Sie schläft Nachts nur durch stillen wieder ein...

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von schlaubi83 25.11.10 - 21:45 Uhr


...und so langsam frage ich mich, ob das so gut ist...
Meine Tochter wird nächste Woche sechs Monate alt. Seit einigen Wochen, wird sie Nachts mehrmals wach und läßt sich in ihrem Bett (Anstellbett) nicht beruhigen. Das klappt dann nur durch im Arm schockeln (selten und dauert etwas) oder wenn ich sie stille, dann trinkt sie ein paar Minuten und schläft dann meist für so ca. zwei Stunden weiter- dann das gleiche noch mal von vorn...Meistens schlafe ich dann beim stillen mit ein, so dass sie mit bei uns im Bett schläft und manchmal halt auch wach wird, weil ich mich umdrehe, aber ich schaffe es nicht immer wach zu bleiben, um sie wieder rüber in ihr Bett zu legen (ganz geheuer ist mir das in Hinblick Sicherheit auch nicht...).
Jetzt habe ich gelesen, dass Babys mit sechs Monaten überhaupt keine Mahlzeit mehr Nachts brauchen und das häufiges stillen zur Beruhigung für die Zähne genauso schlecht ist, wie Nuckeln an der Flasche (sie hat zwei Zähne).
Wie macht ihr das mit dem stillen Nachts? Ich will ihr das halt auch nicht dauerhaft als Beruhigung angewöhen...Habt ihr Tricks, wie man am besten Nachts abstillt?

Gute Nacht und danke :-),

Julia

Beitrag von jumarie1982 25.11.10 - 22:20 Uhr

Huhu!

2 Mal Nein!
Nein zu "braucht ab 6 Monate nachts nichts mehr"
und Nein zu "nächtliches Stillem schlecht für die Zähne".

Wann ein Kind nachts nichts mehr zu essen und zu trinken benötigt ist völlig individuell. Trinkst du nicht auch manchmal nachts ein paar Schlucke Wasser? Zudem ist Stillen ja auch noch ein Näge tanken, eine Sicherheit in der dunklen Nacht.
Sei doch einfach froh, dass sie damit immer so schôn schnell wieder schläft.

Zu der Zahmgeschichte: Beim Stillen wird die Brustwarze ganz in den Mund hineingesaugt. Die Milch kommt mit dem Zähnen (wenn sie überhaupt schon welche hat?) garnicht in Berührung. Hab heute beim Arzt gesehen, dass sogar in der Eltern dazu endlich ein Artikel war, in dem ein Arzt das bestätigte.
Das "nursing-bottel-Syndrom" lässt sich nicht auf Stillkinder übertragen.

Zur Sicherheit: lass sie weiter im Schlafsack schlafen, nim
selbst nur ein kleines Kissen, rauche nicht und nimm keine Tabletten und bring die Temperatur im Schlafzimmer auf 16-18 Grad, dann gibt es keine sichereren Ort, als das Familienbett #pro

Gib deinem Baby doch einfach jetzt noch die Nähe, die es anscheinend braucht, es ist noch so klein!

Es kommt der Tag, da lässt sie sich nicht mehr durchs Stillen "einschläfern" ;-)

LG
Jumarie

Beitrag von jumarie1982 25.11.10 - 22:21 Uhr

Rechtschreibfehler darfste behalten! :-p

Beitrag von muehlie 25.11.10 - 23:41 Uhr

Freu dich doch, dass es so einfach ist, die Kleine zu beruhigen, und lass ihr das ruhig, solange sie möchte. :-) Da kommen mitunter noch anstrengende Zeiten auf dich zu, in denen deine Kleine nachts mehr zu verarbeiten hat und dementsprechend unruhig schläft. Alle Mütter, die ihre Kinder bis dahin schon abgestillt haben, tigern in solchen Fällen dann nachts mit Kind auf dem Arm durch die Wohnung und suchen hier verzweifelt nach Lösungen.
Du dagegen kannst dich, wenn es weiterhin so läuft, mit deiner Tochter einfach in dein Bett kuscheln, stillen und weiterschlafen oder zumindest dösen.
Und welche Bedenken hast du denn wegen der Sicherheit? Wenn du sowieso ein Anstellbett hast, dann leg doch die Kleine einfach auf deine Seite, also da, wo das Anstellbett ist. Da ist auch die Gefahr durch Decken und Kissen nicht so groß.

Beitrag von qrupa 26.11.10 - 08:11 Uhr

Hallo

mit 6 MOnaten brauchen die Kleinen zwar keien nachtmahlzeiten mehr um zu überleben, aber sie sind nach wie vor von natur aus für babys vorgesehen. Noch mit 10 Monaten brauchte in nach Bedarf gestilltes Baby ca 20% seines tagesbedarfs an Kalorien in der nacht, denn auch da wird viel Energie zum wachsen und entwickeln benötigt. und in Wachstumsschüben kann es eben auch mal sein ,dass die Kleinen nachts sehr oft stillen wollen.

Zum Thema Zähne: Wer immer das geschrieben hat, hat keine Ahnung vom stillen! Das was bei der Flasche so problematisch ist, ist dass die Zähne die ganze zeit von Flüssigkeit umspühlt werden. Das passiert beim stillen aber nicht, weil die Brustwarze so weit nach hinten eingesaugt wird, dass die Milch gar nicht an die Zähne kommt.

Und zum Thema angewöhnen: Du gewöhnst ihr damit nichts an, denn es ist eben von Natur aus so vorgesehen. Es wird auch wieder besser werden. Wenn es dich ganz massiv stört und du das nicht weiter willst, dann wirst du dir einige Nächte um die Ohren schlagen müssen und dein baby anders beruhigen. Und solange du ein paar kleien Sicherheitsregeln beachtest, ist das Familienbett der sicherste Schlafplatz für dein baby.

Beitrag von margarita73 26.11.10 - 08:18 Uhr

Hallo,

genau das Gleiche läuft bei meiner Tochter und mir zur Zeit auch ab. Und so nett sich das auch anhört mit dem "Ist doch gemütlich und schön und wie toll, dass sie so schnell wieder einschläft..." so anstrengend empfinde ich das für mich! Meine Tochter hat das Ganze auf fast stündlich gesteigert und ich fand es einfach nur noch zehrend, auslaugend und furchtbar. Ich stille gerne und sie darf auch gerne 3x nachts trinken, aber dann muss es auch mal gut sein! Ich hab meine Tochter heute nacht das erste Mal in ihr Zimmer gelegt. Natürlich hatte ich das Babyphon an. Um 23 Uhr hab ich sie das erste Mal gestillt. 1Uhr Schnuller gegeben. 1.o5Uhr nochmal Schnuller, dann ging das große Protestgeheul los, also hab ich sie gestillt. Um 4 wieder und dann hat sie bis 7 geschlafen. Eine Traumnacht!!! Achso: um eins bin ich mit in ihr Zimmer gezogen. Dass sie diese Nacht so "selten" kam, war eine Ausnahme und Glück, aber es war toll und hat mir gezeigt, dass es auch mit nicht stündlichem Stillen für sie geht. Sie bleibt jetzt in ihrem Zimmer nachts und wenn sie früher als nach 2-2,5h gestillt werden möchte, werde ich sie tragen und kuscheln, aber nicht stillen. So möchte ich die Abstände langsam verlängern. Wird evtl einige unerholsame Nächte bedeuten, dann aber hoffentlich besser werden. Ist übrigens als Methode nachzulesen in "Schlafen statt schreien" von E. Pantley.

LG Sabine

Beitrag von ayshe 26.11.10 - 09:18 Uhr

Meine Tochter brauchte das sehr lange und einschlafstillen ist das normalste der Welt, ich habe das nicht bewußt beendet.

Beitrag von queequeg 26.11.10 - 09:22 Uhr

Hallo,

ist bei uns genau das Gleiche. Meine Tochter ist auch 6 Monate alt und schläft nur durch das Stillen weiter.
Mal schauen wie lang das noch so geht. Ich habe nicht vor da was zu ändern im Moment weil mir mein Schlaf einfach heilig ist und ich sie lieber stille und nach 10 Minuten weiterschlafe als daß ich andere Methoden suchen sie zu beruhigen und die würden ne Stunde in Anspruch nehmen. Dazu bin ich zu faul und zu ängstlich daß es nicht klappen könnte.

Lg

Beitrag von blobundbohne 26.11.10 - 17:58 Uhr

Hallo,
zuerst einmal zu Deiner Beruhigung: Das ist vermutlich der 26 Wochen Schub, da steht die Welt dann gründlich Kopf. ;-) Da braucht sie dann ganz viel extra Nähe. So mit ca. 6 Monaten schlafen viele Babys erstmal wieder schlechter. Aber das geht vorbei. :-)
Mit dem Stillen: Du kannst versuchen nachts langsam (!) die Stillzeit zu reduzieren, in der Hoffnung, dass Deine Tochter tags mehr zu sich nimmt oder / und nachts weniger braucht. Kann funktionieren, muss aber nicht. ;-)
Du nimmst Dir allerdings auch den nächtlichen nuklearen Beruhigungsschlag, wenn sie sich durchs Stillen nicht mehr beruhigen lässt - überleg Dir also vorher auf jeden Fall, ob Du mit anderen nächtlichen Beruhigungsstrategien besser zurechtkommst.
LG, die Bohne, die lange experimentieren musste, wie sie ihre Tochter sinnig beruhigt, weil sie mit 4 Monaten nicht mehr Schlafstillen wollte