wochentags alleine - wer noch?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von connie4 24.11.10 - 17:50 Uhr

Hallo,
ich bin Mutter von 3 Kindern und mein Mann arbeitet 150 km entfernt, d.h. er ist wochentags nicht zuhause. Das geht jetzt seit 1 1/2 Jahren so und ich bin langsam echt am Ende. Mir gefällt das alles gar nicht mehr und ich fang echt langsam an, Ängste zu entwickeln.
Ich kann nachts nicht mehr schlafen usw.
Ich muß dazu sagen, daß die beiden Kleinen noch sehr klein sind (2 Jahre und 8 Monate) und ich bin auch so völlig überfordert. Der Große muß in die Schule (bringen, holen, Hausaufgaben..) und unser "Familienleben" funktioniert nur noch auf Minimum. Es macht keinen Spaß.
Gerade die Vorweihnachtszeit habe ich früher so geliebt. Ich habe abends gebastelt usw. Jetzt bin ich nur noch genervt und falle ins Bett. Ich habe dieses Jahr nicht mal Lust, die Wohnung zu schmücken.

Wer von Euch hat eine ähnliche Situation und wie geht ihr damit um?
Ich muß auch noch dazu sagen, ich wohne allein (also nicht bei den Schwiegies oder so im Haus) und meine Eltern sind alle noch arbeiten und weit weg und können mir überhaupt nicht helfen.
Wenn ich den Großen morgens zur Schule bringe, muß ich die Kleinen immer mitschleppen usw.

Sorry, mußte mich mal ausjammern. Muß jetzt auch schon wieder weitermachen...

Bis Bald.

Beitrag von julchen.1988 24.11.10 - 18:23 Uhr

Hallo,

ich kenne das auch...mein Mann ist LKW Fahrer...er war jetzt 5 Monate lang auch nur am Wochenende da...und eigentlich nur Sonntags weil wenn er Samstags heim kam kam er von der Nachtshcicht und musste erstmal schlafen! #schmoll


Mittlerweile hat er einen Job wo er abends heim kommt, aber auch erst sehr spät zum Teil und morgens wieder so früh raus muss das er eigentlich nur noch heim , essen, bett... #schmoll

Da ist unter der Woche auch nicht viel von Familienleben...ABER ja ich bin froh das er jetzt nachts wieder da ist!

Ich hatte auch solche Ängste vorallem nachts...das ist schlimm...man fühlt sich alleine, im stich gelassen usw

Vorallem aber dann wenn dieKinder krank sind, ist es nicht zum aushalten

Ich hab zwar meine Eltern ums Eck wohnen aber auch erst seit 3 Monaten und meine Mama ist selbst noch voll berufstätig!


Ich wünsche dir nur alle Kraft die ich dir wünschen kann und das du alles packst und wenn du mal reden willst dann schreib mir ruhig!


Ganz liebe Grüße #liebdrueck Julia mit Leon (5) und Luna (2)

Beitrag von anro 24.11.10 - 19:56 Uhr

Hallo...

gibt es denn irgendwelche Aussichten, dass ihr als Familie wieder richtig zusammen leben werdet?

Ist das Jobangebot deines Mannes dort nur übergangsweise?

Warum ziehst du mit den Kindern nicht nach? Bist du an den Ort gebunden?

Wie läuft denn dann das WE bei euch ab? Freuen sich die Kinder auf ihren Papa und unternimmt er dann auch was mit ihnen? findest du in dieser Zeit , Zeit nur für dich?

Bei mir sieht es z.Z. ähnlich aus. Mein Mann schläft zwar noch hier zu Hause, aber seit gut 2 Jahren läuft hier daheim alles ohne ihn ab.

Ich sehe die große Gefahr der Verfremdung.

Was sagt denn dein Mann dazu? Hat er nicht Angst, dass die Ehe dadurch kaputt geht?

LG

Beitrag von lisasimpson 24.11.10 - 20:05 Uhr

mein mann war hatte seinen Arbeitsplatz jetzt in den letzten 1,5 jahren gut 200 km von hier entfernt.
allerdings war er dort nur ca 3 tage pro woche (den rest hat er von zu hause aus machen können- also war er entweder ganz weg oder ganz hier:).
für uns war aber nach einiger zeit klar, daß wir dies nicht als dauerlösung haben möchten und hatten zuerst überlegt, als familie nachzuziehen.
allerdings war uns nach kurzem überlgen klar, daß wir unsere sozialen kjontakte heir nicht aufgeben wollen.
nun wird sich die situation ab janaur verändern.
trotzdem wird er voraussichtlich 1-2 tage pro woche ausßerhalb verbringen (den rest wieder im homeoffice), womit ich aber gut leben kann.

nur so die ganze woche getrennt zu sein, wäre für mich wirklich keine langfristige option

lisasimpson

Beitrag von jasahe 24.11.10 - 20:41 Uhr

Mein Mann ist unter der Woche in London und ich allein mit zwei Kindern. Als der Kleine (jetzt 3) kleiner war und der Große also auch (jetzt 11) war es total anstrengengend. Keine ruhige Minute zum Abprüfen oder Lernen mit dem Großen etc. Immer den Kleinen im Schlepptau; z.B. jede Woche eine Stunde in der Tennishalle warten, bis der Große fertig war. Der Kleine voll rotem Tennissand etc. Jetzt ist Vieles besser; der Große ist selbständig und fährt mit wenigen Ausnahmen überall alleine hin. Der Kleine geht schon in den Kindergarten und kann an Nachmittagen mal ruhig malen, während ich mit dem Großen was mache. Irgendwann wird es besser! Was wir machen, sind die Wochenenden immer komplett freizuhalten. Keine Arbeiten im Haus, keine Besorgungen, nur Familie und Spaß. Oft sagen wir auch Einladungen ab, weil wir mit den Kindern alleine sein wollen. Dennoch wärs mal schön, wenn mein Mann mal zu einem Elternabend gehen könnte oder zu einer Schulveranstaltung. Oder die Kinder in der Früh in Schule und KIGA bringen könnte. Mein Mann leidet auch sehr drunter, er hat defacto keine Freizeit, weil er entweder arbeitet oder was mit uns macht. Unser Ziel ist es, dass er in ca. 1,5 Jahren einen Job zu Hause hat...aber jetzt geht die Karriere vor. Davon können wir uns ja auch ganz schöne Sachen leisten....

Beitrag von betti1321 24.11.10 - 21:07 Uhr

Hi ,
mache das auch gerade durch,mein Mann arbeitet 200KM entfernt von uns und kommt nicht jedes Wochenende Nachhause,wir wechseln uns ab da er bei meinen Eltern wohnt.

Schwiegereltern wohnen auch weit weg und ich kenn es mit kleinen Kindern im Schlepptau ,habe nämlich auch 3
Der Große kann zum Glück allein zur Schule laufen aber hat das ADHS, was sehr anstrengend ist und die anderen mit aufpuscht, die Mittlere geht in den Kiga da muß der Kleine natürlich mit.

Bei uns ist es zwar noch nicht so lang aber ich bin auch schon fertig ,da wir hier unser Haus verkaufen also bleibt alles an mir hängen nicht nur der Haushalt ,Kinder,Tiere alles andere auch was sonst mein Mann gemacht hat.

Aber da müßen wir durch es ist ja absehbar bei uns hoffe ich doch das es nicht zulang mit dem Verkauf dauert.

Viele Grüße

Beitrag von wolpertinger64 25.11.10 - 07:57 Uhr

Hallo Connie

lass dich mal #liebdrueck
Ich kann mir vorstellen, dass das anstrengend ist.

Meine Frage: Wie weit muss dein Sohn denn in die Schule laufen? Kann er nicht evtl mit einem Freund zusammen laufen?
Dann wäre für dich der Morgen schon mal weniger stressig.


lg

Manu

Beitrag von 5678901234 25.11.10 - 13:31 Uhr

hallo zusammen.

also ich habe dieselbe situation. mein mann arbeitet knapp 300 km von hier weg, kommt fr. nachmittags bis so. abend nach hause.

unsere kinder sind 6 und 2 J., das 3. kind kommt weihnachten.

wir leben jetzt seit einem halben jahr in dieser situation und bis vor 2 wochen bin ich sogar noch VZ arbeiten gegangen im schichtdienst und der kleine ist noch nicht im kiga.
2x die woche hat der gr. training, dann ebenfalls kleine mitschleppen und demnächst noch das baby.

mein sohn geht morgens allein zur schule (1. klasse), warum auch nicht? er weiß wie er sich verhalten muss und soo weit ist es auch nicht.

der haushalt läuft erstaunlich gut seit ich allein bin, haben ein haus mit garten.
für mich ist das zum teil eine frage der selbstmotivation.

an manchen tagen gehe ich auch um 8 ins bett oder bin total down, aner an vielen tagen denke ich mir dass es jammern auf hohem niveau ist und es viele viele leute gibt denen es noch schelcher geht.

wenn du allerdings angstzustände entwickelst, würde ich mal einen arzt aufsuchen.

vlg

Beitrag von marianne65 25.11.10 - 17:41 Uhr

Hi, wir haben 2 Kinder und mein Mann ist seit 1.10.2010 auch nur am Wochenende, manchmal auch erst (Seminarausbildung) SA ab 23.00 Uhr bis Sonntag da. In seiner bisherigen Firma wurde er wegrationalisiert und in unserer Umgebung fand sich nichts - zumindest seiner Meinung nach - Passendes - also ist er 350km "weggezogen".

Wir sind seit 20 Jahren verheiratet und haben noch einen 5jährigen Nachzügler, einen Buben, der ganz massiv unter der Trennung leidet. Mein Mann will das aber nicht wahrhaben, da es sein schlechtes Gewissen ansprechen würde, was wahrscheinlich auch irgendwie verständlich ist.

Ich weiss auch nicht wie lange wir das noch gemeinsam durchstehen, da - immer wenn er zurückkommt Spannungen und Meinungsverschiedenheiten an der Tagesordnung sind. Ich bin ebenfalls berufstätig und muss nun alles alleine "schupfen". Meine Eltern sind in Pension, aber viel auf Reisen, sodass ich da eigentlich auch keine Unterstützung habe.

Also ich bereite mich realistischerweise auf eine "Kompletttrennung" vor, auch weil ich das ständige Begrüßen - Nähe gewinnen (auch im Konflikt) - Abschied nehmen - Distanz und dann wieder von vorn, irgendwie nicht mit unseren Bedürfnissen nach Kontinuität, Stabilität und Ritualen vereinbar ist.

Vielleicht ist es der schonendere Weg für einer endgültige Trennung - wenn der Mann berufsbedingt weg ist und als Gast hin und wieder zurück kehrt und irgendwann dann nur jedes zweite Besuchswochenende wahrnimmt.

Ich kann nur sagen, wir hätten uns noch im Jänner dieses Jahres eine solche Entwicklung in unseren Alpträumen nicht vorstellen können. Aber so ewas geht heutzutage sehr schnell - meinem Mann wurde buchstäblich von einem Tag auf den anderen gesagt, dass er aufgrund einer Fusion nicht mehr benötigt wird.

Bitte sagt Euren Männern, sie sollen ja keine Führungspostionen annehmen, ich erlebe es bei mir in der Firma auch ständig, dass die Chefs eine maximal Verbleibedauer von 2,5 Jahren haben. Leider wollte mein Mann damals meine Warnungen nicht hören und auch nicht #aergerannehmen - und jetzt haben wir die Kacke....