Unterhaltsfrage

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von -123- 24.11.10 - 13:45 Uhr

Hallo,

vielleicht könnt ihr weiterhelfen:

ein guter Freund ist im September Vater geworden. Er hatte sich schon während der SS von der Mutter getrennt und diese hat das alleinige Sorgerecht.

Den Unterhalt für den Lütten bezahlt er selbstverständlich.
Jetzt hat er von der Arge ein Schreiben bekommen, dass er auch für die Mutter Unterhalt bezahlen soll (sie hat noch 2 weitere Kinder und bekommt HartzIV).

Er ist jetzt natürlich geschockt, denn der Unterhalt für die Mutter würde ihn finanziell sehr treffen.

Hat er eine Chance, die Unterhaltsforderung abzuwenden???

Kennt sich jemand aus???????


LG,
M.

Beitrag von windsbraut69 24.11.10 - 13:50 Uhr

Nein, warum sollte er die Forderung abwenden können?

Gruß,

W

Beitrag von manavgat 24.11.10 - 13:53 Uhr

Nein.

Er muss für die Mutter zahlen, wenn sie wegen des Kindes in finanziellen Nöten ist. Bis zum Alter von 3 ist sie nicht verpflichtet arbeiten zu gehen, danach kann es auch noch sein, dass sie ein Recht auf Unterhalt hat, weil sie keine Arbeit findet oder das Kind einen besonderen Betreuungsbedarf hat (z. B. bei einem behinderten Kind).

Allerdings: hat sie 3 Kinder, die sie betreut, dann muss er nicht alles zahlen.

Er braucht hier zwingend einen Anwalt. Es gibt einen Selbstbehalt, bei Kindesunterhalt liegt er bei rund 900 Euro, bei Unterhalt für die KM höher, wobei der Kindesunterhalt den er zahlt vorher abgezogen wird.

Gruß

Manavgat

Beitrag von fensterputzer 24.11.10 - 14:33 Uhr

moin Mana ich ergänze dich mal: der Freibetrag gegenüber der Mutter ist bei 1100,--€ bereinigtes Einkommen aber je nach Alter der anderen Kinder ist auf deren Väter für Betreuungsunterhalt nicht mehr zuzugreifen.

Beitrag von anyca 24.11.10 - 14:04 Uhr

Abewnden könnte er die Forderung, wenn er das Kind hütet, so daß sie arbeiten gehen kann ...

Ist doch logisch, daß der berufstätige Elternteil den zu-hause-bleibenden Elternteil finanziert, oder?

Beitrag von majale1 24.11.10 - 17:06 Uhr

Hallo!

Ich schreibs mal von der anderen Seite...

Mein Mann hat mit seiner Ex einen Sohn (7 Jahre),mit ihrem Ex-Freund hat sie einen Sohn (2 Jahre).

Ab dem Zeitpunkt der Geburt von Sohn 2 hatte mein Mann eine Vereinbarung getroffen,daß er für seine Ex keinen Unterhalt mehr zahlen muß,da ja ihr damals Noch-LG für sie verpflichtet ist.

Wir waren froh,hat sie bis dahin 700€/Monat bekommen...nur nachehelichen Unterhalt.

Also ich denke er wird nicht drumrumkommen für sie auch zu zahlen.Aber evtl. je nach Alter der Kinder sind da ja auch noch andere Papas die zahlen könnten....

Veronika

Beitrag von nick71 24.11.10 - 19:48 Uhr

"Er ist jetzt natürlich geschockt,"

Es sollte eigentlich allgemein bekannt sein, dass für die Kindsmutter ggf. Betreuungsunterhalt zu zahlen ist. Oder wer soll sie seiner Meinung nach unterhalten?

"Hat er eine Chance, die Unterhaltsforderung abzuwenden???"

Das kommt auf die Höhe seines Einkommens an...