Wer geht nach 8 Wo Mutterschutz wieder arbeiten?

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Beitrag von marie627 24.11.10 - 12:05 Uhr

Hi,
wer von Euch ist direkt nach den 8 Wochen nach der Geburt wieder Vollzeit oder fast Vollzeit am arbeiten? Wie läufts bei Euch?

Ich gehe auch wieder Vollzeit arbeiten und unser Wurm ist solange bei einer Tagesmutter. Ich hab aber ein total schlechtes Gewissen und vermisse mein Kind unheimlich. Jetzt überlege ich ab 01.01. doch ganz zuhause zu bleiben bzw. meine Stunden auf die Hälfte zu reduzieren, so dass ich ab 13 Uhr zuhause sein könnte und so wenigstens mehr vom Baby zu haben. Wir sind finanziell darauf angewiesen, dass ich weiter arbeiten gehe.

Habe Angst was zu verpassen und merke jetzt schon, dass ich kaum mehr was von ihm mitbekomme. Wenn ich ihn abends abhole, fahre ich heim, koche, räume auf usw. Dann ist es ganz schnell 8 oder 9 und der Kleine geht ins Bett.

Wie gehts Euch so? Bitte hier jetzt keine Kommentare, wie "Rabenmutter" oder eine Diskussion lostreten, warum man zuhause bleiben sollte. Ich suche einfach nur Leidensgenossinen und möchte wissen, wie es denen geht, da in meinem ganzen Umfeld alle Mamas zuhause bleiben/geblieben sind.

LG
Marie

Beitrag von miststueck84 24.11.10 - 12:16 Uhr

Hallo Marie,

ich möchte dich nicht angreifen oder eine Hetzjagd starten ;-) Aber ich möchte dir gerne einen Rat geben:

Wenn es irgendwie möglich ist, versuche so viel Zeit wie möglich mit deinem Kind zu verbringen. Du scheint jetzt schon das Verlangen danach zu haben. Außerdem suchen sich Kinder gerade in dem Alter seine Bezugspersonen. Für ein Baby sind die wichtigsten Leute Mama und Papa. Und du kannst die Zeit später nicht zurück drehen.

Ich habe jetzt mein 2. Kind bekommen und kann es mir einfach nicht vorstellen nicht mit ihnen zuhause gewesen zu sein. Allerdings geht das auch nur, weil wir finanziell so einigermaßen über die Runden kommen. Ich denke mir aber lieber.... Ich bleib lieber zuhause und das Geld ist knapp, als das meine Kinder Materiell versorgt sind. Damit können sie die erste Zeit nicht viel Anfangen.
Wenn beide im Kindergarten bzw. in der Schule sind, dann kann ich auch wieder arbeiten gehen. Dann werden sie auch anspruchsvoller ;-)

Ich wünsche dir ... egal welchen Weg du gehst... alles gute für dich, deine Kinder und deinem Partner/Mann.

LG
Sonja

Beitrag von yorks 24.11.10 - 12:19 Uhr

Hallo Marie,

also ich bin nicht direkt wieder arbeiten gegangen, wäre bei Louis auch undenkbar gewesen (Schreibaby) aber wenn es bei euch finanziel nicht anders geht, finde ich das total in Ordnung.

Wenn du dann mit den Stunden um die Hälfte runtergehst, dann hast du ja auch einen massiven finanziellen Einschnitt. Meine Überlegung war nun, ob sich dann nicht doch noch Elterngeld lohnt? Da bekommst du dann wenigstens 67 % des Nettolohns plus eventuell einen Zuschlag und nicht nur die Hälfte.

Ich hoffe du weißt was ich meine. :-)

LG yorks, die dich gut verstehen kann.

Beitrag von mudda 24.11.10 - 12:23 Uhr

Hallo

bei mir war es genauso, mein Mann hat das Babyjahr gemacht und ich war Vollzeit wieder arbeiten.

Ich hab die Kleine an manchen Tagen wirklich unsagbar vermisst und auf Arbeit fast geheult. An anderen Tagen ging es und ich kam gut zurecht.

Ok, bei Dir/Euch ist es noch einen Zacken schwerer da Dein Baby ja gleich in die Fremdbetreuung muss.

Aber das man finanziell darauf angewiesen ist kenn ich zu gut.

Ich geb Dir schonmal Deckung, denn ich hab mir damals auch anhören dürfen hier das man wenn man nicht genug Geld hat eben keine Kinder bekommen soll.... saublöde Aussage. #schock #nanana #schmoll :-(

Ich kann Dich verstehen und wenn es finanziell machbar ist (denn ein Baby lebt ja nunmal nicht nur von Luft und Liebe) dann reduzier die Stunden oder hör erstmal ganz auf, das erste Jahr ist wirklich was besonderes. Aber wenn es nicht geht, dann sei stolz auf Dich das Du eben nicht dem Staat auf der Tasche liegst sondern selber für Euren Unterhalt und damit für die Zukunft Eures Babys sorgst.

Ein dickes Kraft #paket

VG

mudda

Beitrag von dentatus77 24.11.10 - 12:31 Uhr

Hallo!

Ich habe mir eine Auszeit von 3mon nach der Geburt genommen (Bin selbstständig, hab daher eh keinen Mutterschutz), danach hab ich 25-30 Stunden in der Woche wieder gearbeitet. Allerdings war Stina nur 1,5 Tage in der Woche bei der Tagesmutter, ich hab an 3 Tagen gearbeitet (einen nur halb), einen Tag ist der Papa daheim.
Dadurch dass ich meine Arbeitszeit auf drei Tage sozusagen bündle hab ich immer noch 4 Tage in der Woche, wo ich bei meiner Maus bin. Das läuft super!
Und wenn es darum geht etwas zu verpassen: Stina hat sich bei mir das erste mal gedreht, hat von mir den ersten Brei bekommen, Robben, Krabbeln, Laufen - alle Premieren hat sie sich sozusagen für daheim aufgespart, sodass entweder Mama oder Papa das mitbekommen haben.

Klar - anfangs hatte ich auch Angst etwas zu verpassen, aber ich hab relativ schnell auch gesehen, dass Stina von der Tagesmutter und dem Zusammensein mit anderen Kindern profitiert, das hat mir geholfen.

Wäre es bei Dir denn nicht vielleicht auch möglich, die Arbeitszeit vielleicht nur wenig zu reduzieren und auf wenige Tage zu verteilen? Das ist an den Arbeitstagen zwar stressig (ist es so aber ja auch wie du schreibst), dafür hast du aber mehr Tage, die du daheim verbringst mit deinem Baby. Und die Hausarbeit legst du dann auch auf die Tage, nämlich in die Zeit, wo der Kleine schläft.
Sprich doch mal mit deinem Chef. Vielleicht ist der ja kooperativ und bietet dir eine praktikable Lösung an.

Liebe Grüße!

Beitrag von anarchie 24.11.10 - 12:44 Uhr

Hallo!

Du bekommst doch 67% Elterngeld, wenn du daheim bleibst und 180EUR Kindergeld...sooooooooooo viel fehlt doch da nicht, oder?
(ok, dafür müsste man wissen, was du netto raushast)


Ich persönlich würde lieber öffentliche Klos putzen als vom Staat zu leben,
aber ich würde definitiv lieber vom Staat leben als mein Baby abzugeben.
Diese Zeit ist einmalig...und schnell vorbei...

Du könntest doch wenigstens reduzieren, du kannst doch auch bis 30Std. arbeiten und trotzdem EG bekommen...
300EUR EG und 180EUR Kige - da könntest du doch reduzieren eben um knapp 500EUR/Monat...

glg

melanie mit 4 Kindern, die zuhause war und trotzdem meint, nicht alles mitbekommen zu haben

Beitrag von koerci 24.11.10 - 13:05 Uhr

#pro sehe ich genauso.
Die Zeit geht so schnell vorbei und selbst wenn man zuhause ist, hat man Angst, irgendwas zu verpassen.

Beitrag von zwillinge2005 24.11.10 - 13:22 Uhr

Hallo,

wieviel "Teilzeit" wirst Du denn arbeiten wollen? Elterngeld beträgt 67%. Willst Du also weniger als 2/3 Stelle arbeiten könntest Du genauso bis zum 1. Geburtstag in Elternzeit gehen. Wenn Ihr aber auf Dein volles Gehalt angewiesen seid hilft es doch auch nichts Teilzeit erbeiten zu gehen.

LG, Andrea

Beitrag von binecz 24.11.10 - 13:28 Uhr

Also ich gehe Vollzeit arbeiten seitdem die Kleine 9Wochen ist.
Würde ich es nochmal so machen? #kratz ich bin mir nicht 100% sicher. Allerdings liebe ich meinen Beruf und meine Kleine hat den besten Babysitter der Welt, ihren Papa. Nach der Arbeit und in der Nacht und am Wochendende ist komplett Mamazeit. Einmal am Tag kommt sie zum stillen, der Rest wird abgepumpt.
An manchen Tagen (Morgenden) bin ich ein wenig traurig wenn sie noch schläft und ich nicht mit ihr kuscheln kann und weiß mein Mann wird sie nachher wachkuscheln. Aber an manchen Tagen bin ich auch direkt froh ins Büro zu können. Nicht falsch verstehen, ich liebe meine Tochter, aber ich mag es auch ganz gerne mal mich zu Unterhalten und eine artikulierte Antwort zu bekommen. #rofl

Nächstes Jahr werde ich dann nur 2 oder 3-Tage die Woche arbeiten und mein Mann auch, damit sie noch nicht in den Kindergarten muss. Und dann wird alles nachgeholt was wir jetzt "verpassen". Allerdings, dadurch das ich so viel Qualitätszeit mit ihr habe geht es mir gut mit der Regelung und meiner Tochter scheint es auch sehr gut zu gehen!!!

Wenn es dir schlecht geht und finanziell möglich ist würde ich vielleicht auf 50% reduzieren. Was wir allerdings machen ist im Haushalt ein "low-level". Gekocht wird nur am Wochenende, eingekauft einmal in der Woche alle zusammen und aufgeräumt wenn die Kleine im Bett ist. Das seh ich dann auch icht ein die kostbare Zeit mit ihr mit schnöden Dingen wie Haushalt zu verbringen ;o) Naja, ich hab den Vorteil das mein Mann unter der Woche schon viel schafft. Dennoch, laß den Haushalt unter der Woche sein und krempel wenn Baby schläft (z.B. am Wochenende beim Mittagsschlaf) ZUSAMMEN mit deinem Mann die Arme hoch. Dann wird das schon!!!

Eine schlechte Mutter ist man nicht wenn man arbeiten geht. Eine schlechte Mutter ist man die zur verfügung stehende Zeit mit unwichtigen Dingen statt dem Kind verbringt. Zu hause bin ich z.B. NIE bei Urbia. Habe ich echt besseres zu tun ;-)

Beitrag von nepumuk2009 24.11.10 - 13:38 Uhr


Eine schlechte Mutter ist man nicht wenn man arbeiten geht. Eine schlechte Mutter ist man die zur verfügung stehende Zeit mit unwichtigen Dingen statt dem Kind verbringt. Zu hause bin ich z.B. NIE bei Urbia. Habe ich echt besseres zu tun




Du hast so recht !!!!!!#pro

Ich hab stundenweise nach 3 Monaten mit Kind wieder angefangen und später ab 1 jahr Ohne Kind teilzeit gearbeitet.
Bei uns geht es mehr um meine Arbeitskraft als ums Geld aber es kommt auf gleiche aus.
Lieber eine ausgelichene Mutter die sich und Ihrer Familie etwas finanziell gönnen kann. Als eine Mutter die nur am Pc hängt, nie kocht, nie mit Ihren Kindern spielt.


Wenn es klappt mit den runterschraueben der Stunden mach es,
wenn nicht versuche in der Zeit wo Ihr zusammenseit Ihr die tollte Mutter zu sein.

Lg

Beitrag von dominiksmami 24.11.10 - 14:24 Uhr

Huhu,

bei meinem Sohn mußte ich nach den 8 Wochen wieder so gut wie Vollzeit arbeiten gehen.

Ich war alleinerziehend und von daher blieb mir definitiv nichts anderes übrig!!!


Im Prinzip würde ich dir jetzt gerne sagen das alles halb so wild war, war es für mich aber nicht.

Das erste Rumdrehen auf den Bauch...hat meine Mutter mir am Telefon erzählt.

Den ersten Zahn, durfte ich am nächsten Tag bewundern.

Das erstmal hinsetzen, durfte ich auf einem Foto sehen...ebenso das erste Mal krabbeln, das erste Mal hinstellen...das erste Mal laufen.


Ich habs gehasst, jeden Tag ein wenig mehr.

Aber...es ging eben nicht anders und ich war froh das er bei meinen Eltern so gut aufgehoben war.

Diesmal darf ich zu Hause bleiben und ich bin unglaublich froh darüber.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von luna140485 24.11.10 - 15:03 Uhr

Hallo,

ich glaube ich kann mich ein wenig in dich hineinversetzen, bin zwar noch daheim aber werde wieder arbeiten gehen wenn mein Zwerg ca. 4 oder 5 Monate alt ist, so ganz genau steht das noch nicht fest. Meine GEfühle dabei sind sehr widersprüchlich, auf der einen Seite möchte ich gerne wieder in meinen Job zurück auf der anderen Seite möchte ich alle "ersten Male" mit meinem Sohn erleben.

Ursprünglich war es so geplant das ich im Januar wieder anfange zu arbeiten und den Kleinen ins Büro mitnehmen kann bis er ca. 1 Jahr alt ist, dann sollte er zur Tagesmutter. Aufgrund einer etwas komplizierten Situation auf meiner Arbeisstelle wird es jetzt aber wahrscheinlich nicht mehr möglich sein ihn mitzunehmen. Und mir bleibt nur die Wahl zwischen daheim bleiben bis er 1 ist oder schon früher zur Tagesmutter.

Auch wir benötigen das leider das Geld und wären ziemlich knapp ohne zumindest ne Aufstockung zum Elterngeld. wenn ich 75 % arbeite hätte ich inkl. EG ca. 90 % meines vorigen Nettoeinkommens.Trotzdem geht es mir nicht total gut bei dem Gedanken.