Lohnsteuerbescheinigung bei gemeinsamer Veranlagung m. Ex

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Beitrag von tortenliesel 25.11.10 - 09:24 Uhr

Hallo,

sitze hier an der Steuer von meinem Partner.

In 2009 war er gemeinsam mit seiner zukünftigen Ex-Frau veranlagt (er III, Sie V). Nun würden wir gerne die Steuer machen, es ist weder eine große Rück- noch Nachzahlung zu erwarten. Das Finanzamt drängt allerdings.

Dies wird aber vereitelt, weil die Ex die Lohnsteuerbescheinigung des zweiten Arbeitgebers nicht rausrückt. Wir hatten ihr schon angeboten, dass Sie die Steuer auch machen kann, wenn sie möchte. Keine Reaktion.

Wie kann man weiter vorgehen? Steuererklärung abgeben wie getrennte Veranlagung? Gibt zwar dann eine Nachzahlung, aber das wär dann eben so. Und den "Schaden"´dann bei ihr geltend machen, weil sie würde ja eine Rückzahlung erhalten?

Oh man, ich wünschte, es wäre endlich mal einfach alles geklärt.
LG, Sandra

Beitrag von tami_26 25.11.10 - 10:31 Uhr

Hallo!

Die Ex und auch ihr könntet eine getrennte Veranlagung machen. Dann hat dein Freund allerdings den Schaden und eine riesen Nachzahlung zu erwarten ( Bei Steuerklasse 3 liegt es in der Regel zw. 2000 und 3000 Euro,). Wie es mit dem Zivilrechtlichen Ausgleich ist kann ich dir nicht sagen.

Am besten dein Freund spricht mit seinem Anwalt wie er am besten vorgeht und ob seine Ex eventuell durch ihre Zustimmung auch die Bescheinigungen abgeben muss.
Bietet der Ex die Erstattung an. Dann habt ihr zwar nix von aber auch keine Nachzahlung.
Wie gesagt am besten zum Anwalt und alles schriftlich festhalten.

lg

Beitrag von hauke-haien 25.11.10 - 11:24 Uhr

Den "Schaden" hat derzeit die Ex, denn mit ihrer Klasse V zahlt sie die Steuern mit, die dein Partner eigentlich mit Klasse I zahlen müsste.

Wann war denn die Trennung?

Im Trennungsjahr kann man die Art der Veranlagung wählen, getrennte Veranlagung ist meistens fairer, wenn man sich nicht darauf einigen kann, wie die Steuerlast aufzuteilen ist.

Gerade bei dieser Konstellation würde ich demjenigen, der die Klasse V hat, immer zur getrennten Veranlagung raten, um so die zuviel gezahlten Steuern zurückzubekommen.

Es sein denn ihr lasst euch auf einen Deal ein, der zum Beispiel heißen könnte, dass er ihr die Differenz zur Klasse I auszahlt....

LG, H.H.

Beitrag von tortenliesel 25.11.10 - 12:04 Uhr

Hallo,

die offizielle Trennung war im November 2009 (inoffoziell März 2009). Mein Partner und sie haben aber bis 15.01.2010 noch in einer gemeinsamen Wohnung gelebt, mein Partner hat alle Kosten getragen (Miete, pp), so, wie es sich gehört, wenn man zusammenwohnt.

Erst ab 01.01.2010 hat man ihm die Wahl der Steuerklasse gelassen.

LG, Sandra