Präventivkur, ambulante Badekur - Erfahrungen mit Genehmigung

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Beitrag von hsicks 26.11.10 - 06:36 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich ( 63 und 51 Jahre ) möchten im Frühjahr aus gegebenem Anlass ( Herzkrankheit bzw. Wirbelsäulenprobleme und frauentypische Erkrankung sowie Stress ) erstmals eine " ambulante Badekur " machen.

Wie sind Eure Erfahrungen, soweit Ihr so etwas schon einmal gemacht habt - ging es schnell mit der Genehmigung oder zickte die Krankenkasse herum ? Unser Antrag ist abgeschickt, wir sind mal gespannt auf die Reaktion von Kassenseite.

Wir beabsichtigen keinen " Wellnessurlaub " auf Kosten der Krankenkasse, sondern werden unser Quartier selbst suchen und möchten uns lediglich die tatsächlichen Heilmittel wie Massagen und Bäder zu Lasten der Krankenkasse verschreiben lassen.

Freue mich auf Antworten,

lG,
Heike

Beitrag von doucefrance 26.11.10 - 14:54 Uhr

Hallo Heike

ich habe von beiden Seiten her Erfahrung damit (habe als Arzthelferin in einer Kurarztpraxis gearbeitet) und selbst einmal eine gemacht.

Damals, vor ca. 15 Jahren ging das noch problemlos. Ich konnte den Ort selbst aussuchen (wir waren auf Langeoog), der Hausarzt "schlägt den normalerweise vor" aber da gehen soweit die INdikationen stimmen alle Kurorte.
Vor Ort muss man sich einen betreuenden Badearzt suchen. Dort zeigt man dann seinen Krankenkassenzettel vor und bekommt die Antrittsuntersuchung nach der die Anwendungen festgelegt worden. Hier bei uns am Ort (Herzkreislauf, Gelenk und Frauenkrankheiten) waren das zB. heiße oder kalte Moorpackungen für die Gelenke, Moorbäder, Sprudelbäder, Wassergymnastik, Kneippsche Güsse, Bürstenmassagen, Lymphmassagen, Teil oder Ganzkörpermassagen, Bewegungsbad / Wassergymnastik.
Meist kam man pro Tag von Mo bis Fr auf je 2 bis 3 Anwendungen. Also morgens ist man dann vollauf beschäftigt. Aber alles eben in Absprache mit dem Arzt. Achja, Autogenes Training wurde auch noch angeboten, das fand dann in unserer Praxis statt.

Ich denke, wenn man ein wenig freier sein möchte, ist eine ambulante Badekur die bessere Wahl, denn man kann die Termine meist in Absprache mit der Kurmittelverwaltung wunschgerecht legen, so dass beide dann beschäftigt sind, und der Nachmittag zur freien Verfügung steht.

Jede Woche steht ein sog. Kontrolltermin beim Arzt an, wo nur mal eben RR gemessen und gefragt wird, wie alles vertragen wird, ob schon Besserung eingetreten ist.

Ca. 2 bis 3 Tage vor Abreise die Abschlussuntersuchung wonach dann der Bericht für Krankenkasse und Hausarzt geschrieben wird. Wir haben den immer nahc der letzten Unterschung geschrieben und er wurde per Post geschickt. Jedoch handhabten das andre Badeärzte auch so, dass der Bericht ne Stunde oder so nach dem letztem Arzttermin abgeholt werden kann um Porto zu sparen.

Das war es erst mal in groben Zügen.
Vllt. wäre unser Ort auch von Interesse, der beinhaltet quasi alle Indikationen die Ihr braucht. Wenn Du noch keinen Wunschort hast, dann schreib über VK, dann nenne ich Dir meinen Wohnort.

Liebe Grüße
Birgit

Beitrag von hsicks 27.11.10 - 06:18 Uhr

@Doucefrance und Roter.Kussmund ,

vielen Dank für Eure Beiträge.

Wir haben Bad Alexandersbad im Fichtelgebirge ins Auge gefasst, denn die Indikationen " Herzinsuffizienz ", " Erkrankungen des Bewegungsapparates " und " Frauenleiden " stimmen und es gibt Moorbäder und auch Mineralquellen. Außerdem ist diese Ecke Deutschlands noch sehr preiswert und man bekommt locker ein schönes Doppelzimmer mit HP für 30 Euro/Person/Nacht, besonders bei Langzeitaufenthalt.

Wie Du sagst, liebe Birgit, war es vor Jahren viel einfacher, mein Mann bekam schon einmal mit Anfang 40 eine Kur im Sanatorium und ich war mal auf ausdrückliche Anweisung meines damaligen Arbeitgebers in einem krankenkasseneigenen Haus in Reha-Kur nach schwerer Krankheit, aber das ist eine ganz andere Geschichte als eine ambulante Badekur.

Daheim ist es leider mittlerweile fast gänzlich unmöglich, sich Massagen, Krankengymnastik oder Bäder ( mein Heimatort mit Sole-Mineralquelle , ebenfalls Kurort , ist nur 80 km entfernt ) verschreiben zu lassen, da schiebt einer den schwarzen Peter wegen des Budgets auf den anderen. Und beruflich wäre es mir fast unmöglich, denn ich bin an mindestens 3 Tagen pro Woche von 8.00 bis 19.00 Uhr unterwegs.

Warten wir mal ab, wie lange es dauert, bis die Kasse sich rührt,

liebe Grüße an Euch beide,
Heike

Beitrag von .roter.kussmund 27.11.10 - 10:47 Uhr

hui, bad alexandersbad... also, ich kann dir nur sagen, daß ihr euch da (auch) eine wunderschöne gegend ausgesucht habt. wir sind mehrmals im jahr da "unten"... nämlich auf dem rückweg von unserem bummeltag ins dreibädereck (mariánské lázně/marienbad - frantiskovy lázne/franzensbad - karlovy vary/karlsbad). wir düsen immer die autobahn "runter" und heimwärts gehts über die landstraßen.
ich wünsche euch, daß es mit euer kur klappt.

Beitrag von .roter.kussmund 26.11.10 - 20:01 Uhr

du wirst vermutlich keine probleme haben.
lies mal hier, unter: Kur in Tschechien
http://www.kuren-center.de/kurentschechien/index.php

Beitrag von doucefrance 27.11.10 - 13:03 Uhr

Hallo Heike,

dann wünsche ich Dir viel Glück - und Ihr habt ja dann genau die Dinge, die wir hier auch haben.

Ausser, dass wir das "gräfliche Kurbad" vorweisen können;-)

Liebe Grüße
Birgit