauf lenkte sie ein und will mir nun - ohne Zahlung der erneuten Versandkosten - einen neuen Artikel zuschicken.

Gerade eben habe ich mal bei ihren Bewertungen geschaut. Größtenteils nur NEU-Ware und auch immer wieder die gleichen Artikel (nicht nur der Art, wie ich ersteigert habe, sondern auch immer wieder andere Artikel, die immer wieder auftauchen).


Bei Ebay gemeldet habe ich die Person bereits.

Lieben Gruß
Sandra