Welpen Erziehung! Verhalte ich mich nun richtig?

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von hotchica 24.11.10 - 12:53 Uhr

Haaallllllllllllllooooooooooooooo,
Und zwar ich habe mir vor ca einer Woche einen Welpen geholt. Einen Kleinspitz (12Wochen alt). Er ist aber nicht bei seiner Mama groß geworden sondern wurde ihr schon früher weggenommen.
Als wir sie bekommen haben hat sie sich schon mir gegenüber sehr,sehr anhänglich verhalten was ja auch normal ist.
Jetzt über die Woche hat es sich schon so eingespielt, dass ich nicht mal mehr alleine auf die Toilette darf sie weint dann immer so dolle. Sie folgt mir auf schritt und tritt und selbst wenn ich nur kurz in der Küche war und wieder ins wohnzimmer komme bellt und freut sie sich höllisch. Vor meinem Mann versteckt sie sich hinter meinem Rücken. Und alleine mag sie auch nicht mit ihm sein, dann verkriecht sie sich. Ich habe angst, dass sie das nun so lernt und ich sie dann nicht mal in weiter Zukunft alleine lassen kann.
sollte ich sie nun einfach mal öfter mit meinem Mann alleine lassen und sie weinen lassen damit sie schonmal lernt, dass die Welt nicht untergeht nur weil ich nicht da bin?Oder ist das ganz normal und das legt sich von alleine wieder ? Will da nun nichts falsch machen!#danke

Beitrag von redrose123 24.11.10 - 12:54 Uhr

Warum und wann wurde sie weg von der mutter genommen? Hätte so einen Hund wohl nicht genommen, meine Hunde folgen mir auch überall hin aber können genauso gut alleine sein, auch mein Welpe mit 13 wochen.

Beitrag von hotchica 24.11.10 - 12:58 Uhr

Wann genau weiß ich nun auch nicht. Ich weiß nur, dass die Anzeige schon knapp 2 Monate geschaltet war und die Babys bei der Züchterin ohne Eltern gelebt haben. Ihre Geschwister waren auch schon alle in einem neuen Zuhause.

Beitrag von redrose123 24.11.10 - 13:05 Uhr

#schock

Da hätte ich schön die Finger von gelassen, der Hund hat ja alles verpasst...Was du da tun kannst? Such dir einen Hundetrainer falls es noch nicht zu früh ist und hoffe das du das in Griff bekommst. Ich hätte den Hund nicht genommen von Leuten die von Hunden und Welpen wohl keine Ahnung haben......Und nicht wissen das man einen Hund frühstens mit 8 Wochen besser später abgibt.....Unseren 1. haben wir mit 3 Monaten bekommen, den 2.ten mit 9 Wochen und den 3.ten wegen der Entfernung mit 7,5 wochen und beim letzten merkt man schon das es noch nicht ganz so gut war, wie deiner ist wo nur 4 wochen die Mutter hatte will ich nicht wissen.

Beitrag von d4rk_elf 24.11.10 - 13:08 Uhr

Ok, ein Hund der sehr früh von der Mama getrennt wurde bringt meistens nicht die optimalen Bedingungen mit. Hatte es einen Grund das der Welpe früher von seiner Mama weg musste?
Und es ist nicht umbedigt normal das ein Welpe sich ängstlich verhält. Eigentlich sind die ja recht neugierig und offen. Aber es gibt solche und solche.

Das alleine bleiben muss die Kleine gaaaaaaaanz langsam lernen. Da muss jeder Welpe durch. Hier und da mal 2-3 minuten und das ausweiten wenn es klappt. Und wenn sie nicht weint, dafür belohnen. Aber nicht schimpfen wenn sie bellt. Das ist für sie Aufmerksamkeit und dann denkt sie: Klasse, wenn ich belle dann kümmert sie sich um mich! Falsches benehmen sollte man ignorieren und richtiges Verhalten belohnen. Ich finde das hört sich in der Theorie immer so toll an. ;-)
Ich habe unseren Hund zb. ignoriert wenn ich nach Hause gekommen bin und er total abgedreht ist. Sobald er sich beruhigt hatte, habe ich ihn erst begrüsst! Und irgenwann hat er gemerkt, wenn ich belle und an ihr hochspringe kommt nichts. Die Hunde verbinden ihr tun mit unserem Handeln.
Wir haben bei unserem mit ca. 16 Wochen angefangen das alleine bleiben zu üben und das braucht auch seine Zeit. Er hat auch erst lernen müssen das er mir nicht in jeden Raum hinterher laufen muss.

Dein Mann muss versuchen ihr Vertrauen zu bekommen. Mit Spielen und besonders gehts immer übers Futter bei den Kleinen. Setzt sie nicht unter Druck, vorallem nicht wenn sie Angst hat. Hat sie mal schlechte Erfahrungen mit Männern gemacht?

Unser Dicker wollte damals auch absolut nicht mit meinem Mann spazieren gehen, allerdings nicht weil er Angst hatte. Aber da mussten auch beide durch. Mein Mann war nach den spaziergängen immer total fertig mit den Nerven. #schwitz
Aber irgendwann und mit viel Gedult klappt das dann auch.

LG
d4rk_elf

Beitrag von d4rk_elf 24.11.10 - 13:10 Uhr

Ach ja, such Dir ne gute Hundeschule!

Beitrag von espirino 24.11.10 - 13:12 Uhr

Hallo,

du solltest mit dem kleinen Welpe schon anfangen zu trainieren, wem er vertrauen kann. An deiner Stelle würde ich deinen Mann mit Hund in immer größeren Abständen allein lassen. Und auch ans Ab und Zu allein sein, sollte er langsam rangeführt werden. Du kannst ihm gegen seinen Kummer einen tickenden Wecker in seine Schlafkiste legen (erinnert an den Herzschlag der Mutter und kann beruhigend wirken.) In der Zeit in der der Welpe dir nachtrauert muß sich dein Mann intensiv um ihn bemühen, locken, gut zureden und (sowie er sich raus traut) loben, loben, loben... niemals schimpfen. Läuft er dir nach, schick ihn auf seinen Platz zurück - immer wieder (vielleicht Leckerli mit dazu), bleibt er dann einmal dort - wieder loben!

Zwergspitze ansich neigen schon eher zur Ängstlichkeit (auch Angstbeißer) und Überempfindlichkeit. Mit gaaaanz viel Geduld und Zuwendung wird der Welpe lernen sich angemessen zu verhalten.
Du kannst ja schlecht auf Arbeit sagen "Ich kann heut nicht - mein Hund ist unpäßlich"
Hast du dich kurz entschlossen für den Hund entschieden? Schau mal auf meine HomePage, da sind noch eine Tipps zum Hundekauf allgemein.

Das was ihr jetzt nachholen müßt hat eindeutig ganz massiv der Besitzer von der Mama des Welpen verpaßt.

LG Jana

Beitrag von jennychrischi 24.11.10 - 22:34 Uhr

Schau mal, der kleine Kerl hat so früh schon ohne seine mama auskommen müssen. Und wenn du ne Frau bist, die sich vom Hundeblick erweichen lässt, dann machst du das sicher wie ich :-D "Ohh kleiner Süßer, komm doch mal her, ohhh bist du aber süß" ;-) Klar, das er zu dir schneller Vertrauen gefasst hat, du betüddelst ihn ja sicher auch die ganze Zeit. Er muss ganz langsam das alleinsein lernen. Schließ auch mal hinter dir die Tür und geh nach einigen Momenten wieder rein-sofern er leise ist. Loben loben loben. Gewünschtes Verhalten immer loben. Nicht erwünschtes konsequent ignorieren. Hat er einen festen Platz, an dem er sich wohl fühlt? Vielleicht gibt ihm auch das Sicherheit. Armer kleiner Kerl, er kann ja nichts für seine unwissenden "Vermehrer". :-(