kann die Wohnungsgesellschaft DAS verlangen ... Umzug

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von hoja13 24.11.10 - 15:04 Uhr

Hallo!!

Hab da mal ne Frage an die Mietexperten unter euch....folgendes...


Meine Schwiegermu 74 & Partner 78 sind aus einer Wohnung in eine andere gezogen...selbe Wohnungsgesellschaft...in der ersten war ein Wasserschaden, nicht von ihnen verschuldet...


Jetzt sollen sie über 800€ bezahlen, für die Streichung der Wände, sie wohnten 7 Jahre dort, haben normal immer mal ein Zimmer gestrichen (macht man ja alle paar Jahre mal), aber beim Auszug haben sie nichts gestrichen...waren ja mit dem Umzug schon genug beschäftigt.

Leider wohnen sie über 350 km weit weg von uns, so das wir da nicht einfach mal so hinfahren können...mein Mann war allerdings 2 Tage dort um zuhelfen und die Umzugsfirma im Auge zu behalten...


Was meint ihr....können die jetzt tatsächlich sooo viel dafür verlangen???

Vielen Dank für eure Meinung

Liebe Grüße Kerstin

Beitrag von seikon 24.11.10 - 15:07 Uhr

Naja, wenn sie die Wohnung gestrichen übergeben müssen, und der Zustand der Wände auch ein Streichen erfordert, dann müssen sie das schon machen. Wenn sie das nicht können/wollen, dann darf der Vermieter das schon vom Maler machen lassen und der Mieter muss die Rechnung zahlen.

Allerdings sind 800 Euro für eine ganze Wohnung doch gar nicht sooooooooooo viel.

Beitrag von christinaf 24.11.10 - 16:00 Uhr

Hallo,

mmhhhh.... warum wurde die Wohnung nicht gestrichen? Ichmeine das weiß man doch ob man muss oder nicht. Oder das wird auch vorher schon geklärt. Die Gessellschaft hat doch bestimmt was dazu geschrieben oder gesagt. Es gab doch eine Abnahme, oder?

Was steht im MV? Wenn sie Glück haben stehen diese starren Fristen drich, die eine Renovierungsklausel nichtig machen. Das müsste durch einen Anwalt oder Mieterbund geklärt werden. Das kommt da auch auf den genauen Wortlaut an.

lg

Christina

Beitrag von nobility 24.11.10 - 17:44 Uhr

Hallo Kerstin,

rein Rechtlich, der Mieter ist Gesetzlich verpflichtet, erkennbare Mängel - dazu gehört auch ein Wasserschaden - sofort dem Vermieter am besten schriftlich mit zu teilen. Tut der Mieter das nicht, muss er damit rechnen später bei Wohnungsauszug vom Vermieter in die Pflicht genommen zu werden.

Wir kennen weder den Zustand wie die Wohnung bei Auszug ausgesehen hat und ob die Wohnung im allgemeinen dem Vermieter für die Weitervermietung zumutbar war, noch kennen wir die Größe der Wohnung um beurteilen zu können, welche Leistungen 800,00 € wert sind oder nicht.

Da das ganze, bis auf die Zahlung von 800,00 €, bereits abgewickelt zu sein scheint ist da Rechtlich nichts mehr zu machen. Auch Einwände gegen die Rechnung zu erheben scheint mir insofern zweifelhaft, da wir ja nicht einmal wissen welche Einwände - siehe hinsichtlich Malerarbeiten auf den Zustand der Wohnung bezogen - man da vorbringen soll.

Tut mir leid Kerstin. Aber vielleicht weiß hier einer mehr.

Gruß
Nobility

Beitrag von yale 24.11.10 - 17:56 Uhr

Die Gesellschaft hätte deine Mutter erst auffordern müssen,die "Mängel" in einer angemessenen Frist zu beseitigen.

Anscheinend haben sie dies nicht getan also bleiben sie auf den angeblichen Kosten sitzen.

Beitrag von nick71 24.11.10 - 18:43 Uhr

"Die Gesellschaft hätte deine Mutter erst auffordern müssen,die "Mängel" in einer angemessenen Frist zu beseitigen."

Das ist grundsätzlich richtig...ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das auch dann gilt, wenn dem Vermieter z.B. erst am Übergabetag aufgefallen ist, dass die Wohnung nicht gestrichen wurde. Denn meistens ist es ja so, dass die Übergabe wenige Tage bzw. einen Tag vor Ende des Mietverhältnisses stattfindet.

Ich würde mich zunächst erkundigen, ob überhaupt Renovierungspflicht bestand...und sollte das der Fall sein, ob man eben als Mieter das Recht hat, dann noch zu renovieren.

Beitrag von jiny84 24.11.10 - 18:29 Uhr

Mieter müßen bei Auszug NICHT renovieren auch wenn sie sie renoviert übernommen haben,siehe hier

http://www.welt.de/wirtschaft/article1178768/Mieter_muessen_beim_Auszug_nicht_renovieren.html

Beitrag von nakiki 24.11.10 - 19:15 Uhr

Das hängt von der Renovierungsklausel im Mietvertrag ab. Wenn es eine gültige ist, muss auch renoviert werden.

Gruß nakiki

Beitrag von windsbraut69 25.11.10 - 06:25 Uhr

Das stimmt nicht und steht so auch nicht im verlinkten Urteil.

Gruß,

W

Beitrag von nick71 24.11.10 - 18:47 Uhr

"aber beim Auszug haben sie nichts gestrichen...waren ja mit dem Umzug schon genug beschäftigt."

Das ist ja nun kein Argument, sofern der Mietvertrag eine gültige Renovierungsklausel enthält.

Wurde denn beim Auszug deiner Schwiegereltern ein Übergabeprotokoll angefertigt, in dem der Vermieter bemängelt, dass nicht renoviert wurde?

Beitrag von bille2000 24.11.10 - 21:14 Uhr

Hallo Kerstin,

du hast ja schon einige Antworten bekommen - leider nciht alle ganz korrekt. Echt erstaunlich wieviel Unwissenheit da herrscht!

Ob sie renoieren mussten, hängt vom Mietvertrag ab von der sogenannten Schönheitsreparaturen-Klausel. Viele Klauseln in den Mietverträgen sind nciht gültig, da sie starre Fristen vorsehen. Dann muss man gar nicht streichen. Alle paar Jahre (zwischen 3 und 7) ist je nach Zimmer eigentlich ausreichend.

Aber wie hier auch schon angemerkt wurde: die Wohnugnsgesellschaft hätte deine Schwigis erst auffordern müssen, den Mängel zu beheben. Sie dürfen nämlcih nur eine 'fachmännische' Renovierung erwarten, sie muss aber nicht von einem 'Fachmann' gemacht werden. Wenn also tatsächlich schon gestrichen wurde, sind sie fein raus. Dann brauchen sie nur zu sagen "ja hätten Sie uns gesagt, daß wir noch streichen sollen..."

Sowas sollte aber auch im Übergabeprotokoll vermerkt werden. Steht da ncihts, umso besser für Euch.

Wohungsgesellschaften sind aber echt Profis darin Mieter mit sowas übern Tisch zu ziehen (kenne ich leider aus ERfahrung). Ich würde Ecuh daher dringend empfehlen zu einer Verbraucherberatung zu gehen und wenn es Stress gibt, einen Anwalt einzuschalten.

Gruß,

Bille