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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von juli-e86 25.11.10 - 14:19 Uhr

Hallo ihr,

wir wohnen in einem 6 Parteienhaus, es ist ca. aus den 60er Jahren.
Die Wohnungen sind alles Eigentumswohnungen von z.T. unterschiedlichen Eigentümern, aberhalt vermietet.

Wir( mein Mann und ich) sind Mitte Nov. 2009 in unsrere Wohnung eingezogen. 3,5 Zimmer, 74m² mit Balkon ohne Stellplatz in Köln (Außenbezirk, linke Rheinseite)

Zahlen 650€ kalt und einen Nebenkostenabschlag von z.Zt. 170€ (ohne Strom).

Im Dez. 2009 wurde für eine Woche die Heizung ausgestellt, da diese gewechselt wurde. Dies ist erst im Dez. passiert, weil der Austausch dort günstiger gewesen sei, als im Sommer. Unser Vermieter hat uns 2 Elektrowärmer zur Verfügung gestellt. Wir sind trotzdem "geflüchtet".
Mietminerung etc. gab es nicht bzw. haben wir nicht eingefordert.

Bei den eisigen Temperaturen letztes/dieses Jahr konnte man in der Wohnung meist nur knapp 20°C bekommen, bei voller Heizungsaufdrehung.
Uns wurde gesagt, es wird mit der Umstellung auf die neue Heizungsanlage im Keller besser- dies "testen" wir dann diesen Winter mal.
Unsere Vormieterin und fast alle Parteien (außer eine) mussten bisher immer saftig nachzahlen. Ca. 500-700€ sind gang und gebe. Daher rechnen wir auch mit einer ordentlichen Nachzahlung auf Aufstockung der Nebenkosten auf mind. 200€ im Monat.

Wenn die Wohnung wenigstens warm würde (19Grad hauen locker hin, hätte aber schon gerne so 21°C)- akzeptabel. Aber das ist schwierig hinzubekommen ;-)

Letztes Jahr nach der Heizungsausstellung hatten wir im Schlafzimmer leichte Ansätze von Schimmel. HAben diese selbst entfernt. Sind bis jetzt nicht wieder aufgetreten. Heute jedoch habe ich wieder einen Ansatz entdeckt :-(

Vor mittlerweile zwei Wochen war der Hausflur nass, das Dach ist nicht ordentlich isoliert bzw. verdeckt. Sowohl bei einem Sturm vor ca. nem 3/4 Jahr sind ein paar Kacheln abgedeckt worden... nun hat es reingeregnet. Das Wasser "lief" gerade den Schornsteinschacht (welcher durch unsere Küche geht) von Außen hinunter. Und landete durch die DAchbodentür auf dem Hausflur. HAben unsere Vermieter benachrichtigt, die auch sofort kamen... jedoch es nicht so "dramatisch" fanden- gesehn hat man ja auch nicht viel, weil ich es aufgewischt hatte- und die Vermieterin nicht, wie mein Mann, auf den Boden klettern wollte. Unsere Wand in der Küche war nicht nass, beim Anfühlen am Kaminschacht jedoch feucht.
Vermieter meinte noch, dass das Dach ja schon seit Jahren dran wäre, aber sie es halt hinausgezogen hätten- ist ja noch nie was passiert. Sie wollten jmd. schicken der es repariert- bis heute, 14Tage danach, nicht geschehen.

Wir sind der Meinung,dass der Schimmel im Schlafzimmer (haben die oberste Wohnung des Hauses) bestimmt durch die mangelnde Heizleistung, wie auch die Baumängel hervorgerufen wird. Lüften sehen wir nicht als das Hauptproblem an.
Wollten bisher eigentlich keinen "Ärger" machen- nun erwarten wir jedoch Nachwuchs und mein Mann meinte, dass ihm das so langsam zuviel sei(will durch den Schimmel, der wirklich nicht "viel" ist, nicht das BAby und mich gefährden) und er in Eigeninitiative einen Sachverständigen hinzurufen möchte, um dann entsprechende Mängel festzstellen und die Miete zu kürzen...

Meint ihr das ist ein Weg der Möglichkeit? Habe keine Lust auf eine Wohnungskündigung vor der Geburt meines Kindes im April.

Haben uns auch eigentlich vorgenomme, dass dies die letzte Mietwohnung ist in die wir ziehen möchten. Wollten also erst wieder ausziehen, wenn das Kapital für ein Eigenheim vorhanden ist.

Vielen Dank euch für Ratschläge-

Julia

Beitrag von nobility 25.11.10 - 14:33 Uhr

Hallo Julia,

das ist ja ein ganzes Paket von Mängeln. Aber warum gleich einen Sachverständigen hinzu ziehen ? Der verursacht auch nur wieder neue zusätzliche Kosten zu deinen Lasten.

Gehe doch mal zum Deutschen Mieterschutzbund. Die haben im übrigen auch Sachverständige, was z.B. deine Heizkostenabrechnung betrifft, insbesondere auch was "Mietkürzung" betrifft denn soooo einfach ist das nun auch wieder nicht, die können dich gut beraten, denke ich.

Gruß
Nobility

Beitrag von milka700 25.11.10 - 15:20 Uhr

Bitte Wohnungsmängel fotografieren mit Datumsangabe und schriftlich (Einschreiben) den VM davon in Kenntnis setzen mit 2wöchiger Ausbesserungsfrist.
Miete nur unter Vorbehalt ankündigen/ zahlen (mit im Schreiben).
Miete darf ab dem Zeitpunkt gemindert werden (von der Bruttomiete) wo der VM in Kenntnis gesetzt wurde.
Wenn die 2 Wochen verstrichen sind, Miete (auch rückwirkend) mindern (5% sind sicher angemessen) und nochmal Frist setzen mit Androhung zur Ersatzvornahme.
Wenn der VM allerdings schon jetzt solche Mängel aus Geiz nicht reparieren lassen will, würde ich über schnellen Umzug nachdenken, denn der Schimmel ist IM Gemäuer, wie es aussieht und hier hilft nur Vollsanierung.