gekündigt vom AG und nun zum Medizinischen Dienst.....

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von jessik0106083 25.11.10 - 09:20 Uhr

hallo erstmal,

vielleicht kann mir ja der eine oder andere weiterhelfen.
Ich versuche mich so kurz wie möglich zu halten.

- bis zum 19.09.2010 war ich in Elternzeit
- es folgte noch in der Elternzeit die Kündigung durch mein AG
- ich habe geklagt und bin wieder arbeiten gegangen
- dann folgte mobbing der übelsten Art ( logisch ) aber ich habe durchgehalten.
- dann kam nach ganz viel fehlersuchen eine Fristlose Kündigung zum 4.11.2010
- dagegen habe ich auch geklagt, Termin bei Gericht wird jetzt demnächst sein.
also habe ich mich ab den 04.11.2010 Krankschreiben lassen ( da ich ja nicht weiss ob ich die klage gewinne ( was aber ganz danach aussieht )
- jetzt habe ich erneut eine kündigung bekommen aus betrieblichen Gründen zum 31.12.2010 #kratz,
- so und nun habe ich nächste woche ein Termin beim Medizinischen Dienst.
- kann ich den Medizinischen Dienst das alles so schildern ?
- mein AG hat mir ja auch alle Unterlagen zurückgeschickt ( lohnsteuerkarte, Abrechnung ) also so also ob ich ja eh nicht mehr da bin.

#gruebel#gruebel
eigentlich weiss ich gar nicht mehr was ich machen soll.
aber mein Anwalt sagt, auf jedenfall weiter Krankschreiben lassen

lg jessica :-(

Beitrag von windsbraut69 25.11.10 - 09:34 Uhr

Mit welcher Diagnose bist Du denn krank geschrieben?

Beitrag von jessik0106083 25.11.10 - 09:41 Uhr

hallo,

depression

Beitrag von vwpassat 25.11.10 - 10:24 Uhr

Stimm Dich vorher mit dem Anwalt ab.

Evtl. ist es gar nicht zulässig.

Beitrag von jessik0106083 25.11.10 - 11:00 Uhr

hallo,

ja ich warte schon auf den Rückruf von meiner Anwältin.
was meinst du mit eventuell gar nicht zulässig ?

ich werd jetzt erstmal noch zum arzt gehen und gucken was sie dazu sagt.

lg jessica

Beitrag von vwpassat 25.11.10 - 11:06 Uhr

Der Zeitraum zwischen Krankschreibung und Termin für MD ist mir irgendwie ziemlich knapp.

Dein AG hat es auf jeden Fall beauftragt und da wäre ich sehr vorsichtig.

Die wollen, dass Du einen Fehler machst.

Beitrag von ppg 25.11.10 - 12:22 Uhr

Der Zeitraum zwischen Krankschreibung und Termin für MD ist mir irgendwie ziemlich knapp.

Warum, wenn der MD gerade Termine frei hatte???

Der AG meint, das es sich hierbei um eine Gefälligkeitskrankschreibung handelt und möchte den Befund überprüft sehen.

Die TE ist aber nun so oder so in der Zwickmühle: Wird die Depression bestätigt ist die betriebsbedingte Kündigung zulässig, denn es ist zu erwarten, das auf unbestimmte Zeit ausfallen wird, was eine Kündigung seitens des Arbeitgebers rechtfertigt. Oder die Erkrankung wird vom MD nicht bestätigt was wiederum auch eine Kündigung zur Folge haben wird.

Kurzum der AG hat die TE genau da, wo er sie haben will, nämlich draußen. Ein Anwalt wird da noch nichteinmal eine Abfindung rausholen können, befürchte ich.

Ute

Beitrag von wilma.flintstone 25.11.10 - 13:16 Uhr

Hallo Ute,

das sehe ich nicht ganz so.

Wenn die Erkrankung bestätigt wird heisst das noch nicht, das sie auf unabsehbare Zeit erkrankt ist. Der MD bestätigt nur die Diagnose (was hier wahrscheinlich ist...).

Wenn sie dennoch längerfristig krankgeschrieben ist ist eine Kündigung zulässig. Aber dies ist keine betriebsbedingt sondern persönlich bedingte Kündigung. Somit greift imho nicht die betriebsbedingte. Gegen diese würde ich vor allem mit dieser Vorgeschichte mit Hilfe des Anwaltes vorgehen. Denn unabhängig von der der (betrieblich bedingten) Begründung sieht es ja schon so aus als ob der AG hier nur einen MA loswerden will. Auch Richter sind hier nicht blind.

Gruß W.

Beitrag von ppg 25.11.10 - 13:25 Uhr

Ich würde auch einen Anwalt einschalten, aber ob personenbedingte oder betriebsbedingte Kündigung - der AG hat sein Ziel erreicht.

Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Vor 15 Jahren schon ( als der Kündigungsschutz noch besser war ) hatte ich wegen der gleichen Diagnose ruck zuck die Kündigung. Auch mit Anwalt, Arbeitsgericht das volle Programm - leider Vergebens. Bei psychischen Erkrankungen giltst Du als unkalkulierbares Risiko für den AG.

Ute

Beitrag von jessik0106083 25.11.10 - 14:32 Uhr

hallo ute

Ich denke auch das man es schwer hat, wenn man was mit der Phsyche hat. Aber andersrum hat mein AG mich ja dazu gebracht !!!! #zitter

lg jessica

Beitrag von ppg 25.11.10 - 19:34 Uhr

Das interessiert keinen - so was ist Lebensrisiko. Der eine steckt sowas locker weg, der andere hat eben Probleme.

Sieh es als Neuanfang und Chance - überdenk dein bisheriges Leben und Handeln ( villeicht mit therapeutischer Hilfe ) und finde neue Ziele , die dann wirklich zu Dir passen.

Gute Besserung

Ute

Beitrag von jessik0106083 25.11.10 - 14:30 Uhr

hallo an alle,

ersteinmal danke für euere zahlreichen antworten.

Ich werd sehen was am Montag bei raus kommt. Und hoffe das alles bald mal ein Ende hat und ich ganz schnell ne neue Arbeit finde. ;-)

lg und danke noch mal

jessica

Beitrag von hauke-haien 25.11.10 - 15:32 Uhr

Was für ein Termin ist das denn? Vorstellungsgespräch?

Beitrag von jessik0106083 26.11.10 - 11:39 Uhr

hallo,

nein, das ist eine medizinische untersuchung.
die stellen dort fest ob man wirklich krank ist oder nur faul.

lg jessica