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Forum: Baby

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Beitrag von espirino 25.11.10 - 09:50 Uhr

Hallo,

ich wollte mal horchen... und springt mich bitte nicht an. #gruebel

Merkt man einen konkreten Unterschied zwischen Babys, die

statt gestillt wurden die Flasche bekamen?

statt im Familienbett im eigenen geschlafen haben (und es tun)?

statt getragen wurden auch öfter mal im Laufgitter lagen?

statt Brei ab 4. Monat viel länger Milch bekamen?

Wenn ja, wie äußern die sich? Wer hat das studiert? Wer gibt Empfehlungen dieser Art? Gibts einen "Wie gedeiht mein Baby optimal" - Führer?

Und noch was, für die, die zwei oder mehr Kinder haben... Konntet ihr eure guten Vorsätze beim zweiten und dritten dann auch so umsetzen? Nun bin ich gespannt.

LG Jana

Beitrag von yorkie 25.11.10 - 09:59 Uhr

Uiii, da guck ich mit und wünsche viele Antworten :-)
LG Katja

Beitrag von espirino 25.11.10 - 10:01 Uhr

#schein

Beitrag von dominiksmami 25.11.10 - 10:06 Uhr

Huhu,

also ich denke das ist sehr, sehr subjektiv. Ich kann da immer nur meine Kinder mit anderen mit bekannten Kindern vergleichen und das schränkt das Ganze natürlich sehr, sehr ein.


Wenn ich z.B. meinen Sohn (9) nehme....nie gestillt, nie im Elternbett gelegen (ging aber von Anfang an von ihm aus...er mags auch bis heute nicht), öfter mal im Laufstall gelegen, Brei mit 5 Monaten.

Er ist verdammt oft krank, hat eine Entwicklungsverzögerung, wuchs aber immer normal und ist bis heute weder zu dick noch zu dünn. Aber ich denke das er sooft Erkältet ist, liegt eher daran das ich während der Schwangerschaft nicht ganz mit dem Rauchen aufgehört habe ( reduziert von ca. 30 auf 3 bis 4, aber eben nicht ganz aufgehört).


Meine Tochter ist jetzt 5 Monate alt, sie wurde 3 Wochen lang gestillt, dann mußte ich starke, stillunfreundliche Medikamente nehmen und habe abgestillt, seither bekommt sie die Flasche. Vor einigen Wochen hatte sie einen Magendarminfekt, jetzt hat sie einen dicken Schnupfen.
Sie schläft nicht im Elternbett, aber unmittelbar daneben im Beistellbett und sie wird mehr getragen als mein Sohn. ( was unmittelbar damit zu tun hat das ich bei meinem Sohn nach dem Mutterschutz wieder fast Vollzeit gearbeitet habe aber jetzt zu Hause bin).

Bei ihr habe ich im 5. Monat mit Brei begonnen.

Sie scheint mir ausgeglichener als mein Sohn zu dieser Zeit und auch fröhlicher. Sie nimmt seeehr gut zu und wächst wie eine Wilde, aber es liegt alles im Bereich des "Normalen"


Der Sohn meines Cousins ist jetzt 18 Monate alt, er wurde 8 Monate vollgestillt, dann fing er mit Fingerfood an. Er schläft bis heute im Beistellbett.
Er ist zu schwer für seine Größe, oft Erkältet, hat eine Glutenunverträglichkeit und oft Durchfall. Er ist ein äusserst verwöhntes Kind das sofort hysterisch wird wenn es nicht seinen Willen durchsetzt.

Die Tochter meiner anderen Cousine ist jetzt 2 Jahre alt, sie wurde 6 Monate voll gestillt und hat dann mit Brei begonnen. Sie schlief im Elternbett, jetzt aber schon seit einigen Monaten in ihrem eigenen Zimmer. Sie war ein Tagbaby 1. Klasse *lach* liegen ging gar nicht bei ihr.

Sie ist eigentlich immer gesund, so richtig krank hab ich sie noch nie erlebt ( muß direkt mal nachfragen). Irgenwie ist sie ein richtiger Sonnenschein #verliebt und sehr selbstbewußt, dabei aber meisten lieb ( trotzen kann sie auch, aber das gehört ja irgendwie dazu).


Hmm irgendwie alles unterschiedlich finde ich.

Mein Vorsätze beim 2. Kind habe ich nur teilweise durchhalten können....denn eigentlich wollte ich mindestens 5 Monate stillen, oder wenn schon nicht stillen dannw enigstens nur die Flasche geben.
Aber da hat das liebe Kind mir einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Sicher ich hätte sie wahlweise schreien oder spucken lassen können, aber das wollte ich eben nicht und so habe ich mit Brei angefangen, sehr zur Freude meiner Tochter *lach*

lg

Andrea

Beitrag von familyportrait 25.11.10 - 10:10 Uhr

Da bin ich auch mal gespannt.

Meine beiden Großen sind Flaschenkinder, haben ab 6.Monat Beikost bekommen, lagen von Anfang an im eigenen Zimmer im eigenen Bett. Sie waren schon immer super Schläfer, sind nicht über- oder untergewichtig, entwickeln sich völlig normal, sind aber eher schlechte Esser.

Meine Jüngste wurde bis 6. Monat gestillt, bekam danach Beikost, seit dem 7. Monat stille ich gar nicht mehr. Sie schläft im Bett bei uns im Schlafzimmer. Sie ist eine unruhige SChläferin, wacht häufig nachts auf. Auf unser Essen ist sie extrem neugierig und verweigert inzwischen den Abendbrei zugunsten des normalen Familienessens....

LG

Beitrag von puffel0805 25.11.10 - 11:17 Uhr

Hallo Jana, ich will dir mal antworten, denn habe ich habe bei beiden Kindern unterschiedlich gehandelt.

1. Kind heute 6 Jahre alt, Junge:
-geschlafen im Beistellbett bis 6 Monate
-gestillt, Beikost ab 7 Monat
- wurde viel getragen, war einziges Kind, jeden Wunsch von den Augen abgelesen

2. Kind, 9 Monate alt, Mädchen
- geschlafen vom ersten Tag an im Kinderzimmer im eigenen Bett
- Flaschenkind, Beikost mit Beginne des 5. Monats
- wurde oft "abgelegt" ins Lausgitter ect.
- absolutes Rhythmuskind, schlafen und essen nach Uhrzeit


Unterschiede:
Kind 1:
- konnte schlecht ohne Mama einschlafen
- hat lange gebraucht, um im Kinderzimmer zu schlafen
- hat eine Nahrungsmittelallergie
- ist sehr anhänglich, Fremdbetreuung war fast unmöglich.
- sehr liebes, ruhiges Baby mit viel Schlaf
- mit 3 Jahren in den Kindergarten

Kind 2:
- schläft wunderbar alleine ein, nach Einschlafritual
- Schläft immer im eigenen Bett
- bist jetzt keine Allergien auf Nahrungsmittel
- isst fast alles was auf den Tisch kommt
- auch sehr anhänglich
- insgesamt ein unruhigeres Baby
- mit 10 Monaten in die Krippe

So, hoffe dir geholfen zu haben...

LG Anett

Beitrag von njkroete 25.11.10 - 12:57 Uhr

Hallo!
Ich versuche mal, Dir zu antworten... Habe zwar bis jetzt nur ein Kind und keinen direkten Vergleich, aber ich werde mal Erfahrungen mit befreundeten Müttern und welchen aus der Krabbelgruppe mit einfließen lassen.

- Einen Unterschied zwischen Flaschenbabys und gestillten Kindern konnte ich nie feststellen. Mein Sohn bekam nach etlichen gescheiterten Stillversuchen letztendlich die Flasche. Er ist gesund, hat keinerlei Allergien und entwickelt sich prima; Defizite, die bei der Geburt vorhanden waren hat er innerhalb 6 Monaten komplett aufgeholt. Er wurde 4 Wochen zu früh geholt, weil ich eine Lungenentzündung hatte und die Ärzte wegen der hohen Entzündungswerte es nicht länger riskieren konnten. Außerdem hatte er eine Wirbelkörperblockade und war erstmal ein bißchen in der Entwicklung zurück, weil er sich nicht richtig bewegen konnte, außerdem eine Trinkschwäche (sehr ausgeprägt). Ich kenne Stillkinder, die ständig krank sind, Allergien haben und sich schlecht entickeln, genauso wie Flaschenkinder, die sind wie mein Schatz- natürlich beides auch andersrum. Auch, ob sie schnell durchschlafen ist meiner meinung nach unabhängig davon. Also würde ich sagen stillen ist sicher das beste, aber eben keine Garantie für eine gute Entwicklung.

-Zum Thema "Familienbett": ich habe da die Erfahrung gemacht, daß Kinder, die lange bei den Eltern schlafen sich oft schwertun, wenn es dann ins eigene Zimmer gehen soll und oft lange zum Einschlafen wirklich jemanden dabei brauchen- natürlich ist es dann auch schwierig, das Kind mal woanders schlafen zu lassen. Julius hat 6 Monate bei uns im Schlafzimmer geschlafen (im eigenen Bett) und ist dann völlig problemlos in sein Zimmer umgezogen. Ich denke, er hat dadurch einfach früh gelernt, daß Mama und Papa da sind, wenn was ist und dann auch kommen und darauf vertraut er. Tatsächlich hat er nach dem Umzug ins eigene Zimmer besser und ruhiger geschlafen.

- Julius hatte beides- er lag mal im Laufgitter, manchmal hab ich ihn auch getragen. Ich glaube, das ist etwas, was bei jedem Kind unterschiedlich ist. Manche wollen gerne viel getragen werden, andere finden es garnicht so toll. Ich denke, wichtig ist, auf das Kind einzugehen, dh. es zu tragen, wenn es die Nähe braucht, aber auch mal ablegen zu können (finde das gerade dann wichtig, wenn es darum geht, sich selbst beschäftigen zu lernen).

- länger Milch- hhhm. Schwierig zu sagen, ich denke entwicklungstechnisch ist es gleich. Man sollte da einfach das Kind entscheiden lassen und auf die Zeichen achten, ob es denn beikostreif ist.
Manche sind das einfach früher, manche erst später. Ein Kind, das noch nicht essen will, dazu zu "zwingen" halte ich für genauso bedenklich, wie einem Kind, das essen will nur Milch zu geben.


Tja, es gibt sicher 1000 verschiedene Empfehlungen zu dem Thema. Ich denke, wichtig ist, sein Kind zu kennen und danach zu entscheiden, was für das Baby und für die Eltern am besten zu sein scheint. Das kann bei jedem anders aussehen, aber solange alle zufrieden sind, ist es egal, welche Lösung man für sich wählt. Manche mag es glücklich machen, das Kind lange zu stillen, ständig zu tragen und im Familienbett schlafen zu lassen, andere eben nicht.

LG Nathalie und Julius (*26.10.2008)