war ja klar...:-(

Archiv des urbia-Forums Medienwelt.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Medienwelt

Für alle Themen aus der bunten Film- und Fernsehwelt, für Diskussionen über Stars und Sternchen, großes und kleines Kino - aber auch für eine tolle Buchempfehlung ist hier der richtige Ort!

Beitrag von goldmannchen 25.11.10 - 17:08 Uhr

habe grade in den nachrichten gehört das die mutter von dem Doppelmörder aus bodenfelde wohl ein interview gegeben hat.

der arme arme junge musste früher auch gewalt erleben,oder sehen...und deshalb versteht sie ihn und hält zu ihm....

war doch klar das sowas wieder bei raus kommt.der arme junge hatte eine schlimme kindheit.

das soll die mutter mal den eltern von den *geschlachteten* kindern ins gesicht sagen...kotz

Beitrag von justagirl22 25.11.10 - 17:14 Uhr

Hi,

ich finde das kann man der Mutter nicht vorhalten. Ich denke, sie versucht auch nur irgendwie mit der Tat umzugehen bzw irgendwelche Gründe für sich selbst zu finden, um das Ganze zu verarbeiten. Denke ihre Situation ist jetzt auch nicht besonders einfach.

Beitrag von goldmannchen 25.11.10 - 17:17 Uhr

natürlich kann man die mutter verstehen...

aber sie hat es so deutlich gesagt-.....er hat es gemacht weil......er ja auch so viel gewalt erlebt hat....

klar sucht man als mutter ein grund...
aber es ist keine entschuldigung!!!

aber bei jedem täter wird es so gesagt...er hat es auch damals erlebt:-[

Beitrag von king.with.deckchair 25.11.10 - 19:35 Uhr

Waru nur setzten Frauen wie du "Erklärung für eine Tat" nur immer mit "Entschuldigung für eine Tat" gleich?

Ach so stimmt: Unfähigkeit, zu differenzieren, das war es!

Beitrag von fernande 25.11.10 - 19:59 Uhr

Das ist nämlich der Punkt:

eine Erklärung ist keine Entschuldigung!


Ich frage mich immer, was wollen die Leute denn hören. "Bestie", "Das Böse" und "Schlächter"?

Ich finde diesen wohlige Gruseln, den manche sie anhand solcher Themen gerne verschaffen, dermaßen pervers....

Ohne Worte!

Beitrag von gussymaus 27.11.10 - 19:36 Uhr

aber deshalb braucht man keine interviews zu geben... das kann man auch mit nem therapeuten besprechen wenn man keinen passenden bekannten/freund zur verfügung hat... es öffentlich breit zu treten hilft sicher keinem..

Beitrag von pupsismum 25.11.10 - 17:27 Uhr

>>das soll die mutter mal den eltern von den *geschlachteten* kindern ins gesicht sagen...kotz <<

Na ja, versuche doch nur mal einen kurzen Moment in dein Mutterherz zu horchen und überlege, wie es dir gehen würde, wenn du erfährst, dass dein ohnehin schon lange schwieriges, auffälliges Kind, das zahlreich mit Polizei und Gericht zu tun hatte, nun sein ganz persönliches Finale veranstaltet hat.

Das würde mir als Mutter den Boden unter den Füßen wegziehen. Diebstähle, Schlägereien... alles schlimm genug, aber da vermutet man doch nicht automatisch, dass derjenige irgendwann Freude am Töten empfindet.

Ich würde seine Taten natürlich aufs Schärfste verurteilen und ich wollte auch, dass er entsprechend bestraft wird, aber er wäre immer noch mein Sohn.

Ich weiß nicht, wie ich den Umgang zukünftig mit ihm gestalten würde, keine Ahnung, ich glaube, dass weiß und lernt man erst in der Situation. Aber wenn ich als Mutter ihn allein lasse, wer ist denn sonst für ihn da? Und wenn niemand mehr für ihn da ist, er von allen fallengelassen wird, wie soll sich in ihm dann etwas verändern?

Hm.

Beitrag von juniorette 25.11.10 - 17:51 Uhr

Würde es dir besser gehen, wenn die Mutter gesagt hätte

"ihm ging es doch immer gut, er hatte immer alles was er brauchte, aber er wurde nicht übermäßig verwöhnt, deswegen verstehe ich diese Tat nicht und distanziere mich von dieser Bestie, die mal mein Sohn war"

???

Die Mutter wird selbst traumatisiert sein, durch die Gewalt, die ihr Sohn früher erleben musste UND durch die vielen Schwierigkeiten, die sie mit ihm hatte.
Und momentan wird sie einfach nur unter Schock stehen und gar nicht wissen, was sie da von sich gibt.

Hast du Kinder?

Könntest du dich gefühlsmäßig von jetzt auf gleich von ihren distanzieren, wenn sie zum Mörder werden würden?

Dann kommt noch dazu, dass diese Mutter sicher heftigste Schuldgefühle hat, dass ihr Sohn zu dem geworden ist, was er ist. Ich habe gelesen, dass der Mörder schon ab der 2.Klasse verhaltensauffällig war und in dem Alter ist es vor allem Aufgabe der Eltern, Abhilfe zu schaffen.
Insofern sind die Schuldgefühle der Mutter verständlich und ihr "sich vor ihr Kind"-Stellen nur die logische Konsequenz ihrer Schuldgefühle.

Warum fällt es so vielen Urbia-Usern so schwer, mal über ihren eigenen Tellerrand zu schauen und sich in die Gefühlswelt von anderen reinzuversetzen?

J., die eine Greueltat nicht mit der schwierigen Kindheit eines Verbrechers entschuldigen kann, aber durchaus die Zusammenhänge zwischen einer schwierigen Kindheit und späteren Verbrechen erkennen kann

Beitrag von manavgat 25.11.10 - 17:51 Uhr

das scheint dich sehr zu beschäftigen.

Man nennt das Sensationsgier.

Gruß

Manavgat

Beitrag von goldmannchen 25.11.10 - 18:21 Uhr

ja stell dir vor..es beschäftigt mich.

weil mein sohn allein zu schule gehen muss!!! und man mitlerweile jeden tag mit sowas rechnen muss.

und wenn ihm so was passieren würde und dann käme...ja der arme wurde ja auch misshandelt...
dann würde ich ausrasten!!!

ich habe geschrieben das ich die mutter verstehe,klar ist es nicht leicht für sie.

mir ging es auch nur darum,das wieder gesagt wird,das er als kind auch gewalt erlebt hat.weil es immer das selbe ist.
hätte es die mutter nicht gesagt,dann würde die presse diesen satz schreiben.

Beitrag von king.with.deckchair 25.11.10 - 19:10 Uhr

Tipp, Schätzelein: Man musste schon IMMER täglich mit "sowas" rechnen, solche Taten kommen heutzutage nicht häufiger vor als früher.

Und die Mordopfer als "geschlachtet" zu bezeichnen - du bis doch echt nicht mehr bei Trost! Wie würdest du dich als Mutter fühlen, wenn du mitbkommen würdest, jemand nennt dein ermordetes Kind "geschlachtet".

Beitrag von klimperklumperelfe 25.11.10 - 19:21 Uhr

Meines Erachtens hat der Mörder die Tat selber mit dem Begriff Schlachten bezeichnet. Daher hat sie das hier erwähnt nehme ich an.

Beitrag von king.with.deckchair 25.11.10 - 19:36 Uhr

Aha. Und weil der Mörder das Wort benutzt hat, muss sie es - sich weiter in die Sentationsgier reingeilend - auch benutzen oder wie?!

Beitrag von klimperklumperelfe 25.11.10 - 20:04 Uhr

Ich würde eher sagen sie hat ihn zitiert...

Beitrag von sternenzauber24 25.11.10 - 20:30 Uhr

Und das ist es!

Alle schreiben drauf los, ohne mal ein wenig auf Gefühle anderer zu nehmen!

Beschämend, wenn man bedenkt das hier doch " Erwachsene" schreiben.

Schlächter... geschlachtet?

Ich glaube es hackt, schon daran gedacht das oft Freunde und Familie mitlesen, hm?

War im Fall Mirko auch so, wo mal wieder viele die Schnute zu scharf benutzten!

Beitrag von sternenzauber24 25.11.10 - 20:31 Uhr

Rücksicht, werfe ich noch in den Obigen Satz!

Beitrag von klimperklumperelfe 25.11.10 - 20:36 Uhr

Er hat das Wort selbst verwendet! Und wenn man etwas schlimm findet, kann man zu solchen Worten neigen. Ich meine die Mädels hier. Im Krieg sprach man auch davon, auch heute noch, dass die Leute abgeschlachtet wurden...so war es ja auch.

Und die Angehörigen haben sicher besseres zu tun als heute hier im Urbia zu lesen. Abgesehen davon, dass sie es heute (leider) auf jeder Zeitung lesen mussten.

Beitrag von sternenzauber24 25.11.10 - 20:48 Uhr

"Und die Angehörigen haben sicher besseres zu tun als heute hier im Urbia zu lesen. Abgesehen davon, dass sie es heute (leider) auf jeder Zeitung lesen mussten"

Du Irrst!

In einem anderem Forum wo um Mirko geschrieben wurde, ging man auch davon aus, niemand lese mit. Bis die Böse Überraschung kam!

Ausserdem sollte einem der Geistige Verstand zugegen sein, das man auch Worte taktvoller ummanteln kann. Davon hat wohl ein ganzer Haufen hier noch nichts gehört? So gefrustet, das man schon mit Spitzen auf der Zunge umherirrt und Kindermorde in den Dreck tritt?

Zitiert= Dumm zitiert!

"Er hat das Wort selbst verwendet! Und wenn man etwas schlimm findet, kann man zu solchen Worten neigen. Ich meine die Mädels hier. Im Krieg sprach man auch davon, auch heute noch, dass die Leute abgeschlachtet wurden...so war es ja auch"

Richtig, deshalb stellt sich das verblendete Volk auf die selbige Stufe, und mantelt den Kindermord ins detail hier ein.

MITLEID ist es was ich mit Euch habe, mehr nicht.

Beitrag von klimperklumperelfe 25.11.10 - 20:56 Uhr

Danke, dass du mich aus meinem trostlosen Dasein befreit hast! Nur gut, dass "wir" immer noch moralisch funktionsfähige Menschen wie dich haben! Ich möchte aber eigentlich kein Mitleid...danke!

Beitrag von sternenzauber24 25.11.10 - 21:02 Uhr

Brauchste auch nicht, ist doch nicht DEIN Kind!

Beitrag von klimperklumperelfe 25.11.10 - 21:09 Uhr

Der Mörder? Und wenn es mein Sohn wäre, würde ich ihn trotzdem lieben! Und zugleich hassen.

Beitrag von sternenzauber24 25.11.10 - 21:11 Uhr

Nein, das Opfer- wessen Art zu sterben hier zerrissen wird, von Hyänen.

Beitrag von klimperklumperelfe 25.11.10 - 21:14 Uhr

Ich sehe das einfach nicht so eng. Klar, über die Grausamkeit des Geschehenem muss man wohl nichts mehr sagen aber er hat das Wort selbst verwendet und es wird zitiert. Das haben sich die Medien nicht selbst ausgedacht um wieder mal zu schockieren. Hat er selbst gemacht. Es ist doch nur eine Wortwahl. Und keiner hier relativiert damit der Schwere der Schuld.

Beitrag von sternenzauber24 25.11.10 - 21:17 Uhr

Du bist mir viel zu einfach.. Sorry :)

Beitrag von klimperklumperelfe 25.11.10 - 21:23 Uhr

Tja, dann mach eben weiter auf kompliziert. Einfach kommste manchmal besser durchs Leben. Zumindest zermartert man sich nicht das Hirn wegen eines Wortes.