unterschied psychologe - psychotherapeut

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von sternenmami 25.11.10 - 19:07 Uhr

hallo ihr lieben,
mein mann und ich würden uns gerne, nachdem wir unseren ersten schatz im juni2010 in der 33.ssw gehen lassen mussten und unser zweites sternchen in der 10ssw im oktober, hilfe suchen um das alles verarbeiten zu können. jetzt ist meine frage: ist es egal ob ich zu einem psychologen oder zu einem psychotherapeuten gehe? was ist denn da der unterschied? also was machen die denn anders...

ich bin um jede hilfreiche antwort dankbar!

glg domi mit gabriel un mäuschen tief im #herzlich

Beitrag von lieke 25.11.10 - 19:57 Uhr

Hallo,

das hängt ganz davon ab, was du willst. Es gibt ja nicht DIE Therapie nach FG oder stiller Geburt.
Willst du jemand, der dir zuhört, oder jemand, der vielleicht Dinge in dir hervorkramt, die (unbewusst) damit im Zusammenhang stehen, wie du jetzt reagierst?

Normalerweise ist ein Psychologe praktischer orientiert. Er hilft Betroffenen im Alltag bestimmte Situationen zu meistern, die durch bestimmte Emotionen (Trauer, Panik, Angst etc) schwierig oder unmöglich geworden sind.
Der Psychotherapeut "gräbt" mehr, aber es gibt zahlreiche verschiedene Psychotherapien. Es gibt auch Ärzte für Psychotherapie, die dürfen dann auch Medikamente verschreiben, ein Psychologe nicht.

Ich würde mich an den Hausarzt wenden und zusammen mit ihm das Richtige heraussuchen. man muss ja auch noch jemanden finden, mit dem es klickt, da kennt sich ein Arzt wahrscheinlich vor Ort ganz gut mit aus. Selber einfach jemanden aus dem Telfonbuch anzurufen halte ich für schiwerig.

Viel Erfolg!

Beitrag von lotte20567 25.11.10 - 20:06 Uhr

Hallo,
manchmal ist eben einfach der Punkt erreicht, wo man allein nicht mehr weiter kommt. Da kann der geeignete Psychologe helfen.
Die genaue Definition und Unterscheidung findest Du hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Psychologe#Abgrenzung . Insofern ist die Frage nicht entweder / oder, sondern wer ist richtig für mich? Ich habe mich damals an unsere Kinderklinik gewendet (dort wurde Pia behandelt und ist gestorben) und bin deren Empfehlung gefolgt. Das war gut. Es gibt unendlich viele Therapeuten und Arten der Therapei und abgesehen davon, dass einigen einen Schwerpunkt haben (bei meiner war es Trauerarbeit) muß das Gefühl eben auch stimmen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Psychotherapie-_und_Selbsterfahrungsmethoden

Du mußt Dich warscheinlich etwas Umhören und vielleicht auch den einen oder anderen ausprobieren, bis es paßt. Mir hat damals sehr gut eine Familienaufstellung geholfen, bei der ich mich noch einmal richtig von Pia verabschieden konnte. http://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung Aber auch da hängt viel von der leitenden Person ab.

Viel Erfolg und alles Gute

Lotte

Beitrag von maira81 25.11.10 - 20:16 Uhr

hallo,

sowohl der psychologe als auch der psychologische psychotherapeut haben ein psychologiestudium absolviert. der psychologische psychotherapeut hat darüberhinaus noch eine 3-5 jährige ausbildung zum psychotherapeuten abgeschlossen, ähnlich wie beim mediziner die ausbildung zum facharzt. dann gibt es noch psychiater mit therapieausbildung. die haben als grundlage ein medizinstudium mit der facharztausbildung zum psychiater/neurologen absolviert und können auf grund dessen auch psychopharmaka verschreiben und überweisungen ausstellen, z.b. zur stationären therapie.
wichtig bei deiner suche ist, dass es sich um einen PSYCHOLOGISCHEN psychotherapeuten handelt, da nur dies ein geschützter begriff ist und von den kassen getragen wird. es gibt auch psychologische berater o.ä. die nach dem heilpraktikergesetz geprüft wurden und nicht psychologie studiert haben müssen. hier ist es häufig schwierig sicher zu stellen dass die betreffenden "therapeuten" auch tatsächlich eine fundierte ausbildung haben.
ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen,
lg, maira

Beitrag von mahaluma 26.11.10 - 17:00 Uhr

Der ersten Antwort muss ich mal ganz fest widersprechen. Das ist genau umgekehrt. Psychologen buddeln und Psychotherapeuten kümmern sich um Besserungsstrategien für den Alltag. Ist aber natürlich auch von der Person abhängig.