Ständig Stundenausfall.....normal?!

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von itsmyday 26.11.10 - 11:45 Uhr

Noch eine Frage:

Fallen bei Euren Schulkindern auch ständig Stunden aus?

Einzelne Krankenstände finde ich völlig normal, aber mein 2.Klässler hat eine chronisch kranke Klassenlehrerin, die dieses Jahr Deutsch UND Mathe übernommen hat....wenn sie also mal wieder tagelang krank ist, haben die Kinder überhaupt keinen nennenswerten Unterricht mehr und zwar gleich in beiden Hauptfächern. #augen
Ich hätte es besser gefunden, wenn die Lehrkraft auf mehr Klassen aufgeteilt worden wäre, damit die Stundenausfälle nicht nur die Klasse meines Sohnes betrifft. Er hätte den Unterricht dringend nötig und wenn ich höre, dass er den ganzen Vormittag ohne Anleitung einfach was gemalt hat, stellt es mir die Haare zu Berge.

Bei meiner Tochter ist die Situation nicht viel besser: die hat in Mathe die neue Direktorin der Schule bekommen, die sich erst in ihre neue Aufgabe einarbeiten muss und vermutlich deshalb mindestens die Hälfte der Stunden ausfallen läßt. Da es sich dabei um die 4.Klasse handelt, die nächstes Jahr auf weiterführende Schulen aufgeteilt wird, ist es natürlich besonders dramatisch, wenn die Kinder in diesem Jahr so wenig lernen. Durch die vielen Fehlstunden, hat die Direktorin auch nur ganz wenige Noten von den Kindern, sodass sich die Bildungsempfehlung nun auf drei lächerliche Test-Noten stützt....#schock

Könnt Ihr mir von ähnlichen Zuständen berichten? Muss ich das alles als "normal" im heutigen Schulbetrieb akzeptieren oder darf man hoffen, dass sich alles einrenkt? Dagegen etwas unternehmen klappt leider nicht.....das haben die Elternvertreter schon versucht. Aber da beißt man aus Kostengründen völlig auf Granit. #heul

LG Itsy

Beitrag von hubbelabbel 26.11.10 - 12:03 Uhr

Halloho!

Tja, so ist das leider an vielen Schulen. Was habe ich neulich gehört:

Unsere Bildungspolitik ist keine Bildungspolitik sondern eine Finanzpolitik.
Und das stimmt.

Dass Lehrer mal krank sind, ist ja normal, aber man muss Möglichkeiten schaffen, das aufzufangen, Gelder zur Verfügung stellen und die Schulen mit einem Stundenbudget ausstatten, das nicht auf MINUS 5% (und das ist noch äußerst optimistisch gerechnet, an vielen Schulen liegt es unter minus 20) ausgelegt ist, sondern auf PLUS 20%. Aber unsere Bildungspolitik sieht ja, dass es irgendwie geht.

Mir tut es für alle Kinder wahnsinnig Leid! Sie sind ja die "Opfer". Das, was an eurer Schule passiert, ist leider Gang und Gäbe, so schlimm das klingt.
An meiner Schule ist der Schulleiter für ein knappes Jahr schwerstkrank ausgefallen, so dass der Rest der Schulleitung ihren Unterricht fast ganz zurückfahren musste, um die Leitungsaufgaben zu übernehmen. Der Stundenausfall wird jetzt durch Studenten abgefangen oder muss ausfallen. #schock
Es ist unglaublich! Viele kleine 5.-Klässler sind betroffen, auch die Abiturienten zum Teil in 3 Hauptfächern! Die Eltern laufen Sturm, meine Kollegen auch (ich bin in Elternzeit), aber es fehlen die Gelder.

Gesteuert wird all das vom Ministerium, die Schulen können machen, was sie wollen, Geld gibts nicht. Das wird lieber für andere sinnfreie Sachen verschleudert.

Entschuldige, wenn es um Bildungspolitik geht, könnte ich aus der Haut fahren! Alles schön auf dem Rücken der Kinder austragen, brav sparen und dann jammern, dass unsere Kinder so "dumm" sind und es keine Hochqualifizierten gibt.
Jetzt halte ich die Klappe. Sorry#hicks

Euch wünsche ich, dass ihr so gut wie nur irgend möglich durch die Schulzeit kommt, ohne dass die Kinder allzu große Nachteile haben.

Ganz liebe Grüße,

Katja

Beitrag von delfinchen 26.11.10 - 13:55 Uhr

Hallo,

da geb ich dir voll und ganz Recht.
Wenn man hört, dass es für einen Landkreis in Bayern für gerade mal drei Mobile Reserven - wohlgemerkt für Grund - UND Hauptschule gibt, die bei längerer Erkrankung von Kollegen einspringen können, krieg ih die Krise.
Bildung muss einfach mehr Wert sein.

Eigentlich brauht jede größer Schule ihre eigene Mobile Reserve. Da gibt dann sicher mal Phasen, wo weniger Arbeit anfällt, aber dann kann man ja was für die Lernwerkstatt machen. Und wenn jemand krank wird, kann man einspringen.


Naja, wenn es schon Schulräte gibt, die behaupten, dass man eine Ganztagklasse auch ohne zuätzliche Lehrerstunden durchziehen kann, dann weiß man dcoh wieder, was Bildung in der Politik für einen STellenwert hat. KEINEN.
Warum sollte man auch was präventiv machen, wenn es doch dann später - durch Sondermaßnahmen, ... - teurer auch geht????

Liebe Grüße,
delfinchen

Beitrag von dominiksmami 26.11.10 - 12:06 Uhr

Huhu,

oh je das hört sich wirklich nicht gut an *nick*, keien Ahnung was man da machen kann.

Wir wohnen in NL, hier gibt es das überhaupt nicht das Stunden ausfallen. Es sei denn irgendetwas wichtiges liegt an, aber dann wird der Ausfall mindestens 3 Wochen vorher angekündigt.

lg

Andrea

Beitrag von anarchie 26.11.10 - 13:13 Uhr

Tja, leider normal...

Vertretungen gibt es erst bei mind, 6 Wochen Ausfall am Stück von der behörde..

Die Leherstunden sind so knapp kalkuliert, dass im grunde nur Aufbewahrung angebiten werden kann.

mein Mann(unterrichtet am Gymnasium) sollteils 3 Klassen gleichzeitig unterrichten - in 3 verschiedenen gebäudekomplexen#rofl
Und da er das meisst erst kurzfirstig weiss, kann er nichtmal was Anständiges vorbeireten...

An der grundshcule meienr kinder ist es ebenso...

lg

melanie mit den 4 Kurzen

Beitrag von malina1981 26.11.10 - 13:23 Uhr

Ich bin selber Lehrerin und muss sagen, dass an meiner Schule teilweise wochenlang der Unterricht ausfällt, wenn betreffende Lehrer krank sind. Bzw. darf ja kein Unterricht ausfallen und die Schüler werdne dann im Vetrtetungsunterricht "bespaßt". Es ist halt so, dass das Minsterium nur interessiert, ob die Stunden ausgefallen sind, nicht, was in den Stunden gelehrt wurde. Das ist traurig, aber Realität.

Beitrag von katjafloh 26.11.10 - 13:59 Uhr

hallo,

bei uns fällt auch ab und an mal eine Std. aus, wenn die KL krank ist. Aber meistens die erste oder die letzte Std. MA und DEU haben sie dann meistens bei einem Vertretungslehrer.

Lg katja

Beitrag von ballroomy 26.11.10 - 14:33 Uhr

Ich habe noch kein Schulkind, aber gehört habe ich schon öfter von solchen Ausfällen.

Meine Mama war Hausfrau, als ich Schülerin war. Sie hat mehreren Kindern Deutschnachhilfe gegeben, die in meiner Klasse Schwierigkeiten hatten. Sie hat das ehrenamtlich in Absprache mit der Lehrerin gemacht, es gab einfach keine andere Möglichkeit (meine Mutter hat Lehramt studiert).
Es war also schon vor 25 Jahren so...

Hoffentlich bessert sich für Euch bald was, ist ja kein Zustand.


Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von froehlich 26.11.10 - 14:41 Uhr

Ich finde das alles unmöglich, ganz ehrlich! Wie sollen die Kinder denn da in einen gesunden "flow" kommen?! Die Klassenlehrerin unseres Sohnes (1. Klasse) war gleich nach 3 Wochen erst 2 Tage und kurz darauf dann eine geschlagene Woche krank - und jetzt, im Dezember hieß es plötzlich kurz und bündig sie falle WIEDER eine ganze Woche aus: wegen einer Fortbildung. Hallo?! Sind die Schulferien nicht lang genug um DORT Fortbildungen zu machen?! Ich würde an Eurer Stelle nochmal mit der Direktorin reden - so geht das doch einfach nicht. Ich glaube, die Eltern müssten mal richtig Rabbatz machen, damit sich langfristig in unseren Schulen etwas ändert.

Beitrag von ivik 26.11.10 - 15:42 Uhr

Ist ja eine Unverschämtheit von der Frau einfach krank zu werden #schock

Beitrag von froehlich 26.11.10 - 20:11 Uhr

Nein, das krank werden ist keine Unverschämtheit. Wohl aber kurz darauf noch eine Woche Fortbildung anzuhängen, finde ich. Du etwa nicht?! Lehrer haben zusammengerechnet etwa12 Wochen schulfrei im Jahr. Da wird wohl noch eine Fortbildung drin sein in dieser Zeit, oder etwa nicht?!

Beitrag von ivik 26.11.10 - 20:22 Uhr

Unterrichtsausfall ist nicht gleich Urlaub. In diesem Jahr zählen die Ferien z.B. komplett zu den Abiturzeiten (Weihnachten zur Vorbereitung der mündlichen Prüfungen und die Osterferien sind reine Korrekturzeit). Zusätzlich zu den normalen Arbeiten, die man in den Ferien erledigt.
Fortbildungen werden in der Regel auch nicht in den Ferien angeboten. Zudem sind sie meist weit im Voraus zu buchen und dann sagt man sie nicht mehr ab, bloß weil man vorher mal krank war. Die Fortbildungen sind ja nicht nur zum Spaß, sondern zum Teil auch vorgeschrieben.
Würdest du eine berufliche Fortbildung absagen, weil du vorher krank warst? Aber in anderen Berufen scheint das ja was anderes zu sein. Aber auch da wird nicht erwartet, dass man die Fortbildung am Wochenende macht. Mein Mann hat seine Fotbildungen zumindest auch während der normalen Arbeitszeit und da schreit auch niemand danach, dass die normale Arbeit liegen bleibt.

Beitrag von froehlich 26.11.10 - 21:29 Uhr

"Unterrichtsausfall ist nicht gleich Urlaub. In diesem Jahr zählen die Ferien z.B. komplett zu den Abiturzeiten (Weihnachten zur Vorbereitung der mündlichen Prüfungen und die Osterferien sind reine Korrekturzeit). Zusätzlich zu den normalen Arbeiten, die man in den Ferien erledigt."

Bei Gymnasiallehrern, sicher. Aber bei Grundschullehrern?! Ich will das jetzt wirklich nicht abwerten. Aber was gibt's denn da schon groß zu korrigieren? (Zeugnisse schreiben ist natürlich ein ander Ding, das ist mir klar, das ist SEHR aufwendig!).

"Würdest du eine berufliche Fortbildung absagen, weil du vorher krank warst?"

Ja, würde ich und habe ich auch schon. Das wird in vielen der von Dir zitierten anderen Berufe sogar erwartet. In meinem Job (bin in der Entwicklungszusammenarbeit tätig, und das ist weiß Gott kein Zuckerschlecken) werden Fortbildungen meist nur während der Urlaubszeit genehmigt. Und dann muß man sie selbst bezahlen. Oder zumindest beizahlen. Auch bei Lehraufträgen an der Uni ist das so. Für eine Fortbildung wird einfach ein erhöhter Einsatz erwartet und das finde ich auch richtig so. Und bei Lehrern finde ich diese Erwartung (Fortbildung in den Ferien) erst recht sinnvoll. Zumindest wenn kein Ersatz bereit steht, was in den allermeisten Fällen ja offenbar nicht mehr so ist. Das geht einfach nicht.

Beitrag von ivik 27.11.10 - 08:52 Uhr

Nun ich warte seit einiger Zeit auf eine bestimmte Fortbildung, die aber nur sehr selten angeboten wird. Wenn ich die dann mal habe, dann würde ich die unter keinen Umständen absagen.
Übrigens muss ich solche Fortbildungen auch selbst bezahlen!
Du erwartest höheren Einsatz. Für eine Fortbildung am Nachmittag heißt das, dass ich meinen Unterricht am Abend oder in der Nacht bzw. in den Tagen vorher zusätzlich vor- und nachbereite. Ebenso am Wochenende, das bei Lehrern übrigens eine normale (Schreibtisch-)Arbeitszeit ist. Auch bei Grundschullehrern. Denn die haben für die Vorbereitungen richtige Materialschlachten zu machen. Somit fällt die "Erholungsphase, die die meisten anderen Berufe haben an den meisten Wochenenden für Lehrer (da gehe ich von denen aus, die ich kenne) sehr knapp aus. Die Energie tankt man dafür in den Ferien, wenn man ausgeschlafen kann.
Bei meinem Mann würde ihm die Firma was husten, wenn er die Fb absagen würde. Denn schließlich kostet die dann so einiges und das Geld ist weg. Dabei geht es aber nicht so Fortbildungen wie "Die Kommunikation mit einer Zitrone" (die stand echt mal in einem Verzeichnis), sondern um Dinge, die für die Fortentwicklung der Firma wichtig sind.
Bei drei Monaten Semesterferien, die bei Uni-Angestellten nicht als "Urlaub" gelten, kann da auch eine Fortbildung gelegt werden.
Wenn die Lehrer in den Ferien die Fortbildungen machen sollen, dann müssten da aber auch welche angeboten werden. Da es aber die Schulferien sind (kann ja nur der Sommer sein, denn alle anderen Ferien würden nicht passen wegen Feiertage und Herbst wäre zu kurz),bieten solche Institutionen nichts an. Selbst die Volkshochschule hat da keine Kurse.

Beitrag von gismomo 27.11.10 - 18:36 Uhr

Ich wiederhole mich gebetsmühlenartig, da immer wieder die gleichen Vorwürfe kommen, dass Lehrer ja so viele Ferien haben:

1. Ich habe mir aus genau diesem Grund meine wöchentlichen Arbeitszeiten aufgeschrieben und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich bei einem vollen Lehrauftrag 60 Stunden pro Woche arbeite (da ich keinen vollen Lehrauftrag habe ist es weniger, aber prozentual gerechnet so, wie wenn ich mit 100% Beschäftigung 60 Stunden arbeite).

2. In den Ferien arbeite ich weniger, aber keinesfalls gar nicht.

3. Fazit: Insgesamt gesehen arbeite ich genauso viel wie jeder andere Arbeitnehmen, nur anders verteilt.

4. Komm mir jetzt bitte nicht dem Lehrer xy oder Lehrer yxz, den du aus deiner Nachbarschaft oder dem entfernten Bekanntenkreis kennst und der im Sommer jeden Nachmittag im Freibad zu sehen ist. Ich rede von Lehrern, die ihren Beruf ernst nehmen, und denen geht es so wie mir. Alles andere zählt nicht - ich messe mein Bild von einem Arzt z.B. auch nicht an den schwarzen Schafen des Berufstands.

5.Gähn - Thema erledigt? Hoffentlich.

K.

Beitrag von strandvejen 27.11.10 - 19:25 Uhr

@gismomo:

Hast du auch die Elterngespräche abends mitgezählt;-) ?

Wenn ich von meinem Arzt ne Rechnung bekomme, steht da immer "Beratung, auch telefonisch- 10.73 Euro" .......:-p

LG
S.

Beitrag von froehlich 27.11.10 - 22:08 Uhr

Arme Lehrer. Ihr seid ja wirklich ein verkannter Berufsstand! Übrigens: ich habe tatsächlich Hochachtung vor jedem Lehrer. Aber bitte jammere mir nichts von einer 60 Stunden-Woche vor. Das ist doch - mit Verlaub - bullshit. Oder Du machst was falsch. Insgesamt: warum sollten Lehrer denn auch NICHT so viel arbeiten wie jeder andere Arbeitnehmer? Das setze ich als gegeben voraus. Daß Lehrer viele Ferien haben formuliere ich nicht als Vorwurf - auch der Dümmste weiß, daß davon nicht alles "Freizeit" ist. Fortbildungen gehören für mich dennoch nicht in die reguläre Schulzeit. Ich weiß auch von einigen Schulen, daß das Direktorat so etwas schlicht und ergreifend nicht genehmigt.

Beitrag von schnecki82 27.11.10 - 21:42 Uhr

Hallo!

Ich weiß ja nicht warum Du Dich so angegriffen fühlst, aber es ist nun mal Tatsache !

Meine Tochter ist seit dem Sommer in der Schule. Ich arbeite im Hort nebenan. Die Stunden die da ausfallen, sind enorm und das ist einfach mal bundesweit so und kann nicht abgestritten werden. Warum wohl, wird sonst so offen darüber debattiert?

Ach vor und nach den Ferien sind die Krankenstände besonders hoch - woran das wohl liegt!? Und das selbst ein/e Lehrer/in 1-2 Tage vor den Ferien in den Urlaub schwirrt, finde ich auch nicht in Ordnung (könnte man schließlich auch eher bescheid geben, dann nehme ich meine Tochter beim nächsten Mal auch raus, wenn eh nichts passiert.

Es ist einfach eine Tatsache, dass die Krankenstände in Deutschland bei den Lehrer/innen sehr hoch sind ... Woran es liegt? Keine Ahnung! Das sollte ich mir mal erlauben ...

LG Ich

Beitrag von froehlich 26.11.10 - 20:13 Uhr

Ach so, und ausserdem, sorry: wann warst Du das letzte Mal eine ganze Woche krank?! Da drängt sich mir schon der Verdacht auf, daß der Arzt zum Krankschreiben bequatscht wurde.

Beitrag von ivik 26.11.10 - 20:25 Uhr

Zwei Wochen vor den Herbstferien. Ich bin dann auf eigenen Wunsch hin nach einer Woche wieder zur Schule gegangen unter diversen Auflagen. Er wollte mich länger krankschreiben. Mittlerweile weiß ich, dass es ein Fehler war.
Aber weil gewisse Leute dazu neigen, jemanden zu unterstellen, dass man krank macht, setzt man schnell die eigene Gesundheit aufs Spiel und schleppt sich hin.

Beitrag von froehlich 26.11.10 - 20:53 Uhr

Na gut, natürlich gibt's auch solche Fälle! Aber ich glaube Du weisst, was ich meine.... . Ich finde die Lehrerin meines Sohnes übrigens wirklich toll und will auch nicht unken...mir kam ne Woche einfach wirklich viel vor. Aber gut, Kinder stressen natürlich und wenn ihr die Stimme oder so versagt hat.......aber eben, dann hätte ich mir halt wenigstens die Fortbildung geschenkt. Was kann denn an dieser Fortbildung jetzt so wichtig gewesen sein?! Versteh ich einfach nicht.

Beitrag von delfinchen 26.11.10 - 17:39 Uhr

Hallo,

Fortbildungen finden aber immer während der Unterrichtszeit statt - sonst würde sie ja keiner besuchen!
In den Ferien haben Lehrer auch nicht einfach frei, sondern genug anderes zu tun, was mit Schule zu tun hat. Aber die Diskussion gabs hier schonmal, daher möchte ich sie nicht wieder neu aufmachen.

Auch Lehrer haben das Recht mal krank zu werden, oder? Sollen sie sich krank reinschleppen und Kollegen und Schüler anstecken?
Das tragische an der Sache ist, dass von Staatseite aus billigend in Kauf genommen wird, dass Unterricht ausfällt oder in solchen Situationen Klassen auf andere Klassen aufgeteilt werden, weil sie kein Geld zur Verfügung stellen, um ausreichend mobile Reserven einzustellen, die in solchen personellen Engpässen (Krankheit, Fortbildung, ...) eingesetzt werden können.

Aber in einem hast du Recht - nur ihr als Eltern habt die Chance, das zu ändern. Wir Lehrer nicht, das wir ja nicht streiken oder demonstrieren dürfen.Wir müssen ja loyal sein ....
Ihr Eltern allerdings habt das in der Hand, aber es wird leider immer nur punktuell was unternommen, statt das mal groß angelegt so zu organisieren, dass unsere lieben Politiker mal mitkriegen, was an Schulen so los ist.

Liebe Grüße,
delfinchen


Beitrag von ivik 26.11.10 - 19:26 Uhr

Bei uns werden die meisten Fortbildungen so gelegt, dass sie am Nachmittag sind oder am Wochenende. Da fällt dann höchstens mal der Nachmittagsunterricht aus.

lg ivik

Beitrag von froehlich 26.11.10 - 20:19 Uhr

"Fortbildungen finden aber immer während der Unterrichtszeit statt - sonst würde sie ja keiner besuchen!"

Also das versteh ich jetzt nicht ganz, lasse mich aber gerne aufklären. Mein Vater war lange Jahre Schulleiter - da gab's ganz bestimmt keine Fortbildungen während der Schulzeit. Auch an meiner Schule nicht, als ich Kind und Jugendliche war. Immerhin haben Lehrer fast 12 Wochen im Jahr schulfrei. Willst Du mir allen Ernstes erzählen, daß da nicht mehr als 6 Wochen Urlaub herausspringen? Was MACHT ihr denn da immer so, in den Ferien?! Was haben Lehrer denn so "genug anderes zu tun"? Da bin ich jetzt wirklich neugierig. Und klar darf ne Lehrerin auch mal krank werden (wobei: eine ganze WOCHE?! Also sorry, das ist mir ja in meinem ganzen Leben noch nicht passiert!) - nur, WENN sie schon ne ganze Woche ausfiel muß sie doch wohl nicht auch gleich noch eine Fortbildung hinten dran hängen? Ich als Lehrerin hätte in so einem Fall gesagt: gut, ich verzichte, ist blöd gelaufen, aber dann hole ich die Fortbildung eben nach. Immerhin hat man als Lehrerin auch eine Verantwortung für die Schüler. Noch dazu Erstklässlern gegenüber, die gerade erst dabei sind, sich in den Schulalltag einzufinden. Aber vielleicht ticke ich da einfach anders. Ich glaube, ich hätte mich geschämt.

Beitrag von delfinchen 26.11.10 - 20:56 Uhr

Hallo,

Fortbildungen, die nur ein paar Stunden dauern, sind natürlich am Nachmittag, klar.
Aber eine einwöchige ist eben ein Woche lang von früh bis abends, also auch während der Unterrichtzeit.

Und zumindest bei MIR ist es so, dass ich von den "Ferien" nur knapp die Hälfte habe, weil der Rest für das Schreiben der Klasseneigenen Lehrpläne, Stoffverteilungspläne, Wochenpläne, Tagespläne, das Korrigieren von Proben, Aufsätzen, das Schreiben von "Monatszeugnissen", .... drauf geht.

Wenn ich schon n paar Wochen krankheitsbedingt ausfalle, dann würde ich auf ne Wochenfortbildung auch verzichten, allerdings bewirbt man sich für manche Fortbildungen auch wirklich JAAAAAAAHRE ....

LG,
delfinchen

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