wieso kein honig??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von musikmaus83 25.11.10 - 12:31 Uhr

hab gerade in einem anderen thema gelesen das man im 1 jahr kein honig geben soll, wieso?????

LG Musikmaus83 + 4 kids

Beitrag von wunki 25.11.10 - 12:35 Uhr

Es geht um Giftstoffe. Hier mal paar Infos:

http://www.aerztekammer-bw.de/15/02gesundheitstipps/g_m/honig.html

http://www.babyernaehrung.de/Vorsorge/saeuglings-botulismus

Fertigprodukte sind aber okay.

Beitrag von lilalaus2000 25.11.10 - 12:37 Uhr

Hallo

weil Honig Rohkost ist und irgendein Inhaltsstoff im Verdacht steht eine Muskellähmung auszulösen, daher das Kind also plötzlich nicht mehr atmet.

Ich habe auch Honig bekommen, aber ist wohl ein großes Risiko.

Ich habe folgendes gelesen, ist zwar lang aber gibt eine umfassende Antwort::



Bakterien im Honig können schwere Vergiftungen bei Säuglingen auslösen. Wissenschaftler warnen dringend davor, die Nahrung von Babys mit Honig zu süßen. 1998 hatte bei einem Säugling aus dem Berliner Umland honiggesüßter Tee lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen hervorgerufen. Warum kann ausgerechnet naturreiner Honig Babys schwer schädigen? Bei Bienenhonig handelt es sich um ein rohes, tierisches Lebensmittel, das wird oft allzu leicht vergessen«, sagt Edgar Muschketat, Pressesprecher der Berliner Forschungseinrichtung Robert-Koch-Institut. »Rohe tierische Lebensmittel sind häufig mit Erregern von Infektionskrankheiten belastet, man denke nur an Trichinen, Kolibakterien oder Salmonellen - und Honig gehört eben auch in diese Reihe als tierisches Nahrungsmittel«.

Honig, der nicht ausreichend erhitzt wurde, kann mit einem Sporen bildenden Bakterium verunreinigt sein, dem Clostridium botulinum. Gelangen diese Erreger zum Beispiel mit einem selbst zubereiteten, honiggesüßten Brei oder Tee in den Körper eines Säuglings, finden sie in der noch instabilen Darmflora des Babys Verhältnisse vor, die ihnen erlauben, sich zu vermehren. Die Clostridien besiedeln den Darm, keimen aus und schütten Gifte aus, die auf die Nerven wirken und schwere Muskellähmungen auslösen können. Bei dem Berliner Säugling hatten sich seinerzeit die Lähmungen mit einer akuten Trinkschwäche angekündigt: ein Zeichen für eine beginnende Lähmung der Schluckmuskulatur. Dazu können u.a. Verstopfung, die Lähmung der Augenmuskulatur und allgemeine Schwäche kommen.

Die Krankheit, an der Babies erkranken können, ist eine sehr seltene Form von Lebensmittelvergiftung, nämlich Säuglingsbotulismus; der klassische Botulismus ist eine schwere Lebensmittelvergiftung. Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung und Lähmungserscheinungen, die sich beispielsweise in Doppelsehen äußern. Hervorgerufen wird die Vergiftung zum Beispiel durch den Genuss von verdorbenen Fischkonserven, also durch Nahrung, in der sich bereits Gifte gebildet haben. Da Sauerstoff das Auskeimen der Erreger nicht zulässt, vermehren sich die Sporen gerade in luftdichten, verunreinigten Dosen, Konserven und Eingemachtem besonders gut - man kann das unter Umständen am Geruch oder am gewölbten Deckel erkennen.

Anders als Säuglinge sind ältere Kinder und Erwachsene aber durch ihre stabile Darmflora davor geschützt, dass sich Sporen bildende Clostridien in ihrem Darm ansiedeln. Gefährlich können ihnen nur die Gifte werden, die die Clostridien beim Auskeimen im Lebensmittel erzeugt haben. Bei Kindern im ersten Lebensjahr dagegen reicht für eine Gefährdung schon eine geringe Aufnahme der Erreger selbst aus, da diese in ihrem Darm zu keimen beginnen können.

Säuglingsbotulismus ist in Deutschland sehr selten - in den letzten drei Jahren wurden nur drei Fälle bekannt. Der klassische Botulismus tritt ist häufiger auf, ist aber dennoch eine seltene Erkrankung. 1997 wurden in Deutschland neun Fälle registriert, bis Mitte August 1998 wurden bereits 18 Fälle gemeldet. Diesen Anstieg führt Muschketat auf den Trend zurück, dass die Ärzte bei Magen-Darmerkrankungen häufiger Stuhlproben untersuchen lassen und deshalb Botulismus häufiger aktenkundig wird.

In den USA gilt Säuglingsbotulismus als häufigste Form des Botulismus - er ist dort zehnfach häufiger als in Mitteleuropa. Die Wissenschaft hat dafür noch keine Erklärung. Ein Auslöser der Erkrankung ist auf jeden Fall Honig; auch Ahornsirup gefährdet Babys, da erst ein Abkochen die widerstandsfähigen Botulismuserreger abtöten kann.

Eltern, die glauben, sie müssten ihren Kleinkindern mit Honig Gutes tun, gehen ein unnötiges Risiko ein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist darauf hin, dass Säuglinge Zucker in jeder Form, auch in Form von Honig, nicht als Brennstoff benötigen. Die Liebe zum süßen Geschmack wird ihnen von den wohlmeinenden Eltern geradezu anerzogen. Süßes schmeckt ihnen erst, wenn sie es kennen gelernt haben. Das aber sollte auch im Interesse gesunder Zähne möglichst spät sein.

Edgar Muschketat stellt klar, dass die Gefahr nur vom »reinen« Honig oder Ahornsirup droht, nicht von Kinderbreis und Kindersäften, die im Supermarkt angeboten werden. Diese Nahrungsmittel werden ausreichend erhitzt. »Es ist immer Bienenhonig im Spiel gewesen bei den wenigen bekannt gewordenen Fällen«, sagt Muschketat und appelliert eindringlich an die Mütter, ihren Kindern im ersten Lebensjahr keinen Honig zu geben.

http://www.maja-langsdorff.de/medhonig.htm

Beitrag von catch-up 25.11.10 - 13:03 Uhr

Honig ist auch nicht gut für die Zähnchen!

Bei Honig ist tückisch, dass er die Zähne von innen aushöhlt (im Gegensatz zum Zucker).

Mein Freund ist ein typisches Honigkind. Sein Opa imkert und vor 26 Jahren hat sich keiner über sone Sachen den Kopf zerbrochen. Honig ist schließlich ein Naturprodukt und deshalb besonders hochwertig!

Heute hat er jedenfalls den Mund voller Keramik! Seine Zähne lösen sich quasi auf! Ständig sitzt er beim Zahnarzt!

Erst vor 2 Wochen ist ihm mal wieder ein Zahn abgebrochen. Damit ist er zum Zahnarzt und darf nächste Woche gleich noch mal, weil er noch n Loch gefunden hat!

Dabei pflegt er seine Zähne wirklich gut, aber der Drops ist wohl gelutscht!

Beitrag von am210807 25.11.10 - 16:40 Uhr

Jetzt muss ich mal ganz blöd fragen, man lernt ja nie aus. Hönig löst Zähne von inne auf???

Als sorry, vielleicht lern ich ja nochwas dazu. Aber ich bin Zahnarzthelferin oder das noch nie gehört, geschweige denn gelesen oder gesehen.

Hat das euer Zahnarzt so gesagt?

Das Honig natürlich zu cariösen Veränderungen führt und und und, logisch. Aber Zähne anlösen von innen??????

Wie gesagt, vielleicht lern ich ja noch was dazu.

Beitrag von duvute 25.11.10 - 20:28 Uhr

Das ist ja, was ganz neues!!!!
Warum habe ich bis jetzt das nicht gewusst?#rofl
Wo kann ich darüber lessen?

Beitrag von julimond28 25.11.10 - 16:03 Uhr

Hallo,
kaltgeschlagener honig kann das bakterium clostridium botulinum enthalten!
Dieses kann Muskellähmungen auslösen, zumindest bei den kleinen weil sie noch nicht damit umgehen können, so wie wir!

Und kein Kleinkind braucht Honig!! Wofür?
LG