Stillen, bin total unglücklich

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Beitrag von bienemotte 24.11.10 - 16:40 Uhr

Hallo, jetzt muß ich mal fragen, ob es Frauen gibt, denen es geht wie mir. Nun ja man sagt ja immer stillen ist so toll für die Nähe zwischen Mutter und Kind, stärkt die Beziehung und und und. Leider glaub ich, daß ich die einzige bin, die das Stillen total unglücklich macht :-(

Bei meiner Tochter war das schon irgendwie so, daß ich nicht wirklich glücklich war mit dem stillen, hab dann nach etwa 2,5 Monaten und 2 wöchigem abpumpen und in der Flasche geben nach und nach aufgehört bzw die Milch wurde dann einfach weniger, hatte die Milchpumpe nach einer Brustentzündung bekommen.

damals war ich so froh nicht mehr stillen zumüssen, glaube auch meine Tochter war dann glücklicher, weil ich es auch war, denke sie hat das gemerkt, daß es für mich nie sso toll war, wie es hätte sein sollen.

Nun dachte ich mir, ich versuch es nochmal, ich hab genug Milch für meinen Sohn, aber ich merk jeden tag wieder aufs neue meine innere Abwehr gegen das Stillen, ich will ja nur das beste füs Kind, aber ist es gut fürs Kind, wenn man selbst im innern damit totunglücklich ist???????

Kennt sowas jemand? Am liebsten würd ich aufhören, mir ginge es damit sicher besser, aber ich hab so ein schlechtes gewissen dem kleinen gegenüber, was soll ich nur tun??????

LG Susann

Beitrag von hella10 24.11.10 - 16:50 Uhr

Hallo!
Weißt Du denn, was genau es ist, was Dich unglücklich macht? Vielleicht würde es helfen, wenn Du Dich damit mal beschäftigst?

Beitrag von bienemotte 24.11.10 - 16:56 Uhr

Ich weiß nicht so ganz genau, ich war es ja schon bei meiner Tochter nicht, mir gings erst besser als wir völlig zur Flasche umgestiegen waren. Gegrübelt hab ich schon sooft woran das liegen könnte, vielleicht ist es dieses unersetzbare fürs Kind, man ist ja die Einzige, die dem Kind die Brust geben kann, manchmal glaub ich, ich komm damit nicht klar.

Die meisten Frauen finden grad das so toll, so unersetztlich zu sein, aber für mich ist das gefühl furchtbar, nicht schön!

Zu meiner Tochter hab ich trotzdessen ein superinniges Mutter-Tochter-Verhältnis, obwohl ich das innige Stillen für mich als schlimm empfunden hab.

Beitrag von lilly7686 24.11.10 - 17:09 Uhr

Hallo!

Eine gute Stillbeziehung muss für beide Partein passen.
Wenn du dich nicht wohl fühlst damit, dann ist es dein gutes Recht, abzustillen.

Natürlich ist Stillen das Beste. Und Muttermilch ist das Beste.
Ich bin sehr fürs Stillen und würde jedem raten, es zu versuchen.
Aber nicht um jeden Preis.

Wie gesagt, zu einer wirklich guten Stillbeziehung gehören immer zwei. Wenn einer von beiden sich nicht wohl fühlt, dann hat das doch keinen Sinn oder?

Wenn du dich so unwohl fühlst, dann musst du auch kein schlechtes Gewissen haben.
Ja, man kann auch ohne Stillen eine sehr gute Mama sein. Ich hab meine Große auch nicht gestillt. Und sie ist dennoch ein wunderbares, gesundes Kind. Und wir haben ein tolles Verhältnis.

Mach das, was für dich am Besten ist. Still, solange du möchtest und du dich wohl fühlst, aber zwinge dich zu nichts.
Stillen ist das Beste, aber nicht um jeden Preis.

Ich kann es nicht nachvollziehen. Ich kann mich nicht in dich hinein fühlen. Denn für mich persönlich ist Stillen das Beste und Schönste.
Aber DU musst dich wohl fühlen. Wenn du dich nicht wohl fühlst, spürt das dein Kind auch.

Mach, was du für richtig hältst und wie es dir passt. Und wenn das Abstillen bedeutet und du dann eine glückliche Mama sein kannst, dann ist das dein Weg.

Ich wünsch dir alles Liebe!

Beitrag von bienemotte 24.11.10 - 17:18 Uhr

vielen vielen dank für deine lieben Worte, immer wenn ich über das Thema nachdenke kommen mir die Tränen, man will ja immer alles nur richtig machen fürs Kind, aber wie du sagst, ich hab immer das gefühl Niklas merkt auch, daß ich unglücklich bin damit.

Ich wollte es sosehr versuchen und ich habe so gehofft, daß es anders wird als bei meiner Tochter, aber nun kommen all die gleichen gefühle wieder hoch und es geht mir wieder ganz genauso.

Mir fehlt nochimmer irgendwie der Mumm mit meinem mann drüber zu reden, wobei der sicher nie wöllte, daß ich was mache, was mich eigenlich unglücklcih macht, aber wie stellt man das an, morgen kommt wieder die Hebamme, wie sagt man am besten, daß man abstillen will, obwohl ich genaug Milch hätte und eigentlich die besten Vorraussetzungen, ich bräuchte ja fast Hilfe beim abstillen, ich weiß garnicht, wie das geht, bei meiner Tochter wurde durchs abpumpen einfach die Milch immer weniger und das ging so von allein

Beitrag von kajana1 24.11.10 - 16:58 Uhr

halli hallo...
meine tochter ist ein flaschenkind von anfang an und ich finde das absolut ok.
ich finde, du brauchst gar kein schlechtes gewissen zu haben.die pulvermilch ist heute so angepasst an die mumi dass es für die kleinen kaum eine rolle spielt und nähe und geborgenheit kann man auch ohne das stillen prima vermitteln, wenn man mit den würmern kuschelt.
ich glaube dass dein baby davon profitieren wird,wenn es dir damit besser geht
;-)
lg

Beitrag von bienemotte 24.11.10 - 17:10 Uhr

darf ich fragen, ob du nicht stillen wolltest oder nicht konntest? Ich hab manchmal echt das Gefühl, mir fehlt noch die Kraft zu der Entscheidung vielleicht abstillen zu wollen auch vor andren zu stehen, bin eigentlich ein ganz selbstbewußter Mensch, aber ich hab grad echt das gefühl, daß mir in dem Punkt alles Selbstbewußtsein fehlt :-(

Beitrag von hella10 24.11.10 - 17:21 Uhr

Ich würde ja fast behaupten, dass es nun doch so ist, dass Du eigentlich gerne stillen möchtest, Dich nur nicht traust, diese Nähe und die große Abhängigkeit des Kindes zuzulassen. Sonst hättest Du bereits abgestillt. Und Du hättest Dir eine Begründung für die Umwelt überlegt. Und ich glaube, sonst hättest Du auch bereits körperliche Beschwerden (wie damals bei Deiner Tochter). Wenn es nicht zu schmerzhaft ist, kannst Du Dich ja mal mit Deiner Vergangenheit in Bezug auf Nähe, Macht u.s.w. auseinandersetzen. Aber nur, wenn Du magst. Ansonsten hör einfach auf Dir den Kopf zu zerbrechen, mach wonach Dir zumute ist und rechtfertige Dich einfach nicht.
Alles Gute!
Hella

Beitrag von bienemotte 24.11.10 - 17:28 Uhr

naja den ersten Milchstau hatte ich ja am Sonntag schon, waren dann im kreissaal abpumpen, also die Beschwerden waren schon da, weißt du eine Begründung für die Umwelt will ich garnicht, ich möchte einfach dazu stehen können, daß es offenbar nicht mein großes Glück ist zu stillen, aber obwohl ich diesmal drüber stehen wollte, hab ich es noch nicht geschafft es allen andren zu sagen

Beitrag von kajana1 24.11.10 - 17:26 Uhr

naja...beides...
ich habe in der vergangenheit zwei brustentzündungen gehabt (unabhängig von stillen und baby). meine hebamme meinte dann, dass ich es ruhig probieren könnte, es aber sein kann, dass ich in der stillzeit dann eher dazu neige wieder eine entzündung zu bekommen.
für mich war dann sehr schnell klar, dass ich dieses risiko nicht eingehen möchte. ich finde es aber auch absolut ok, wenn man sich ohne medizinischen hintergrund dagegen entscheidet. wenn man fast 11 monate seinen körper mit jemandem geteilt hat, auf ernährung noch mehr achten musste als normal und
gesteuert war von diesem kleinen menschen da drinnen, finde ich es total verständlich, wenn man seinen körper irgendwann wieder für sich alleine hat.
vielleicht ist es auch dass, was dir zu schaffen macht?
liebe grüße und alles liebe#blume

Beitrag von freno 24.11.10 - 17:46 Uhr

Hallo

Also ich bin auch fürs Stillen, aber ich hatte eine Bekannte, die wollte auch nicth stillen.

Sie sagte, sie sei doch keine Kuh.

So ist halt jeder anders.

Sage es deinem MAnn und schau seine Reaktion an und so wie du ihn beschreibst kannst du dich doch auf seine Hilfe beim Abstillen verlassen.

Probier halt auch abzupumpen und dann geht die Milch zurück vielleicht.

Freno

Beitrag von pingu82 24.11.10 - 19:11 Uhr

ich hatte auch solche probleme mit dem stillen.. der kleine und ich waren immer unzufrieden. er, weil ich ihn viel öfters hätte anlegen müssen und ich, weil ich durch die starken schmerzen ihn nihct öfter anlegen konnte. beim abpumpen kam bei mir kaum milch, reichte nichtmal für eine volle mahlzeit!
somit habe ich eh angefangen zuzufüttern, gestillt habe ich frühstens alle 3h und selbst da bekam ich schweissausbrüche, wenn meine mutter sagte, ich müsse ihn wohl anlegen, er hat sooo hunger.
schlussendlich habe ich mihc nach langem hin und her dazu entschieden abzustillen...

der kleine ist so zufrieden nach seiner flasche und hat es sofort angenommen, dass ich mir sicher bin, auch ihm habe ich damit den grössten gefallen getan.
bin überzeugt, dass kind merkt dein unwohlsein und unsicherheit.

ich will dir natürlich nihct zum abstillen raten, denn das ist ganz allein deine entscheidung. wollte dir nur aufzeigen wie es bei mir war. und wir sind jetzt rundum happy.

du wirst ganz bestimmt das richtige tun, egal wie du dich entscheidest:-)
wichtig ist, dass du für euer wohlbefinden sorgst und da sind meinungen 3. völlig wurscht.

Beitrag von lachris 24.11.10 - 19:20 Uhr

Hi,

ich habs zwar nicht so lange wie du ausgehalten, aber mir hat mein KIA dazu folgendes gesagt:

Natürlich ist Stillen im Allgemeinen gesünder für das Kind. Aber wenn es der Mutter dabei aber schlecht geht und sie dabei nicht glücklich ist, merkt es das Kind.

Wenn der Streß sich aufs Kind überträgt ist das also auch nicht gut fürs Kind.

Egal wie Du Dich entscheidest, mach Dir bitte keine Vorwürfe.

VG lachris

Beitrag von bienemotte 24.11.10 - 21:39 Uhr

Vielen vielen dank euch allen füs zuhören und reden, das hat mir sehr gut getan, ich werd es jetzt nochmal versuchen für ein paar Tage, wenn ich dann allerdings merke, es wird nicht besser mit mir, dann werd ich abstillen.

Mein mann sagt ich solle tun, womit es mir gut geht, notfalls hab ich hier noch die Pumpe aus der Apotheke für gute 3 Wochen, solang pump ich noch ab auf jeden fall, aber ich rede morgen auf jeden fall nochmal mit der Hebi über meine gefühle, vielleicht hilft mir das und sie kann mir helfen, danke auf jeden Fall an alle hier #liebdrueck