Wie habt ihr euren Kindern gesagt, dass es keinen Weihnachtsmann...

Archiv des urbia-Forums

Forum: Weihnachten

Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsbäume, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsfeiern ... hier dreht sich alles um die Weihnachtszeit. Tipp: Schaue doch einmal in unsere Artikel zum Thema: Geschenke für die Kleinsten, Zauberhafte Adventszeit mit Kindern.

Beitrag von erdbeerblond 25.11.10 - 09:46 Uhr

...Christkind, Osterhase usw gibt. Oder habt ihr von vornherein so etwas gar nicht erzählt? Wir sind nicht religiös, aber mein Kind kennt die kirchliche Bedeutung von Weihnachten und besucht auch den Religionsunterricht. Zu uns kam halt immer der Nikolaus, Weihnachtsmann usw., wir haben es aber nicht extrem dargestellt, oder damit gedroht, dass der Weihnachtsmann alles sieht und nix bringt, wenn er nicht brav ist (macht meine Freundin). Bei uns gab es auch keine verkleideten Männer, die die Geschenke brachten, es war nicht übertrieben, eher wie eine Geschichte. So, nun ist mein Kind in der Schule (1. Klasse) und weiß jetzt auch, dass es nur "Geschichten" sind und wir für die Geschenke verantwortlich sind und auch immer waren. Irgendwie ist er doch enttäuscht und der Zauber ist irgendwie weg, obwohl er sich trotzdem sehr auf Weihnachten freut. Ich denke jetzt, vielleicht hätte ich da gar nicht mitmachen sollen, weil es doch eine Enttäuschung im Nachhinein gibt. Zumal wir es auch nicht extrem "zelebriert" haben, wie einige andere Familien das machen. Ich habe auch auf Fragen immer eher geantwortet, ich habe noch nie einen Weihnachtsmann gesehen usw...
Wie haben eure Kinder es erfahren, wie es wirklich ist und waren sie enttäuscht?

Beitrag von sunny42 25.11.10 - 09:52 Uhr

"Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen."

-Voltaire-

Deshalb sage ich meinen Kindern, dass wenn man an den Zauber glauben möchte, es diesen auch gibt.

Alles Liebe
Sunny

Beitrag von redrose123 25.11.10 - 09:55 Uhr

Ichw eiss nicht mehr ob ich entäuscht war als ich es rausbekam. Aber ich sehe diese "Lüge" nicht als falsch an, es ist schön für die Kinder solange sie daran glauben manche kommen früher dahinter manche später ;-) Ich habs glaub erfahren als ich meinen Onkel im Kostüm erkannte#rofl

Beitrag von anyca 25.11.10 - 10:02 Uhr

Von vorneherein offen gesagt, daß der Weihnachtsmann eine Märchenfigur ist und daß die Geschenke eigentlich von Mama, Papa, Omi ... kommen.

Da wir religiös sind, haben wir es da sicher leichter, bei uns gibt es Geschenke, weil wir uns freuen, daß das Jesuskind geboren wurde. Da ist dann nicht irgendwann der "Zauber weg".

(Seit zwei Tagen steht bei uns schon die sehr stabile Krippe und wird von beiden Kindern eifrig bespielt ... die Kleine, 19 Monate, hat dem Christkind schon Küßchen gegeben #verliebt)

Beitrag von ichclaudia 25.11.10 - 10:19 Uhr

Richtig, der Zauber kann nicht weg sein, weil er nie da war #aha Mein sohn hat noch immer Strahleaugen, wenn wir im Einkaufcenter den Weihnachtsmann treffen und er ihn nach seinen Wünschen fragt und diese in sein goldenes Buch einträgt und ihm schonmal eine Clementine überreicht....#verliebt

Beitrag von espirino 25.11.10 - 10:18 Uhr

Hallo,

bei uns kommt kein "Weihnachtsmann" um Geschenke zu bringen, genauso wenig wie die Zahnfee oder der Osterhase.
Noch glauben sie daran, denn schließlich haben sie ja schon welche gesehen. Bei uns sieht der Weihnachtsmann aber schon, wenn sich beide zoffen und es über die Stränge schlägt. Als mein Sohn mich fragte, ob der Weihnachtsmann wirklich alles sieht habe ich ihm gesagt: "Nein, er ist auf die Hilfe der Eltern angewiesen."

Solange sie das glauben ist es ok. Wird nicht mehr lange dauern und irgendeiner petzt, daß das alles nur Schwindel ist. Die Enttäuschung wird nicht allzu groß sein, solange es weiterhin Geschenke gibt.

LG Jana

Beitrag von dominiksmami 25.11.10 - 10:21 Uhr

Huhu,

doch das haben wir erzählt und wir erzählen es immer noch.

*lach* Trotzdem weiß mein Sohn (9) natürlich daß das lediglich schöne Geschichten sind.

Wir habens einfach von Jahr zu Jahr "durchsichtiger" gestaltet, so das er dann von ganz alleine drauf kam das ja Mama die Geschenke kauft und so weiter und so fort. War für ihn überhaupt nicht schlimm...aber er liebt unsere Traditionen so das sie eben aufrecht erhalten bleiben.

Noch heute schreibt er Wunschzettel, adressiert sie an den Weihnachtsmann und gibt sie mir mit einem verschwörerischen Zwinkern "hier Mama...leite mal an den Weihnachtsmann weiter" *g*

Ich finde das muß so sein.

Bei mir was es in der Kindheit auch so, ich wußte schon lange Jahre das es das Christkind nicht gibt...da wartete ich immer noch mit meinem Vater in der Küche bei Plätzchen und Kakao darauf das eben jenes Christkind meiner Mutter im Wohnzimmer beim Baumschmücken half, damit wir danach hinein durften.

Egal ob wahr oder nicht...diese Geschichten, die Traditionen...all das ruft bis heute ein tiefes, warmes Gefühl in mir wach das ich nicht missen möchte, das mein Herz wärmt und gleichzeitig eine Gänsehaut über meinen Rücken jagdt, einen wohligen Schauer eben und ich hoffe inständig das meine Kinder einst auch so auf Weihnachten zurückblicken können.


lg

Andrea

Beitrag von nina_1981 25.11.10 - 10:30 Uhr

Schön geschrieben,
genauso geht es mir auch und ich will dasselbe für meine Kinder. Leonie (7) kommt auch langsam ins zweifeln, zumal ihr eine Klassenkameradin erzählt hat, dass sie ihre Eltern schon mal beim Geschenke einpacken erwischt hat... ;-)

Solang sie allerdings nix näheres wissen will, werde ich mich hüten, ihr mit der Hammer-Methode den Zauber zu nehmen.

Seien wir doch mal ehrlich: auch ich finde es nach wie vor schön, mich daran zu erinnern, wie jedes Jahr der Weihnachtsmann an die Tür klopfte und den Sack mit den Geschenken hat stehen lassen, auch als ich längst schon wusste, dass mein Opa derjenige war, der sich mit der Ausrede "ich gehe mal eine rauchen" aus dem Haus stahl und dann, nachdem er geklopft hatte, schnell wieder durch die Hintertür ins Haus rannte ;-)

Einfach nur schön...

LG
Nina

Beitrag von fruehchenomi 25.11.10 - 11:24 Uhr

Seh ich auch so !
Die kommen schon drauf - und dann freuen sie sich, dass sie schon so "groß" sind dass sie es wissen dürfen...

Diese kleinen Geschichten gehören zur Kindheit einfach dazu - und die meisten Menschen denken sehr gerne daran zurück.
Enkelschatz Leonie freut sich schon riesig auf den Nikolaus, sie will ihn dieses Jahr "knuddeln" - griiiins - sie wird sich aber wohl eher hinter Mami verstecken #niko
LG Moni

Beitrag von dominiksmami 25.11.10 - 11:31 Uhr

*lach*

da fällt mir die Lieblingsnikolausanekdote meiner Mutter ein.

Ich war wohl 5 Jahre und wir kamen gerade von der großen Nikolausfeier in Aachen ( von einem Karnevalsverein ausgerichtet in dem einige aus unserer Familie sind) die hatten jedes Jahr einen wunderschönen Nikolaus im Bischhofsgewand und mit einer wahnsinnigen "Märchenonkelstimme" ausgestattet.

Jedes Jahr lernte ich ein Gedicht für ihn auswendig und wenn jemals irgendeiner für mich DER Nikolaus war, dann er #verliebt

Nunja, wir jedenfalls grad wieder zu Hause und hatten es uns gemütlich gemacht. Da schellt es an der Tür.

Klein Andrea läuft hin, macht die Haustür auf, macht sie wieder zu, geht zurück ins WOhnzimmer und setzt sich vor den Fernseher.

Meine Mutter guckt mich verwundert an und fragt: "wer war denn da?"

Klein Andrea ganz lapidar: " Der Krauskopf" ( womit mein heißgeliebter Onkel Wolfgang bemeint war *lach*)

Meine Ma also zur Tür, da stand er dann....im Nikolauskostüm.

Er hatte für seine Kinder den Nikolaus gespielt und da sie in der selben Straße wohnten wie wir, hatte er mich gleich mit überraschen wollen.

Meine Mutter sagt bis heute das sie ihn kaum erkennen konnte so gut war er verkleidet. Aber ich...ja ich kam ja grad vom "richtigen" Nikolaus *lach*, ich hatte ihn erkannt und einfach stehen lassen.

lg

Andrea

Beitrag von kawatina 25.11.10 - 10:24 Uhr

Hallo,

ich habe nie behauptet das es einen Weihnachtsmann oder Christkind gibt.
Für meine Kinder waren das Märchenfiguren.

Kinder sollen nicht lügen - aber Erwachsene dürfen das...natürlich immer um den Zauber des Festes zu erhalten.:-)

LG
Tina

Beitrag von coppeliaa 25.11.10 - 10:40 Uhr


ich hab als 5 jährige meine mutter dabei ertappt wie sie die süßigkeitenteller ins zimmer gestellt hat. und messerscharf geschlossen, dass es auch kein christkind und keinen osterhasen gibt #schein
ich war nicht enttäuscht, im gegenteil: ich war stolz wie kaiser, dass ich die erwachsenen ertappt habe #rofl und weihnachten hat für mich trotzdem damals nicht an zauber eingebüßt #winke

lg

co

Beitrag von stormkite 25.11.10 - 10:41 Uhr

Er ist Enttäuscht, und der Zauber ist weg?

Das lest ihm und euch mal diese Geschichte vor:

Der goldene Klebestreifen
Franz Felix Schedl
http://www.christmasmagazine.com/de/spirit/story01.asp

---

Weihnachten hat nichts mit dem Glauben an "Christkind und Weihnachtsmann" zu tun. Sondern mit gegenseitiger Liebe. Und die ist euch hoffentlich noch nicht verloren gegangen.

Kite

Beitrag von erdbeerblond 25.11.10 - 10:55 Uhr

Weihnachten hat nichts mit dem Glauben an "Christkind und Weihnachtsmann" zu tun. Sondern mit gegenseitiger Liebe. Und die ist euch hoffentlich noch nicht verloren gegangen.

Natürlich nicht, aber ein 6 -jähriger sieht halt einige Dinge mit andernen Augen oder hatte eine andere Vorstellung, dass muß er jetzt ein bisschen verdauen. Wir fahren über die Weihnachtsfeiertage zu den Großeltern, welche er sehr selten sieht und das ist sein größtes Geschenk, er freut sich sehr darauf.

Beitrag von kleiner-gruener-hase 25.11.10 - 11:10 Uhr

Ich glaube die finden das selbst früh genug heraus.

Und ja, ich war sehr enttäuscht als langsam zu mir durchdrang dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

Beitrag von schullek 25.11.10 - 11:55 Uhr

hallo,

ich sehe das ehrlich gesagt als kein problem.
meine nicht war schon ein schulkind als unser sohn zur welt kam. also haben wir schon weihnachten mit ihr erlebt udn auch miterlebt, wie sie sich in dieser hinsicht entwickelte.
sie hat an den weihnachtsmann geglaubt udn er kam auch jedes jahr persönlich. wir haben zusammen lieder gesungen udn es war immer sehr schön. so schön für sie, dass sie sich, als sie wusste (freunde etc.), dass es keinen weihnahctsmann gibt, wünschte, dass er trotzdem weiter kommt. jetzt ist unser sohn gerade in der hauptweihnachtsmannglaubdarnphase und ich denke es wird sich egnauso entwickeln. und wenn er mich irgendwann fragt, dann werde ich ihm die wahrheit sagen. ich denke als eltern merkt man dann schon, wann welche erklärungen angebracht werden.

lg

Beitrag von golm1512 25.11.10 - 12:32 Uhr

Hallo!

Aber das Christkind gibt es doch?!

Wir sind eher semi-religiös. Meine Kinder kennen die Weihnachtsgechichte und wissen, dass wir "Geburtstag" feiern. Und weil das Christkind eigentlich kein Kind mehr ist und auch nicht mehr persönlich unter uns weilt, bekommen eben andere Kinder die Geschenke wegen der Freude über die Geburt des echten Christkindes.

Das mit den Geschenken gestalte ich mehr oder weniger geheimnisvoll, habe aber nie behauptet, dass jemand anders als ich die da umterm Baum drappiert. Trotzdem machen wir es ein bisschen spannend, mit Warterei und Glöckchengebimmel. Das finden sie ganz herrlich und erzählen sich selbst irgendwas übers Christkind und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit es auch in unser Wohnzimmer kommen kann usw...
Beide wissen sicher, dass ich das mache, aber trotzdem begeben sie sich auf Phantasiereise. Das finde ich in Ordnung so und befürchte nicht, das sie eines Tages aus allen Wolken fallen.
Ich habe sie nie angelogen, ihnen ihre Gedanken aber auch nicht ausgeredet.



Beitrag von d4rk_elf 25.11.10 - 13:35 Uhr

Hi,

ich sags meinen garnicht. Solange sie dran glauben ist es schön für die Kinder und irgendwann kommen sie selber dahinter. Und dann sind sie meistens schon in einem Alter in dem sie damit keine Probleme mehr haben.

LG
d4rk_elf

Beitrag von ichclaudia 25.11.10 - 15:21 Uhr

genauso handhaben wir es auch #winke

Beitrag von robingoodfellow 25.11.10 - 16:53 Uhr

Genau, sehe ich auch so. Ich hab meine Eltern irgendwann mal Abends beim Einpacken überrascht und war stolz wie Bolle. Irgendwann kriegen sie es raus und verkraften es sicher.

Sind ja nicht alle so schräg drauf wie die eine Tussi aus "2 and a half men" die Weihnachten mit Irrsinn zelebriert hat.

Beitrag von alocin1970 25.11.10 - 19:09 Uhr

Da sind wir ganz profan. Ich selbst bin nicht mit Weihnachtsmann/Osterhase etc. aufgewachsen, wusste immer, dass das meine Eltern waren, und so halten wir es auch mit unseren Kindern. Die wissen, dass wir die Ostereier, Nikolausgeschenke, Weihnachtsgeschenke etc. bringen. Wir sind in der Kirche, wir feiern und erklären auch die kirchlichen Feste etc., aber ich glaube leider schon lange nicht mehr an Gott. Irgendiwe kam es mir da unpassend vor, den Kindern was vorzugaukeln. Ich sage zu ihnen (jedebnfalls zum Großen, die beiden anderen sind noch zu klein), dass es Gott vielleicht gibt, dass ich aber nicht mehr glaube. Vielleicht findet er mal seinen eigenen Weg. ich habe auch lange geglaubt, obwohl meine Eltern nicht geglaubt haben.

Die Advenstzeit ist dennoch immer verzaubert, wir haben alles gemeinsam geschmückt, haben immer Kerzen an, die Kinder freuen sich wie verrückt auf den ersten Advent, auf Nikolaus, auf Weihnachten. Wir sitzen dann zusammen auf der Treppe, wärend mein Mann die Kerzen am Baum anzündet, und wenn er das Glöckchen läutet, dürfen wir runter. Die Kinder lieben das. Ich glaube, stimmungsvoller kann es auch mit Weihnachtsmann/Christkind nicht sein.

Lustigerweise glaubt mein Mittlerer aber an den Nikolaus, wie mir gestern klar wurde, als er sagte: Aber den Nikolaus gibt es wirklich, der macht ja nachts die Stiefel voll.

LG Nico