Gibt es eigentlich noch "normale" Kinder?!

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von itsmyday 26.11.10 - 11:35 Uhr

Hat jemand von euch ein völlig "normales" Kind, das in der Schule nicht in irgendeiner Weise auffällig ist, fröhlich (und nicht zu hibbelig) durchs Leben geht und auch bei den berühmten "U´s" problemlos den TÜV besteht?
Mit kommt fast vor, sowas gibt es schon gar nicht mehr.....

Mein Großer (7.Gym) ist viel zu chaotisch....er schreibt zwar sehr gute Noten, vergißt aber oft die Hausaufgaben und für Tests lernt er nie, weil er einfach nicht dran denkt. Seeeeehr bedenklich das alles.....trotz 2er-Schnitt in allen Fächern. #augen

Meine Tochter (4.Kl.) hat zu sehr schwankende Leistungen: sie schafft es in einer Arbeit eine 5 und in der nächsten eine 1 zu schreiben....die Lehrer sind ratlos und überfordert. Ich weiß von ihr, dass sie nur lernt, wenn sie richtig Feuer unterm Hintern hat....so kommen eben die Noten zustande. #hicks

Mein 3.Schulkind (2.Kl) kann nicht still sitzen. Er zappelt den lieben langen Tag....aber er stört den Unterricht nicht, sondern macht schön mit. Nun wurden wir zum Psychologen geschickt....der übrigens fand, dass mein Kind ein großartiger, gesunder Junge ist. #cool

Selbst mein Kindergartenkind ist bei der U7a durchgefallen: sie malt zu schlecht. #schwitz

Und mein fast 2-Jähriger muss die U7 wiederholen, weil er einen zu geringen Wortschatz hatte. #schock

Die Beispiele ließen sich in meinem Bekanntenkreis beliebig erweitern: der eine hat sowieso ADHS und ist seit Jahren "auf Droge" (Ritalin), der nächste ist zu still und kriegt deshalb keine Gymnasialempfehlung und so geht es munter weiter. #schwitz

Aus meiner eigenen Schulzeit erinnere ich mich, dass die Kinder einfach ihre Grundschulzeit mal durchlaufen haben....ohne großartige Eingriffe, ohne Psychologenhilfe und Medikamentation. Kinder waren eben Kinder, die sich alle auf faszinierende Weise unterschiedlich entwickeln.
Dann kam mit 10 die Aufteilung in unterschiedliche Schulen, wenn das überstanden war, ging man wieder seiner Wege bis zu div. Schulabschlüssen. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Freundinnen alle mit 10 schon mindestens einmal in psychologischer Behandlung waren, wie das so viele Kinder heute sind.

Verkläre ich meine Kindheit, sind die Kinder heute "schlimmer" oder pathologisiert man heute aus Vorsicht alles und jeden? #zitter
(Oder nehme ich die "Probleme" meiner Kinder zu locker?)

Lg Itsy

Beitrag von 3erclan 26.11.10 - 11:38 Uhr

Die Beispiele ließen sich in meinem Bekanntenkreis beliebig erweitern: der eine hat sowieso ADHS und ist seit Jahren "auf Droge" (Ritalin), der nächste ist zu still und kriegt deshalb keine Gymnasialempfehlung und so geht es munter weiter.

Da liest man deine Unwissenheit raus!!!!!!!!!!!!!

Mit diesen typischen Vorurteile kämpfen wir ständig.

Beitrag von itsmyday 26.11.10 - 11:49 Uhr

Welches Vorurteil meinst Du? #kratz

Dass ich Ritalin als "Droge" bezeichnet habe?
Nun, der Junge, von dem ich spreche, ist in meinen Augen ein ganz Lieber.....mittlerweile ist er 10 und hat katastrophale Leberwerte wegen des jahrelangen Medikamentenkonsums. Ich finde das dramatisch. Wirklich.
Wenn du magst, ziehe ich aber den Begriff "Droge" zurück, obwohl das Kind leider wirklich davon geschädigt ist......

Beitrag von celini13 26.11.10 - 12:03 Uhr

Ich verstehe sehr gut was du meinst. Ich habe auch ein sehr großes Problem damit, dass man versucht die Kinder in ein bestimmtes Schema zu drücken. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft gibt es einfach kein Verständnis (und kein Platz) für den individuellen Rhythmus der Entwicklung eines jeden einzelnen Kindes.

Ich habe mich mal hier reingelesen: http://www.amazon.de/Sch%C3%BClerjahre-Wie-Kinder-besser-lernen/dp/3492258484/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1290768436&sr=8-1
und ich kann nur mit dem Kopf nicken über das Geschriebene. Eigentlich hat Remo Largo das aufgeschrieben, was ich schon lange denke.

Klar mag es Kinder geben, die ADHS haben, klar gibt es zappelige Kinder und natürlich auch stille Kinder. Das will ich ja gar nicht abstreiten. Das Problem ist nur, dass man trotz der Diversität von allen Kindern das selbe Verhalten und die gleiche Entwicklung verlangt. Aber das ist unrealistisch. Deshalb werden viele Kinder als "nicht normal" bezeichnet und in Therapien gesteckt. Derweil ist es unsere Aufgabe alle Kinder ganz normal in der Gesellschaft aufzunehmen mit dem Wissen und Vertrauen, dass sich jedes Kind in seinem Tempo entwickeln wird. Toleranz und Akzeptanz spielen dabei eine entscheidende Rolle. Förderung darf halt nicht in Druck ausarten. Jede extra Therapie, die neben Kita und Schule erfolgt, gibt m.E. nach dem Kind das Gefühl, mit dir stimmt was nicht. Mit so einem Gefühl aufwachsen zu müssen, muss ja zwangsläufig dazu führen, das man irgendwann beim Psychotherapeuten landet, weil man Minderwertigkeitskomplex oder sonstiges hat.

Beitrag von sternchen730 26.11.10 - 12:08 Uhr

Das Problem ist, dass in der heutigen Zeit, in der die Eltern entscheiden, wie viele Kinder man bekommt und wann, jedes Kind ein "Erfolgsmodell" sein muss.
Es wird argwöhnisch beäugt, ob alles auch optimal läuft.
Es gab da mal einen tollen Spiegel-Artikel, bei dem die Überschrift "Gutgemeinte Käfighaltung" bei Kindern schon sehr aufschlussreich ist.
Kinder, die länger brauchen oder sich eben anders als die Norm entwickeln, sind nicht mehr gern gesehen, früher liefen sie einfach mit und die Eltern sagten : Das wächst sich aus.
Und schickten sie raus zum Spielen.:-p
Der ständige Vergleich mit anderen Kindern und falsche Vorbilder machen viel kaputt.
Alle Kinder sollen bitte Pippi Langstrumpf und Michel von Lönneberga lesen und toll finden- aber WEHE, einer benimmt sich so, da wird er gleich aug ADHS getestet.#schwitz
Ich habe meine Kindheit auch lockerer in Erinnerung- allerdings auch, dass meine Eltern die Zahnpflege nicht so genau nahmen. Meine Milchzähne waren Ruinen.:-(
Im Auto wurde geraucht, Kindersitze gab es noch nicht...mit 7 bekam ich einen Schlüssel umgehängt, nach dem KiGa kam ich allein nach Hause. Heute oft nicht mehr denkbar.
Also hat die heutige Zeit viele Vorteile- aber jedes Kind sitzt auf dem Präsentierteller.
Grüße, sternchen#stern


Beitrag von valeska1979 26.11.10 - 12:24 Uhr

Hallo,

also ich kann sagen, dass ich einen ganz normalen (wobei WAS ist normal?) Sohn habe.

Geht gerne in die Schule, ist gut, sitzt still, hört zu, spielt Fußball+Tennis, ist auch mal frech, geht mir manchmal auf den Senkel, ist mal krank, schlecht gelaunt, hat Freunde, mag auch manche nicht gerne, mag keine Mädchen:-p, streitet sich mal, verträgt sch wieder, hört mal besser mal schlechter auf Ansagen, Deckt mal den Tisch+mal nicht, räumt manchmal gerne sein Zimmer auf+mal nicht.....usw.

Wir Erwachsenen sind doch auch nicht alle gleich!
Vielleicht sollte man aufhören seine Kinder mit anderen zu vergleiche?!

Viele Grüße


Beitrag von 5678901234 26.11.10 - 12:30 Uhr

klar gibts sowas, aber nicht bei urbia.

denn hier sind alle hochbegabten einsteins versammelt.
täglich liest man hier von massig überspringern und muttis die sich mit einem kind mit IQ von >130 brüsten und kleinkinder die im 20-er bereich rauf und runter rechnen...

ich find es sehr amüsant, aber so ist das eben in einem forum indem man sich relativ anonym bewegen kann, da ist viel wunschdenken und profilneurose bei.

vlg von einer mutter mit normalen kindern;-)

Beitrag von strandvejen 26.11.10 - 22:54 Uhr

#pro

Beitrag von 280869 26.11.10 - 12:59 Uhr

Du meinst Kinder nach Tabelle ?;-)Die gibt es glaube ich nur im Märchen;-)

Für mich sind meine Kinder einfach normale Kinder, die mal viel lachen oder auch mal viel weinen. Kinder mit Ecken und Kanten wie jedes andere Kind auch.
Kinder sind wie Diamanten jeder ist anders geschliffen und am ende doch normal

-Meine Kinder waren alle unter 3 Jahren nicht trocken, Also unnormal
-ein Kind sprach mit 10 Monaten schon ganze (kurze) Sätze auch unormal
-eine andere sprach erst mit 12 Monaten wieder unnormal
Kann ich beliebig erweitern

U-Untersuchungen gab es immer etwas zu bemängeln bei jeden Kind, bei Kind 3 ganz schlimm. Strach nicht deutlich genug ab zum Logopäden
Kind malt Picassomäßig ab zur Ergo Die anderen beiden brauchten nirgends wohin und malten noch schlimmer, damals sahen es die Ärtze noch lockerer.

Sie waren von anfang an im Kindergarten/Schule ruhig, fast schüchtern, machten alles mit , das war unnormal
Kaum änderte eine Ihr verhalten und lies sich nicht mehr unterordnen schon waren sie auch wieder unnormal

Heute sind alle 3 sehr gute Schülerinen die gern lernen,Sie helfen gern im Haushalt, halten ihr Zimmer sauber.Pubertät scheint in 2 Fällen auch nur ganz leicht an uns vorbeigeschlittert zu sein, und das ist auch unnormal werden als Streber betittelt,
Würden sie den ganzen Tag im Bett bleiben wäres es Assis und auch unnormal.


Mir war als Kleinkind alles egal,es gab keinen Druck auf den Beruf sie haben sich frei entwickelt, erst ab 14-16 Jahre bestehe ich auf lernen, Ausbildung so das sie sich selbst mal Ernähren können. Ich kenne da einige die das Kind schon im Kindergarten fit für die Kariere machen (3 Sprachen und jedes muß besser als das andee sein)

VG 280869




Beitrag von docmartin 26.11.10 - 13:09 Uhr

Hier -Finger heb hoch - !!!
Unsere Kleine nennen wir gerne liebevoll unser Durchschnittskind.
das find schon bei der Geburt an: 50cm, 3000g und der Doc meinte das sei ja mal fein, ein Baby wie aus dem Lehrbuch.
Bis heute liegt sie Größen- und Gewichttechnisch genau auf der Durchschnittslinie.
Die lief mit 12 Monaten, prima!
Sie begann das Sprechen auch im Rahmen, mit einem Jahr aß sie Normalkost mit dem Löffel. Sie fuhr Bobbycar mit 13 Monaten, Laufrad mit 20 Monaten, sie ist fröhlich und ausgeglichen außer wenn sie ihren Willen mal nicht bekommt, dann lässt sie sich aber schnell wieder trösten. Sie sielt gerne mit anderen Kindern, geht gerne in den Kindergarten, ist neugierig und bewegt sich gerne. Kann aber auch konzentriert still sitzen und sich mit etwas beschäftigen...
...alles in allem: total normal!
Und nach den Erfahrungen mit unserem Sohn ist es eine Wohltat, ein Kind zu haben das mit Spielzeug spielt, essen isst, Interesse an anderen Menschen und Tieren hat und zumindest bislagn gerne und leicht durch ihr kleines Leben stromert.
Viele Grüße
Franziska

Beitrag von katjafloh 26.11.10 - 14:06 Uhr

Hallo,

ja es gibt noch "normale" Kinder. Jedenfalls halte ich meinen Sohn (8) dafür.

Er hat alle U´s und Schuluntersuchungen mit Bravour gemeistert. Meistens war er seinem Alter vorraus. Er geht gerne zur Schule, ist beliebt in der Klasse. Er ist noch nie auffällig gewesen und hat noch nie einen Eintrag kassiert. Kann in der Schule ruhig sitzen und konzentriert mitarbeiten. Er zählt mit zu den Klassenbesten und schreibt meistens 1er. Die Hausaufgaben erledigt er ohne Widerworte gleich nach dem Nachhausekommen/Mittagessen.

Aber dann dreht er voll auf und holt alles an Bewegung, Rumtoben, Rumschreien, Schwester ärgern usw. nach. ;-)

LG Katja

Beitrag von sandra7.12.75 26.11.10 - 17:57 Uhr

Hallo

Also dann ist er doch nicht ganz normal ;-),wenn er immer weiter war.#winke

lg

Beitrag von simone_2403 26.11.10 - 14:10 Uhr

Hallo

Ich hab auch keine "Normkinder" :-p

Isabelle hat ADHS besucht die Realschule und das alles ohne Medikamente,ihren Schnitt von 2 hälts sie auch ohne lernen #schock

Leon ist auch oft sehr unkonzentriert und "guckt Löcher in die Luft" uns wurde nahe gelegt das mal "ansehen" zu lassen #kratz taten wir mit den Resultat das er ein ganz normaler Junge ist #schock Die Schule sah das irgendwie anders,aber nun gut.Nach einem Gespräch mit der Lehrkraft und meiner Frage was sie von einem Kind erwarte das gerade mal 8 Wochen in der Schule ist,hatte sich das Thema auch erledigt :-p

Nina hat bei der U7 dem Doc ein trockenes" mal den Kram selber,ich mag nicht" ins Gesicht gefledert was uns einen Eintrag bescherte "Kind besitzt ausgeprägte Willensstärke" #schock Ja und...sie sagt eben was sie denkt,basta #cool

Ich weiß was du meinst."Früher" gabs soetwas nicht,früher wurde man nicht wegen jedem Furz zum psychologischen Dienst geschickt zur Frühflrderung zur Ergo ect pp,das Schema "F" scheint angezogen und wenn Kinder da nicht rein passen,fallen sie ben aus der "Norm"#klatsch

Weißt du,ich bin die letzte die meinen Kindern Förderung oder Behandlungen verwehren würde WENN diese denn nötig sind.ABER...weil Leon ein Hansguckindieluft ist das Kind einem Psychologen vorstellen zu sollen ist dann doch etwas übertrieben #kratz

lg

Beitrag von luka22 26.11.10 - 14:34 Uhr

Wenn das Thema nicht in vielen Fällen zu dramatischen Familiensituationen führen würde, könnte man darüber durchaus lachen.
Ich steige gerade emotional aus allen gearteten Normanforderungen an meine Kinder aus und ziehe langsam aber sicher mein eigenes "Ding" durch. Was ich mir alles über meinen Großen habe anhören müssen! Immer: Er kann nicht dies, er kann nicht das ... kotzurbini ...
Ich finde es toll, dass Kinder alle erdenklichen Hilfen bekommen, wenn sie sie WIRKLICH benötigen. Aber braucht wirklich JEDES Kind in Deutschland eine Therapie? Ich kenne fast keines, das noch keine hatte. Ob Logo, Ergo, Physio oder gleich zum Psychologen...
Ich verstehe die heutige Welt nicht mehr. Ist mir einfach zu hoch. Zum einen hängt man die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes über alles und erklärt, dass jedes Kind seine Begabung hat und jedes Kind anders ist bla bla blupp. Und wie sieht es dann in der Praxis aus? Es wird hemmungslos rumgedoktort, pathologisiert, stigmatisiert und des Deutschen liebstes Kind: AUSSORTIERT...alles was nicht ins Schema F reinpasst...weg damit. Dramatisch wird es in der Schule: Alle Kinder, die nicht nach Norm mitkommen: Weg...in die Förderschule oder sonstwohin; Hauptsache weg. Aus den Augen, aus dem Sinn. Sollen sich andere mit meinen Problemen rumschlagen. Ist dein Kind auf dem Gymnasium? SUPER, weg auf die RS. Ist dein Kind auf der RS? SUPER! Gott sei Dank haben wir die Hauptschule. Auffangsstelle für alle Kinder, mit deren "PRoblemen" man sich nicht auseinandersetzen will. Aussortieren und Aussieben.
Ich weiß, hört sich frustig an, aber ich bekomme es gerade nicht anders mit. Mein Sohn, 7, ist ein ganz NORMALES Kind mit starkem Interesse für Mathematik und gottgegebener Nichtbegabung im Fach Deutsch. Aber nein, man kann dem Kind nicht die Zeit geben, die es braucht. JETZT muss er das können, was man eben können muss und basta. Förderung gibt es von der Lehrerin keine. Lob? Hallo?!?! Haben Sie den Schuss nicht gehört?!?! Dafür, dass er das kann, was andere schon längst können? Vogel friss oder stirb. Und das bei einem Kind, das ansonsten überhaupt nicht auffällig ist. Nein, man erfährt nur Druck und Zwang, ja, sehr hilfreich, vor allem für das inzwischen tatsächlich verstörte Kind. Danke.

Wie du siehst habe ich genug Probleme mit meinem nicht ganz normalen Nachwuchs und kann dir mit deinen auch nicht weiterhelfen. Ich hoffe du hast genug Adressen von sämtlichem medizinischen, psychologischen und pädiatrischen Fachpersonal!


Viel Glück!
#winke

Beitrag von simone_2403 26.11.10 - 15:27 Uhr

Luka du schreibst mir aus der Seele.

1 Woche nachdem Leon die Schule besucht hat,lies mich die Lehrerin antanzen.Sie befürhcte das Leon unheimliche Schwierigkeiten in der Schrift bekäme,er bekommt die Buchstaben nicht so hin...#schock

Gut,Leon machte den Strich beim M von unten nach oben aber SO WHAT #klatsch jetzt macht er es doch richtig.Sie befürchte das Leon in seiner Motorik das nicht auf die Ketten bekommt #schock weil er beim i den Punkt nicht EXAKT über den Strich setzte....Hallo gehts noch? er ging da gerade mal die 3te Woche in die Schule #schmoll und ich finde er macht seine Sache toll.

Leon hat es auch nicht mit Deutsch,ihm liegen Zahlen/Mathematik mehr...komisch DA liegt mein Kind wohl in der Norm,beim Deutsch nich #schmoll

Ich find es eine dummdämliche Einstellung sich als Lehrkraft nach der ersten Woche so zu äussern und DAS hab ich ihr auch deutlich gesagt.

#winke

Beitrag von froehlich 26.11.10 - 14:50 Uhr

Ich lach mich schlapp über Deinen Beitrag! Ja, ich glaube Du hast recht: es wird unheimlich viel "pathologisiert". Das meinte mein Ex-Freund (Dipl. Psych. bei der AWO) schon vor Jahren......er hatte es laufend mit sogenannten "ADS"-Kindern zu tun von denen ER aber überzeugt war, daß sie in seiner Kindheit gar nicht großartig aufgefallen wären...waren eben Lausebengel, fertig. Mein Mann und ich haben mit unserem großen Sohn jahrelang im Ausland gelebt, Gott sei Dank! Schwanger war ich mit ihm in einem kleinen Nest im afrikanischen Busch, da hat sich niemand um Vorsorgeuntersuchungen etc. geschert, ein Glück! So konnte ich meine Schwangerschaft munter und unbeschadet genießen (mit dem Landrover über die Huckelpisten bis zum Schluss) und als unser Kleiner dann da war wuchs er unbehelligt durch Kinderärzte und Us auf...Zähne bekam er, wenn er sie eben bekam, gesprochen hat er als es eben so weit war....wir haben nicht mal drauf geachtet. GOLDENE ZEITEN! Mit dem zweiten Sohn war ich in Deutschland schwanger, da ging der Stress schon im Mutterleib los...Kind zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn? Und jetzt geht's natürlich lustig weiter. Gott sei Dank haben wir einen Kinderarzt, der die Ruhe weg hat und sich wirklich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt (zum Beispiel ist unser Zweiter mit 17 Monaten relativ klein und hat erst 4 Zähne......ist dafür aber sonst topfit....stört den Kinderarzt nicht, aber von anderen bekommen wir ständig Kommentare zu hören). Der Große in der Schule erzählt pausenlos von Klassenkameraden die vor die Tür oder sonstwohin gesetzt werden, weil sie nicht aufpassen und natürlich wird bei jedem Elternabend nervös verglichen. Ich glaube wenn es Dir nicht gelingt, Dich da irgendwann auszuklinken wirst Du "nuts". Bloß nicht ständig links und rechts schauen sondern glücklich die eigenen Kinder betrachten und sie so nehmen wie sie sind.

Viel Glück! ;-) Babs

Beitrag von sweety03 26.11.10 - 15:20 Uhr

Hallo,

ich habe so ein Kind und so ein Kind :-).
Unsere große Tochter ist hochbegabt, weshalb wir es in den letzten 2 Jahren alle nicht leicht zu Hause hatten. Seit wir wissen, dass sie hochbegabt ist, können wir alle gut damit umgehen und viele Konflikte schon im Vorwege entschärfen.
Mit ihr habe ich Krankengymnstatik und Ergotherapie gemacht.
Bei einer Psychologin waren wir auch, die sie auf HB getestet hat.
Unsere kleine Tochter ist auch ein "Durchschnittskind". Sehr fröhlich, mal bockig, sehr wißbegierig, aber nicht so wie die Große, die uns alle mit ihrem Wissen manchmal vom Hocker haut, hat viele Freunde und einfach Spaß am Leben.
Ich denke auch, dass vielen Kindern einfach ein Stempel aufgedrückt wird hinsichtlich ADHS oder ähnliches.
Bei unserer Großen allerdings war es absolut notwendig, dass wir bei ihr etwas unternehmen, ansonsten wäre sie immer noch unglücklich, würde sich unverstanden fühlen, und unser Familienleben wäre ziemlich an die Wand gefahren.

Sweety

Beitrag von 3wichtel 26.11.10 - 15:20 Uhr

Klar gibts noch normale Kinder.

Ich selber habe 3 Kinder, von denen 2 völlig normal sind. Absolut unauffällig, bestehen jede U, sind fit im Kopf und im Körper und beliebte Kinder.

Aber ich habe auch ein (in Deinen Augen) "unnormales" Kind, das mit zahlreichen neurologischen Problemen zu kämpfen hat.
Und ich leide oft unter den Vorurteilen anderer Mütter, die (genau wie die TE "Sternchen") glaubt, dass die Eltern die Kinder nur "krank reden", weil die Kinder unerhört hohe Erwartungen der Eltern erfüllen sollen.

Zumindest von mir selbst kann ich sagen, dass das ganz sicher nicht zutrifft. Mir ist es sch**egal, ob meine Kinder Abi machen oder nicht. Hauptsache, sie schaffen die Schule ohne größere psychische Schäden.

Aber gerade WEIL ich 2 "normale" Kinder habe, sind mir die Auffälligkeiten bei unserem "kranken" Kind sehr schnell und sehr stark aufgefallen.

Und sich dann medizinische Hilfe (inkl. "Drogen") zu holen, wenn man ALLE anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat (einschl. Erziehungsberatung, Ergo, KG, etc), dann ist das ja wohl nicht verwerflich.

Beitrag von anarchie 26.11.10 - 19:43 Uhr

jo!

Ich hab 4 davon;-)

Clever, aber nicht Hb, frech, lieb, lustig, fröhlich, viel Unsinn im Kopf, beliebt, sozial...jedes mit Eigenarten, aber alle gut so, wie sie sind.

lg

melanie und die 4(8,6,3,1)

Beitrag von alpenbaby711 26.11.10 - 19:51 Uhr

Also sicherlich wird vielen Kindern einiges angedichtet aber gleich zu lästern das eine Kind sei auf Droge finde ich ne Frechheit. Sicherlich sind sie oft mit der Diagnose ADHS oder ADS schnell bei der Hand wenn ein Kind nur zappelig ist, aber hast du eine Ahnung was es für Kind und Eltern heißt wenn das Kind wirklich ADHS hat? Ich hab so ein Kind und ich würde gerne auf Medis verzichten aber glaub mir das geht bei meinem Kind nicht das hat ihn nämlich weiter gebracht als ohne. Vor allem wird er total weggetreten ohne und kriegt Rappel das glaubst du gar nicht. Da würde ich also lieber mich mal gescheit informieren als von Drogen zu reden. Bei einigen ist es nämlich ne sehr große Hilfe Mach dir darüber mal GEdanken.
Ela

Beitrag von itsmyday 26.11.10 - 22:08 Uhr

Ritalin ist eine neue Lifestyle-Droge:

http://www.menshealth.de/health/hirn-psyche/immer-mehr-jugendliche-abhaengig-von-ritalin.91784.htm

In den USA sind z.T. 20 % der Schulkinder auf Ritalin.....wer´s braucht, soll Hilfe kriegen, aber nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung.....und nicht aus Bequemlichkeit.

Beitrag von alpenbaby711 27.11.10 - 07:33 Uhr

Sicherlich wäre es so gesehen ne Droge. Wir kriegen solche Sachen auch nur auf BTM Rezept. D.h. Betäubungsmittel. So ist das also nicht. Die Sachen bergen bei unsachgemäßer Anwendung auf jeden Fall ein gewisses Gefahrenpotential. So ist das nicht. Aber richtig angewendet sind sie bei vielen eine Hilfe das seh ich schon so. Und leider urteilen viele die davon keine Ahnung haben. So genau war das in dem Beitrag leider nicht aufgeführt. WEnn es als Lifestyle Droge verwendet wird dann isses sicherlich falsch das ist klar. Aber das war schon vorher möglich nur machen es viele wohl erst jetzt weil sie für die normalen Kindern eben auch mehr rausholen wollen. ABer für mehr als für nen Moment wird das auch nicht reichen ganz klar. ABer schade das manche Eltern so vernagelt sind.
Ela

Beitrag von h-m 26.11.10 - 21:05 Uhr

Ich denke, dass man immer dazu neigt, die eigene Kindheit zu verklären.

Aber ich erinnere mich, dass
- meine beste Freundin ständig Ärger wegen schlechter Mathe-Noten hatte und täglich mit ihrer Mutter üben musste
- ein Junge aus unserer Straße schon in der 2. Klasse Nachhilfe bekam, und trotzdem in der 4. immer noch nicht lesen konnte, er kam auf eine Sonderschule
- bei meinem Onkel und meiner Tante fast die Welt unterging, als meine Cousine, anders als der Rest der Familie, keine Empfehlung für's Gymnasium bekam
- ich auch ständig zu hören bekam, ich müsse mich in der Schule mehr melden und mehr mitarbeiten

Das alles war in der zweiten Hälfte der 80'er bzw. Anfang der 90'er

Ich kannte/kenne nur ein einziges Kind, das tatsächlich in psychologischer Behandlung war - jedenfalls soweit ich das weiß. Na ja, und ich selbst war als Kind einmal beim Kinderpsychologen #hicks, das muss 1983 oder 84 gewesen sein. Allerdings war es nur eine Sitzung, und er hat wohl gesagt, dass ich vollkommen normal bin, nur meine Eltern etwas ziemlich verbockt hatten.

Beitrag von morjachka 27.11.10 - 14:50 Uhr

Hallo!

Früher war es auch nicht besser! Die Erzieherin sagte in den 70gern zu meiner Mutter in meinem Beisein ich sei nicht normal.
Ich hielt mit 4 den Stift nicht wie andere Kinder, die Schere nicht wie andere Kinder und konnte mir nicht die Schuhe binden. Richtig sprechen konnte ich auch nicht, aber vielleicht hatte man in dem Kindergarten auch nichts von 2sprachiger Erziehung gehört.

Gottseidank haben wir Deutschland vor meiner Einschulung verlassen, deshalb weiss ich bis heute nicht, ob ich mit 6 wirklich schulreif war oder aus Versehen in die Schule gekommen bin.
Alle paar Jahre sind wir dann nach Deutschland zum Kinderarzt, für den waren mein Bruder und ich weiterhin auffällig. Gingen wir in Italien zum Arzt, waren wir wieder normal...
Jedensfalls habe ich ohne Probleme mein Abi gemacht und danach studiert. Ich habe danach sogar noch ein Jahr in Deutschland studiert, die wollten gottseidank nur mein Abiturzeugniss sehen...

Übrigens, ich halte Stift und Besteck mit 35 immer noch anders als andere Leute, aber das interessiert hier keinen!

Lass dich nicht verunsichern, natürlich gibt es normale Kinder, aber das ist Zufall.
Ich finde es schrecklich, was teilweise mit Kindern angestellt wird!

Beitrag von schokaholik 27.11.10 - 14:56 Uhr

Hallo an alle,

erstmal möchte ich mir mal Luft machen. Mein Kind ist normal, wie jedes anderes Kind eben auch.

Sie hat nur mehr Besonderheiten. Die da wären Legasthenie, eine generalisierte Angststörung eine emotionale Depression (was das ist? Keine Ahnung, ich habe nächst Woche einen Termin zur Diagnoseklärung, habe im Moment nur den Brief), eine Aufmerksamkeits- und Aktivitätssörung. (Was auch immer damit gemeint sein soll????)

Naja was sollst früher haben sich die Kinder bis zum Erwachsenenalter mit sowas rumgeschlagen, heute wird ihnen eher geholfen.

Ich meine jedes Kind ist normal mit mehr und weniger Genauigkeit zum Durchschnitt.

LG
Anita

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