Man hätte es verhindern können

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von kuckuk 26.11.10 - 11:14 Uhr

hallo,

ich habe gerade gelesen daß der Mörder Jan O. schon längst im Gefängnis sein sollte.
Er hat gegen Bewährungsauflagen verstoßen, wurde aber nicht verhaftet.

Jeder Falschparker wird in Deutschland wie ein Staatsfeind behandelt, aber so ein Monster bekommt eine Chance nach der anderen.

Mein Mitgefühl für alle seine Opfer und ihre Familien.

Kuckuk

Beitrag von pupsismum 26.11.10 - 12:38 Uhr

>>Jeder Falschparker wird in Deutschland wie ein Staatsfeind behandelt, aber so ein Monster bekommt eine Chance nach der anderen. <<

Was für ein Blödsinn!

Bis dato war er wohl hauptsächlich wegen Beschaffungskriminaltität auffällig, das er dazu übergeht zu töten, war überhaupt nicht absehbar.

Ja, hier sind die langen Amtswege zwei jungen Menschen zum Verhängnis geworden.

>>Die Zeitung zitiert aus Justizkreisen, dass der Widerruf der Straufaussetzung zur Bewährung zu diesem Zeitpunkt schon eingeleitet wurde.<<

http://www.az-online.de/nachrichten/deutschland/sollte-doppelmord-wieder-knast-1022699.html

Allerdings heißt das nicht, dass seine Taten damit grundsätzlich verhindert werden können. Kann genauso gut sein, dass er dann nach Entlassung aus der Haft sich erstmal zum Frustabbau ein paar Opfer gesucht hätte.

Beitrag von -kopfsalat- 26.11.10 - 14:59 Uhr

"Jeder Falschparker wird in Deutschland wie ein Staatsfeind behandelt"

was für ein Schwachsinn #klatsch

Beitrag von sacoma 26.11.10 - 17:28 Uhr

Der Vergleich ist vielleicht ein bissl fehl am Platz. Ich parke ständig falsch und ich habe mich noch nie wie ein Staatsfeind gefühlt.

So viel hätte verhindert werden können! Kinder müssten nichts sterben, vergewaltigt oder geschlagen werden usw...
Es wird einfach immer wieder so was geben. Der Typ ist ja nur wegen "geringfügiger" Delikte verurteilt worden... Das er das macht, war nicht vorhersehbar aber es ist schrecklich!

Solche Dinge lassen sich nicht verhindern - man kann bloß hoffen, das er nie nie wieder frei kommt und nochmal eine Familie dieses schlimme Schicksal erleiden muss.

LG Sacoma

Beitrag von anyca 26.11.10 - 17:56 Uhr

So ein Schwachsinn. Vorher hatte er - soweit man weiß - noch nichts "Monströses" getan.

Und daß Falschparker wie Staatsfeinde behandelt werden, ist mir auch neu.

Beitrag von samcat 26.11.10 - 21:00 Uhr

Etwas überspitzt darzustellen, gehört nunmal zu den rethorischen Mitteln. Wenn man zu Beispiel sagt: Da waren tausende von Menschen, will man damit sagen, dass es ungewöhnlich viele Menschen waren. Ich denke, sie wollte damit nur sagen, dass viele Delikte, die uns nicht soooo "schlimm" vorkommen, häufig härter bestraft werden, als andere, wo es nach unserem Empfinden angemessen wäre. Ich weiß, bin ein Klugscheißerle#schein Aber
seid doch nicht immer direkt so biestig....

Beitrag von kleinerlevin 27.11.10 - 01:03 Uhr

Du schreibst was ich denke! #winke
Aber vielleicht dachten die Damen ja wirklich sie meint es so.
Wer weiß?

Beitrag von samcat 27.11.10 - 20:56 Uhr

Wahrscheinlich :-p

LG

Beitrag von ss120875 27.11.10 - 11:09 Uhr

Finde ich auch, manchmal wird scheinbar nach Posts gesucht über die man sich aufregen kann.

Beitrag von anyca 27.11.10 - 11:35 Uhr

Nur, der Mann ist ja noch gar nicht für die Morde bestraft. Ist er verurteilt und man findet die Strafe zu niedrig (oder er wird als nicht schuldfähig freigesprochen), dann wäre die Argumentation bei aller Überspitzung verständlich.

Bloß, draußen laufen hunderte oder tausende Menschen rum, die wegen Beschaffungskriminalität vorbestraft sind. Soll man die nun alle prophylaktisch einsperren, weil ja einer von ihnen zum Mörder werden KÖNNTE? Nach der Logik müßte man auch alle Leute einsperren, die sich in einer Beziehungskrise befinden, es KÖNNTE ja zu einem Eifersuchtsmord kommen ...

Beitrag von milka700 27.11.10 - 11:32 Uhr

Man kann vieles verhindern!
Aber dazu braucht es NICHT die Staatsgewalt. Wenn jeder etwas mehr auf den anderen achtet und einschreitet wenn irgendwo Ungerechtigkeit herrscht, wäre schon viel geholfen.
Ich sage z.B. immer wieder, dass Kinder nicht der alleinige Besitz ihrer Eltern ist, sondern von jedem erzogen werden dürfen und müssen.
Und nicht immer soviel herunterschlucken und hinterm Rücken, sondern Mund und Augen aufmachen.
Das ermordete Mädchen streunerte ja vorher schon durch das Dorf. WARUM?
Es muss Kontakt zum Mörder gehabt haben, wieso haben die Eltern nicht gemerkt dass sie in falschen Kreisen ist?
Ich frage meine Kinder wo sie sind, alles andere könnten sie sich abschminken, denn ich bin verantwortlich für sie.

Beitrag von catblue 27.11.10 - 20:08 Uhr

Deine Einstellung, dass wir unsere Kinder erziehen dürfen, aber nicht der Besitz der Eltern sind vertrete ich auch.
Das sehen leider viel zu wenig Eltern so!
Aber dass du genau weisst wo ein 13jähriges Mädchen sich immer aufhält, was vielleicht schon in der Pupertät ist bezweifel ich!
Klar fragt man sein Kind wo es hingeht und es muss Bescheid sagen, aber meinst du wirklich du kannst es verhindern, dass deine Kinder dich mal anflunkern??? Meine Große ist gerade 5 Jahre alt,sie sagt genau wo sie hingeht,sogar im Haus, wenn sie auf Toilette geht ;-), aber dass sie es mit 13 Jahren immer genau sagen wird, würde ich nicht mal für meine eigene Tochter die Hand für ins Feuer legen.
Ich denke die Familie des Mädchens haben schon genug Gewissensbisse... denn wenn die wirklich im Streit mit ihrer Tochter auseinander sind (steht von Zeitung zu Zeitung ja auch unterschiedlich, erst hieß es ja, die hätte im Streit schon Tage vorher das Haus verlassen, dann hat sie eine Freundin zum Bahnhof gebracht), belastet das genug, seiner Tochter nicht nochmal gesagt zu haben, dass man es lieb hat, sondern halt im Streit.

Beitrag von milka700 27.11.10 - 21:20 Uhr

Also ich kann mich 100%ig auf meine Kinder verlassen.
Weil sie wissen dass ich mir Sorgen mache wenn sie mich im Umklaren lasse.
Sie haben absolute Freiheiten, übernachten auch bei Freunden, aber melden sich rück.
Wenn nicht, gibts Zunder. Übrigens sage ich ihnen auch, wo ich hingehe, wenn ich weggehe.
Quit pro Quo.

Beitrag von catblue 27.11.10 - 20:11 Uhr

Man hätte es vielleicht verhindern können, wenn jeder seine Augen richtig auf hätte und immer den Mum hätte alles zu melden.
Denn in so einem Kleinen Ort müßte ein Fremder doch aufgefallen sein... so wäre es zumindest hier im Ort.