Panikmache im Kiga? Sprachentwicklung unter 3 Jahren

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von diekleineivi 27.11.10 - 14:28 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich könnte hier einen ganzen Roman schreiben, versuche aber mich kurz zu fassen. Meine Tochter (im Januar wird sie 3) geht seit August in den Kiga. Letzte Woche hatten wir ein Elterngespräch zur Eingewöhnungsphase - sie habe viele Freunde gefunden, kann sich gut eingliedern, versucht Konflikte mit anderen Kindern selbst zu lösen, ist sehr sicher im Umgang mit der Schere, malt sehr gerne, fordert wenig eigene Zeit mit den Erzieherinnen ein, hat immer etwas zu tun und nie Langeweile. Soweit so gut.
Aber: ich habe zu Beginn der Kindergartenzeit darum gebeten, daß sie mir mitteilen, wenn sie das Gefühl haben, daß es evtl. bei der Sprache Entwicklungsverzögerungen gibt. Sie hatte als Säugling schon oft mit Mittelohrentzündungen zu tun und häufig auch Flüssigkeitsansammlungen im Ohr, klagte aber nie über Schmerzen und hatte auch kaum Fieber dabei eigentlich wurden die Entzündungen festgestellt wenn wir wegen anderer Zieperlein beim Kinderarzt waren. Sie bekam Röhrchen und nach einem halben Jahr schien alles wieder gut zu sein. Im letzten Jahr hatte sie 1 festgetellte Mittelohrentzünung, die mit Antibiotika behandelt wurde.

Die Erzieherinnen haben mir jetzt aber versucht schonend beizubringen, daß meine Tochter wahrscheinlich eine Hörschädigung hat. Nicht wegen der Sprachlichen Auffälligkeiten (sie hat noch Probleme mit eínigen Konsonanten wie K, G, R und Doppellauten wie Bl usw... aber da sagt die Kinderärztin, daß das durchaus noch im Rahmen ist. Sie plappert viel und singt gerne, sondern aufgrund von "Verhaltensauffälligkeiten" - sie gehe derb über den Fußboden um sich selber zu hören, kaue laut beim Essen, um sich selbst zu hören und sei oft total erschrocken, wenn sie nicht mitbekäme wenn sich jemand von hinten nähert und sie dann streife.

Daß sie manchmal sehr schreckhaft ist, kann ich zwar bestätigen, aber alles andere... habe zu Hause nochmal genau beobachten und getestet - sie hört den kleinen Wecker in der Küche ticken, wir flüstern uns beim Zubettgehen Sachen ins Ohr, die der andere wiederholen muß - sie hört Autos, die auf der Straße in der Siedlung an unserem Haus vorbeifahren und, und, und... allerdings wenn sie spielt, hab ich das Gefühl, sie möchte einfach nicht gleich hören, wenn ich etwas von ihr will - denn wenn ich beim Spiel nach einer scheinbar nicht gehörten Aufforderung etwas von Schokolade stammele, dann kommt sie sofort.

Au man. doch ein Roman - also die Kindergärtnerinnen (eine davon selbst Mutter einer hörgeschädigten Tochter, die auch ein Hörgerät trägt), hat mir angeboten einen Termin in einem Beratungszentrum für hörgeschädigte zu vereinbaren und mich dorthin zu begleiten, weil selbst HNO-Ärzte häufig das Problem untrschätzen würden und nicht die richtige Hilfestellung geben. Ich war total aufgelöst und hätte nie damit gerechnet, daß uns ein so "schwerwiegendes" Problem ins Haus steht - hätte nicht zunächst einfach mal gereicht uns nochmals an unseren HNO zu verweisen, daß er nochmal draufsieht und sich die Kinderärztin vielleicht einmal etwas mehr Zeit für die Beobachtung nimmt als bei den allgemeinen U-Untersuchungen? Müssen wir in ein Beratungszentrum für 'Frühförderung, obwohl es noch gar keine Diagnose gibt???

Was haltet Ihr davon und wie würdet Ihr reagieren?
Wir haben entschieden erstmal zum Kinderarzt und zum HNO zu gehen und auch gerne mit der Erzieherin in die Bratungsstelle - wenn dann nichts festgestellt wird umso besser- dann kann sie das auch gleich hören. Wenn wirklich etwas ist, bin ich ja dankbar, daß früh etwas unternommen werde kann - aber im Moment bin ich da einfach echt überfordert und denke es wird vielleicht aus einer Mücke ein Elefant gemacht - die liebgemeinte Hilfe empfinde ich zur Zeit eher als Panikmache.

'Sorry für so viel blabla - bitte schreibt mir, was ihr davon haltet!
Liebe Grüße
Ivi


Beitrag von fruehchenomi 27.11.10 - 14:57 Uhr

Das Angebot der Kindergärtnerin ist klasse und wirklich sehr fürsorglich. Nimm es an, sie hat Erfahrung und kann Dir die beste Hilfe sein.
Eine normale Kinderärztin kann die Spezialuntersuchungen garnicht leisten.
Beratungszentrum für Hörgeschädigte ist ideal, die können auch feststellen, wenn NICHTS wäre - sieh es einmal so. Auf alle Fälle sind sie kompetent. Es kommt nicht darauf an, was Dein Kind bei Dir hört - es kann durchaus sein, dass es nur bestimmte Frequenzen nicht wahrnimmt - die Beeinträchtigungen beim Hören können sehr sehr vielfältig sein.
Mein Mann trägt auch Hörgeräte, deswegen kenn ich mich ein kleines bißchen aus.
Nimm das Angebot wahr, lass Deine Maus untersuchen - und dann sieht man weiter.
LG Moni
PS: Ich dachte auch, Enkelmaus Leonie sieht doch alles, sogar die kleinsten Flugzeuge am Himmel - und DOCH brauchte sie eine Brille, weil sie fehlsichtig ist, wir sind halt keine Profis.

Beitrag von diekleineivi 28.11.10 - 19:59 Uhr

Ganz lieben Dank für Deine Sichtweise. Wenn man erstmal zwei Nächte über das Gespräch geschlafen hat, sieht die Welt schon ganz anders aus. Wir werden die Termine machen und sehen was kommt.
#klee

Gruß Ivi

Beitrag von hummelinchen 27.11.10 - 15:10 Uhr

Da die Erz. selber ein Kind mit einer Höhrschädigung hat, ist sie da sehr sensibiliert... Vllt. ist gar nichts, vllt. hat dein Kind in irgendeiner Form eine Höreinschränkung...

Da es sich um dein Kind handelt, ist so eine Geschichte erst einmal aufreibend... Aber lass es lieber ienmal abchecken - sicher ist sicher....

lg Tanja

Beitrag von lisasimpson 27.11.10 - 15:19 Uhr

"wenn man als Werkzeug nur einen hammer hat, sieht jedes problem aus wie ein nagel" Watzlawick

ich denke die erzieherin ist sehr sensibel für ds thema und liest da was in deien tochter rein.
da du aber selbst auch bedenken hast, wäre euch ebiden geholfen, wenn irh einfach eine solche beratung wahrnehmen würdet- das ergebins wird dann alle weiter schritte vorgeben

lisasimpson

Beitrag von meandco 27.11.10 - 18:01 Uhr

mach nen termin beim hno-arzt. die haben eigene geräte mit denen sie bei babys und kleinkindern das gehör testen können.

die tanten sind sehr aufmerksam und es ist lobenswert dass sie dich ansprechen.

aber meine tochter hat auch immer noch probleme mit bestimmten aussprachen und betonungen, merkt nicht wenn sich jemand nähert wenn sie völlig im spiel versunken ist und stampfen tut jedes kind gerne - weil es sich gerne dabei zuhört ;-)

also, erst mal keine panik. würd mal nen hörtest machen lassen und dann weitersehen ...

lg

Beitrag von emeliza 27.11.10 - 19:13 Uhr

Hallo,

laß dich bloß nicht verrückt machen. Wenn Du den Eindruck hast, dass da was dran sein könnte, dann vereinbar einen Termin beim Arzt und laß es testen.

Generell finde ich an den Dingen, die Du beschreibst aber nichts ungewöhnliches. Mein Sohn hört auch nichts mehr um sich herum, wenn er spielt, dann könnte man auch meinen, er hört schlecht. Dass sie mit noch nicht mal 3 Jahren noch nicht alles sprechen kann finde ich erstmal auch noch nicht ungewöhnlich. Das ist doch bei vielen Kindern so.

Ich habe eher den Eindruck, dass die Erzieherin selbst zu sehr in dem Thema ist und deshalb jede Kleinigkeit entsprechend deutet.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Erzieherinnen sowas zwar gut meinen, aber mit vorschnellen "Diagnosen" die Eltern total verunsichern.

Bei uns war es das Trockenwerden meiner Tochter. Sie ist 4 und das große Geschäft geht nach wie vor in die Hose. Ansonsten ist sie total fit. Die Erzieherinnen haben mich so kirre gemacht und zum Arzt und zu einer Beratungsstelle geschickt, weil das ja nicht normal wäre und meine Tochter ganz sicher entweder eine körperliche oder eine seelische Krankheit hätte.

Sowohl der Kia, als auch die Sozialpädagogin haben laut gelacht und gemeint, es wäre völlig O.K. 10% aller Kinder würden erst im Laufe des 6. Lebensjahres vollständig trocken. Ich allen anderen Bereichen wäre sie sehr weit in der Entwicklung und da würde halt oft dann irgendwas zurückhinken - quasi als Ausgleich. Als Mama läßt man sich halt schnell verrückt machen, wenn es um die eigenen Kinder geht.

LG Sandra

Beitrag von diekleineivi 28.11.10 - 20:06 Uhr

Hallo Sandra!

Danke für Dein Mutmach-Posting!
Wie haben denn die im Kiga dann reagiert als Du erzählt hast, daß alles noch in Ordnung ist? Manchmal habe ich das Gefühl man müsse sich für alles rechtfertigen, dabei gibt man doch als Mutter alles. Wir zum Beispiel sitzen immer ganz schnell beim HNO, sobald sich auch nur Fieber bei Alina abzeichnet. Ich kann mir schon denken, was der sagen wird.... das machen die Kinder halt öfter mal durch, über erneute Röhrchen können wir nachdenken, wenn das öfter vorkommt. Und wenn er doch Röhrchen schon von sich aus vorschlägt - vielleicht ist es dann ja damit getan, muß man deswegen gleich in ein Zentrum für 'Frühförderung? Egal. Ich dreh mich im Kreis. Wir werden die Termin jetzt machen und dann sehen.

Gruß Ivi

Beitrag von zahnweh 27.11.10 - 19:43 Uhr

Hallo,

die aufgezählten "Probleme" sehe ich jetzt nicht so gravierend (also das mit den Konsonanten und so weiter)

Allerdings auf Grund der Vorgeschichte finde ich die Idee mit dem Beratungszentrum super! Die kennen sich bestimmt besser aus als so mancher HNO.

Kinderarzt super, aber er hat da seine Grenzen. Ohren und Augen sind ein anderes Fachgebiet. Unserer hat z.B. gar nicht lang versucht meine zum Sehtest zu motivieren, sondern uns sofort zu einem echten Augenarzt überwiesen (erbliche Vorgeschichte). Bei HNO ist es ähnlich.

Und bevor zu x HNO rennst, weil dir jeder eine andere Diagnose stellt - OP wegen Flüssigkeit im Ohr, OP wegen Polypen, Homöopathie, Antibiotika weil möglicherweise doch noch entzündet, Kind fast taub weil lustlos, Kind hört im Rahmen knapp aber behandeln muss man nicht...
Dann lieber gleich zum Fachzentrum. Besonders wenn du da schon Hilfe bekommst. Lieber beruhigen lassen ;-)

Bei mir war es so als Erwachsene: schlecht gehört, also zum HNO. Die haben einen Hörtest gemacht, aber der fiel so schlecht aus, dass ich ein Hörgerät hätte gebraucht. Zum Glück konnte sich die Ärztin das nicht erklären und hat mich in die HNO-Spezialklinik überwiesen. Ein ganzer Tag warten, noch mal Hörtest. Perfektes Ergebnis. Wo lag der Fehler. Der eigentliche Hörtest in der Arztpraxis wurde total falsch auseführt. Da ich sprechen konnte, erzählte ich das gleich mal in der Klinik. Die wäre fast vom Stuhl gefallen, weil so viel gepfuscht wurde.
Es gibt gute HNO und schlechte. Wenn du aber die Möglichkeit hast das im Fachzentrum direkt klären zu lassen, dann nutze die Chance. Sie sind fachlich ausgebildet und wissen, dass man mit Kindern anders umgeht als mit Erwachsenen und vor allem wie.

Wenn nichts ist, hast du's bestätigt und bist Ballast los. Falls doch, können die viel früher und besser was erkennen, als sonst wer.

Beitrag von jule2801 27.11.10 - 21:15 Uhr

Hallo Yvi,

geh mit deiner Tochter zum HNO. Mein zweiter Sohn hatte ähnliche Probleme wie deine Tochter. Ich habe das eine ganze Weile beobachtet, weil er keine eindeutigen Symptome. Er hörte z.B. Kassetten und reagierte auch darauf wenn man ihn ansprach, aber wenn er spielte reagierte er teilweise überhaupt nicht. Ich konnte ihm Dinge zuflüstern, aber wenn mehrere Leute gleichzeitig sprachen reagierte er nicht mehr adequat.
Naja, irgendwann bin ich dann zum HNO und da wurde festgestellt dass er auf beiden Seiten einen Paukenerguss hatte - mit 2 1/2 Jahren bekam er Paukenröhrchen und der Effekt war gigantisch!!! Wir kamen aus dem Krankenhaus und er hielt sich den ganzen Weg durch die Stadt die Ohren zu, weil alles so laut war!
Bei ihm hat die Sprachentwicklung stark gelitten und er wird wohl noch bis zum Schulbeginn brauchen, bevor er das wieder aufgeholt hat.

Von daher rate ich dir echt zum HNO zu gehen und es da einmal abklären zu (Kinderarzt hat bei uns übrigens immer gesagt, dass sich das von selber gibt). Ob du tatsächlich zu dem Beratungsgespräch gehst, würde ich von dem Termin beim HNO abhängig machen.

lg Jule!

Beitrag von diekleineivi 28.11.10 - 20:12 Uhr

Hallo Jule!

Toll, daß die Röhrchen bei Deinem Sohn geholfen haben.
Bei unserer Maus (sie hat die Röhrchen mit 1,5 Jahren bekommen und sie sind ein halbes Jahr später von allein rausgefallen) hat sich bei ihr nichts verändert. Sie hat genauso auf Lautstärken reagiert wie vorher auch. Mich hat das sehr verwundert, weil viele berichteten, daß sie signifikante Unterschiede wahrnehmen konnten. Seither wurde noch 1x eine Mittelohrentzündung im September festgestellt - als wir wegen einer andern Sache dort waren. Der HNO findet soweit alles in Ordnung. Wir werden die Termine jetzt mal abwarten und dann weitersehen.

Gruß Ivi

Beitrag von sunflower.1976 27.11.10 - 22:59 Uhr

Hallo!

Ich finde es gut, dass Eure Erzieherin so aufmerksam ist! Es gibt so viele Formen von Hörwahrnehmungsstörungen, die ein KiA und ein "normaler" HNO-Arzt nicht unbedingt feststellen kann. Es ist z.B. möglich, dass bestimmte Frequenzen nicht gut wahrgenommen werden können, in lauter Umgebung bestimmte Geräusche nicht "herausgefiltert" werden können und noch vieles mehr. Zudem gibt es auch andere Formen von Wahrnehmungsstörungen (Körperwahrnehmungsstörungen beispeilsweise), weswegen ein Kind zum Beispiel laut auftrtitt. Einfach um sich zu spüren oder weil es das nicht anders koordinieren kann.
Daher fände ich eine Untesuchung z.B. in der pädaudiologischen Abteilung eines Krankenhauses o.ä. nicht schlecht. Dann weißt Du sicher, ob alles okay ist.


Gut, ich bin für das Thema auch sensibilisiert weil mein großer Sohn (5,5 J.) eine Sprachentwicklungsverzögerung hat. Wir wurden von Ärzten (auch HNO-Ärzten!) und Erzieherinnen immer vertröstet, dass alles normal sei. Das widersprach aber meinem Gefühl. Wir wurden nach mehreren Arztwechseln dann endlich zur Pädaudiologie überwiesen und dort wurden dringender Therapiebedarf gesehen wegen Verdacht auf verbaler Dyspraxie, universeller Dyslalie und Dysgrammatismus. Die Ärztin in der Pädaudiologie konnte nicht verstehen, weswegen nicht früher reahiert worden ist. Zu dem Zeitpunkt war mein Sohn gerade drei Jahre alt geworden, konnte nur 1/3 der Laute sprechen und insgesamt nur ca. 20 korrekte Wörter.

Unser Sohn bekommt seitdem zwei Mal wöchentlich Logopädie (hat zur Zeit Therapiepause) und wir fahren im Januar zur Sprachheilreha. Seit ca. einem halben Jahr kann er einigermaßen verständlich sprechen und auch halbwegs korrekte Sätze sprechen. Man hört es ihm noch an, weil ihm die Grammatik Schwierigkeiten macht und einige Laute noch "verwaschen" klingen. Aber laut Schulärztin bestehen keinerlei Bedenken gegen den Besuch einer Regelschule.
Er hat ein ganz großes Glück denn es gibt auch Kinder mit verbaler Dyspraxie, die nie wirklich gut sprechen lernen.

Klar, die Problematik bei meinem Sohn ist eine ganz andere als bei Deiner Tochter. Ich wollte nur damit sagen, dass selbst schwerwiegende Probleme von nicht-spezialisierten Ärzten nicht immer erkannt werden.

LG Silvia

Beitrag von diekleineivi 28.11.10 - 20:16 Uhr

Hallo Silvia!

Da sprichst Du noch etwas interessantes an: von einem Termin bei einem Pädaudiologen hat die Erziehrin auch gesprochen. Sie will mr die Adressen ja raussuchen. Was genau wird denn dort untersucht und gemacht? Die Ergebnisse sollen wir dann nämlich mitnehmen zur Beratungsstelle.

Würde mich freuen, wenn Du mir das nochmal schreibst.

L.G.
Ivi

Beitrag von sunflower.1976 29.11.10 - 13:02 Uhr

Hallo!

Unser Sohn war gerade drei Jahre alt geworden, als wir den Termin in der Pädaudiologie hatten.
Es wurde ein ausführlicher Sprachtest gemacht (SETK-2). Eigentlich hätte schon der Test für 3-5 jährige Kinder gemacht werden müssen aber aufgrund es Vorgesprächs wurde entschieden, den Test für jüngere Kinder zu wählen. Erst wurde das Sprachverständnis getestet (war absolut altersgerecht) und dann die aktive Sprache. Das ging bei unserem Sohn überhaupt nicht :-( Die Logopädin hat zudem mit unserem Sohn gespielt und dabei auf sein Kommunikationsverhalten geschaut.
Anschließend wurde noch ein Hörtest gemacht. Er sollte auf einen großen Knopf drücken, wenn er was hört. Irgendein Test sollte noch im Anschluss gemacht werden, aber da hat unser Sohn nicht mehr mitgemacht.
Es ist wirklich gut, dass Eure Erzieherin so aufmerksam ist.
Ohne diesen Termin bei der Pädaudiologie hätte unser Sohn erst sehr viel später logopädische Behandlung erhalten und dann wäre ein Besuch der Regelschule wahrscheinlich nicht möglich. Auch so war es eigentlich schon recht spät, aber in dem Alter kommt es je nach Störungsbild auf jeden Monat an.

LG Silvia

Beitrag von twins 28.11.10 - 21:07 Uhr

Hi,
meinst Du nicht, das der Kinderarzt es auch bemerkt hätte. Wenn Sie eine Hörschädigung hat leidet auch das Gleichgewichtsorgan! Denk mal daran.

Vielleicht ist sie auch eine Träumerin, die nicht merkt, wenn hinter ihr einer steht. Laut schmatzen...machen doch viele gerne, ich kenne sogar ältere Menschen, die die Suppe immer noch schlürfen.
Und trampeln....na...das machen meine Kids auch gerne, besonders, wenn ich schlafen will...

Nimm es zu 50% an, lass es vom Doc abschecken und fertig.
Beispiel: unser Sohn ist 2x (!) im Wald gestolpert. Diagnose. Gleichgewichtsstörungen lt. Kiga....so ein schmarrn
unser SOhn wollte nicht sooo gerne mit älteren Kindern spielen...Diagnose: zum Kinderpsychologen zur Spieltherapie.....

Natürlich kann immer ein fünkchen Wahrheit dahinter stecken aber Erzieher sind keine Ärzte!!!!
Und Spachentwicklung....der Logopäde macht in diesem Alter eh nicht wirklich etwas, wir mußten lt. Kiga schon mit 2,5 Jahren zum Logopäden!

Grüße
Lisa