zur Lage der Frauen

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Beitrag von manavgat 25.11.10 - 10:27 Uhr

Hallo Leuts,

heute waren in der FR gleich 2 sehr interessante Artikel zur Lage der Frauen in Deutschland, mit jeder Menge statistischen Infos:

http://www.fr-online.de/politik/schluss-mit-der-supermama/-/1472596/4866222/-/index.html

und

http://www.fr-online.de/rhein-main/-das-opfer-staerken-/-/1472796/4868124/-/index.html

Gruß

Manavgat

Beitrag von milka700 25.11.10 - 11:13 Uhr

Hallo Manavgat,

du siehst ja schon hier im Kleinen, wie die Rolle der Frauen definiert wird.
Und zwar oft von Frauen selbst, aber eben auch von sehr selbstherrlichen Musterexemplaren von Männern die die Frauenwelt nicht braucht.

Solange Frauen Männer behandeln wie Mütter, werden sich Männer aufführen wie pupertierende Söhne.
Aber Marionetten gibt es natürlich auf beiden seiten.
Ich sehe im Übrigen immer erst nur den Mensch vor mir. Ob da Brüste oder Penis dran sind, ist mir egal, das Feedback zählt.

VG, Ilka

Beitrag von purpur100 25.11.10 - 12:50 Uhr

ich hab hier auch noch was zur Lage der Frauen in D. Der Artikel ist zwar nicht mehr taufrisch, ist jedoch immer noch hochaktuell, da sich leider noch nicht wirklich was geändert hat
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14325188.html

Wann endlich wird die Frau und ihre Geschlechtsorgane respektiert?

Beitrag von king.with.deckchair 25.11.10 - 13:16 Uhr

"Die Frau verschließt sich dem Mann auch nicht mehr zu bestimmten Zeiten, etwa in Pillenpausen oder während der Menstruation. Intimkontakt ist ständig möglich. #schock Außerdem verbessern sich nach plastischen Operationen die räumlichen Verhältnisse in der Scheide." #schock

Wenn es nicht so traurig wäre, so wäre dieser Satz fast zum Lachen. Und das ist alles noch gar nicht so lange her...

Beitrag von joulins 25.11.10 - 13:19 Uhr

Ich finde eher die ersten beiden Sätze zum Gruseln - ist das nicht eine total mittelalterliche Männersicht der Dinge? #gruebel

Beitrag von purpur100 25.11.10 - 13:31 Uhr

Es ist eine mittelalterliche Frauenärztesicht. Und wie gesagt, obwohl der Artikel schon älter ist, an der Situation selbst hat sich nichts geändert.
In D und in USA.
In Frankreich hat sich schon einiges getan.
Da weiß man mittlerweile, daß die Gebärmutter nicht nur zum Kinderkriegen da ist. Auch ist man sich darüber bewußt, daß, je nach Schnittführung bei einer OP, wichtige Nervenstränge brutal durchgeschnitten werden, was das sexuelle Empfinden der Frau betrifft.

Überlegung: Haben es die deutschen Frauenärzte (und leider auch teilweise Frauenärztinnen) einfach nicht nötig, sich fortzubilden oder aber sie tun es, handeln aber nicht danach? Und warum?

Beitrag von purpur100 25.11.10 - 13:32 Uhr

"Und das ist alles noch gar nicht so lange her... "

Es ist nochnichtmal vorbei.

Beitrag von asimbonanga 25.11.10 - 15:46 Uhr

Ich ernte meist Unverständnis wenn ich empfehle ,vor der Gebärmutterentfernung eine Zweit --und Drittmeinung einzuholen.
In den 90zigern musste nach meinen Informationen ein FA bevor er sich selbstständig machte-30 Hysterektomien nachweisen.
Leider ist vielen Frauen ihr Körper erstaunlich unbekannt- ich sehe diesbezüglich eher rückschrittliche Entwicklungen.

Beitrag von purpur100 25.11.10 - 16:37 Uhr

oh ja. Leider.
Vor allem die Auskunft, daß sich durch die OP rein garnichts ändern wird. Klar, keine Monatsblutung mehr und keine Schwangerschaft.
Ansonsten gibt es keine Aufklärung. Aber Frau muß vor der OP unterschreiben, daß sie ausführlich informiert wurde.

Beitrag von mansojo 25.11.10 - 14:47 Uhr

erschreckender ,die meißten gynokolginnen denken genauso

Beitrag von milka700 25.11.10 - 15:04 Uhr

Ich glaub auch, viele von denen die so denken, sehen nicht den Mensch vor sich, sondern eine Hülle fürs Kind. Viele haben auch selbst keine Kinder und haben eine Partnerin. ;)
Meine 2 letzten Frauenärzte waren/sind zum Glück Goldschätzchen, menschlich wie fachlich.

Beitrag von mansojo 25.11.10 - 15:24 Uhr

mmh,nee das glaub ich nich mal


viele denken da wirklich präventiv
kein organ-keine erkrankung



das große problem der schulmedizin das die einheit von körper-geist und seele einfach übergangen wird
aber da bewegt sich in letzter zeit was
zaghaft aber es bewegt sich

#winke

Beitrag von milka700 25.11.10 - 15:33 Uhr

Weils im Studium halt so gelehrt wurde. Wer wird denn Art/ Ärztin? Meist Beruf Sohn oder Tochter, die irgendwie mit dem goldenen Löffel geboren wurden (meist, nicht alle).
So richtig Realität, also Blut, Urin, Kot, Gerüche sehen die dann erst in der Praxis. Oft sind Kassenpatienten auch für solche Ärzte Menschen 2.er Klasse.
Also ich hab da echt immer Glück gehabt bis jetzt (mit Ärzten/innen).
Hoffe dass es so bleibt. :)

Beitrag von hauke-haien 25.11.10 - 13:13 Uhr

Hallo,

gut finde ich im ersten Artikel, dass Frauen zur Selbstreflexion aufgerufen werden und nicht wieder in den ewigen Hickhack zur Unterdrückung durch Männer verfallen wird.
Frauen scheinen einen großen Teil ihrer Misere (wenn es denn eine ist) aus eigener Kraft aufrecht zu erhalten.
Vielleicht ist es ja auch eine Erziehungsfrage, die sich erst über Generationen verändert, denn wer erzieht nochmal die Kinder? Ja richtig, meistens die Frauen, die die Männer auch nur ungern lassen würden (siehe AE-Forum).

Zum zweiten Artikel kann ich nichts sagen, ich kenne mich mit Gewalt nicht aus, ich bin ein Mann. Da müsstest du eher mal meine Ex-Frau fragen...

LG, H.H.

Beitrag von nobility 25.11.10 - 18:11 Uhr

Warum kriegen Deutsche Frauen in Deutschland immer weniger Kinder ?

Das liegt daran, dass immer mehr Frauen begreifen, dass sie von einem Kinderfeindlichen Staat allein gelassen werden.

Beitrag von ippilala 25.11.10 - 19:06 Uhr

Genau und die die ganzen Ausländer vermehren sich so fix, weil sie in einem Parallelstaat leben und die Frauen im Niger bekommen so viele Kinder, weil der Staat dort so gut für sie sorgt.#huepf

Warum machen wir es nicht einfach wie Frösche? Ein wenig Laich, Samem drauf - fertig und nicht diese ganze Austragerei und Erzieherei.

Beitrag von mansojo 25.11.10 - 19:12 Uhr

was heißt denn allein gelassen werden?

Beitrag von imzadi 26.11.10 - 01:55 Uhr

Wieviele Staaten kennst du wo eine Mutter allein mit Hilfe des Staates ein Kind allein grossziehen kann. Nicht nur das es nicht verhungert, sondern auch noch eine Jahrelange Schulbildung finaziert bekommt.

Wo das Kind wie jeder andere Mensch im Land einen Fernseher verlangen kann, Unterkunft, warme Wohnung. Wo man sogar die Kleider umsonst bekommt. Falls du das Land findest wo es euch besser geht, geh hin!

Beitrag von manavgat 26.11.10 - 11:48 Uhr

Das ist doch Blödsinn!

Hier bewegt sich nichts! Absolut nichts!

Meine Tochter ging vor 15 Jahren in den Kiga. Öffnungszeiten arbeitnehmerfeindlich: 8 - 17.00 Uhr/freitags bis 16.00 Uhr. Mit 8 Stunden, 1 Std. Pause und 2 Std Fahrtzeit hin- und zurück (hier im Rhein-Main-Gebiet die Regel), war ich nicht einsetzbar, trotz hoher Qualifikation.

Mittlerweile ist der Arbeitstag für Arbeitnehmer völlig aufgeweicht und grenzenlos, die Läden haben bis 22 Uhr und länger auf und was ist mit den Öffnungszeiten?????

Jawohl, dieselbe Sch.... wie vor 15 Jahren.

Meine Tochter ist jetzt 18 und fragt sich jetzt schon, ob Familie das ist, was sie sich leisten kann, sollte die kostspielige Ausbildung (finanziell und energetisch) Früchte tragen.

Es ist mitnichten so, dass dieser Staat hier die super Ausbildung bereitstellt. Wer das will, zahlt vieles selbst. In dieser Optionslogik, gibt es wieder Familien, die überlegen, ob es sich lohnt, wenn das Mädel mehr als Realschulabschluss macht.... bzw. ob sie das Busticket für die Fahrt zur Oberstufenschule überhaupt bezahlen sollen/können.

Gruß

Manavgat

Beitrag von silver206 26.11.10 - 19:45 Uhr

Hallo,

zu den Kita-zeiten muss ich dir recht geben. Ich koennte hoechstens halbtags arbeiten gehen, was aber auch daran liegt, dass mein Mann unter der Woche nicht in unserer Stadt arbeitet.
Und da er in 2 Tagen soviel verdient wie ich in einem Monat haette, bleibe ich derzeit daheim.

Haette ich seine Qualifikation, verdiente ich dasselbe. Hab ich aber nicht ;-)

Aber was fuer Familien kennst Du, deren Toechter nicht die bestmögliche Ausbildung bekommen? Ich kenne niemanden, der sagte, dass seine Tochter diese und jene Ausbildung nicht machen duerfte, weil es sich nicht "lohne". Hier haben die Jungs keine besseren Ausbildungschancen als Mädchen.

Dieses Argument ist wirklich uralt, sorry.

LG irene

Beitrag von manavgat 26.11.10 - 20:42 Uhr

Ich höre das oft genug, was soll Dein "sorry"?

Da ich mehrere Standorte mit Nachhilfe habe, kann ich sagen, dass es im ländlichen, strukturschwachem Raum häufiger vorkommt.

Manavgat

Beitrag von flitzkacke 26.11.10 - 20:48 Uhr

Du schreibst:
>... bzw. ob sie das Busticket für die Fahrt zur Oberstufenschule überhaupt bezahlen sollen/können. <

Sind Gymnasien im Rhein-Main-Gebiet so dünn gesäht?

Beitrag von flitzkacke 26.11.10 - 20:55 Uhr

--Ich stehle heimlich ein "h" aus meinem letzten Beitrag ;-) --

Beitrag von manavgat 27.11.10 - 11:41 Uhr

Wenn Du von da wo ich wohne, zum nächsten beruflichen Gymnasium fährst, dann kostet die Fahrkarte 770 Euro/Jahr. Zahlen die Eltern.

Betrifft alle die, die von der Realschule aus weitermachen wollen, ein Wechsel auf ein G8 Gymnasium ist fast unmöglich. Betrifft auch die, die eine berufliche Schwerpunktoberstufe wünschen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tomama 27.11.10 - 12:59 Uhr

Hallo,

bei uns sind Kita-Betreuungszeiten von 7 bis 17 uhr möglich. 10 Stunden täglich, finde ich echt viel. Für die Zeiten davor und danach wäre gar nicht genug Bedarf, dass sich das lohnen würde. Aber es gibt doch auch Tagesmütter. Wer also noch andere Zeiten abdecken muss, kann darauf zurück greifen. Und wer das dann alleine nicht finanziell wuppen kann, bekommt noch Zuschüsse vom Jugendamt.

Zum Thema Busticket: Da finde ich wirklich, dass da Handlungsbedarf besteht. Aber die Kosten lassen sich ja zum Teil steuerlich geltend machen.

Gruss Tomama