Das Ergebnis von Erziehung

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von purpur100 26.11.10 - 23:58 Uhr

stellt euch vor.......... ihr habt ein Baby.......ihr umsorgt es, ihr kümmert euch.

Das Kind wird größer, selbständiger, ihr unterstützt es, schließlich soll euer Kind ein selbständiger Mensch werden.

Euer Kind wird größer und ist schließlich erwachsen.

Du/Ihr seid immer noch die Eltern, euer Kind ist euer Kind. Egal wie alt es ist.

Ihr habt akzeptiert, daß euer Kind nun ein eigenes Leben hat. Ihr mischt euch nicht ein in das Leben eures Kindes.

Das schaffen nur die wenigsten Eltern. Ihrem Kind zu vertrauen, zu vertrauen auf das, was ihr ihm mitgegeben habt.

Hab vorhin mit meiner Mum telefoniert.

Mama, danke. Danke dafür, daß du, egal was ich mache und egal wie ich es mache, danke dafür, daß du zu mir stehst. Versuchst, mich zu verstehen (obwohl es dir bestimmt zeitweise verdammt schwer fällt)

Wenn ich mich auskotzen will, dann kann ich dich anrufen. Du hörst zu. Bist da. Versuchst, mich zu verstehen.

Das ist meine Mama. Die Beste.

Sentimental............... ja
Verdammt, ich bin froh, daß ich genau SO ne Mum hab.

Schön, wenn ihr bis hier durchgehalten habt. Also mit Text lesen.

ach ja............

Beitrag von anarchie 27.11.10 - 00:06 Uhr

Ja, sei dankbar für diese Beziehung zu deiner Mama!
Sie ist nicht selbstverständlich...

Ich hoffe, dass meine Kinder mal so ähnlich über mich schreiben...

lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von purpur100 27.11.10 - 00:26 Uhr

ich hab noch Bruder und Schwester. Ich weiß nicht wirklch, wie das Verhältnis von ihnen zu unserer Mum ist.

Ich denk mir aber, daß es -hoffentlich! - ähnlich ist.

Unser Verhältnis, also unter uns Geschwistern, is schon ok! Über die Beziehung zu Mum haben wir uns - bisjetzt - nicht unterhalten.

Hat sich so noch nicht ergeben.

Beitrag von gunillina 27.11.10 - 07:58 Uhr

Achja purpur...#kuss
Schön gesagt. Und wahr ist es. Und ein grosses Glück, wenn man so eine Mutter oder so einen Vater hat.
Letzte Frage von mir: Hast du ihr das schon einmal gesagt, Süsse?
Das wäre vielleicht ganz schön. #liebdrueck

Beitrag von ayshe 27.11.10 - 08:46 Uhr

Ja, das ist eine schöne Sache, meine Eltern sind auch so.
Und wir haben echt keinen Streß miteinander.
Ich bin echt immer wieder sehr froh, besonders wenn ich hier mal lesen muß, was andere da für Probleme haben #verliebt

Beitrag von lisasimpson 27.11.10 - 09:54 Uhr

schön geschrieben, purpur!

"Das schaffen nur die wenigsten Eltern. Ihrem Kind zu vertrauen, zu vertrauen auf das, was ihr ihm mitgegeben habt."

ich glaube, daß das auch schon ein großes Problem bei kleinerern Kindern ist.
Daß Eltern unglaublich wenig zutrauen und vertrauen haben, in ihrer kinder, deren fähigkeiten und in die beziehung zwischen Eltern und kindern

wenn ich hier beiträge von erwachsenen lese, zu ihrer beziehung zu den eigenen eltern, dann wird immer sehr schnell klar, daß diese IMMER bemüht sind um Anerkennung von den Eltern.
daß es kleinen kindern genauso geht, daß kinder grundsätzlich auf die liebe, fürsorge und das Verständis ihrer eltern angewisen sind, scheint aber oft nicht so klar zu sein.

daß ein kind keien strafen braucht, wen nes mal schlecht drauf ist oder wie du schreibst, du dich mal "auskotzen" mußt.
daß du froh drüber bist, dßa deien mutter dir zuhört und nicht sagt: ruf mich wieder an, wenn du besser drauf bist und behalt deinen ärger für dich, erscheint jeden klar denkenend menschen doch einleuchtend.
hier lese ich aber als ersten tip immer, wenn ein kind mal schimpft, motzt, schlecht drauf ist- daß man es doch gefälligst ins zimmer schicken solle und es diese erst wieder zu verlassen haben mit bester sonntagslaune..

schön, daß du diesen beitrag also hier in der Erziehung postest, denn genau das ist es, was auch eine stbile eltern. kind beziehung ausmacht.
vertrauen darauf, so akzeptiert zu wertden wie man ist, mit all seinen launen, eigenheiten, mit seinem drang nach freiheit und selbständigkeit und dennoch dem wunsch die mütterliche oder väterliche fürhsorgen, anerkennung und liebe nicht zu verlieren

lisasimpson

Beitrag von muckel1204 27.11.10 - 10:58 Uhr

Toll, nun muss ich heulen....................
Hätte auch gern so ein Verhältnis zu meiner Mutter, aber es ist der Wurm drin, seit ich klein bin.
Ich glaube, wir haben unterschiedliche Vorstellungen vom Leben, die Schläge wurden abgetan, mit Überforderung (es war eben so).
Selbst jetzt habe ich den Absprung von ihr nicht geschafft, muss mich Gesprächen ergeben die geführt werden, weil ich angeblich mal wieder nicht genügend Zeit und Nerven auf sie verwende, tut sie zwar immer so, als ob sie alles interessiert, reagiert sie aber doch eifersüchtig auf meine Schwiegereltern, in deren Nähe ich nunmal wohne und sie dadurch auch öfter sehe als sie.
Ich kann und möchte eben nicht mein gesamtes Seelenheil bei ihr lassen, weil sie nicht damit umgehen kann ( O-Ton: ich weiß gar nicht warum ihr Panikattacken habt, an unserer Erziehung kann das nicht liegen ich hab dich doch nur einmal nicht aus dem Ferienlager abgeholt, obwohl du so geweint hast) als ich ihr von meinen Panikattacken erzählte, falscher Fehler, mal wieder.
Ja aber die Demütigungen, all das Klein machen mit Worten, das Gefühl welches ich immer hatte, immer noch habe, das ich ständig Schuld bin, ständig etwas falsch mache zieht sich durch mein Leben und lassen mich zu einem kleinen Menschen werden.......................
Schöne Scheiße, das ich hier in einem Forum meinen Seelenmüll abladen muss, aber ich muss mich wapnen, denn die nächste verbale Schlacht steht an, wegen Weihnachten. Sie geht fest davon aus , das wir dort sind, was laut Reihenfolge, damit wir mal zu Hause und mal bei Schwiegereltern sind, nicht angesagt ist.
Manchmal möchte ich einfach nur jemand anderes sein, vielleicht meine tolle Schwester die sich blendend mit ihr versteht, klar sie hat ja auch den erfolgreicheren Schulabschluss, ein Studium und ist ständig zu Hause. Das Verhältnis zu ihr ist eine einzige Katastrophe geworden, weil sie sämtliche Dinge die wir im Vertrauen besprochen haben, gleich an meine Mutter weiter geleitet hat, soviel dazu.

Ich habe eine beste Freundin, die ein Jahr jünger ist als meine Ma, sie sagt "Kind" zu mir, sagt mir das sie mich lieb hat, ist da wenn ich sie brauche nur wohnt sie so weit weg..........Aber wir telefonieren fast täglich und ich weiß das sie mich versteht. Wenn meine Mutter das wüsste, dann würde sie aus der Haut fahren......................

#heul

Halt deine Ma fest, drücke sie, sei ihr unendlich dankbar, das sie so ist und gebe genau das an deine Kinder weiter#liebdrueck

Beitrag von live.free 27.11.10 - 11:49 Uhr

Schön geschrieben! Und so wahr!!! #verliebt #freu #verliebt

#winke

PS.: Ich habe auch solche Eltern. #huepf #herzlich

Beitrag von felix.mama 27.11.10 - 16:52 Uhr

So Eltern habe ich auch! Seidem mein Bruder gestorben ist, machen sie sich wieder mehr sorgen, aber das verstehe ich nun besser wo ich selber ein Kind habe!

Ich hoffe das ich auch so eine Mutter werde, die ihr Kind immer loslassen kann wenn es nötig ist und festhalte wenn es nötig ist!

Beitrag von frau_e_aus_b 27.11.10 - 19:26 Uhr

Meine Mama ist genauso...

Sie ist immer für mich da, lässt mich aber meinen eigenen Weg gehen und mein Leben so leben wie ich möchte.
Das sie nicht mit allem einverstanden ist/war, denk ich mir schon... aber sie stand/steht immer hinter mir.

Dafür bin ich sehr dankbar. und ich hoffe das ich mal genauso werde und Vertrauen in meinen Sohn habe.

Meine SchwieMu ist da leider das Gegenteil. Sie will immer noch die Fäden in den Händen halten, kann nicht los lassen. Will Entscheidungen abnehmen, kritisiert alles, sieht nur ihren Vor/nachteil in unserem Tun.

LG
Steffi

Beitrag von enyerlina 27.11.10 - 19:59 Uhr

Hallo


also erst sollen wir uns das ganze Vorstellen das die meisten ohnehin versuchen ;

bindest uns dann auf die Nase das es die Wenigsten schaffen;

und dann schickst du uns deine Worte die an deine Mama gerichtet sind?#kratz das du es natürlich genauso gut schaffst wie Sie , weil es ja von uns die wenigsten schaffen.

Klingt für mich schon angeberisch und sehr provokativ.

Aber freu dich weiter!


Beitrag von gunillina 28.11.10 - 19:52 Uhr

Man kann na klar aus jedem Beitrag etwas Negatives ziehen. Wobei ich mich bei purpur's Beitrag schon sehr sehr sehr anstrengen müsste, um auch nur entfernt etwas Provozierendes oder gar Angeberisches hinein zu deuten. Und selbst dann wäre es noch gelogen.

Das hier ist eine Liebeserklärung an eine Mutter, die alles richtig gemacht hat.

Von einer Tochter, die sich fest vornimmt, alles auch so zu machen.

Dass das nicht leicht ist, wissen wir alle.
Aber es ist wichtig, DAS nicht zu vergessen, wofür man dankbar ist, es bekommen zu haben:

Die bedingungslose Liebe der Mutter in diesem Fall.

Denk nochmal drüber nach, bitte.

Beitrag von purpur100 29.11.10 - 08:20 Uhr

"Aber freu dich weiter! "

das tue ich!

Beitrag von asimbonanga 27.11.10 - 20:32 Uhr

Ausdrucken und ihr geben.Oder einen Brief schreiben.:-)

Meine Mutter ist schon 77 Jahre alt-ich habe ihr zum Glück schon mehrfach gesagt, was ich für sie empfinde.
Jetzt ist sie seit 8 Monaten Witwe und schlägt sich mehr als tapfer.Die Dankbarkeit für 58 schöne Jahre mit meinem Vater überwiegt.Sie lässt sich nicht hängen und bleibt die unerschütterliche Optimistin ,die sie immer war.

Beitrag von amalka. 27.11.10 - 23:17 Uhr

HeHe süße und dann kann man dir nur wünschen, du wirst dich daran genauso erinnern, wenn deine kids größer sind..was man als Kind will..

Beitrag von dschinie82 29.11.10 - 13:16 Uhr

Schöner Text!!!

Toll, dass ihr so ein super Verhältnis habt.
Ich gehöre auch zu diesen glücklichen Menschen, die so eine tolle Mutter haben. Ich bin ihr dafür auch unendlich dankbar!

LG
Dschinie