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Beitrag von trottelfant 24.11.10 - 13:43 Uhr

... und zwar diese hier: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=2&tid=2911531
würde ich gerne einmal eine Frage stellen?

Wieso hat man einen Kinderwunsch,zeugt ein Kind, Mann und Frau ZUSAMMEN, und am Schluss soll NUR die Mutter das Sorgerecht bekommen?

Ich kann das nicht verstehen.

Wir sind auch nicht verheiratet, haben aber gemeinsam beschlossen, ein Kind zu bekommen. Und es stand nicht mal eine Sekunde zur Debatte, dass ich das alleinige Sorgerecht bekomme.

Wenn das Paar inzwischen getrennt ist, oder der Vater sehr unzuverlässig oder gewalttätig, dann könnte ich es ja vielleicht verstehen.
Aber in einer laufenden Beziehung, in der die Eltern sich lieben, wie kann frau da auf die Idee kommen, dem Vater seine (Bestimmungs-)Rechte zu nehmen?

Weil man sich ja eventuell irgendwann mal trennen könnte? Auch da funktioniert ein gemeinsames Sorgerecht.
Und Unterhalt zahlen soll der Vater doch im Falle einer Trennung auch, oder? Aber ein Mitbestimmungsrecht soll ihm verweigert werden?
Ich als Vater, würde mich sehr schlecht fühlen, wenn mein Kind zur Welt kommt, ich aber kein Sorgerecht dafür bekommen soll, obwohl ich mit ihm zusammen lebe und es mit groß ziehe.

Kann mir vielleicht jemand ein plausibele Antwort darauf geben???

Beitrag von nalle 24.11.10 - 13:47 Uhr

#pro#pro#pro#pro

Ganz Deiner Meinung

Beitrag von espirino 24.11.10 - 13:54 Uhr

Hallo,

wir hatten genau den selben Fall. Als die Zwillinge geboren wurden, waren wir noch nicht verheiratet. Ich hatte das alleinige Sorgerecht.
Wir waren beim Jugendamt und wollten gemeinsames beantragen, aber der Sachbearbeiter riet uns davon sogar ab aus folgendem Grund:

Wir hatten vor später zu heiraten (damit entfällt ein Antrag).
Wenns und Erlaubnisse vom KiGa oder Schule zu irgendwelchen Aktivitäten gegeben hätte, hätten immer beide unterschreiben müssen (schwierig, wenn man früh gleich was klären muß oder der Mann Montage arbeitet).
Man geht davon aus, daß das was die Mutter entscheidet auch dem Wunsch des Vaters entspricht.

Nicht wenige Väter kommen den Unterhaltszahlungen nur schleppend nach.

Also nicht hinter jedem alleinigen Sorgerecht steckt böser Wille. Übrigens - sollte der Mutter etwas zustoßen wird das Jugendamt sich IMMER zuerst an den nächsten Verwandten des Kindes wenden. Sie geben kein Geld aus für ein Kind, das innerfamiliär untergebracht werden kann.

LG Jana

Beitrag von trottelfant 24.11.10 - 14:22 Uhr

Ich wollte eigentlich viel schneller Antworten, aber der Strom war gerade weg und somit auch das Internet…

Das ist seltsam, dass der Herr beim Jugendamt euch davon abgeraten hat, bei uns war es genau anders herum.
Er hat uns etliche Gründe dafür genannt, ob es nun um medizinische Entscheidungen ging, die der Vater nicht ohne die Mutter treffen könnte, bis hin zur Wahl des KiGa oder der Schulform. Auch wenn ich denke, dass wir uns als Paar auch so einig würden, ich muss ja nur mal selbst krank oder anderweitig verhindert sein und dann ist noch der Vater da, der entscheiden kann.
Und das bei einigen Dokumenten beide Elternteile unterschreiben müssen kann zwar lästig sein, wäre für mich aber kein Grund, das alleinige Sorgerecht in Anspruch zu nehmen.
Er hatte noch ein paar andere Gründe, aber die weiß ich inzwischen schon gar nicht mehr. Auf jeden Fall hat uns das noch mehr bestärkt, dass wir das gemeinsame Sorgerecht bekommen.
Und gerade weil wir später noch heiraten wollen, hat er uns zum gemeinsamen Sorgerecht geraten. Wie unterschiedlich da doch die Beratungen beim Jugendamt sind.

Welchen Antrag beim Heiraten meinst du denn?
Wir haben vor ein paar Wochen das Aufgebot bestellt und außer Nias Geburtsurkunde mussten wir nichts abgeben. Und Nia wird mit der Hochzeit automatisch ein eheliches Kind, ich weiß allerdings nicht mehr, ob das an der Vaterschaftanerkennung oder am Sorgerecht lag. Da Nia auch schon den Familiennamen des Vaters trägt, müssen wir auch in der Hinsicht nichts mehr ändern lassen.

Beitrag von espirino 24.11.10 - 14:28 Uhr

Durch die Heirat entfällt ja eben ein zusetzlicher Sorgerechtsantrag. Das wird dann automatisch ein gemeinsames. Andersrum verhält es sich genauso. Selbst wenn ein Mann nicht der leibliche Vater des Kindes ist, aber mit der Frau verheiratet, behandelt ihn das Gesetz wie einen leiblichen Vater. Erst durch eine DNA-Untersuchung, der die Mutter ja mittlerweile zustimmen muß kann ein Mann nachweisen, ob oder eben nicht er der Vater des Kindes ist.
Die Vaterschaft hat mein damaliger Freund anerkannt, das hat wohl mit dem gemeinsamen Sorgerecht nichts zu tun.
LG Jana

Beitrag von trottelfant 24.11.10 - 14:37 Uhr

Ah, o.k.. Allerdings sind die beiden Anträge bei uns in einem Wisch gemacht worden, das war jetzt vielleicht ein Mehraufwand von 5 Minuten, um auch die Sorgerechtsurkunde zu erstellen.

Noch eine Frage#bitte, wann wollt ihr denn heiraten? Da hast ja geschrieben, dass dein Mann oft auf Montage ist und das wegen diverser Unterschriften ungünstig ist. Aber solche Unterschriften ziehen sich doch wahrscheinlich durch die komplette KiGa und Schulzeit bzw. bis zur Volljährigkeit. Dann dürftet ihr doch rein theoretisch erst heiraten, wenn die Kinder 18 sind;-)

Beitrag von bomimi 25.11.10 - 08:13 Uhr

hallo,

hm, deine argumente? nee, keins davon ist für mich ein richtiges argument das sorgerecht nicht zu teilen. ich sehe das so wie die te. für mich ist es einfach eine selbstverständlichkeit. mein partner ist der vater genau wie ich die mutter bin, er sollte die gleichen rechte und pflichten haben wie ich.

also das muss aber ein komischer sachbearbeiter gewesen sein, der euch davon abrät#kratz also das finde ich ja mal richtig unverschämt.
"Wir hatten vor später zu heiraten (damit entfällt ein Antrag)."- ja und? heisst er wollte sich die arbeit dann sparen oder wie?

"Wenns und Erlaubnisse vom KiGa oder Schule zu irgendwelchen Aktivitäten gegeben hätte, hätten immer beide unterschreiben müssen (schwierig, wenn man früh gleich was klären muß oder der Mann Montage arbeitet)."- na ja, dieses problem hatten wir bis jetzt noch nicht#kratz und sollte dies wirklich so gehandhabt werden,sehe ich irgendwie nicht dieses riesige problem darin. andere frage, wie machen dann nur diejenigen das die verheiratet sind und dadurch das gemeinsame sorgerecht haben? dann würde ich an deiner stelle aber nicht heiraten sonst hast du ja dieses problem später in kindergarten und schule auch;-)

"Man geht davon aus, daß das was die Mutter entscheidet auch dem Wunsch des Vaters entspricht."- aha, geht man von aus, soso....

"Nicht wenige Väter kommen den Unterhaltszahlungen nur schleppend nach. "- und das wird dadurch besser das der mann kein sorgerecht hat? wäre mir neu dass das was mit dem sorgerecht zu tun hat.

nichts von deinen aussagen lässt mich nur im geringsten daran zweifeln dass es richtig war das sorgerecht natürlich zu teilen, alles andere würde mich eher zu den gedanken bewegen ob es denn richtig war mit diesem mann (dem ich ja anscheinend nicht vertraue) überhaqupt ein kind zu bekommen.

lg bomimi mit engelchen#verliebt

Beitrag von nica23 24.11.10 - 14:01 Uhr

Hallo,

ich habe auch das alleinige Sorgerecht obwohl wir zusammenleben. Aber der Vater ist beruflich viel unterwegs, auch im Ausland. Deshalb ist es so günstiger, denn ohne seine Unterschrift könnte ich viele Dinge sonst nicht erledigen - Anmeldungen, Kontoeröffnung, Kinderausweis ...

Nica

Beitrag von trottelfant 24.11.10 - 14:29 Uhr

O.K. wenn es so lange Auslansaufenthalt des Vaters gibt, kann ich es verstehen. Da macht es Sinn.
Aber was wäre denn jetzt mal, rein theoretisch, wenn dir etwas zustößt und du nicht handeln kannst, wie kompliziert wäre es dann für deinen Mann, wichtige Entscheidungen bei den Kindern zu treffen?
Das ist jetzt keine Frage, die in deinem Fall gegen das alleinige Sorgerecht sprechen soll, sondern es interessiert mich wirklich.

Beitrag von nica23 24.11.10 - 20:13 Uhr

Aber welche zwingend wichtigen Entscheidungen sollten denn getroffen werden? Also im Falle meines Todes meine ich? Da muss ja ohnehin alles erstmal warten. Dann würde man das Sorgerecht ja auch auf den Vater übertragen.

Nica

Beitrag von romance 24.11.10 - 14:13 Uhr

Hallo,

du hast ja schon einige Antworten bekommen.

Aber ich würde trotzdem vorschlagen, wenn du halt betroffen sein solltest.

Ein Testament zu machen, ich glaube Dresdner oder Leiziper Testament. Da müsste ich in meinen Unterlagen schauen. Denn kann mann schriftlich nach Vorlage machen, die Betreuer eintragen lassen und dann beim Amtsgericht hinterlegen. Wir haben es auch so gemacht, obwohl wir verheiratet sind.
Ich möchte schon gerne wissen, wo mein Kind untergebracht wird falls uns was zu stößt.

Denn wenn z.B der Vater trinkt und gewalttätig wird. Wird er mit Sicherheit das Kind nicht bekommen. Und wenn keine anderen Familienmitglieder das Kind betreuen kann bis es 18 Jahre ist, wird eine Pflegefamilie gefunden. Kein Kinderheim!

Ich habe eine Freundin, da ist der Fall so ausgelegt. Der Vater trinkt, sie will sich trennen aber falls ihr was passiert. Kann keiner ihren Jungen nehmen...

Ansonsten denke ich wie du...dann sollte der Vater sein Recht bekommen. Und nicht die gesetzliche, sondern er hat das REcht genauso öfters das Kind zu sehen. Aber wie schon die anderen schrieben, es ist nicht immer Boshaftigkeit die dahinter steckt.

LG Netti

Beitrag von trottelfant 24.11.10 - 14:32 Uhr

Ich wollte jetzt nicht pauschal sagen, dass es immer ein böswilliger Gedanke der Mutter ist, es haben ja auch schon einige von euch gegenteilige Beweggründe genannt.
Aber ich habe hier im Forum schon viel Diskussionen gelesen, wo es mir von der Mutter sehr egoistisch vorkam und sie nicht wirklich an die Gefühle und Rechte des Vaters gedacht hat.

Beitrag von emma-rose 24.11.10 - 14:40 Uhr

Um dir zu antworten, weil du "meine" Diskusion genohmen hast.
Meine Frage kommt aus einer Disskusion vorher: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=2911233

Gerne antworte ich dir.
1. Wollen wir wahrscheinlich sowieso heiraten, aber da ich nicht weiß wann, wollte ich mich halt nur mal erkundigen, was man dann so beachten muss.
2. Habe ich nicht behauptet das ich schon beschlossen habe, das ich das alleinige Sorgerecht haben will, sondern wie gesagt, will ich mir halt verschiedene Meinungen einholen und natürlich das auch mit meinem Partner zusammen entscheiden. Aber da ich keinen blassen Schimmer vorher hatte, wollte ich mich halt schon mal schlau machen, bei denen die das gleiche "Problem haben"

Beitrag von trottelfant 24.11.10 - 14:52 Uhr

Ich wollte dich mit meiner Frage nicht persönlich angreifen und deswegen habe ich ja auch schon in deiner Diskussion geschrieben, dass du mir bitte nicht böse sein sollst! Du warst leider nur der Aufhänger. Sorry.

Da du ja auch geschrieben hast "angenommen..." war mir ja klar, dass es eventuell gar nicht um ein alleiniges Sorgerecht geht. Und falls es so sein sollte, hat es mich einfach mal interessiert, welche Beweggründe es zum alleinigen Sorgerecht gibt. Wie schon geschrieben, oft kommt es hier vor, dass die Frauen gar nicht über die Wünsche des Mannes nachdenken.
Also so, wie du es oben schreibst, scheinst du mir mit Köpfen an das Thema heran zu gehen und gehörst nicht zu dem Kreis Frauen, die ich meine.;-)

Beitrag von susasummer 24.11.10 - 14:41 Uhr

Mein Ex kann seinen Sohn sehen,so oft er möchte.Das hatmit dem Sorgerecht ja nichts zu tun.
Dennoch bleibe ich beim alleinigen Sorgerecht.Mittlerweile.
Ursprünglich war es mal geplant,das er das bekommt.Aber als er abgehauen ist,musste er sich mehr um seine neue kümmern und knapp 2 jahre danach war es ihm zu schwer,einen Termin auszumachen.
Jetzt bleibt es so.
LG
Julia

Beitrag von trottelfant 24.11.10 - 14:55 Uhr

Ich habe doch nirgendwo erwähnt, dass der Vater das Kind nicht mehr sehen darf, oder? Nein, das hat wirklich nichts mit dem Sorgerecht zu tun.
Und dein Fall ist wieder so einer, von denen ich geschrieben habe, dass ich es dann verstehen kann! Wenn der Vater sich gar nicht kümmert, braucht er auch nicht zu entscheiden.

Beitrag von susasummer 24.11.10 - 15:01 Uhr

Er kümmert sich ja um das Kind.Die beiden haben seit er 1 jahr war sehr viel Kontakt.Das ist bei uns nicht so wie bei anderen.Auch wenn sein vater und ich uns leider oftmal nicht einer Meinung sind.Damals in der Situation war ihm Sorgerecht wohl nicht so wichtig.Er hatte seine Chance.Deshalb bin ich jetzt einfach nicht mehr dafür,es ging bisher auch ohne sehr gut.

Hab ja nicht gesagt,das du das gesagt hast :-) Irgendwo las ich das gerade.
lg Julia

Beitrag von haseundmaus 24.11.10 - 16:47 Uhr

Hallo!

Eine plausible Antwort hab ich darauf nicht parat, ich kann es nämlich auch nicht verstehen. Bei uns war das nie eine Diskussion, war von Anfang an klar, dass mein Freund das halbe Sorgerecht bekommt.

Kümmern sollen sie sich immer, zahlen auch. Aber Entscheidungen treffen dürfen sie anscheinend in manchen Beziehungen nicht. Würd ich mir nicht gefallen lassen, wenn ich Mann wäre.

Manja mit Lisa Marie *18.09.2009 #verliebt

Beitrag von lilalaus2000 24.11.10 - 16:47 Uhr

Ich bin auch nicht verheiratet und wir haben für meine süße Maus gleich das Sorgerecht geteilt und auch die Vaterschaftsanerkennung noch weit vor der geburt geregelt :-)

Beitrag von sandram85 24.11.10 - 18:27 Uhr

Ich sehe es genauso wie du. Wir haben auch vor Neles Geburt schon alles geregelt. Viele Leute haben mir reingeredet, was wäre wenn wir uns trennen würden. Aber für mich steht es nicht zur Debatte. Tim ist und bleibt immer der Vater auch wenn wir uns trennen....