Mobbing vom arbeitgeber

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von annelore 27.11.10 - 08:17 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Hat jemand Erfahrung mit dem Thema?wie soll man sich verhalten?Welche Schritte muß man einleiten?

LG anja

Beitrag von wemauchimmer 27.11.10 - 09:22 Uhr

Betriebsrat?

Beitrag von annelore 27.11.10 - 09:29 Uhr

hallo! Problem ist das betreffende person selbst im betriebsrat sitzt

Beitrag von vwpassat 27.11.10 - 09:29 Uhr

Erklär doch mal bitte, was Du unter Mobbing verstehst.

Was widerfährt Dir denn auf Arbeit?

Beitrag von annelore 27.11.10 - 10:34 Uhr

Das ist eine lange Geschichte,da müßte ich weit ausholen.In kürze: das ganze geht schon ein halbes Jahr.
Ein mitarbeiter stellt Behauptungen und Unwahrheiten auf,und erhält eine Plattform bei der Geschäftsleitung.
Rechtfertigungen der anderen Seite (betrifft mehrere) sind nicht gewünscht. Bewußtes Ziel hinaus ekeln einer einzelnen.
bei einem Mitarbeiter wurde es bereits mit Erfolg durch gebracht----fristlose Kündigung:-(
Jetzt haben allen angst,man könnte der nächste sein.:-(


Beitrag von manavgat 27.11.10 - 12:07 Uhr

Da hilft nur eine Anwältin.

Wenn man Opfer von Bossing ist, dann muss man hart schießen.

Oberstes Ziel, noch vor dem Arbeitsplatzerhalt, muss die seelische und körperliche Gesundheit sein.

Außerdem brauchst Du einen guten Arzt.

Gruß und alles Gute

manavgat

Beitrag von zuckerschneggle 27.11.10 - 10:03 Uhr

Hallo,

du solltest die Art, Zeit und evtl. Zeugen der Vorfälle über eine längere Zeit protokolieren und damit gehst du zum Betriebsrat deines Vertrauens oder zu einer Vertrauensperson. Wenn du ein Gewerkschaftsmitglied bist, kannst du dich auch dahin wenden und ihr könnt euch gemeinsam weitere Schritte überlegen.
Viel Erfolg

LG zuckerschneggle

Beitrag von windsbraut69 28.11.10 - 08:52 Uhr

"gehst du zum Betriebsrat deines Vertrauens oder zu einer Vertrauensperson. Wenn du ein Gewerkschaftsmitglied bist, kannst du dich auch dahin wenden und ihr könnt euch gemeinsam weitere Schritte überlegen."

Der Betriebsrat "ist die Gewerkschaft"!

LG

Beitrag von nobility 27.11.10 - 17:16 Uhr

„ Erklär doch mal bitte, was Du unter Mobbing verstehst.“

Hallo anja,

Genau das ist der Punkt an dem sich die Geister scheiden. Es gibt zwar schlaue Bücher die das Mobbing und auch seine schweren Gesundheitschädigenden Folgen, bis hin zur schwersten Form, der Psychosomatik, für den/die betroffene/n beschreiben. Jedoch sieht die Praxis bei der Aufklärung, dem Umgang und Verfolgung von Mobbing anders aus. Dies gilt besonders bei Arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen. Da sind Juristen wie Richter und Rechtsanwälte völlig überfordert. Sie können mit dem Begriff Mobbing auch deshalb nichts anfangen weil dieser oft nicht nach Beweisen und Fakten belegbar ist. Meist ist der/die Gemobbte allein gefordert zu beweisen, in welcher Form und in welcher weise und von wem er/sie gemobbt worden ist. Zugegeben, das ist schwierig.

Über genau diesen Punkt habe ich mich vor ein paar Jahren mit Juristen, z.B. einem Richter am Arbeitsgericht und einer angesehenen Fachanwältin für Mobbing unterhalten. Wer gegen seinen AG wegen Mobbing erfolgreich klagen will muss den Klagegrund beweisen. Der gemobbte AN sollte ein tägliches sogenanntes Arbeitstagebuch/Mobbing am Arbeitsplatz über wenigstens einen Zeitraum von drei Monaten führen. Die Führung eines solchen Tagebuches sollte er/sie unbedingt geheim halten. Auch vor einem Betriebsrat. Auch vor der „besten“ Arbeitskollegin oder Kollegen. In diesem Tagebuch sollten alle Vorkommnisse säuberlich eingetragen werden. Wer wem was zu welcher Zeit an welchem Ort gesagt hat. Von wem Anweisungen in welchem Wortlaut an welchem Tag zu welcher Zeit zu wem gegeben wurden. Und ob und welche Zeugen, Name und Anschrift, bei diesen Vorkommnissen zugegen waren. Richter nehmen solche Arbeitstagebücher sehr gerne als Beweisersatz in Mobbingklagen entgegen. AG haben so meist einen schlechten Standpunkt wenn diese behaupten, es habe kein Mobbing gegeben.

Gruß
Nobility

Beitrag von mapue 27.11.10 - 21:50 Uhr

Wo kommt denn der Fachbereich ´Fachanwältin fürs Mobbing´ her #schock #rofl #augen

Wat ein Quatsch und was hier immer alle gleich nach Mobbing schreien #augen

Beitrag von sassi31 28.11.10 - 03:42 Uhr

Ich denke auch nicht, dass hier jedes angebliche Mobbingopfer auch tatsächlich eines ist. Viele machen hier schon kleine Meinungsverschiedenheiten mit Kollegen zu Mobbing und scheinen einfach nicht mit einfachen Konflikten umgehen zu können.

Da wir aber von der TE keine Details erfahren haben, kann niemand beurteilen, ob sie tatsächlich gemobbt wird oder eben nicht.

Und warum soll es keine Anwälte geben, die sich darauf spezialisiert haben, Mobbingopfern zu helfen?

Beitrag von hedda.gabler 28.11.10 - 12:52 Uhr

>>> Und warum soll es keine Anwälte geben, die sich darauf spezialisiert haben, Mobbingopfern zu helfen? <<<

Weil die Bezeichnung "Fachanwalt" auf einer bestimmten Qualifikation und Verordnung beruht (nur weil man sich inhaltlich auf etwas spezialisiert hat, ist man noch lange kein Fachanwalt):
"Die Bezeichnung Fachanwalt ist ein einem Rechtsanwalt verliehener Titel, der dem Nachweis dienen soll, auf einem bestimmten Rechtsgebiet über besondere Kenntnisse und Erfahrungen zu verfügen. Die Voraussetzungen zum Erwerb und Führen des Fachanwaltstitels sind in der Bundesrepublik Deutschland geregelt in der Fachanwaltsordnung (FAO)."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Fachanwalt

In diesem Fall dürfte "die Fachanwältin für Mobbing" eine stinknormale Anwältin mit dem Steckenpferd "Mobbing" sein oder eben eine Fachanwältin für Arbeitsrecht.

Beitrag von nobility 29.11.10 - 14:07 Uhr

In aller Regel ignoriere ich dumme Anmache.

Zu unterstellen, ob ich ein Gespräch mit einer Fachanwältin geführt habe und ob diese überhaupt eine Fachanwältin war bzw. ist, ordne ich schlicht als Frechheit ein.

In einer Großstadt wie Berlin in der es über 20 T Anwälte gibt, gibt es auch Fachanwälte wie z.B. Fachanwältin für Mobbing. Und in meinem Fall handelte es sich sogar um eine Bundesweit bekannte Fachanwältin und Buchautorin für Mobbing.

Danke, aber ich bin bestens involviert. Die Berliner Rechtsanwaltskammer hat eine Liste die auf Antrag unter Erfüllung bestimmter Auflagen und Qualifikationen die Bezeichnung "Fachanwalt" verliehen bekommen.

Im übrigen unterstelle ich einer Fragestellerin vorweg nicht, ob ihr Vortrag zutreffend ist oder nicht. Ich nehme zunächst die Frage vom Inhalt her als berechtigt an und antworte demenstprechend,indem ich ihre Frage ernst nehme. Die Frage war was kann man tun bei Mobbing. Meine durchaus qualifizierte Antwort war darauf bezogen. Da erübrigt sich die unqualifizierte Äußerung und absolute Nebensächlichkeit ob es sich bei meinem Gespräch um eine anerkannte Fachanwältin handelt.

Nobility

Beitrag von hedda.gabler 29.11.10 - 14:25 Uhr

Hallo.

Es gibt schlicht und ergreifend keinen Fachanwalt für Mobbing ... lies es doch bitte in der FAO nach:
http://www.brak.de/seiten/06.php

Es mag sich um eine auf dieses Fachgebiet spezialisierte Anwältin und Buchautorin handeln, aber sicher nicht mit diesem Titel. Mobbing fällt unter den Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Ich weiß gar nicht, warum Du Dich so aufregst.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von nobility 29.11.10 - 16:30 Uhr

Hallo,

es gibt sehr wohl den Fachanwalt für Mobbing.

Mobbing fällt nicht allein in den Fachbereich Arbeitsrecht. Mobbing gibt es nicht allein im Arbeitsleben. Mobbing gibt es z.B. zwischen Mietern und Vermietern, Mobbing gibt es in der Ehe, kurzum, Mobbing kann überall vorkommen. Deshalb muss kein Fachanwalt für Mobbing zwingend ein Fachanwalt für Arbeitsrecht sein.

Genau, hier handelt es sich um eine spezialisierte Fachanwältin für Mobbing. Und..., sie nennt sich auch so und ist auch so bei der Rechtsanwaltskammer Berlin und folglich auch so im Berliner Branchenbuch eingetragen.

Oberflächliche Informationen, bzw. einseitige oder beschränkte Informationen sollten kein Anlass für entgegensätzliche Sachbehauptungen sein.

Und zuletzt, ich habe und ich würde niemals von etwas reden wovon ich keine Ahnung habe oder eine Behauptung aufstellen die ich nicht umfassend abgesichert hätte. Das wiederum so behaupte ich, unterscheidet mich von vielen anderen.

Gruß
Nobility

Beitrag von hedda.gabler 29.11.10 - 16:47 Uhr

Hallo.

Du hast Recht und ich usw ...

... komisch nur, dass die Bundesanwaltskammer einen solchen Fachanwalt nicht kennt.

Ich wollte damit im Übrigen überhaupt nicht die Kompetenz dieser Anwältin in Abrede stellen, mich wundert es eben nur, dass sie sich mit einem Titel schmückt, den die Verordnung nicht kennt ...

... komisch auch, dass google mit "fachanwalt für mobbing berlin" keinen Treffer ausspuckt (nur Anwälte für Arbeitsrecht) und wenn ich dann das "fachanwalt für mobbing" noch zusätzlich in Anführungsstriche setze, ein paar Fachanwälte für Arbeit- und Sozialrecht auswirft, nicht unbedingt in Berlin allerdings.

... und im Branchenbuch Berlin bekomme ich unter der Suche "Fachanwalt Mobbing" 15 Treffer ... Fachanwälte für Arbeitsrecht (wobei eine zudem noch einen Fachanwalt für Familienrecht hat, und einer nur den Fachanwalt für Familienrecht.)

... und bei der Anwaltssuche in der Datenbank der Anwaltskammer Berlin ergibt sich mit "Mobbing" gar kein Treffer (in der freien Suche führt der Begriff "Mobbing" zu einer Liste von Mediatoren).

Hmmmm?!

Beitrag von nobility 29.11.10 - 17:11 Uhr

Hallo,

wie ich schon in meiner ersten Antwort auf die Thereadstellerin erwiderte, ist der Begriff "Mobbing" zwar oft Gegenstand von Diskussionen und Auseinandersetzungen, selten aber und für die wenigsten richtig greifbar. Das gilt nach wie vor auch für Juristen wie Richter und Anwälte. Selbst bei ausgeprägtem Mobbing die zu schweren Gesundheitlichen Schäden führen wie z.B. schweren Psychosomatischen Erkrankungen, tun sich Juristen damit schwer zu erkennen ob sowas wirklich von Mobbing herrührt oder nicht. Im Arbeitsrecht wo solche Fälle zu dauernder Arbeitsunfähigkeit führen, und eine umfassende Rehauntersuchung notwendig wird ist es auch nur Spezialisten vorbehalten solche Patienten als tatsächlich schwer Gemobbte unreparable Patienten einzustufen. Das sind dann Richter in Weißen Kitteln die Mobbing erkennen, nicht in schwarzen Roben.

Deshalb sind Mobbingopfer sehr oft allein gelassen in unserer Gesellschaft.

Gruß
Nobility

Beitrag von hedda.gabler 29.11.10 - 19:00 Uhr

Hallo.

Und was hat das damit zu tun, dass Du mit einer Fachanwältin für Mobbing gesprochen hast, die de facto keine Fachanwältin dafür und auch nicht im www auffindbar ist (möglicherweise eine Expertin, aber eben keine Fachanwältin ist ... wenn ich als Fachanwalt für Strafrecht mich auf Mord spezialisiere, bin ich auch kein Fachanwalt für Mord).
Ich kann es einfach nicht leiden, wenn man einem Beitrag mehr Gewicht durch Ausschmückung geben will ... da kann dann der Inhalt noch so richtig sein, die Glaubwürdigkeit leidet aber.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von hedda.gabler 28.11.10 - 12:53 Uhr

Hallo.

>>> Über genau diesen Punkt habe ich mich vor ein paar Jahren (...) und einer angesehenen Fachanwältin für Mobbing unterhalten."

Wenn man schon aufschneiden will, dann glaubwürdig ... einen Fachanwalt für Mobbing gibt es nicht.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von nobility 30.11.10 - 16:28 Uhr

" Wenn man schon aufschneiden will, dann glaubwürdig ... einen Fachanwalt für Mobbing gibt es nicht. "

Es gibt ein altes Sprichwort;

Was der Bauer nicht, kennt ist er nicht.

D.h. was du in deiner Unwissenheit nicht kennst gibt es nicht. So einfach ist das für dich. Du musst noch sehr viel lernen.

Normalerweise helfe ich Frechdummen nicht zur Bildungsaufklärung.

Hier ein Link für Fachanwälte für Mobbing.

http://www.google.de/#hl=de&source=hp&q=Gibt+es+den+Begriff+Fachanwalt+f%C3%BCr+Mobbing&btnG=Google-Suche&rlz=1R2ADFA_deDE393&aq=f&aqi=&aql=&oq=Gibt+es+den+Begriff+Fachanwalt+f%C3%BCr+Mobbing&gs_rfai=&fp=9530e9ff9f50831c



Beitrag von manavgat 30.11.10 - 16:59 Uhr

Du beweist mit dem Link, dass Du im Unrecht bist.

Es gibt keine Fachanwälte für Mobbing, sondern nur Fachanwälte für Arbeitsrecht.

Dreist finde ich
Deinen Ton und Deine Beharrlichkeit.

Gruß

Manavgat

Das steht da:

Hinweis: Wir haben Ihre Suchanfrage "Mobbing" dem Fachgebiet Arbeitsrecht zugeordnet.

Fachanwälte für Arbeitsrecht bei anwaltssuche.de Das Arbeitsrecht regelt die Rechtsverhältnisse der am Arbeitsverhältnis unmittelbar beteiligten Personen, insbesondere der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitnehmer sind in ihrer Arbeit unselbständig. Sie stehen aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages im Dienste einer anderen natürlichen oder juristischen Person.

Dieser Person sind die Arbeitnehmer zur Arbeit nach dessen vertragsgemäßen Weisungen verpflichtet. In den meisten Fällen stehen sie auch in einem wirtschaftlichen und sozialen Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber, der aus diesem Grund auch besondere Verpflichtungen eingeht. Anders als freiberuflich Tätige tragen Arbeitnehmer nicht das Risiko der Akquise von Aufträgen und des Verkaufs des Produkts bzw. der Dienstleistung.

Unsere Fachanwälte bieten Beratung bei allen arbeitsrechtlichen Fragestellungen und Problemen wie bei Kündigung, betriebsbedingter Kündigung, Abfindung, Arbeitszeugnis, Mobbing, etc. Hier finden Sie einen Gehaltsrechner


Beitrag von hedda.gabler 30.11.10 - 17:59 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Ich liebe es, wenn sich Leute selbst demontieren ... und ich bin also frechdumm?! Schon klar ...

... und wie war das jetzt noch mit Deiner bundesweit bekannten Fachanwältin für Mobbing, die partout nicht auffindbar ist ... weder über Google noch über die Anwaltskammern?!

Beitrag von derhimmelmusswarten 27.11.10 - 18:27 Uhr

Habe ich leider neuerdings auch. Habe nach der Elternzeit eine neue Stelle angefangen und bin da wohl an den schlimmsten Arbeitgeber der Region geraten. Bin zwar schwanger und muss nur noch vier Monate aushalten, aber ich denke nicht, dass das möglich ist. Hatte mich schon gefreut, wieder bei meinem alten Arbeitgeber anfangen zu können, aber dann ist er doch kurzfristig abgesprungen.

Was soll man raten?! Du kannst so oft krank machen, dass er dir kündigt. Und gleichzeitig natürlich sofort intensiv nach einer neuen Stelle suchen. Mein Arzt hat mir auch angeboten, ein Formular auszufüllen zur Kündigung auf ärztlichen Rat. Ich gehe aber nicht davon aus, dass sowas heutzutage beim Arbeitsamt noch durchgeht.