Kuhmilch-Frage

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von die.caro 25.11.10 - 21:09 Uhr

Hallo,

ich habe mal eine Frage zum Thema Kuhmilch. Hier wird ja öfters mal geposted, dass man diese nicht füttern soll, sie sei für Kälber etc.

Mein Sohn ist 14 Monate alt und hat sich gerade selbst abgestillt, nix mehr zu machen. Er bekommt nun zum Frühstück entweder Brot und Halbmilch (Kuh) oder ein Babymüsli mit Halbmilch. Diese verträgt er anscheinend, wie auch mein Mann und ich (Lactoseintoleranz wird ja autosomal-rezessiv vererbt, müsste also bei uns nicht der Fall sein, oder?), gut.

Pre- bzw. 1er Milch hat er bis vor 2 Monaten ausschließlich im Abendbrei toleriert, als Milchflasche nimmt er sie nicht. Wir haben im Laufe der Zeit verschiedene Marken ausprobiert.

Spricht wirklich was dagegen, ihm Kuhmilch (natürlich in begrenzten Mengen) zu geben? Was wären die Alternativen, wenn Muttermilch und Sojamilch (letztere kommt für mich wegen der darin befindlichen Östrogene und Allergene nicht in Frage) rausfallen? Ziegenmilch wäre ja, zumindest der oben genannten Argumentation zufolge auch Quatsch, da für Zicklein?! ;-)

Mich interessiert, welche Argumente die Kuhmilchgegner hier haben, was die Alternativvorschläge sind und ob jemand verlässliche Studien dazu nennen kann. Vielen Dank!

#winke

Caro

Beitrag von haruka80 25.11.10 - 22:17 Uhr

HUhu,

ich bin kein Kuhmilchgegner, habe allerdings ne Laktose-Intoleranz, weshalb ich keine Kuhmilchprodukte zu mir nehme. Mein Sohn ist 19 Monate und bekommt noch eine Flasche 1er Milch, ich habe ein paar Mal versucht, ihm Kuhmilch zu geben,keine Chance, mag er nicht, ist auch total ok! Ich habe eh die Bedenken gehabt, dass er dann zuviele Milchprodukte zu sich nimmt, da man nur bis 300ml/g am Tag an Kleinkinder geben soll. Da er schon 2 Joghurt am Tag isst plus Käse,Frischkäse würde er definitiv immer über den 300g liegen, weshalb ich eben froh bin, dass er Kuhmilch gar nicht möchte.

Ich denke, sowas muß jede Mutter für sich entscheiden, wie so vieles;-)

L.G.

Haruka

Beitrag von die.caro 25.11.10 - 22:32 Uhr

Danke für die Antwort. Wir kommen auch mit Milch nicht über die 300ml am Tag, daher habe ich da keine Bedenken.
Klar will ich das ja auch allein für mich entscheiden, aber dazu wollte ich mal die Argumente Anderer hören ;-) Mich hat einfach nur interessiert, wieso manche Kuhmilch so rigeros ablehnen und was es in deren Augen für Leute wie meinen kleinen "Milchjunkie" #flasche an Alternativen gäbe.

Liebe Grüße!

Beitrag von berry26 26.11.10 - 09:18 Uhr

Hi,

das Problem an der Milch ist nicht die Laktose sondern das Milcheiweiß! Das kann in zu großen Mengen die Nieren schädigen, da diese bei Kleinkindern einfach noch nicht ausgereift sind. Das hat auch nichts mit dem kurzfristigen Vertragen zu tun, denn ob es schadet merkt man nicht sofort.

Deshalb sollte man Babies und Kleinkindern nur wenig Milch- und Milchprodukte anbieten. 200-300 g/ml täglich sollten ok sein, bei Frischkäse und Quark weniger, da diese Produkte fast nur aus Milcheiweiß bestehen.

Online habe ich dazu leider nur wenig gefunden:

http://www.fid-gesundheitswissen.de/wie-viel-und-welche-milch-brauchen-kleinkinder-20080804/102005312/


LG

Judith

Beitrag von zwillinge2005 26.11.10 - 14:21 Uhr

Hallo,

ich bin kein Kuhmilchgegener und Du anscheinend auch nicht. Aber warum fütterst Du "Halbmilch"? Dann lieber Kuhmilch in begrenzter Menge (300-400ml max/Tag) und nicht mit Wasser verdünnt. Aber er muss keine Milch trinken.

LG, Andrea

Beitrag von die.caro 27.11.10 - 20:55 Uhr

Hallo,

das mit der Halbmilch hat sich so ergeben, weil er jetzt nachts wieder eine Flasche braucht, Wasser nicht gereicht hat, die Menge an Milch mit Joghurt und manchmal Milchbrei am Tag aber sonst die 300ml/Tag überstiegen hätte.
Inzwischen gibt es keinen Milchbrei mehr und wenn die Menge an Milchprodukten am Tag nicht zu hoch war, gibt es auch weniger oder gar kein Wasser in die Milch.
Danke für Deine Antwort.

LG,
Caro

Beitrag von fragmaledeltraud 26.11.10 - 20:54 Uhr

Selbstverständlich ist Kuhvollmilch gesund. Man sollte sie nur halt in Maßen genießen. Im Übrigen wird kaum ein Brustkind nicht mit Kuhvollmilch(produkten) in Kontakt kommen, da nur sehr wenige Brustmütter während der Zeit, in welcher sie ihr Kind per Brüsten ernähren, auf Kuhvollmilch(produkte) verzichtet.

Für Einjährige ist eine Kuhvollmilch(produkte) zufuhr von 300 ml am Tag empfehlenswert.