Berufsfahrer hat Unfall mit Restalkohol...:-(

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Beitrag von lumidi 26.11.10 - 17:28 Uhr

Hallo zusammen,

vielleicht kann mir hier einer helfen.

Mein Vater ist Berufsfahrer und hatte am Sonntag in seiner Stehpause mit seinen Kollegen Alkohol konsumiert. Nach paar Stunden Schlaf sind alle am Sonntag um 22 Uhr weitergefahren. Um 2 Uhr hatte mein Vater wieder eine Pause bis 11 Uhr gemacht und hatte dann um 17 Uhr einen Unfall. Es wurde noch Restalkohol im Blut festgestellt.

Tja, jetzt hat er eine fristlose Kündigung erhalten und muss den Schaden am LKW übernehmen.

Gibt es da irgendwelche Höchstgrenzen für die Übernahme des Schadens? Zahlt den Schaden evtl. die Privathaftpflicht und nimmt dann Regress bis zu einer bestimmten Summe?

Bitte keine Urteile über meinen Vater. Er weiß selbst, dass er Mist gebaut hat. Das kann aber jedem passieren mit Restalkohol.

Vielleicht könnt ihr mir meine Fragen beantworten.

LG

Lumidi

Beitrag von seikon 26.11.10 - 17:33 Uhr

Wie hoch war denn der Alkoholwert?

Beitrag von myimmortal1977 26.11.10 - 17:33 Uhr

Dein Vater sollte auf jeden Fall vorsichtig sein, ob nicht doch eine Versicherung des AG einspringt. Ich würde einen Anwalt zu rate ziehen.

Ein Bekannter von mir sollte auch mal für eine herunter gefallene Papierrolle aus privater Tasche aufkommen, die ihm vom Stapler gefallen ist und danach nicht mehr zu gebrauchen war. Der AG warf ihn eine zu schroffe Fahrweise vor und das er dies selbst verschuldet hat.

Raus kam nachher, das der AG doppelt kassieren wollte. Eine Versicherung kam nämlich für den Schaden auf. Dieses hat aber nur ein beauftragter RA heraus gefunden.

Nur so als Tipp :-)

Euch alles Gute!

Janette

Beitrag von windsbraut69 27.11.10 - 06:10 Uhr

Der Bekannte war sicherlich nüchtern, oder?
Welche Versicherung kommt denn bei Vorsatz für Schäden auf?

Beitrag von myimmortal1977 27.11.10 - 11:24 Uhr

Die Frage, die offen bleibt ist, was erzählt der AG der Versicherung, wenn er den Schaden anmeldet. Versuchen wird er es sicherlich, über die VS abzurechnen.

Und das was ich auf alle Fälle versuchen würde ist, heraus zu bekommen, ob ein Schaden angemeldet wurde und ob er abgerechnet wurde.

Beitrag von king.with.deckchair 26.11.10 - 17:35 Uhr

"Das kann aber jedem passieren mit Restalkohol."

Nö, kann es nicht, lüg dir mal bitte nichts in die Tasche!

Nicht alle Menschen saufen "unter der Woche" (also an Tagen, an denen sie anderntags wieder arbeiten, resp. fahren müssen) so, dass sie mehr als 12 Stunden später noch "Restalkohol" haben... naja! Denk' dir deinen Teil und schau mal auf den sonstigen Alkoholkonsum deines Vaters.

Ich weiß selbst, wie das ist mit dem Alkohol - aber ein Berufskraftfaher, der einen was-weiß-ich-wieviel-Tonner unterm Hintern hat und dermaßen trinkt, dem gehört der Lappen weg. Für lange.

Ich denke übrigens nicht, dass die Privathaftpflicht das übernimmt. Die werden fragen, warum die Firma das nicht macht, dann kommt raus, warum - und tja, bei grober Fahrlässigkeit sieht's eben bitter aus.

Beitrag von chou99 27.11.10 - 08:37 Uhr

Hallo!

Das sind ja sogar eher 20 Stunden nach dem letzten Konsum her gewesen.
Da möchte ich gar nicht wissen mit welchem "Restalkoholwert" er von 23 Uhr bis 2 Uhr gefahren ist, wenn er dann noch um 17 Uhr Restalkohol hatte.
Die müssen ganz schön gepichelt haben und da habe ich null Verständnis für!

Grüße
Nicole

Beitrag von vwpassat 26.11.10 - 17:36 Uhr

Es kann eben nicht jedem passieren.

Beitrag von fensterputzer 26.11.10 - 19:15 Uhr

doch Passat es kann jedem passieren der verantwortungslos ist und säuft.

Beitrag von miau2 26.11.10 - 18:17 Uhr

Hi,
dein Vater soll sich einen Anwalt nehmen. Wer soll denn hier fachlich versierte Auskünfte erteilen, auf die du dich verlassen kannst?

Und nein, es kann nicht jedem passieren.

Man muss schon reichlich getrunken haben, um nach so vielen Stunden noch entsprechend Restalkohol im Blut zu haben. Oder er hat zwischendurch nachgefüllt. Zwischen Unfall und Trinken lagen ja lt. ihm wohl mind. 22 Stunden, oder? Wie viel wird im Durschnitt (ganz grob) pro Stunde abgebaut? 0,1-0,2, oder? Rückgerechnet wird lt. BADS mit 0,1 Promille, zugunsten der Angeklagten halt. Dann rechne mal nach...

Und es bedeutet auch: als er das erste Mal gefahren ist (22:00) hatte er noch einen reichlichen Rausch mehr. Das kannst du auch gerne mal nachrechnen - er war das, was private Fernsehsender ausnahmsweise zu Recht so bildlich als "Zeitbombe" beschreiben, und er kann gerne ein paar Kerzen anzünden als Dank, dass es offenbar nur um einen Blechschaden geht.

Und wenn er ein besoffener Fahrer (egal, ob Berufs- oder privat) mehr ist, der "nur" mit einem Blechschaden für lange Zeit oder dauerhaft aus dem Verkehr gezogen wird zünde ICH eine Kerze an.

"Mist" ist schon eine ziemlich diplomatische Bezeichnung dafür.

Und für die rechtlichen Fragen wäre wirklich ein Anwalt der richtige Ansprechpartner.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von fensterputzer 26.11.10 - 18:36 Uhr

dein versoffener Vater DARF den vollen Schaden tragen denn er hat bereits in der Fahrschule ( Personenbeförderungsschein heftig gelernt das speziell Berufskraftfahrer im Personenbefördeerungsdienst ( Busfahrer) unter keinen Umständen Alkohol vor Fahrten konsumieren dürfen.

Wer selbst etwas verschuldet muß zahlen denn für das Leben und Verhalten von Menschen gibt es keine Vollkasko. Und die Versicherung der Firma wird zu 100% eine Zahlung verweigern oder sich das Geld vom Suffkopp zurückholen.

Beitrag von kinderwunsch7373 26.11.10 - 23:23 Uhr

"dein versoffener Vater"
typisch urbia.....

Beitrag von sassi31 27.11.10 - 02:59 Uhr

Die Aussage finde ich jetzt auch arg hart. Auch, wenn ich dem Rest zustimme.

Beitrag von nightwitch 26.11.10 - 19:07 Uhr

Hallo,

nein, dass passiert mit Sicherheit NIEMANDEM, der auch nur ein kleines bißchen Verantwortungsgefühl hat.

Mein Partner ist selbst Berufskraftfahrer (okay, in der Ausbildung, aber er fährt schon seit gut einem halben Jahr) und trinkt NICHTS aber auch GARNICHTS, wenn er unterwegs ist, nicht in den Pausen, nicht am Abend bevor er wieder los muss - nichts.

Er gönnt sich VIELLEICHT mal am Samstag Abend ein Cola-Bier, wenn er weiß, dass er vor Montag nicht mehr los muss.

Ich habe NULL Verständnis für deinen Vater. Wenn er gute 24 Stunden nach Konsum-Ende noch Restalkohol hatte, dann hatte er wohl mehr als nur ein oder zwei Bierchen auf (22 - 17 Uhr sind 19 Stunden und du schriebst selbst, vorher wurden einige Stunden geschlafen).

Nicht auszudenken, wenn bei dem Unfall eine Familie ausgelöscht worden wäre, weil dein Vater seine Pausen mit nem Bierchen zuviel gefeiert hat.

Gruß
Sandra

Beitrag von arkti 26.11.10 - 19:16 Uhr

Dumm gelaufen würde ich sagen.

Warum sollte die Versicherung da was zahlen, es war Eigenverschulden und da gibt es auch nichts schön zu reden.

Schon traurig genug zu wissen das Berufskraftfahrer in ihren Ruhepausen Alkohol trinken.

Beitrag von mamavonyannick 26.11.10 - 19:24 Uhr

Hallo,

schau mal, was ich dazu im Netz gefunden habe: http://www.rechtsanwalt-heim.com/504631963d0c7a901/index.html

Die Privathaftpflicht kommt nicht dafür auf. Ich empfehle deinem Vater auch, sich einen Anwalt zu nehmen, da die (drohenden) Konsequenzen einfach zu vielfältig sind.

vg, m.

Beitrag von zwiebelchen1977 26.11.10 - 19:34 Uhr

Hallo

Nein, das kann nicht jedem passieren. Und sollte auch nicht. Schon gar keinem Berufskraftfahrer.

Er muss schon ordentlich getrunken haben, um nach der Zeit noch Restalkohol im Blut gehabt zu haben.

Hoffe, er ist seinen Lappen los. So jemand darf so einen schweren LKW nie wieder führen. Es passieren schon genug Unfälle damit

BIanca

Beitrag von fensterputzer 26.11.10 - 19:36 Uhr

NIX LKW!! BUSfahrer!! also hat er meist gute 50 Menschen hinter sich sitzen!

Beitrag von seikon 26.11.10 - 19:44 Uhr

Wie kommst du auf Busfahrer? Ich lese da nur was von Berufskraftfahrer und dass er den Schaden am LKW zahlen muss.

Beitrag von fensterputzer 26.11.10 - 19:48 Uhr

Hast Recht. Hab ich falsch gelesen!

Beitrag von seikon 26.11.10 - 19:50 Uhr

Ja, zum Glück. Weil Busfahrer wäre ja der Höhepunkt der Dreistigkeit gewesen, wenn er da noch wissentlich Fahrgäste gefährdet. Ist ja schon schlimm genug, wenn er mit seinem Boliden da andere, schwächere, Verkerhsteilnehmer gefährdet.

Beitrag von fensterputzer 26.11.10 - 19:55 Uhr

Bus= 18 To plus Fahrgäste

LKW bis 38 to unjd mit Ausnahmegenehmigung 95 km/h

Beitrag von windsbraut69 27.11.10 - 06:29 Uhr

Tja, für Paketzusteller hätte es gar nicht gereicht, wie?

Beitrag von seikon 26.11.10 - 19:41 Uhr

"....Bitte keine Urteile über meinen Vater. Er weiß selbst, dass er Mist gebaut hat. Das kann aber jedem passieren mit Restalkohol. ...."


Ja, was soll man denn sonst dazu sagen?
Du schreibst, dass er um 22 Uhr gefahren ist und davor "ein paar Stunden" Schlaf gehabt hat. Also mindestens 2 Stunden, weil paar setzt ja Mehrzahl voraus. Das heisst, er hat spätestens gegen 20 Uhr den Alkohol getrunken.
Wenn er um 17 Uhr des darauf folgenden Tages den Unfall hatte (also min. 21 Stunden später), und immer noch Restalkohol hatte.
Wenn man auffällig fährt, dann zählt ja nicht die 0,5 Promillegrenze, sondern die 0,3 Promillegrenze. Wenn Alkohol mit 0,1 Promille pro Stunde abgebaut wird, dann hatte er zum Zeitpunkt des Konsums ca. 2,4 Promille oder mehr. Und wenn er um 20 Uhr getrunken hat und um 22 Uhr wieder gefahren ist, dann ist er mit weit über 2 Promille LKW gefahren.
Das IST verantwortungslos und unterste Schublade.
Die Kündigung ist absolut gerechtfertigt, und ich hoffe, dass dein Vater seinen Schein für sehr sehr lange Zeit abgeben muss.
Er kann wirklich froh sein, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist.

Beitrag von manavgat 26.11.10 - 20:36 Uhr

Das kann aber jedem passieren mit Restalkohol.


Das bezweifle ich!


Gruß

Manavgat

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