Weihnachten und Geschenke - Oder: Wie versaut man seine Kinder...

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von mamavonyannick 24.11.10 - 11:48 Uhr

Hallo,

ich muss mich hier mal ausko... Zur Geschichte:

Mein Sohn geht am Sonntag mit seiner Kita zum Heimatverein, um dort bei einer kleinen Weihnachtsfeier ein Weihnachtsmärchen vorzuführen. eben ruft mich eine Bekannte an, um mich daran zu erinnern, noch ein Geschenk für diesen Tag zu kaufen. Da kommt wohl der "kleine Weihnachtsmann"#kratz und verteilt die Geschenke, die die Eltern dort vorher abgeben mussten. Nachfrage bei der Kita ergab, dass es tatsächlich so ist, sie können aber nichts dagegen machen, da das vom Heimatverein organisiert wird. Letztes Jahr gab es sogar Tränen, weil eben die einen größere Geschenke bekommen haben als die anderen.
Da frage ich mich: Muss das denn alles sein? Wo ist da der sinn dieses Festes geblieben? Es geht mir nicht um die paar Euro, es geht mir ums Prinzip. Die Kinder bekommen was zum Nikolaus und zu Heligabend. Muss ich denen da vorher auch noch was schenken?
Nicht falsch verstehen, ich kenne sowas von früher. aber in meiner Kindheit haben Sponsoren an jeden eine kleine Tüte mit Süßem und einer Mandarine oder so was verteilt. Würde doch völlig reichen, wenn alle das selbe bekommen und es maximal ein Schoko-Weihnachtsmann ist.
Aber im Endeffekt wundern wir uns, wenn der Sinn von Weihnachten nicht weiter gegeben wird. Warum kann man sich nicht zusammensetzen, die Weihnachtsgeschichte erzählen (auch wenn wir nicht wirklich gläubig sind), Märchen vorlesen, Lieder singen, Kekse knabbern?

Was würdet ihr denn tun? Eigentlich bin ich drauf und dran zu sagen: bei uns gibts nichts und ihm das entsprechend auch zu erklären. Aber: Kann man das einem 4 jährigen begreiflich machen, wenn alle um ihn herum was bekommen? Oder reicht auch eine Tafel seiner Lieblingsschokolade schön verpackt in Geschenkpapier? ODER: Schenken wir ihm das Buch zur Weinahctsgeschichte, was ich eh schon immer mal machen wollte und erkläre ihm dann, dass die Schenkerei bei dieser "Weihnachtsfeier" schwachsinnig ist

Fragen über Fragen. Für eure Ideen danke ich euch vorab.

vg, m.

Beitrag von scura 24.11.10 - 12:02 Uhr

Hallo,
ich kann Dich sehr verstehen. Zumal unsere Tochter im November Geburtstag hat, dann kommt St.Martin (Okay das ist nur ein Weckmann) dann am besten noch einen selbstgebastelten Adventskalender, dann Nikolaus (der kommt in den Kindergottesdienst, in den Kindergarten und nach Hause und dann ist auch noch Weihnachten.
Auf den Adventskalender verzichte ich diesmal und zum Nikolaus gibts das Buch mit der Weihnachtsgeschichte.
Insofern finde ich Deine Idee ganz gut.

Letztes Jahr kam der Nikolaus in den Kindergarten und hat jedem Kind was aus dem Sack geschenkt. Wir hatten uns vorher darauf geeinigt, das es ein Schleichtier bis 5€ sein sollte. Das fand ich eine gute Lösung. Da gab es kein gross oder klein, was Süsses oder nicht. Und keine Tränen.

Beitrag von simone_2403 24.11.10 - 12:02 Uhr

Hallo

>>>Warum kann man sich nicht zusammensetzen, die Weihnachtsgeschichte erzählen (auch wenn wir nicht wirklich gläubig sind), Märchen vorlesen, Lieder singen, Kekse knabbern? <<

Weil Weihnachten immer mehr zum komerziellen Dreck mutiert #aerger

Ich bin ehrlich gesagt heilfroh,das es bei uns vom KiGa aus ,soetwas nicht gibt.Die Kinder gehen in der Vorweihnachtszeit in verschiedene Altenstifte,dort werden kekse gegessen,Tee getrunken und Geschichten gelauscht,Geschenke gibts keine.Ich würde diese Aktion (fürs nächste mal) im KiGa ansprechen und der KiGa sollten der Organisation von dem Verein da auch entschieden dagegen sprechen.

Vertrau auf dein Kind,vertrau drauf das ihr ihm den Sinn von Weihnachten so nahe gebracht habt,das er sich über eine Tafel Schokolade freut ;-)

lg

Beitrag von juniorette 24.11.10 - 12:07 Uhr

Hallo,

deine Kita macht es sich aber sehr einfach mit ihrem

"sie können aber nichts dagegen machen, da das vom Heimatverein organisiert wird."

Doch, können sie:
nicht bei dem Heimatverein auftreten #aha

Spätestens nach der Erfahrung vom letzten Jahr, als es Tränen gab, weil die einen größere Geschenke bekommen haben als die anderen, wäre es die Pflicht einer Kita, zu verhindern, dass sich sowas nicht wiederholt.

Ob die Kita-Angestellten mit den Organisatoren des Heimatvereins reden, wie man das besser lösen könnte (z.B. der kleine Weihnachtsmann verteilt an alle Kinder eine Tafel Schokolade oder man lässt den kleinen Weihnachtsmann ganz weg) oder ob die Kita-Angestellten als Konsequenz eben nicht dort auftreten, ist ihnen überlassen.

Die Leute vom Heimatverein haben keine pädagogische Ausbildung und müssen nicht wissen, dass der kleine Weihnachtsmann in der Art und Weise keine gute Idee ist, die Kita-Angestellten sollten das wissen und ihren Schützlingen eine solche Erfahrung ersparen.

Ich würde meinen Sohn wohl eher von dieser Veranstaltung fern halten und ihm im Zweifelsfall lieber ein kleines Geschenk für zu Hause kaufen, falls er wegen der verpassten Veranstaltung traurig ist.

LG,
J.

Beitrag von mamavonyannick 24.11.10 - 12:16 Uhr

Ich sehe das änhlich und werde das auf jeden Fall ansprechen. Ich würde auch fern bleiben, aber er übernimmt eine Rolle in diesem Weihnachtsmärchen (wenn auch nur eine kleine) und ich habe gestern schon Sachen eingekauft, um ihm ein passendes Kostüm zu basteln. Wäre also auch rausgeschmissenes Geld.
Naja, ich werde das heute abend mal in der Kita ansprechen. Da sollen nämlich kleine Geschenke zum Nikolaus gebastelt werden, die dann auch noch jedes Kind bekommt. Es lebe die Schenkerei#gruebel

Beitrag von trollmama 24.11.10 - 12:37 Uhr

>>Ich würde meinen Sohn wohl eher von dieser Veranstaltung fern halten und ihm im Zweifelsfall lieber ein kleines Geschenk für zu Hause kaufen, falls er wegen der verpassten Veranstaltung traurig ist.<<

Und so den einfachen Weg gehen? Es ist ja auch viel leichter, sein Kind nicht zu der Feier zu lassen, als sich mit den Organisatoren entsprechend auseinander zu setzen!
Wenn ich als Mutter damit nicht einverstanden bin, dann regle ich das mit den Erwachsenen und trage es nicht auf dem Rücken meines Kindes aus.
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von juniorette 24.11.10 - 13:00 Uhr

Natürlich hätte ich das vorher angesprochen, bevor ich zu dieser endgültigen Maßnahme greife #klatsch

Allerdings beim Kindergarten und nicht bei irgendeinem Heimatverein, mit dem ich nichts zu tun habe.

Ich habe die TE aber so verstanden, dass die Organisation für dieses Jahr schon gelaufen ist und nicht mehr rückgängig zu machen ist.

"und trage es nicht auf dem Rücken meines Kindes aus. "

Genau, DU lässt dein Kind dann lieber mit der Enttäuschung leben, nur ein kleineres Geschenk zu bekommen im Gegensatz zu einigen anderen Kindern, oder gehörst dann zu den Müttern, die ihrem Kind das Super-duper-Geschenk schenken. Auch nicht besser.

LG,
J.

Beitrag von anyca 24.11.10 - 12:53 Uhr

Daß da Geschenke verteilt werden, finde ich grundsätzlich nicht soooo schlimm, aber ich finde es völlig daneben, daß die von den Eltern gekauft werden sollen und dann eben sehr unterschiedliche Dinge ausgepackt werden und Eifersucht aufkommt.

Dann soll doch der Heimatverein jedem Kind ein KLEINES Geschenk finanzieren (50-Cent-Flummi und Schokoweihnachtsmann o.ä.), da freuen sich die Kinder genauso übers Auspacken.

Beitrag von heikeundleon 24.11.10 - 13:36 Uhr

Ich kann Dich gut verstehen. Wir werden am Wichtelnachmittag (organisiert vom Elternrat) auch nicht teilnehmen. Diese Veranstaltung soll am 5.12. stattfinden, auch noch auf einem Indor-Spielplatz. Für die Kinder und auch teilnehmende Geschwisterkinder sollen Geschenke mitgebracht werden. Mittagessen soll auch dort gekauft werden. Mal abgesehen von den Kosten wie Eintritt, Geschenke, Essen und Trinken finde diese Veranstaltung überflüssig.
Alle Kinder (davon gehe ich jetzt einmal aus) bekommen einen Adventskalender, ebenso zum Nikolaus werden sicher auch alle etwas bekommen, zusätzlich hat die Klassenlehrerin zum Nikolaus einen Klassenausflug (Dampferfahrt auf der Elbe mit kleinen Überraschungen) organisiert. Die Eltern haben eine Spende dazugegeben, die Klasse bekommt als Geschenk zum Nikolaus noch extra Spiele für die Pausen.

Bis Weihnachten ist es dann auch nicht mehr lange. Ich finde die Geschenkeliste bis dahin schon ganz schön heftig.

Mal ganz abgesehen davon, dass die geplante Veranstaltung der Lehrerin, und nicht zu vergessen, den organisatorischen Aufwand, den sie damit hatte, von der spontanen Wichtelveranstaltung des Elternrates nur einen Tag zuvor abgewertet wird.

Gruß

Heike (deren Sohn auch noch am 24.12. Geburtstag hat#niko)

Beitrag von bensu1 24.11.10 - 13:44 Uhr

hallo,

ja, ich finde auch, dass diese schenkerei furchtbar nervt, schon einfach deswegen, weil kinder dann immer fordernder werden und kaum etwas zu schätzen wissen (ganz zu schweigen davon, sich mit der vielzahl von geschenken wirklich zu beschäftigen).

ich finde, dass geschenke zum geburtstag, zu ostern und zu weihnachten genügen sollten. klar, hin und wieder ein buch oder eine kleinigkeit von der zahnfee (oder einer anderen fee ;-)) gibt's schon.

eine zeit lang hatten wir eine phase, in der meine kinder von nachbarn, kassierinnen im supermarkt oder leuten, die uns besucht hatten, beschenkt, nein: mit geschenken überhäuft wurden. war lieb und nett gemeint, hat aber den effekt gehabt, dass meine kinder wildfremde leute ansprechen wollten, um sie zu fragen, ob sie ein geschenk für sie hätten. #schock
diese phase konnten wir erfolgreich hinter uns bringen.

was mir u.a. am kindergarten meiner kinder sehr gefällt, ist, dass der eigentliche weihnachtliche gedanke behandelt wird und der kommerz völlig auf der strecke bleibt. anfang dezember wird auch der nikolaus kommen, aber die kinder werden ein selbstgebasteltes geschenk (z.b. engel oder stern) vom nikolaus bekommen, auf dem beschrieben steht, was das kind gerne macht, was das kind "schon kann", worauf das kind stolz ist u.ä.
das ist auch ein nettes andenken und wird aufbewahrt.

an deiner stelle würde ich mit der kita sprechen und versuchen, eine obergrenze für geschenke festzulegen, wenn schon unbedingt geschenke verteilt werden müssen. ich finde auch, dass ein säckchen mit einer mandarine und einer süßigkeit reichen müsste.

aber ich glaube, dass ist ein kampf gegen windmühlen.... :-(

lg
karin

Beitrag von pumukel75 24.11.10 - 15:01 Uhr

Kann dich super gut verstehen...da gibt es nur eine Lösung...mit den Erziehern im Kiga oder Lehrern in der Schule reden.
Ist so etwas geplant gibt es immer Tränen, bei meinen Söhnen kam es sogar mal vor, das ein Kind gar nichts bekam oder wie du selbst die Idee hattest, nur ne Tafel Schokolade.
Soll es bei einer Weihnachtsfeier kleine Geschenke für die Kinder geben, ist es ratsam das alle das gleiche bekommen, ähnlich wie Ostern im Kiga, da klappt das ja auch.
Das ist wirklich das einzige was Sinn macht...
Rede doch mal mit den anderen Eltern und den Erziehern...vielleicht findet sich ja noch ein anderer Weg aber benachteilige dein Kind nicht von dir aus...

Beitrag von line81 25.11.10 - 10:18 Uhr

Hallöchen,

also ich muss sagen ich finde da nichts schlimmes dran. Vielleciht solltest ihr vorher ein paar Sachen absprechen wie z.B. den Wert eines Geschenks oder halt dass jeder nur ein Buch bekommt etc. Kann ja wohl nicht soo schwer sein...

Ich muss sagen mich stört die Schenkerei überhaupt nicht. Ich freue mich, wenn sich die Kinder freuen und schenke für mein Leben gern. Meine Kinder wissen bis heute zumindest auch alles zu schätzen.

Bei uns gibt es auch den Nikolaus zu Hause, dann kommt er in die Kita, abends dann im Sportverein...
Weihnachtsfeier in der Kita mit Weihnachtsmann. Klare Regeln: Geschenk für 5€. Weihnachtsfeier im Sportverein mit kleinen Präsenten.

Meine Güte, es ist Weihnachten und da meine Kinder nichts zwischendurch von mir bekommen find ich das eine schöne Gelegenheit die Kinder-Bibliothek aufzufüllen.

Und wenn nicht, dann lass Dein Kind halt zu Hause!

Line

Beitrag von mamavonyannick 25.11.10 - 12:19 Uhr

Aber ich find es nicht schön, WEIL: Es gibt keine klaren Regeln. Die Erzieherinnen weigern sich strikt, eine einheitlich Regelung zu finden, WEIL: Ist ja keine von ihnen organisierte Feier. Von daher bringt es mir nichts, wie es bei euch gemacht wird, sondern ich muss mich mit unseren Begebenheiten rumschlagen. Und die haben schon im letzten Jahr Tränen bei den Kindern verursacht, weil der eine eine riesen Feuerwehr udn der andere nur was für 5€ bekommen hat.
Ergebenis: Die Eltern bringen ihre kinder zum Weihnachtsspiel und gehen bevor der Weihnachtsmann kommt, nach hause. Ob das der Sinn sein sollte?
Aber genauso werden wir es auch tun. Ich lasse mir nämlich ungern vorschreiben WANN und vor allem WAS ich meinem kind schenke. Denn wenn es nächstes Jahr 2 Kinder sind, dann sind wir schon bei 2 zusätzlichen Geschenken. Dazu kommen die alljährlichen Weihnachtsmarktbesuche, das Geld für die gebastelten Kostüme zum Weihnachtsspiel, der Nikolaus, die Geschenke zu weihnachten und natrülich die Unmengen gebackenen Plätzchen.
Frohe Weihnachten.

Beitrag von line81 25.11.10 - 14:09 Uhr

Dann nimm die Sache selber in die Hand und kläre das mit den Eltern aus Eurer Kita. Ich schreibe wenn etwas ist auch allen eine Mail oder eben Briefe und gebe Infos und "spreche" solche Sachen ab. Oder da das Thema ja bekannt ist, sprich es bei Elternabenden an.
Schade, wenn die Kita da nichts macht, aber man muss doch nicht immer alles so mitmachen oder den Kindern vorenthalten. Werd selbst aktiv.

In der Zeit wo hier rumgemeckert wird kann schon die Hälft der Eltern informiert worden sein!

ABER scheinbar geht es Dir nur um die zusätzlichen Geschenke. Sehr Schade für Dein Kind/ oder bald Kinder. Wenn bei dem Lütten in der Kita Weihnachtsfeier ist, wird der Große auch ein Geschenk bekommen und umgekeht auch. Meine Güte, dass sind im Jahr 2 Geschenke a 5€ zusätzlich. UND dafür bekommst Du leuchtende Kinderaugen zurück.

Wenn Dir das zuviel ist und das Kostümgeld, dann lass Dein Kind zu Hause. Sag, es veerursacht zu viele Kosten und gut. Aber dann sei doch ehrlich und reg Dich hier nicht so auf!

In diesem Sinne "Frohe Weihnachten"

Beitrag von luka22 25.11.10 - 14:30 Uhr

"UND dafür bekommst Du leuchtende Kinderaugen zurück."

Genau darum geht es. Und wahrscheinlich auch der TE. Sicher nicht um poplige 5 Euro, sondern dass die Kinder wegen ihres Auftrittes und ihrer Freunde DARÜBER leuchtende Kinderaugen bekommen sollten und nicht wegen der Geschenke, die sie nach dem Auftritt erwarten.

Grüße
Luka

Beitrag von mamavonyannick 25.11.10 - 15:33 Uhr

Ich finde es sehr schade, wenn Kinder nur deswegen leuchtende Augen bekommen, weil man ihnen etwas schenkt. Ich bin mir sicher, dass meine Sohn genauso Weihnachtslieder, -gedichte, gelsene Märchen und ein paar Kekse begeistern. Da hat er mehr von, als von einem Geschenk für "poplige" 5 Euro, wo er nächstes Jahr gar nicht mehr wofür er das bekommen hat. Wenn es überhaupt bis dahin hält.

Und nochmal... es geht mir überhaupt nicht ums Geld (da hab ich auch mehr als 5 €), sondern um den weihnachtsgedanken. Und der besteht eben nicht aus Schenken von materiellen Dingen!

Beitrag von luka22 25.11.10 - 12:46 Uhr

Also ich würde mich mit anderen Eltern zusammenschließen und bei der Kita vorsprechen, denn das geht einfach gar nicht. Alle deine aufgeführten Gründe sind plausibel. Ich rege mich auch langsam aber sicher darüber auf, dass hier JEDER Verein, egal wo du in der Adventszeit hingehst, einen Nikolaus engagieren muss. Die Kinder sind inzwischen gar nicht mehr "verzaubert", wenn sie ihn sehen. Das finde ich einfach schade. In eurem Fall würde mich stören:
-Warum muss man für einen Auftritt gleich ein Geschenk bekommen? Ist der Auftritt und die Erfahrung anderen eine Freude gemacht zu haben nicht Geschenk genug? Am Ende gibt es dann noch Tränen, weil der eine ein Riesengeschenk bekommen hat. SUPER. Das eingentliche, nämlich der Auftritt, ist da gleich vergessen.
- Und wenn man sich bei den Kinder bedanken will, dann bekommen alle das Gleiche und dann eine KLEINIGKEIT: ein Säckchen mit Nüsse, Mandarine und etwas Süßem.
Eure Praxis finde ich furchtbar und die Kita macht es sich da sehr einfach, der Heimatverein noch einfacher: will toll dastehen, ohne einen Finger zu krümmen. Und der Kita sind genausowenig die Hände gebunden! Wenn sie keine Lust haben die kleinen Geschenke vorzubereiten, dann solltem sie das an die Elternvertretung delegieren.
Unserem Kindergarten würde so etwas in der ARt gar nicht in den Sinn kommen. Hier bekommen alle das gleiche, egal zu welchem Anlass. Sogar Geburtstage werden hier nur noch vom Kindi ausgerichtet, genau aus dem Grund, den du schon genannt hast: die einen veranstalten ein Riesenbrimborium (eine Mutter machte mal 30 Töpfchen Creme brulee!!!), die Eltern anderer Kinder machen gar nichts.
Wenn das Thema für dieses Jahr eh schon gelaufen ist, würde ich meinen Sohn nicht blöd dastehen lassen wollen und würde Wohl oder Übel eine Kleinigkeit übergeben und für nächstes Jahr schon mal den Zwergenaufstand organisieren :-D. Ich bin mir sicher, dass andere Eltern ähnlich denken und sich nicht trauen. Jeder denkt doch, dass er der einzige ist, der sich aufregt...

Grüße
Luka

Beitrag von maggelan 25.11.10 - 17:13 Uhr

Das ist eine ganz schlechte Lösung von den Veranstaltern.

Wenn sie selbst nicht in der Lage sind ein paar Kekse und ein Getränk den Kindern als Dank zu spendieren, dann sollten die "Erzieher" doch wohl in der Lage sein, das zu organisieren.

Wenn diese keine Lust oder Zeit haben, da gibt es immer noch den Elternbeirat.

Und genau dieser Elternbeirat sollte jetzt schnellstens eingeschaltet werden, denn deine Kritik ist mehr als begründet.

Ein Geschenk bis 5,-€ kann klein ausfallen (Schleich Figur) kann aber auch groß ausfallen, wenn man im Kik, Tedi oder ähnlichen Läden fündig wird.

Ein Schokoladennikolaus vom Weihnachtsmann ist mehr als ausreichend, denn zu viel Geschenke erleichtern nur die Geldbörse und sind Überflüssig.

Ich hoffe du hast die Energie das selbst in die Hand zu nehmen und mal aktiv zu werden.
Was nützt es, wenn man sich hier bei urbia aufregt, aber nichts gegen die Situation unternimmt.