Wer hatte eine Fruchtwasseruntersuchung?

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Beitrag von sun-schein 26.11.10 - 14:39 Uhr

Hallo ihr Lieben,

Wer von Euch hatte eine Fruchtwasseruntersuchung?
Werte?

Bin total am verzweifeln, meine Blutwerte sind so schlecht,
dass der Arzt mir zur Fuwa-Untersuchung raten würde :(
Weiß nicht mehr was ich denken soll!

Spart Euch bitte die Kommentare wie, warum hast des machen
lassen? ....

Ansonsten würde ich mich über eure Antworten sehr freuen!

LG Ute

Beitrag von connie36 26.11.10 - 14:41 Uhr

hi
habe keine machen lassen, aber das problem mit diesen blutuntersuchungen ist, das es das blut von dir und deinem partner ist...und daran nur wahrscheinlichkeiten gemessen werden.
dh. du kannst ein ergebnis 1:3 für trisomie 21 haben, und alles ist ok, genauso kannst du ein ergebnis von 1:16000 bekommen, und du hast dieses eine kind.
du müsstest eine überweisung von deiner gyn bekommen, die dich an die richtige adresse überweist.
wünsche dir alles gute für die fwu.
lg conny 29.ssw

Beitrag von nic10704 26.11.10 - 14:42 Uhr

Hi,

ich weiß wie du dich fühlst,... wir hatten im sommer das problem...

wir haben uns dann entschieden die untersuchung zu machen, weil du mit keiner anderen 100%ige gewissheit hast.. und nicht zu wissen was los ist war für uns unerträglich...

Wir hatten dann ein unauffälliges ergebnis gott sei dank... ich mag gar nimmer dran denken, was aber hätte bei der untersuchung selbst passieren können.

Wenn du gewissheit magst, bleibt dir aber keine andere wahl.

LG Nic10704
mit Babyboy 29 + 5

Wenn du noch fragen hast kannst du dich gerne melden

Beitrag von sun-schein 26.11.10 - 14:51 Uhr

Hallo,

Danke für deine Antwort! Ich fühle mich total besch...
könnte nur noch heulen!
Hattest Du Schmerzen bei der Fuwa?
Wie lange hast auf die Ergebnisse warten müssen?
Sorry Fragen über FrAgen ...

Ute

Beitrag von bobb 26.11.10 - 14:58 Uhr

Hi!
Ich hab sowohl bei meiner Großen,als auch diesmal eine machen lassen.Zudem hab ich einige Jahre beim Gyn gearbeitet.
Wenn Du Fragen hast,nur zu.


Beitrag von sun-schein 26.11.10 - 15:11 Uhr

Hallo,

Danke!!
Der Wert liegt bei 13/18 - 1:577, kenn mich aber bei
sowas überhaupt nicht aus.
Wie läuft der Eingriff ab?
Bekommt man ne Narkose?

Will alles darüber wissen, nur kann ich im Moment nicht
klar denken.

Sind deine Kinder gesund auf die Welt gekommen?
Sorry, aber es interessiert mich wirklich ...

Ute

Beitrag von butzelinchen 26.11.10 - 15:28 Uhr

Hallo Ute,

erst mal: keine Panik! #liebdrueck Ich finde 1:577 ehrlich gesagt jetzt nicht so erschreckend. Wurde die FWU von Deinem FA empfohlen?

Vielleicht mal Grundlegendes (man beachte ab 35 Jahre liegt das Risiko schon bei 1:384).

*******************************************

Berufsverbandes der Frauenärzte, der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe :

Triple-Test - Was ist das?
Der Triple-Test ist eine Untersuchung des Blutes der werdenden Mutter. Er wird zwischen der 15. und 20. Schwangerschaftswoche (üblicherweise 16.-17. Schwangerschaftswoche) durchgeführt und beinhaltet die Bestimmung von 3 Hormonen im Blut der Mutter:

alpha-Fetoprotein (AFP)
freies Estriol (E3)
beta-Choriongonadotropin (beta-HCG).
Aus den gemessenen Werten kann bei genauer Kenntnis des Schwangerschaftsalters errechnet werden, ob ein erhöhtes Risiko besteht, dass das ungeborene Kind an einem Down-Syndrom (Trisomie 21, "Mongolismus") oder an einer Spina bifida ("offener Rücken") leidet.

Was ist der Sinn des Triple-Tests?
Der Sinn des Triple-Tests besteht darin, eine Risikoabschätzung vorzunehmen und der Schwangeren eine Entscheidungshilfe zu geben, wenn sie sich noch nicht sicher ist, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) durchführen lassen möchte.

Was sagt der Triple-Test aus?
Das Altersrisiko, ein Kind mit einem Down-Syndrom zu bekommen, beträgt bei einer 25jährigen werdende Mutter 1:1351, d. h. statistisch betrachtet würde eine einzige von 1351 25jährigen ein Kind mit einem Down-Syndrom bekommen. Bei einer 35jährigen Frau erhöht sich das Risiko auf 1:384.

Der Triple-Test gibt an, ob im konkreten untersuchten Fall ein höheres oder niedrigeres Risiko als das Altersrisiko einer 35jährigen Schwangeren besteht. Sollte das Risiko höher als 1:384 sein, so wird im allgemeinen eine Fruchtwasseruntersuchung mit Untersuchung der Chromosomen (Träger der Erbanlagen) empfohlen.

Um es noch einmal zu betonen: der Triple-Test sagt nur aus, ob das Risiko einer Trisomie 21 (Down-Syndrom, "Mongolismus") oder einer Neuralrohrstörung ("offener Rücken") für die konkret bestehende Schwangerschaft erhöht ist oder nicht, er stellt keine Diagnose !

Welche Probleme gibt es mit dem Triple-Test?
Wichtig ist es zu wissen, dass der Triple-Test auffällige Ergebnisse liefern kann, ohne dass das Kind wirklich erkrankt ist - der Triple-Test kann nicht sagen, ob ein Kind krank oder gesund ist, er dient lediglich dazu, ein Risiko abzuschätzen.
Auf der anderen Seite ist es in sehr seltenen Fällen auch möglich, dass der Triple-Test kein erhöhtes Risiko betreffend eine chromosomale Erkrankung anzeigt, obwohl das Kind betroffen ist (sogenanntes falsch-negatives Testergebnis).

Das Problem des Triple-Tests ist damit offenkundig: wenn die werdenden Eltern, insbesondere natürlich die werdende Mutter eine sichere Diagnose will, dann muss sie eine Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese) durchführen lassen. In diesem Fall macht der Triple-Test gar keinen Sinn, im

Wenn ein solcher auffälliger Befund einmal im Raume steht, haben viele der Betroffenen große Angste und Zweifel bis hin zur Geburt, auch wenn die Fruchtwasseruntersuchung und anschließende Chromosomenanalyse zu einem ganz unauffälligen Ergebnis gekommen ist.

Wem ist der Triple-Test zu empfehlen?
Der Triple-Test ist allen Schwangeren zu empfehlen, die noch eine Entscheidungshilfe benötigen, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung mit den damit verbundenen Risiken durchführen lassen sollen
Dabei ist der Triple-Test besonders für Frauen interessant, die jünger als 35 Jahre sind: ab diesem Alter bieten Frauenärzte werdenden Müttern grundsätzlich die Amniozentese an und sind dadurch auch durch die Vorgaben der Rechtsprechung verpflichtet. Da aber wesentlich mehr Kinder von jüngeren Müttern geboren werden, treten ca. 70% aller Trisomie-21-Fälle bei Frauen auf, die das 35. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und deshalb nicht als Risikofälle gelten, denen somit auch nicht routinemäßig die Durchführung einer Amniozentese angeraten wird.
Durch die Kombination von Triple-Test und Ultraschalluntersuchung lassen sich 80% aller Trisomie-21-Fälle erfassen und einer Fruchtwasseruntersuchung zuführen, um die Diagnose zu sichern.
Grundsätzlich sollte der Triple-Test ebenso wie die Fruchtwasseruntersuchung zur Erkennung von chromosomalen Störungen nur dann durchgeführt werden, wenn die Schwangere daraus auch Konsequenzen ziehen - also einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen - würde.

Soll der Triple-Test jeder Schwangeren angeboten werden?
Aufgrund der Empfehlungen des Berufsverbandes der Frauenärzte, der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe gehört es zu den ärztlichen Beratungs- und Aufklärungspflichten, während der Schwangerschaftsbetreuung die Schwangere auf den Triple-Test hinzuweisen und über diesen umfassend zu informieren.

Beitrag von sun-schein 26.11.10 - 15:34 Uhr

Hallo,

Erst mal Danke, ja hat mein Frauenarzt empfohlen!
Trisomie 21 ist bei mir ausgeschlossen, bei mir geht's wohl
um trisomie 13/18!

Weißt du hierzu was?

LG Ute

Beitrag von butzelinchen 26.11.10 - 15:53 Uhr

Trisomie 13 nennt sich Pätau Syndrom. Trisomie 18 ist das Edwards Syndrom. Beide zählen zu den schwerwiegenden chromosomalen Schäden.
Frag Deinen FA nach einer Beratung, er kann Dir da sicherlich alles zu erklären. Ich würd's nicht google, das macht einen nur verrückt.

Aber bevor Du das jetzt wahrscheinlcih doch googlest und alle Schreckensbericht darüber liest: ich finde Deinen Wert wirklich nicht dramatisch. Aber eine FWU gibt Dir natürlich Gewissheit.

Es ist etwas, das man selbst ausknuspern muss. Denn was einem klar sein muss ist was die Folge wäre. Wenn definitiv eine Trisomie vorliegt, seid Ihr dann bereit für einen Abbruch?

Die Durchführung der Untersuchung selbst wird unter Ultraschall gemacht. Der Arzt schaut erst wo er punktieren kann in Abhängigkeit von Lage des Kindes usw. Die Stelle wird markiert und dort punktiert. Es wird eigentlcih keine Betäubung oder so gegeben. Der Einstich wird oft mit dem einer Blutentnahme beschrieben. Nachdem 10-15ml abgenommen sind wird die Nadel entfernt. Die Öffnung schliesst sich sofort von selbst und suppt eigentlich nicht nach. Man ist nicht undicht ;-) Was wichtig ist, ist sich danach zu schonen.

Eine FWU wird nun mal auch mit einem Abortrisiko von ca. 1,5% beschrieben. Naja, ich glaube es wird eher weniger sein, aber das ist die Einschätzung. Es ist nunmal auch ein Eingriff ins System.

Wünsche Dir viel bei der Entscheidungsfindung! #herzlich

Butzelinchen

Beitrag von co.co21 26.11.10 - 15:32 Uhr

Du hast einen Wert von 1:577??? Und das findet dein FA schlecht?
sorry, aber das verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz....finde den Wert absolut ok! Meiner ist ja schon "schlechter" alleine wenn ich mein Altersrisiko berechne (bin 32)

Was die FWU angeht....da musst du dir drüber im Klaren sein, welche Konsequenz du aus einem schlechten Ergebnis ziehst, also ob du dann abtreiben würdest! Wenn die Antwort nein ist, dann würde ich die Untersuchung nicht machen lassen...denn wenn du keine Konsequenzen ziehst ist das Risiko ein gesundes Baby zu verlieren (liegt bei 0,5-1%, also sogar deutlich höher als das og. Risiko, dass dein Baby tatsächlich Trisomie hat!).

Klar will man Gewissheit haben, aber mir persönlich wäre das Risiko einfach zu hoch, wenn ich das Kind ohnehin behalten will. Aber bei dieser Entscheidung kann dir leider keiner weiterhelfen

Alles Gute

Beitrag von bobb 26.11.10 - 15:36 Uhr

Mit den Werten hab ich mich nie wirklich beschäftigt,würde einen Triple-Test auch nciht machen lassen.Hatte auch ne Praxis,die das nicht gerne gemacht hat,weil es Verrücktmacherei ist.
Jedenfalls:der Eingriff ist nicht weiter schlimm.Es wird immer von einem sooo großem Risiko berichtet,aber ich hab in all den Jahren nicht eine FG infolge einer Amniozentese erlebt.Das Risiko beträgt normal nur 0,5%,da wirste wohl eher vom Auto angefahren.
Normal macht der Arzt erstmal nen ausführlichen Ultraschall,guckt sich alle Organe an.Dann wird der Bauch abgedeckt,per Ultraschall wird kontrolliert,daß die Nadel das Baby nicht trifft und die Nadel wird durch die Bauchdecke gestochen.Es ist ein Pieks.Ich geb zu,beim 2.Mal hab ich es doller gespürt,aber ich hatte-warum auch immer-Angst und war angespannt.So war meine BAUchdecke auch angespannt.
Dann werden etwa 15ml Fruchtwasser entnommen,was dann eingeschickt wird in ein humangenetisches Labor.Normal dauert es bis zu den Ergebnissen 10-14 Tage.Ich hatte bei beiden nach 1,5 Wochen das Ergebnis.Wenn Du einen sog.Fish-Test machen läßt,hast Du die wichtigstenErgebnisse,wie eben bei Verdacht auf Down,normal nach 2-3 Tagen,die restlichen Ergebnisse dauern wie vorher geschrieben.Dieser test muß aber selber gezahlt werden und kostet ca.100 Euro.
Das ist das,was ich kenne.Es gibt sicher Differenzen unter den Praxen,deswegen "Angaben ohne Gewähr";-).

Narkose brauchst Du nicht,hast beim normalen Blut abnehmen ja auch nicht und viel mehr ist dies auch nicht.Danach sollte etwas Ruhe gehalten werden in der Praxis und dann auch zu Hause.Am nä.Tag sollte eine Kontrolle mit Tokogramm beim Gyn erfolgen.

Du solltest Dir nur bewußt sein,daß die Untersuchung mit allem Drum und Dran nur Sinn macht,wenn Du Dich im Falle eines kranken Kindes auch dagegen entscheiden würdest.Möchtest Du es in jedem Fall behalten,dann brauchst es nicht machen lassen.

Meine Große ist absolut gesund zur welt gekommen,auf die 2.warte ich tagtäglich;-).
Ich würde es wieder machen lassen.Aber das muß jeder selber wissen.
Hat denn Dein Arzt nichts genaues gesagt?

LG,Antje

Beitrag von sun-schein 26.11.10 - 15:43 Uhr

Hallo,

Ja bei trisomie 13/18 liegt der Wert bei 1:577!
Er meinte mein Risiko hätte sich verzehnfacht!!

Klar kann mir keiner die Entscheidung abnehmen,
möchte mich einfach nur mit Leuten unterhalten
denen es auch so ging/geht!

Grüße Ute

Beitrag von sun-schein 26.11.10 - 15:52 Uhr

Der Arzt meinte nur ich soll mich nicht verrückt machen.
Er selbst hatte in seiner Laufbahn als FA bereits öfters
schlechte Ergebnisse aber im Endeffekt war immer alles ok!
Dann will ich mal hoffen dass es auch so bleibt!
Ich könnte die Fuwa am 7.12. machen lassen und ich glaube
dass ich sie machen werde ...

LG Ute

Beitrag von bobb 27.11.10 - 14:19 Uhr

Klar sind die meisten Untersuchungen im Endeffekt gut.Wenn man es nur im Vorfeld wüßte...

Wünsch Dir alles Gute und drück die Daumen!