Sorry, hab heut auch eine Töpfchenfrage

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von nsbrbg 25.11.10 - 20:16 Uhr

Meine Kleine (2 Jahre und 5 Monate) hat noch keine Interesse am Töpfchen. Morgens und abends zum Zähneputzen springt sie immer ohne Windel rum, aber zu der Zeit muß sie so gut wie nie.
Wenn sie dann doch mal muß, geht noch viel daneben, bis sie zum Töpfchen kommt....

Wenn ich ihr tagsüber vorschlage, sie soll mir Bescheid sagen, bevor das Pipi in die Windel geht, schimpft sie regelrecht mit mir und sagt, sie will immer in die Windel machen....

Auch ein Versuch, sie mal ohne Windel anzuziehen ist gescheitert. Sie wollte es einfacht noch nicht.

Bitte versteht mich nicht falsch. Ich dränge sie nicht. Ich habe es halt einige Male angesprochen und wenn sie nicht wollte hab ich sie auch nicht gedrängt.

Aber kann es sein, dass sie es noch gar nicht merkt? Dachte in dem Alter bemerken die Kinder schon, bevor das Pipi kommt...

Sie ist in machen Dingen so stur, dass ich manchmal glaube, sie lernt das nie.

Bin heute etwas nachdenklich, weil bei unserem Treffen mit Gleichaltrigen hat sich herausgestellt, dass schon fast jedes Kind aufs Klo geht und meine noch überhaupt keine Anstalten macht....

LG nsbrbg

Beitrag von shorty23 25.11.10 - 20:32 Uhr

Hallo,

bei unserer ist es genau so wie bei eurer! Unsere ist im August 2 geworden, manchmal geht sie aufs Töpfchen, war aber noch nie was drin. Vorher Bescheid sagen? "NEIN" - ok, dann halt nicht. Ich denke, da hat halt jede ihren Rhythmus und wer weiß wie das bei den Gleichaltrigen von denen du schriebst in Wirklichkeit ist - vielleicht erzählen das mache auch etwas anders als es ist ... ich lass mich da nicht mehr stressen von.

LG und mach dich nicht verrückt, unsere werden auch irgendwann ohne Windel sein, das hat bisher jedes Kind geschafft!

Beitrag von jeannette78 25.11.10 - 20:56 Uhr

Hallo,

also ich kann dich sooo gut verstehen!! Meine Süße ist 2 Jahre und 7 Monate alt und macht keinerlei Anstalten. Wenn man sie fragt, sagt sie abends und morgens meist ja, dann kommt auch was. Von allein kommt sie allerdings fast nie. Tagsüber reagiert sie meist nicht. Als ob sie kein Interesse hätte. Manchmal ist sie auch richtig böse, so in etwa: "Nein Mama, kapierst du es nicht, ich will noch nicht". Also lasse ich es immer wieder. Und ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob dass nun der richtige Weg ist, das Kind ständig für Ewigkeiten aufs Töpfchen zu setzen, nur um dann zu sagen, mein Kind ist trocken, es braucht gar keine Windeln mehr. Wie denn auch, wenn man den halben Tag auf dem Topf sitzt.
Also in unserem Umkreis gibt es in Ihrem Alter kaum Kinder die komplett trocken sind. Einige fangen an, aber bei den meisten hieß es dann plötzlich so um die 3 Jahre rum: Es ist ganz schnell gegangen, von heut auf morgen wollte sie/er keine Windeln mehr und dass wars dann meist. Und ganz ohne Wochen-, ja teilweise monatelanges "Training".
Ich finde, es wird viel zu viel Wind darum gemacht, die Kinder ja schnell trocken zu kriegen. Ein Kind ist doch nicht klüger oder begabter, nur weil es früh trocken ist. Und solange das Wickeln kein Kampf ist.
Immer wenn ich denke, ich glaube, sie wird nie trocken, erinnere ich mich an frühere Situationen, bei dehnen ich so gedacht habe. Bei mir waren da so einige: Ich habe gedacht, sie würde nie was anderes essen, als komplett Püriertes, niemals aus der Tasse trinken, nie mit nem Löffel essen, ohne dass alles daneben geht,...

Mach dir keinen Kopf ;-)

Beitrag von nsbrbg 25.11.10 - 21:04 Uhr

Du hast echt recht.

Bei uns war auch alles ein langwieriger Prozess (Trinken aus Tasse, alleine Essen...). Ich dachte auch sie lernt das nie.
Und plötzlich hat es geklappt.

Wird dann mit Klo gehen bestimmt auch mal, obwohl ich es mir im Moment echt net vorstellen kann.

Aber schön zu hören, dass es doch auch Gleichgesinnte gibt;-)

Beitrag von marion0689 25.11.10 - 21:03 Uhr

Hallo!

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt gleich wieder Ärger von allen Seiten bekomme:

Ich finde, mit 2 Jahren ist es einfach schon zu spät mit dem Töpfchen anzufangen.
Die Kinder sind in ihrer schönen Trotzphase und fangen auch an "gegen" ihre Eltern zu arbeiten.

Mein Sohn ist 15 Monate alt und ich setze ihn seit er 1 Jahr ist öfter am Tag mal aufs Töpfchen. Ganz ohn Zwang und ohne "bitte bitte". Ihm machts Spaß ( er "liest" wie die Großen Zeitung wenn er drauf sitzt ;) ) und es geht JEDES mal etwas rein.
Großes Geschäft haben wir seit ca 2 Monaten gar keins mehr in der Windel.
Pipi ist klar, geht noch oft in die Windel.

Seit paar Wochen nun läuft er selber ins Bad und zeigt aufs Töpfchen, wenn er drauf will.

Ich selber war auch mit 18 Monaten trocken und ich habe keinen seelischen Schaden, weil ich nicht mi 3 Jahren noch ne Windel um den Hintern hatte...

Ich finde dieses: "Das Kind muss zeigen, wenn es drauf will" - Getue total bescheuert.
Für jeden Scheiß gibts Kurse ( Musikunterricht für Baby´s Sinne, Babyschwimmen usw .... )
dazu werden die Kinder "gezwungen", aber sein Kind mit einem Jahr aufs Töpfchen zusetzen ist eine "Qual" für das Kind....also bitte.

Naja...jedem seine Meinung....

Liebe Grüße

Beitrag von nsbrbg 25.11.10 - 21:15 Uhr

Du hast ja nicht unrecht.
Daher mach ich mir ja Gedanken, da sie ihren Sturkopf jetzt hat und bockig wird, wenn nichts nach ihrem Köpfchen geht.

Aber ich hoffe doch, wir bekommen das auch noch hin;-)

Beitrag von marion0689 25.11.10 - 21:20 Uhr

Irgendwann klappts bestimmt :)

Beitrag von sonne1680 25.11.10 - 22:31 Uhr

Sicher schadet es nicht sein Kind schon recht früh immer wieder mal aufs Töpfchen zu setzen. Nur muss das Kind das auch wollen und mitmachen.

Meine Tochter (2 Jahre und 7 Monate) hat auch schon mit 18 Monaten auf dem Topf gesessen. Dann war mal Pipi drin und seitdem bekomme ich sie da nicht mehr drauf. Sie hat sich total erschreckt und im Nachhinein scheint sie wohl noch nicht so weit gewesen zu sein.

Nun verweigert sie total. Ich will sie nicht zwingen. Sie sagt zumindest, wenn sie einen Haufen gemacht hat und verlangt nach einer neuen Windel. Ohne Windel will sie gar nicht rumlaufen. Wahrscheinlich weil schon ein paar Mal was auf den Boden gegangen ist und sie hat dann bitterlich geweint.

Da muss ich wohl geduldig sein. Das wird schon.

Beitrag von augustiner 25.11.10 - 23:08 Uhr

Hallo,

meine Meinung dazu natürlich kann man sobald das Kind sitzen kann anfangen! Ich bin froh ein Beispiel zu haben. Freunde von uns haben es gemacht den Kleinen mit 8 Monaten auf den Topf zu sezten, hatten auch viele Erfolge.

Nun ist er 2 und 7 Monate und "kann" es immer noch nicht... Is ja auch nicht schlimm, wenn die Eltern sich dann nicht so unter Druck setzen würden, und das ist allein was sich auf das Kind überträgt. Er funktioniert nicht so wie sie es gerne hätten...

Ich hab so oft hier bei Urbia gelesen, der Durchschnitt liegt bei 2 1/2 Jahre, wo sie es eben auch merken oh ich muss mal und es auch noch bis aufs Töpfchen anhalten können. Und das hab ich gemacht und es klappt wirklich.

P.S. Laut meinen Eltern war ich schon mit 1. Jahr trocken - war halt früher so üblich - ich weiss auch nicht warum es nicht mehr funtioniert. Ich hab auch keinen Schaden davon getragen - aber ich kenne einige Leute die einen Schaden getragen haben (die können nirgendwo anders aufs Klo...aber wer würde diesen "Schaden" schon zugeben)

Beitrag von marion0689 25.11.10 - 23:17 Uhr

# P.S. Laut meinen Eltern war ich schon mit 1. Jahr trocken - war halt früher so üblich - ich weiss auch nicht warum es nicht mehr funtioniert #

Ich glaube, es funktioniert nicht mehr, weil die Eltern das Töpfchen als etwas negatives ansehen.
Ich hab schon oft gesagt bekommen, ein Kind doch einfach Kind sein lassen und ihm seine Windel zu lassen.

Und außerdem: früher wurde mit Mullwindeln gewickelt, das wiederum war mit viel Arbeit verbunden und so haben sich die Eltern Mühe gegeben, die Kinder schnellsmöglich trocken zu bekommen.
Heute sind viele Eltern wahrschienlich einfach zu gemütlich. Denn man muss den Kids ständig hinterher sein. Und so ne Wegwerf-Windel ist natürlich schon praktisch.

Gäbe es heute keine Pampers wären die Kleinen - und da bin ich mir sicher - mit spätestens 2 Jahren ALLE trocken.

Liebe Grüße

Beitrag von augustiner 26.11.10 - 22:55 Uhr

Das glaub ich ja auch, aber ich finde es trotztdem komisch, dass auch heute Eltern wirklich hinterher sind und es doch nicht klappt. Sicherlich im Umkehrschluss weil auch das Kind durch Pampers nicht so mitmacht.

Tja bräuchte man mal ein Versuch mit Mullwindeln...

Aber ich glaube auch an die Theorie mit den 2 1/2 Jahren - es bewusst zu merken. Vorher ist halt alles Training aber mit ca. 2 1/2 trocken. Es gibt ja auch noch dieses Gehirnding in der Nacht, wenn das nicht ausgereift ist (gibt medizinische Gründe dafür) kann man machen was man will. Früher hieß es "Bettnässer". Heute weiss man einen Grund dafür. Ich weiss jetzt nicht genau was da nicht entwickelt ist, aber es gibt es und man kann sogar dagegen Medikamente einnehmen.

LG
augustiner

Beitrag von christianeundhorst 26.11.10 - 03:51 Uhr

"Naja...jedem seine Meinung.... "

Na dann viel Spass bei der Dressur. Ich sag dazu nur: Es ist nicht alles Gold was glänzt und es ist nicht alles richtig nur weil es gelegentlich funktioniert.


Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina fast 29 Monate ( die auch keinen seelischen Schaden hat nur weil sie - mitten in ihrer Autonomiephase, denn "trotzig" werden da nur die Eltern :-p - von ganz alleine trocken wird )

Beitrag von marion0689 26.11.10 - 09:53 Uhr

Und genau das meine ich...

"Dressur"....Was findest du zB an dem Töpfchen so schlimm, dass du es sogar als "Dressur" bezeichnest??

Damit, dass mein Sohn zum Töpfchen geht, wenn er drauf möchte, zeigt mir als Mutter, dass er mit dem Töpfchen keinerlei Probleme hat und auch nichts negatives verbindet.
Hast du mal dressierte Pferde gesehn?? Die machen ihre "Küren" nur weil sie müssen, ob sie nun wollen oder nicht.

Mich würde mal interessieren, ob du auch der selben Meinung wärst, wenn du täglich 20 Stoffwindeln waschen, auskochen, trocknen müsstest??

LG