Frage zum Stillen~etwas lang

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von 0190kadett 24.11.10 - 08:55 Uhr

Hallo ihr Lieben und einen schönen guten Morgen!

Also ich weiß net ob ihr mir hier helfen könnt...
Und zwar habe ich meine Tochter vor 10 Jahren versucht zu stillen.
Allerdings hatte ich nur Schwierigkeiten. Milchstau, Entzündung der Brustwarzen, mit Stillhütchen und Schmerzen...
Alles in allem keine schöne erfahrung...
Meinen Sohn hatte ich dann nicht gestillt, weil ich Panik davor hatte das nochmal zu erleben.

Jetzt bin ich in der 9.Woche über mein drittes Kind schwanger und mache mir jetzt schon Gedanken darüber ob ich es versuchen soll oder nicht...
Auf der einen Seite würde ich es gerne versuchen aber auf der anderen Seite habe ich doch ein bissle Angst diese Schmerzen nochmal durch zu machen...

Wer hat solche Erfahrungen auch schon hinter sich?
Wer kann mir nützliche Tipps geben, was ich versuchen kann oder so...

Lg Tina

Beitrag von woelkchen1 24.11.10 - 08:59 Uhr

Das sinnvollste in deiner Situation wäre, dir bereits in der Schwangerschaft eine Stillberaterin zu suchen. Die arbeiten ehrenamtlich, die gibt es überall- und sie helfen mit viel Liebe und Überzeugung. Noch dazu sind sie wesentlich besser ausgebildet, als manch ein Kinderarzt oder Frauenarzt.

Du kannst dir eine aus der Nähe suchen, bei lalecheliga oder bei afs.

Beitrag von runa1978 24.11.10 - 09:06 Uhr

Hallo,

ich hatte bei meinem Sohn einen beginnenden Milchstau und bei beiden Kindern total entzündete Brustwarzen. Das Stillen war nicht immer angenehm dadurch, habe es aber dennoch so lange wie möglich durchgehalten. Leider hatte ich bei beiden Kindern nicht genug Milch, so daß ich nach ca. 6-8 Wochen zufüttern musste.

Ich werde es aber auch beim dritten Kind erneut versuchen. Und wenn es nicht klappt.. dann eben nicht!

Stillberaterinnen sind eine tolle Sache. In Hamburg kommt bei der ersten Geburt eine vom Jugendamt ins Haus (wenn man will) und auch bei den folgenden Kindern kann man sich unentgeltlich eine nehmen...

Die arbeiten hier in den Mütterberatungsstellen. Ich weiss nicht woher Du kommst, bzw. ob es bei Euch auch solche Stellen gibt. Wenn Du gerne stillen möchtest, dann schau doch einfach mal. Die Damen werden Dir bestimmt weiter helfen können.

Alles Gute, Runa

Beitrag von nea-arwen1 24.11.10 - 09:06 Uhr

Ich hatte bei meinem ersten auch viele Probleme mit den Stillen, wie von dir beschrieben.
Hatte dann bei meiner Tochter eine ganz tolle Hebi, mit vielen Tips und Ratschlägen.

Habe meine Tochter dann 14 Monate gestillt (bis zum 8.M voll)
Es war echt toll.

Probiere es und glaube mir es ist eine ganz tolle Erfahrung.

LG Melli#winke

Beitrag von nadinsche77 24.11.10 - 09:11 Uhr

Hallo Tina,

ich habe bei meiner ersten Tochter ähnliches erlebt wie du: Die ersten drei Wochen stillen waren fürchterlich: Meine Brustwarzen waren wund und verkrustet, ich hatte einen Milchstau, fast ne Brustentzündung, lag fiebernd im Bett und musste Antibiotika nehmen. Jedes Anlegen war eine Qual...

Mit Hilfe und Unterstützung meiner Hebamme und eisernem Willen habe ich durchgehalten und es wurde dann noch eine wunderschöne Stillzeit!

Jetzt bin ich zum zweiten Mal schwanger und habe natürlich Angst, dass es wieder so ein Stilldrama wird... Deshalb werde ich meine Hebamme schon im Vorfeld "impfen", dass ich unbedingt stillen möchte und dabei vielleicht ihre Hilfe brauche. In der Klinik wird mein Baby weder Glukose-Lösung noch sonst irgendein Fläschchen bekommen. Und ich werde mir von Anfang an zeigen lassen, wie man richtig anlegt (ich glaube, das ist bei mir letztes Mal schiefgelaufen).
Ansonsten werde ich mir keine Gedanken mehr über irgendwelche Still-Abstände machen, sondern das Baby einfach anlegen, wann es will.

Und, ganz wichtig: Ich werde mir in den ersten Tagen und Wochen viiiiel Ruhe gönnen und nur ganz wenig Besuch bekommen. Das hat mich letztes Mal so gestresst, dass ich denke, das hatte auch einen Anteil dran, dass ich den Milchstau gekriegt habe.

LG und alles Gute für dich!

Nadine

Beitrag von tosse10 24.11.10 - 09:13 Uhr

Hallo,

ich würde mir eine Stillfreundliche (aber nicht fanatische!) Hebi suchen oder eine Stillberaterin. Dann versuchst du es einfach wenn es so weit ist. Falls es wieder Probleme gibt, dann setz dich nicht selbst unter Druck, du weisst ja das auch Flaschenkinder ordentlich groß werden. Ich persönlich glaube ja, das es bei vielen scheitert die zu verbissen an die Sache rangehen. Stillen ist etwas natürliches, bei den meisten klappt es. Bei guter Beratung kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Und falls es doch nicht klappt, dann weiss man aber das man es ordentlich versucht hat und kann gut damit leben.

LG

Beitrag von franzisch 24.11.10 - 09:18 Uhr

Hallo Tina,

ich hatte bei meinem ersten Sohn ähnliche Probleme wie bei dir entzündete Brustwarzen, Milchstau, Stillhütchen, ständig Geschrei und ich habe mich auch so mies gefühlt dabei und richtig unter Druck gesetzt. Nach 8 Wochen gab ich den "Kampf" dann auf.

Bei meinem zweiten Sohn habe ich dass von Anfang an alles gelassener gesehen, habe mir einfach gesagt wenn es klappt klappts und wenn nicht nicht! So bin ich da auch rangegangen, ich habs versucht, habe im Krankenhaus alle Schwestern weggescheucht und gesagt ich möchte gern einfach selbst und in ruhe ausprobieren wie und ob es klappt nur Ich und Mein Kind!

Und was soll ich sagen es gab keine Probleme ich habe 7 Monate gestillt und auch wenn es Probleme gab ich habe einfach auf mein Gefühl gehört und es funktionierte...


Also wie du siehst es kann klappen. Versuch dich ersteinmal vollkommen frei von jeglichem Druck zu machen. Und dann schau einfach wenn dein Kind da ist ob es etwas für euch beide ist oder ob ihr euch beide ohne Stillen wohler fühlt


Ganz liebe Grüße


Franzisch

Beitrag von maerzschnecke 24.11.10 - 09:23 Uhr

Erfahrungen habe ich keine, da ich erst mein erstes Kind bekomme.

Aber ich habe mich vorab mit dem Thema Stillen sehr intensiv befaßt. Ich selbst konnte nicht gestillt werden und habe mit einigen 'Folgen' zu kämpfen.

Ich kann Dir nur den Rat geben, es auf jeden Fall zu versuchen. Vorallem die erste Milch ist für das Baby und dessen Immunsystem unglaublich wichtig. Wenn es nach ein paar Wochen dann doch nicht klappt, ist es nicht so schlimm. Dann kannst Du immer noch auf Fläschchen umsteigen. Aber gerade anfangs ist die Muttermilch das Beste, was Du Deinem Kind zuführen kannst.

Die Hebamme aus meinem GVK hat uns zudem gesagt, dass in der heutigen Zeit Milchstau, entzündete Brustwarzen usw. nicht mehr sein müssen. Du kannst jederzeit Hilfe bei Deiner Hebamme suchen und die haben unendlich viele Tricks drauf, die Dir helfen können.

Beitrag von chez11 24.11.10 - 09:24 Uhr

huhu

also ich hatte damals zu anfang auch ziemlich schmerzen und hab die erfahrung gemacht das die Brust sich auch erst dran gewöhnen muss.
deswegen hab ich einfach weiter gemacht und nach ca 2 wochen wars ganz normal und ohne schmerzen.

ich würde es aufjedenfall versuchen und rate immer dazu nicht gleich aufzugeben.

gegen Brustentzündungen hilft gut eine Rotlichtlampe, damit habe ich meine Brust 3x täglich für 10-20 minuten beleuchtet, auch für die warzen ist das gut.
Dann hatte ich mir für den anfang stillhütchen gekauft, die trägt man unterm BH, da hängt die warze quasi in der luft, kommt also niergends dran und so können die Warzen besser heilen als wenn es noch dauernd am T-schirt reibt.
sah zwar nicht besonders toll aus aber für die ersten 2 wochen wo es so schmerzhaft war tat das echt gut.


LG sabine mit Hailey 4#verliebt und Anny 29 ssw#verliebt (9.icsi/kryo)

Beitrag von tosse10 24.11.10 - 09:29 Uhr

Luft ist eh das beste, nach meinen Erfahrungen. Ich habe oft abends (wenn halt sicher war das ich mit meinem Mann und dem Baby alleine bin und bleibe) oben ohne verbracht. Auch nachts habe ich keinen BH getragen, sondern nur reine Baumwollshirts. Unter meinem Bettbezug hatte ich dann eine wasserdichte Unterlage (eigentlich für´s Babybett), damit keine auslaufende Milch in die Matzratze kommen konnte.

LG

Beitrag von dschinie82 24.11.10 - 09:47 Uhr

Hallo Tina,

mit meinem Sohn habe ich auch schlechte Erfahrungen mit dem Stillen gemacht - ähnlich wie bei dir mit Milchstau, Brustwarzen-Entzündung, Abpumpen unter Schmerzen, etc....

Ich habe mich damals so unter Druck gesetzt, weil alle meinten, dass ich doch stillen MUSS. Nach 9 Wochen Qual habe ich meinem Sohn die Flasche gegeben und seitdem ging es uns blendend.

Diesmal werde ich es so machen, dass ich es probieren werde. Wenn das Baby normal trinkt, ohne das es so schlimm wird, wie bei meinem Sohn, ist es schön und gut und dann stille ich auch. Aber wenn ich wieder solche Probleme bekomme, dann werde ich diesmal früher zur Flasche greifen. Das habe ich mir fest vorgenommen. Ichkonnte bei meinem Sohn die ersten Wochen gar nicht genießen, weil ich immer nur dachte: "Oh nein, gleich will er wieder trinken! Hilfe!" Das möchte ich diesmal nicht wieder!

LG
Dschinie