Stiefel oder Teller zum Nikolaus? Und gibt es bei Euch St. Barbara?

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Forum: Weihnachten

Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsbäume, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsfeiern ... hier dreht sich alles um die Weihnachtszeit. Tipp: Schaue doch einmal in unsere Artikel zum Thema: Geschenke für die Kleinsten, Zauberhafte Adventszeit mit Kindern.

Beitrag von jennifer2003 25.11.10 - 17:40 Uhr

Hallo!
Ich wollte mal fragen wie Ihr Euren Kindern etwas zu Nikolaus schenkt.
Ich kenne es von früher so daß wir am 04. Dezember zu St. Barbara geputzte Schuhe vor die Tür gestellt haben, und am 06. Dezember zu Nikolaus einen Teller bekamen. Beide Male waren Süßigkeiten drin.
Viele stellen aber auch die Stiefel für den Nikolaus vor die Tür, oder? Ist das regional bedingt?
Wie macht Ihr das? Ich finde ja Schuhe vor der Tür schön, aber St. Barbara kennt irgendwie keiner außer mir. Zu Nikolaus geht das aber doch auch? Oder hängt man da Socken auf?
Ich würde mich freuen wenn Ihr mir über Eure Nikolaus- und Barbara-Bräuche berichten möchtet!!!!
Danke und LG
Jenni

Beitrag von silbermond65 25.11.10 - 17:49 Uhr

St.Barbara gibt es bei uns nicht.Ich kenne das auch nur vom Hörensagen und daß man an dem Tag wohl Zweige schneidet und sie in der Wohnung zum Blühen bringt.
Nikolaus-Tag ist bei uns der 6. 12. Am Abend vorher werden die geputzten Schuhe /Stiefel vor die Tür gestellt und der Nikolaus legt seine Geschenke (Nüsse,Mandarinen,Schoki) dort hinein.

Beitrag von hannah1010 25.11.10 - 17:57 Uhr

Hallo!

Bei uns ist es auch so, dass meine Kids ihre Stiefel am Abend des 5. 12. nach draussen stellen und der Nikolaus tut dann was rein ( hoffentlich;-) ).

St. Barbara sagt mir ganz entfernt was, kenn mich aber nicht weiter damit aus.

lg tina

Beitrag von 04.06-mama 25.11.10 - 18:12 Uhr

Hallo,

ich kenne zwar St. Barbara da meine Mama am 4.12. Namenstag hat aber Geschenke hat es da für uns noch nie gegeben. Eher für meine Mama ein paar Mistelzweige oder einen Weihnachtsstern od. dgl.

Am 6.12. kommt dann (mit viel Glück ;-)) der Nikolo und stellt seine Nikolo-Säckchen vor die Haustür, Schuhe/Stiefel werden bei uns nicht (mehr) rausgestellt. Ich kenne das aber von früher.

Lg 04.06-mama

Beitrag von dore1977 25.11.10 - 19:25 Uhr

Hallo,

bei uns kommen die Stiefel vor den Ofen/Kamin. St Barbara kenne ich nur aus dem "Schnüpperle" Buch. Jedesmal nehme ich mir vor Kirschzweige zu besorgen um mal aus zu probieren ob es klappt das sie zu Weihnachten blühen....

LG dore

Beitrag von silsil 25.11.10 - 19:50 Uhr

Hallo,

am Barbaratag werden bei uns Zweige geschnitten (Obstbäume, Forsythie o.ä.) und wenn die an Weihnachten blühen, gilt das als gutes Zeichen.

Bei uns kommt der Nikolaus samt Krampus am Kramperltag (5.Dez.) abends. Je nachdem ob man persönlich Besuch kommt, gibt es ein Nikolaussackerl aus dem Sack (oder Kind kommt in den Sack ;-) )Aber dafür ist meine Tochter noch viel zu klein.

Oder man hört abends auf einmal ein Kettenklirren und Mama oder Papa sehen auf einmal den Nikolaus und den Kramperl draußen, dann wird durch die Tür gelunst und draußen steht ein Nikolaussackerl.

lg
Silvia, die in Österreich groß geworden ist.

Beitrag von jennifer2003 25.11.10 - 19:53 Uhr

Lieben Dank für Eure Antworten!!!!! :)
Ich denke dann werden wir wohl auch nur auf den Nikolaus zurückgreifen und geputzte Stiefel vor die Tür stellen. Im Kindergarten werden zu Nikolaus übrigens die Socken gefüllt, das kannte ich bisher auch nur aus Amerika. :)
Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit!!!
Jenni

P.S.: Über weitere Meinungen freue ich mich sehr! Feiert denn heute keiner mehr St. Barbara am 04.12.????!!!!

Beitrag von doz301 25.11.10 - 21:56 Uhr

Hallo Jenni,

St. Barbara kenne ich auch nicht- hoert sich allerdings nach einem katholischen Brauch an.

Bei uns wurden die geputzten Schuhe auf das Fensterbrett gestellt, samt Wunschzettel fuer Weihnachten. Der Nikolaus hat dann in der Nacht vom 5. zum 6. Dezember den Wunschzettel abgeholt und ein paar Suessigkeiten, Mandarinen, Nuesse und einen kleinen Tannenzweig in den Schuh gesteckt.

Gruesse, doz

Beitrag von kugel-fisch 27.11.10 - 15:27 Uhr

Hallo Jenni,

ich kenne es genauso wie Du:
am 3. Dezember werden abends die geputzten Schuhe vor die Türe gestellt und in der Nacht von der Heiligen Barbara gefüllt (mit Süßigkeiten, Nüssen, Mandarinen... ).

Der Nikolaus bringt dann am 6. Dezember einen gefüllten Nikolausteller.

Ich kenne auch nur wenige, die den Brauch mit Barbara so kennen. Ich meine mal gelesen zu haben, dass das regional bedingt ist. Der Brauch mit den Schuhen zu Barbara kommt aus dem Rheinland.
In vielen Regionen gibt es den Barbara-Zweig.

Mein Mann ist Engländer, der kennt weder Barbara noch Nikolaus. Dort werden am Heiligen Abend Socken aufgehangen, die dann vom Weihnachtsmann in der Nacht mit Süßigkeiten gefüllt werden.


LG und eine schöne Adventszeit #niko

Beitrag von docdoc 03.12.10 - 21:06 Uhr

Hallo Jenni

Auch bei uns kennt man es nicht anders.

am 3. Dezember werden die Stiefel rausgestellt.

Die Barbara füllt sie mit Süssigkeiten.

Am 6. Dezember bringt der Nikolaus den Teller oder Knecht Ruprecht
eine Rute.

Zumindest bei den Katholiken ist es so.

Bei den Protestanten kennt man nur den Nikolaus.

Ich weiss zwar das es bei einigen keine Barbara gibt und der Nikolaus den Teller bringt aber das der Nikolaus jetzt schon die Schuhe füllt kann ich mir nur so erklären das der Brauch des Sockenaufhängens aus den USA rüberschwappte und irgendwie so abgewandelt wurde.

Es soll ja Familien geben da kommt sowas wie ein Weihnachtsmann.
Den gibts ja erst ein paar Jahrzehnte und entstammt einem alten Coca Cola Werbespot mit seinen Rentieren.

Erst die letzten Jahre erlangte er auch in Deutschland Berühmtheit.
Vor 30 jahren hat noch kein Mensch was von einem Weihnachtsmann gewusst.

Jetzt muss man seinem Kind fast täglich erklären das bei uns kein Weihnachtmann Geschenke bringt sondern das Christkind.

Manchmal schon traurig wie wir uns von Werbung manipulieren lassen.

Inzwischen hat ja sogar der Nikolaus oftmals einen Roten Mantel und sieht aus wie der Weihnachtsmann aus der Werbung.

Ich kenn den Nikolaus nur als Bischof der mit Knecht Ruprecht kommt der mit Rute und Sack ausgestattet ist für die Bösen Kinder.

In den Geschäften (meist in Supermärkten) gibt es vor Nikolaus auch die Ruten zu kaufen die böse Kinder statt eines Tellers bekommen.
(Wobei nachher gibts ja meist doch noch was süsses :-))

Hoffe konnte Dir helfen.
#winke
Gruss der Doc

Beitrag von bangel78 04.12.12 - 19:18 Uhr

Die heilige Barbara wird dargestellt als vornehme Jungfrau und meist mit einem dreifenstrigen Turm, oft weiter mit Hostie und Kelch oder auch mit Märtyrerpalme und Schwert. Zu ihren Attributen gehören auch Bergbauwerkzeuge, Buch, Fackel und die Kanone.
Oft wird die heilige Barbara gemeinsam mit zwei anderen jungfräulichen Märtyrinnen und Nothelferinnen dargestellt, Katharina von Alexandrien und Margareta von Antiochia. Hieraus ergab sich der folgende Merkspruch, mit dem auf die Attribute der drei heiligen Frauen verwiesen wird: Margareta mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl.
In neuerer Zeit wird Barbara in Bergbaugegenden auch als Begleiterin und Beschützerin der Bergleute abgebildet.[8]
Brauchtum [Bearbeiten]

Barbara-Altar mit Bergmannsattributen in St. Maria (Sehnde)

Statue der Heiligen Barbara am Südportal des Finnetunnels während der Bauphase.

Barbara als Beschützerin der Bergleute in der Kirche St. Johannes Baptist in Sankt Johann (bei Mayen), Glasfenster
Nach einer alten Tradition schneidet man am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie und stellt sie in Wasser.[9] Diese Barbarazweige, in den Alpen auch Barbarabaum, sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Dies geht zurück auf einen Einzelzug der Legende: Auf dem Weg in das Gefängnis blieb Barbara mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.
Daneben gibt es den Barbaraweizen, der am Barbaratag auf einem Teller ausgesät wird und bis Weihnachten aufsprießen soll. Dieses „winterliche Grün“ ist als Teller-Saat oder Adonisgärtlein bekannt.[9]
Beim alten Brauch des „Bärbeletreibens“ oder „Bärbelespringens“ im Oberallgäu ziehen am Barbaratag als „alte Weiber“ verkleidete Frauen mit ihren Weidenruten durch die Straßen, um Rutenhiebe zu verteilen und Kinder mit Äpfeln und Nüssen zu beschenken.
Die Bergleute, Mineure und Geowissenschaftler feiern auch heute noch die Barbarafeier am 4. Dezember. Dieser Tag wird in allen Bergwerken, Stollen und im Bau befindlichen Tunneln des Abendlandes als Feiertag begangen, an dem die Arbeit ruht und der Schutzpatronin gedacht wird. In vielen Tunneln und Bergwerken gibt es unter Tage Nischen oder Schreine mit Barbaraskulpturen. In den Bergbau- und Steinindustriedörfern der Eifel war es Sitte, dass Bergmänner und Steinmetze vor ihrem Bildnis die Grubenlampen als Weiheleuchten anzündeten, dort zählt die „hellig Frau“ zu den volkstümlichsten Heiligen.[10]
In vielen (auch ehemaligen) Bergbauorten findet am Barbaratag oder am Sonntag nach dem Barbaratag ein bergmännischer Umzug statt. Zu diesem Umzug tragen die Bergleute häufig ihre Bergmannsuniform. Dieser Bergkittel der Bergleute in Schlesien, Österreich und im Ruhrbergbau ist häufig mit 29 Knöpfen verziert, welche die 29 Lebensjahre von Barbara symbolisieren sollen.[11][12] Oft sind auch die ersten drei Knöpfe geöffnet und sollen an die drei Jahre Haft erinnern.[13]
In der deutschen Artillerie-, der Pionier- und der Heeresflugabwehrtruppe sowie in der Flugabwehrraketentruppe der Luftwaffe, welche sich aus der Artilleriewaffe entwickelt hat, wird am 4. Dezember die Barbarafeier begangen. Dabei wird der Heiligen gedacht, für ihren Schutz vor Schießunfällen gedankt und in das vergangene Jahr zurückgeschaut. Auch beim österreichischen Bundesheer gedenkt man in den Artillerieeinheiten der Heiligen.[14]
In einigen Feuerwehren im Saarland sowie im Rheinland gedenkt man ebenfalls der Heiligen Barbara, meist am letzten November-Wochenende. Vor der Feier findet ein Gottesdienst statt, bei dem man auch der im Einsatz verstorbenen Kameraden gedenkt. Außerdem rufen die Feuerwehrleute die Heilige Barbara um ihre Fürsprache an, damit sie immer wieder sicher von Einsätzen nach Hause kommen. Obwohl bei den österreichischen Feuerwehren generell der hl. Florian der Schutzpatron ist, wird bei den Sprengdiensten der Feuerwehr auch die hl. Barbara verehrt.[15]
Im Rheinland gibt es seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts den Brauch, am Barbaratag Kinder zu beschenken. Bereits am Vorabend stellen die Kinder einen Schuh auf, der dann mit Süßigkeiten, Gebäck oder Obst gefüllt wird. In manchen Gegenden des Rheinlands gilt Barbara auch als Begleiterin des Nikolaus und wirkt bei dessen Bescherung der Kinder mit.[3]