Erfahrungsberichte stille Geburt gesucht

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von casalinga 26.11.10 - 11:38 Uhr

Hallo zusammen, ich brauche dringend Eure Hilfe. nächste. Woche wird wohl wenn kein Wunder mehr passiert bei mir In der 18. Ssw ein Abbruch vorgenommen werden. Ich habe tierische Angst vor der Einleitung, gerade weil ich bei unserer Tochter so eine gute und schmerzarme Geburt ohne Medikamente hatte. Kann mir jemand berichten wie das abläuft, ob eine pda. Sinn macht. Wie lange dauert das ganze? (habe was von Tagen gelesen) dank im voraus, viele gruesse, casalinga
ps. Glaubt mir, wenn es dazu kommt, ist es keine Leichtfertigkeit und auch seit Wochen abgewogen und es waere wirklich schlimm fuer uns, An dieser Stelle möchte ich wirklich gern nur über die Einleitung sprechen.

Beitrag von mona1879 26.11.10 - 12:11 Uhr

ich denke es gibt da keine einheitliche antwort auf deine frage.
ich habe hier schon von frauen gelesen, die morgends mit der einleitung begonnen haben und mittags war die geburt.
bei mir wurde am freitag abend mit der einleitung begonnen und sonntag abend ist meine tochter geboren. ich habe die zeit gebraucht, um damit klar zu kommen, es war ein langsames verabschieden und ich bin froh, dass ich diese zeit hatte.
was die schmerzen angeht fand ich es nicht sehr schlimm. ich hatte davor auch schon zwei sehr unkomplizierte geburten und klar das war etwas anders. am sonntag bin ich an den wehentropf gekommen und das wurde irgendwann fieß und dann habe ich mir eine pda machen lassen, darauf hin habe ich nichts mehr gespürt. ich hab nicht mal gemerkt, als ich pressen sollte. meine tochter hat ja schon 2000 g gewogen, weh tat es nicht.
als man mir sagte, dass es tage dauern könnte, dachte ich die verarschen mich, was soll denn daran so lange dauern. der körper ist eben noch nicht auf eine geburt eingestellt.

alles gute
mona

Beitrag von casalinga 26.11.10 - 12:27 Uhr

Vielen Dank Mona, das tut mir sehr leid fuer dich mit deiner tochter. Danke, dass du deine Erfahrung teilst.
Ich muss mich schon seit Woche 12 damit auseindersetzen un dachte da nich wie unmenschlich, dass man das kind dann gebaeren muss. Sehe ich mittlerweile anders. Trotzdem schien mir bei der geburt unserer tochter der irgendwie sinnvoll, in diesem Falle wäre ja derbpsychische Schmerz schon gross genug. Aber was hilft es. Noch hoffe ich eine Woche, dass das kleine eine Chance hat, viele gruesse

Beitrag von chiqui 26.11.10 - 12:14 Uhr

Hi,

bei mir dauerte es zwischen Einleitung und Geburt ca. 8,5 Stunden- hatte aber schon vorher Wehen.
Ich hatte keine PDA nur Schmerzmittel die über die Infusion dosiert wurden. Ich wollte das nicht, ich wollte mein Kind bis zum letzten Moment spüren.
Aber das muss du entscheiden, wenn du lieber eine PDA möchtest, dann tu es. Und nimm dir nach der Geburt genug Zeit dir dein Kind anzusehen und Fotos zu machen. Es ist der einzige Moment denn du mit deinem Engel hast und wenn du diese Zeit nicht nützt, zurückdrehen kann man sie leider nicht.

Stillen Gruss
Anita

Beitrag von casalinga 26.11.10 - 12:35 Uhr

Hallo Anita, vielen dankfuer deine offenheit und es tut mir sehr leid, dass du das erleiden musstest.
Ja, mit dem Thema anschauen und verabschieden haben wir uns auch schon auseinandergesetzt.schwierig, aber ich würde es wohl auch tun, ist ja die einzige Möglichkeit Noch hoffen wir, dass es uns erspart bleibt, aber bereiten uns schon vor fuer den schlimmsten Fall vor, damit wir grob wissen was auf uns zukommt. Viele gruesse

Beitrag von kaktus74 26.11.10 - 13:14 Uhr

Hallo

Ich will dir keine Angst machen, aber bei mir hat es vom beginn der einleitung bis zur eigentlichen geburt 1 woche gedauert :-(
bei mir war in der 20 ssw die fruchtblase geplatzt uind ich muste meine tochter still zur welt bringen. warum es so lange gedauert hat........ ich weiß es nicht vielleicht wollte ich sie einfach nicht gehen lassen...........
die schmerzen hingegen waren gut auszuhalten.......

ich drücke dir die daumen das doch noch ein wunder geschiet

lg kaktus74

Beitrag von tamriell 26.11.10 - 18:56 Uhr

Hallo,

auch bei mir ist Ende der 20. SSW die Fruchtblase geplatzt und mein Sohn wurde in der 21. SSW geboren. Von der Einleitung bis zur Geburt waren es noch nicht mal 2 Std. Es ging so schnell, für mich heute viel zu schnell. :-(
Ich hatte nur wenig Schmerzen und für eine PDA war es viel zu spät. Selbst die Ärztin hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht.

Ich wünsch Dir ganz viel Kraft und hoffe für Dich, dass doch noch alles gut wird.

lg, tamriell

Beitrag von darismama 26.11.10 - 13:35 Uhr

Hallo,
tut mir leid für so leid für euch, dass ihr einen Abbruch vornehmen müsst. Was hat denn euer Engelchen?
Bei mir war die Einleitung um 13 oder 14 Uhr mittags und ab 22.30 h begannen dann die Wehen, ab in den Kreisssaal, MM war noch nicht geöffnet. Um 0 Uhr PDA mit starken Schmerzmitteln, MM öffnete sich irgendwann fingerbreit. Und um 4.30 musste ich dringend zur Toilette, hatte aber dann eine Presswehe und danach wurde die Fruchtblase aufgemacht und der kleine Engel war da mit 1070 g (32. SW Plazentainsuffiezienz) Eigentlich ging es im Grossen und Ganzen recht schnell.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und große Unterstützung von deiner Familie, denn die braucht man am meisten. Und suche dir ein Krankenhaus mit Seelsorgern und Ordensschwestern, die können einen gut auffangen. Traurige Grüße Meike#liebdrueck

Beitrag von lucccy 26.11.10 - 13:47 Uhr

Hallo,

ich kann Dir keine Erfahrung mit auf den Weg geben.

Ich möchte Dir aber sagen, dass mir das Buch "Gute Hoffnung - Jähes Ende" sehr geholfen hat. Lies es ruhig schon vor dem Abbruch, ich habe die Tips daraus als hilfreich empfunden, wenn es um die Bewältigung der Trauer geht und die Möglichkeiten, sich von seinem Kind zu verabschieden.

Gruß Lucccy

Beitrag von francie_und_marc 26.11.10 - 15:40 Uhr

Hallo!

Es tut mir leid das ihr schon so lange diese Zitterpartie mitmachen müsst. Es ist als Eltern wirklich schwer zu ertragen und die absolute Hölle.

Wir mussten unseren Marten leider auch durch einen medizinisch indizierten Abbruch hergeben. Seine schwere Erkrankung gab uns keine andere Möglichkeit. Ich habe hier bei Urbia meinen Geburtsbericht geschrieben. Ich gehöre zu denjenigen Frauen die mehrere Tage brauchte. Vor Schmerzen brauchst du keine Angst zu haben, sie geben dir alles was du möchtest, denn sie brauchen ja auf niemanden anderes als auf dich Rücksicht nehmen. Hört sich makaber an, haben sie aber damals auch zu mir gesagt. War aber ganz lieb gemeint und mit einem sanften Lächeln begleitet der Satz.

Ich hoffe du kommst in ein gutes Krankenhaus falls ihr wirklich diesen schweren Weg gehen müsst. Denn nicht jedes KH ist darauf geschult stille Geburten durchzuführen. Ich hatte ein sehr gutes in Berlin und bin den Angestellten dort auf ewig für ihre liebevolle Begleitung dankbar.

Hier ist mein Geburtsbericht:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=2843420&pid=17990098&bid=55

Falls du noch Fragen hast schreibe mich ruhig an, wir sind alle hier für dich da. Ganz liebe Grüße Franca mit Marc fest an der Hand und Marten still geboren 21.SSW am 19.09.2010 tief im #herzlich

Beitrag von souad86 26.11.10 - 16:43 Uhr

Hallo!!

Oh man das tut mir echt leid, ich hoffe es geht schnell und wird nicht zu schmerzhaft!

Ich musste meinen Sohn in der 39.SSW still gebären. Da er einen echten Nabelschnurknoten hatte ist er bis zum Schluss normal mitgewachsen, d.h. er hatte bereits 3.200 g und war 40 cm groß!

Die Geburt wurde Montag um 16.00 eingeleitet und geboren ist mein Sohn am Dienstag um 20:27

Da der kleine ja schon richtig groß war, aber nicht "mitarbeiten" konnte, haben die Presswehen ewig gedauert.
Eine PDA haben sie mir auch gegeben und wenn du möchstest können die Ärzte dir auch ein paar Mal starke Schmerzmittel spritzen.
Das hat mir ganz gut geholfen.....

Hoffe dass ihr es irgendwann einigermaßen verarbeiten könnt..:(
Wünsch euch ganz viel Kraft!!!

Eure Souad mit Sofian im Herzen (39.SSW - 02.03.10)#stern

Beitrag von morla29 26.11.10 - 20:30 Uhr

Hallo,

bei mir wurde um 6.00 Uhr morgens festgestellt, dass das Herzchen nicht mehr schlägt. Um ca. 13 Uhr wurde das erste Zäpfchen gelegt (davor waren Gespräche mit Psychologin und Pfarrer). Um 13.30 Uhr wurde die PDA gelegt und dann regelmässig wieder Zäpfchen.

Um 17 Uhr wollte ich meine Mutter sehen und sie war dann bis ca. 20 Uhr da.

Dann hatte ich zwei Wehen (schmerzhaft). Bei der ersten ist die Blase geplatzt und bei der zweiten war die Kleine da um 20.36 Uhr.

Bis auf die zwei letzten Wehen hatte ich keine Schmerzen. Ich hatte aber eine Pumpe, mit der ich selbst Schmerzmittel dosieren konnte.

Der körperliche Schmerz ist aber gar nichts zum seelischen Schmerz.

Ich wünsche Euch so sehr ein Wunder. Alles Gute.

Gruß
morla
mit zwei Mädels an der Hand (3,5 und 5)
und einem Mädel tief im Herzen (stil geb. 29.1.10 - 31. ssw)

Beitrag von bennisundferdismama 26.11.10 - 20:43 Uhr

Hallo Casalinga,

es tut mir so leid, was du durchmachen musst.
Ich hatte keine Einleitung, aber ich musste meine beiden Jungs in der 23. SSW still zur Welt bringen.

Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, wäre mir der Abschied um einiges leichter gefallen. Ich konnte meine beiden Babys noch lange im Arm halten, aber im Nachhinein war das viel zu wenig. Ich hätte meine Engel waschen und anziehen können, Hand- und Fußabdrücke machen können, viele Fotos machen können... jetzt habe ich nur meine Erinnerung im Kopf, zwei verwackelte Fußabdrücke und ein unscharfes Bild. Das ist alles, was ich noch von meinen zwei Mäusen habe.

Für mich war es eine große Überwindung meine Zwei anzusehen, zu berühren, zu küssen, aber es wurde in den zwei Tagen, in denen wir uns verabschieden konnten leichter und jetzt hüte ich diese Berührungen als den größten Schatz in meinem Herzen.

Mein Rat: Verabschiede dich, berühre, küsse, drücke, rieche, sorge ein einziges Mal noch für dein Kind. Koste jede Sekunde aus, die euch noch bleibt.


Ich drücke Dich.