1. klasse sachsen...wie weit sind eure kleinen???

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von bienli 24.11.10 - 08:39 Uhr

hallo zusammen,

ich wollte nur mal hören, was eure mäuse schon alles können?

bei meiner tochter ist es ein wenig schwierig. sie ist integrationskind wegen motorik, wahrnehmungsstörungen und entwicklungsverzögerung. neulich war eine förderlehrerin da und hat sie beobachtet. sie und die lehrerin waren sehr zufrieden. sogar die androhung auf wechsel auf die förderschule blieb aus #huepf sie schlugen nur die option vor, evtl. ein schuljahr zu wiederholen, weil sie manchmal in der klasse etwas unter geht. wenn die lehrerin (oder ich zu hause) neben ihr sitzen, klappt es aber recht gut.

in lesen und schreiben gehört sie sogar mit zu den guten #freu

rechnen ist schon schwieriger. sie kann einen tag mal richtig gut z. bsp. eine zahlenreihe. den nächsten tag schmeißt sie alles durcheinander. da kommt vor der 10 eine 19 usw. beim plus-rechnen nimmt sie auch ihre finger. letzte woche haben sie einen mathe-test geschrieben. sie hat nur 8 von 21 punkten #schock sie hat da alle plusaufgaben falsch. wenn eine 7 rauskommen soll und die 3 schon vorgegeben ist, heißt es bei ihr 3+7! und die vorgänger und nachfolger. dabei kann gerade das sie ganz gut!

ich weiß, man soll vielleicht nicht vergleichen, aber ich wüsste schon gern, wie sich so eure kleinen machen. hab ihr auch ein pc-programm gekauft, wo sie das zahlenverständnis lernen kann.

hab große angst, dass sie doch wieder weg muss von der schule. ihr gefällts dort so sehr und sie ist sehr ehrgeizig!

vielen dank!

Beitrag von kruemelchen333 24.11.10 - 10:10 Uhr

Hallo

Also wir sind hier in BW. Mein Kleiner geht auch gerade in die erste Klasse.
Die haben schon einen Test geschrieben????? Das machen sie bei uns erst in der zweiten Klasse.
Bei uns wird auch noch nicht gross gerechnet. Sie machen ein paar Vorgänger und Nachfolger, aber alles nur bis 10.
Zahlenreihen bis 10 und so Rechenhäuschen machen sie auch noch, aber nicht mehr.
In Deutsch schreiben sie gerade das "s". Sie haben mit Schreibschrift angefangen.
Das erstmal zum Stand bei uns.

Ich finde es nicht gut, jetzt schon Tests zu schreiben, sie müssen doch erstmal lernen mit dem ganzen System klarzukommen.

Die Schulen in BW sollen ja eigentlich mit die Schwierigsten sein, was ich bei meiner Grossen, die jetzt in der 6. Klasse ist bestätigen kann, aber das was die bei euch machen ist verrückt.
Die Kleinen jetzt schon unter Notendruck zu setzen kann ja nur nach hinten losgehen.

Mach dir mal keinen Kopf, meine Grosse hatte anfangs auch Mühe, aber irgendwann macht es dann "klick". Meiner Meinung nach kann man nach so kurzer Zeit noch nicht viel sagen, deshalb gibt es ja auch keine Zeugnisse im Halbjahr, sondern erst Ende des Schuljahres.

Hast du denn Vergleiche zu anderen Kindern in der Klasse??

LG kruemelchen

Beitrag von bienli 25.11.10 - 07:58 Uhr

vielen dank für deine antwort. ja ich finde das auch früh. aber es sind wohl solche kontrollen. wahrscheinlich, damit die lehrerin weiß, wie die kinder stehen.
die lehererin sagt, dass meine tochter im mittelfeld ist. es gibt natürlich welche, die besser sind, aber auch welche, die schlechter sind.
mich ärgert es, dass sie bei dem test so schlecht war. vor allem, wenn man weiß, dass sie es besser kann, wenn sie sich anstrengt.
auf den "klick" warte ich seit 7 jahren ;-) sie war schon immer hinterher und wir müssen alles üben.

Beitrag von heikeundleon 24.11.10 - 13:05 Uhr

Mein Sohn kam auch im August zur Schule (Dresden). Auf Mathe wird noch kein so großer Wert gelegt, Zahlen bis 15, größer/ Kleiner als.

Aber in Deutsch wird ein straffes Programm durchgezogen, die Buchstaben A, D, E, F, G, I, K ,L M, N, O, P, R, S, T, U sind durch, in Druck- und Schreibschrift, klein und groß. Mein Sohn liest schon recht gut für die relativ kurze Zeit, bin erstaunt.

Tests wurden in Deutsch bereits zwei geschrieben. Diese dienten der Ermittlung des Förderbedarfs.

Gruß

Heike

Beitrag von bienli 25.11.10 - 07:59 Uhr

vielen dank für deine antwort! gestern haben sie sogar schon bis 20 gerechnet. da hat sie aber keinen stich gesehen. so viel finger hat sie leider nicht ;-)

Beitrag von h-m 25.11.10 - 09:19 Uhr

Wow, das ist aber viel!

Meine Tochter hat erst 7 Buchstaben (klein und groß) gehabt, und auch nur in Druckschrift. Schreibschrift kommt erst, wenn sie mit der Druckschrift fertig sind. Allerdings haben sie diese Anlauttabelle und schreiben damit auch Buchstaben, die sie noch nicht gelernt haben, so dass sie schon nach 2 Wochen die ersten Wörter/Sätze geschrieben haben.

Ach ja, wir leben in NRW.

Beitrag von birgitz 24.11.10 - 13:52 Uhr

Hallo bienli,

nun mache dich mal locker. Aber ich weiß, dass es recht anstrengend sein kann, wenn man immer fürchtet die Schule wieder verlassen zu müssen.

Mein Pflegesohn geht auf eine Schule für Erziehungshilfe, mit ganz normalen Grundschullehrplan. Er geht dort hin weil ich das so wollte, laut Testung sollte er auf die Schule für Lernbehinderung. Ich passe also auch immer ganz genau auf, wie es so läuft.

Einen Vorteil hat diese Schule, es gibt ein sogenanntes Muttiheft, wo Lehrer und Eltern täglich in Kontakt stehen. Ich kann meine Fragen dort gleich los werden und notfalls auch erklären, warum er gerade etwas so macht wie er es eben macht.

In Mathe haben sie erst die Zahlen bis 10 kennen gelernt, schreiben gelernt und legen gelernt. Dann kamen Vorgänger und Nachfolger, dann Kleiner Größer und Gleich. Hier hat es gleich gehangen. Seit wir „Mehr“ und „Weniger“ sagen, macht er es richtig. Der Junge hat autistisch Züge, nimmt vieles wörtlich und sucht eben sonst immer nach der kleiner bzw. größer geschriebenen Zahl.
Nun haben sie im Zahlenbereich bis 10 Plus gerechnet. Er kann alles +1 auswendig, dann 2+2; 3+3;... 2+3; 2+4; 2+8; jeden Tag kommt eine neu auswendig gelernte Aufgabe dazu. Bei den anderen Aufgaben darf er die Finger nehmen, bei denen die er kann passe ich auf, dass er seinen Kopf anstrengt.
Jetzt rechnen sie auch schon Minus, aber da bleibt er erst mal bei den Fingern. Wenn dann Plus alles klar ist, dann widmen wir uns dem Minus.

Schreiben ist so eine Sache. Bei der ersten Lehrerin haben sie erst in Druckschrift geschrieben, den nächsten Tag dann in Schreibschrift, das mit jedem Buchstaben, Chaos pur. Nun eine neue Lehrerin schreiben nur noch in Schreibschrift und es klappt besser. Auch hier Tücken des Autisten, er hat das geschrieben A als A gespeichert, und liest auch jedes geschriebene t erst mal als A. Aber da arbeiten wir dran. Ansonsten sind sie gerade beim „T“ nach „A O M N I P“ Wörter wie „ und sind ist ruft“ müssen die Kinder am Schriftbild erkenne und lesen können.

Wenn du noch Fragen hast, ich würde mich freuen, vielleicht können wir ja weiterhin etwas vergleichen?!
Und keinen Stress wegen dem Test, ich finde das viel zu zeitig einen Test zu schreiben.

Liebe Grüße Birgit

Beitrag von bienli 25.11.10 - 08:04 Uhr

danke für deine antwort!
das ist natürlich auch gut mit dem muttiheft. so weißt du und die lehrerin bescheid. "unsere" lehrerin sieht das ganze auch nicht sooo eng. sie macht mir gegebenüber keinen druck. und meine tochter sagt auch nicht, dass sie dauernd schimpft. sie gehört auch nicht unbedingt zu den schlechtesten. mich ärgert, dass sie in dem test nicht so gut war. vor allem, wenn man weiß, dass sie es besser könnte! wenn ich neben ihr sitze, klappt es auch ganz gut. sie fragt zwar immer zur sicherheit, aber sie kommt meistens allein aufs ergebnis.
hat dein pflegesohn eine kleine klasse, wo er intensiver betreut werden kann? ich wehre mich mit händen und füßen gegen die förderschule. sie ist ja "gesund". nur hängt sie hinterher in der entwicklung! wir hatten erst überlegt, sie zurück zu stellen. die lehrerin hat sie damals im kiga schon beobachtet und meinte neulich, dass es sehr gut war, dass wir sie eingeschult haben. fortschritte scheint sie zu machen.
ach mann, wenn nur nicht immer die angst wäre! hab echt angst, dass sie es später mal nicht so leicht haben wird, wenn sie auf ne förderschule muss. aber ich hab mich auch noch nicht so intensiv mit dem thema befasst.

Beitrag von birgitz 25.11.10 - 09:59 Uhr

Hallo bienli,

ja mein Pflegesohn hat eine kleine Klasse, der Klassenteiler soll bei 11 liegen, es ist eine Lehrerin und eine pädagogische Unterstützung mit im Raum.

Es gibt nicht die gute oder die schlechte Förderschule, es steht und fällt immer mit dem Personal. Ich kenne eine Schule für Erziehungshilfe, da hätte ich kein Kind freiwillig hin gegeben, aber die die wir haben ist wirklich wirklich sehr gut.

Da unserer Erziehunngshilfeschule auch mit ganz normalen Grundschullehrplan arbeitet, kann jedes Kind in eine normale Grundschule umsteigen, wenn es die emotionalen und sozialen Probleme überwunden hat. Das ist ein großer Vorteil.

Wenn deine Tochter den normalen Standart nicht mehr halten kann, wird sie es eher leichter haben auf einer Förderschule, aber bis dahin ist noch viel Zeit, vielleicht kommt es nie. Im Moment denke ich ist dieser Gedanke viel zu früh.
Wie kommst du auf den Gedanken, dass eine Förderschule für kranke Kinder ist. Was ist hier krank, was gesund? Die Kinder sollten schulmäßig dort abgeholt werden wo sie stehen, das sollte eine geeignete Schulform sein.

Auch schreibst du, dass sie es beim Üben kann, sich aber immer zurückversichert. Das kann sie in einem Test nicht, vielleicht hat sie den deswegen in den Sand gesetzt? Mein Pflegesohn muss die Aufgaben in Mathe, wo ich wirklich weiß er kann sie, schriftlich machen, ohne einen Kommentar dazu. Das ist ihm auch irre schwer gefallen, oh was gab es für Tränen, aber nun ist es kein Problem mehr.

Liebe Grüße Birgit

Beitrag von mel1983 24.11.10 - 13:58 Uhr

Heyho,

mein Kind ist kein Maßstab, aber aus Sachsen sind wir.

Die Mathetests haben wir hier auch. In diesem Testheft wurden bisher 4 der (ich glaube) 10 Tests absolviert.

Ansonsten wird fleißig gelesen und geschrieben. Alle Buchstaben hatten sie definitiv noch nicht.

Welche genau, weiß ich nicht. Meine Tochter zeigt mir nur sporadisch ich Heft, es bleibt alles in der Schule. Aber ich muss bei ihr halt auch nicht nachsehen. Das p war auf jedenfall jetzt die letzten 1-2 Wochen dran.

Im Zahlenland sind sie glaube ich derzeit im 10er-Land.

Wenn alle zufrieden mit der Leistung deiner Tochter sind, dann sei du es auch. Setz sie nicht unter Druck.

Zahlenverständnis lässt sich ganz gut in den Alltag einbauen. Es gibt Kinder, die auch solche Programme als Druck sehen.
Schon ein ständiges Verbessern des Gesagten wirkt bei manchen Kindern abschreckend oder gar einschüchternd.

Geh sachte ran!

Grüße

Beitrag von bienli 25.11.10 - 08:07 Uhr

danke für deine meinung!
Gestern habe ich im heft gesehen, dass sie schon bis zur 20 rechnen. so viel finger hat sie garnicht ;-)
ich versuch ihr jetzt zu sagen, dass sie sich die zahlen im kopf vorstellen soll und zur gesuchten zahl "springen" soll. da fängt sie doch tatsächlich an, rückwärts zu zählen.
ich bin auch zufrieden, dass sie sich momentan gut macht, aber es bleibt immer im hinterkopf, dass sie vielleicht auf die förderschule muss.
wie baust du es in den alltag ein, dass dein kind das zahlenverständnis lernt?
meine tochter ist voll bei der sache am pc. es ist spielerisch gemacht und das macht sie auch ganz gut.

Beitrag von jenni1981 25.11.10 - 09:33 Uhr

Hallo,

wir sind auch aus Sachsen. Also in Mathe zählen sie im Zahlenraum bis 10, sowie Plusrechnen, Größer/Kleiner/Gleich, Vorgänger und Nachfolger. Rechhnen dürfen sie mit den Fingern und haben sich ein gutes System angeeignet. Tests schreiben sie auch regelmäßig.

In Deutsch lernen sie die Druckbuchstaben und hatten bisher die Buchstaben A, I, M, P, O, E, L, T, U (weiß jetzt nicht genau ob es alle sind). Sie üben lesen, sowie auch freies Schreiben (also so wie man es spricht). Sie schreiben auch Tests.

Für Kinder, die nicht mitkommen, gibt es Förderunterricht in Deutsch und Mathe.

VG Jenni

Beitrag von bienli 25.11.10 - 09:38 Uhr

vielen lieben dank!
sie dürfen mit den fingern rechnen? ich wusste immer nicht, ob das wirklich erlaubt ist. naja, irgendwann werden die finger auch zu wenig. aber ich versuche ihr es schon so beizubringen, dass sie sich die zahlen im kopf vorstellen kann. wenn sie bloß noch eine 1 oder 2 addieren soll, bekommt sie das auch hin.
wie macht sich denn deine tochter in der schule? hab übrigens gesehen, dass du aus leipzig kommst. ich auch :-D
aus welcher ecke bist du?

lg bienli