Frage an andere Still-Mamis (wie lange Teilstillen neben der Beikost)

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von salaika 27.11.10 - 20:45 Uhr

Hallo Allerseits,

unser Kleiner ist jetzt 4 Monate alt und wird noch voll gestillt. Ich hatte eigentlich geplant ihn 6 Monate voll zu stillen. Aufgrund der neuen Allergie-empfehlungen heißt es jetzt ja, man müsste/sollte nur 4 Monate voll stillen und dann schon Beikost einführen. Also zumindest so Probierportionen, damit der Körper im 1. Jahr möglichst viele verschiedene Lebensmittel kennenlernt.
Unsere KiÄ meinte, irgendwann zwischen dem 5. und 6. Monat einfach mal was anbieten. Man müsste dann noch nicht bei der Beikost bleiben, sondern soll es vom Kind abhängig machen. Manche Kinder wären erst mit einem Jahr dazu bereit. Es geht halt mehr darum, dass der Körper die Stoffe mal kennenlernt.

Soweit so gut. Also hab ich mir überlegt innerhalb der nächsten Wochen einfach mal ein paar Biokarotten zu kochen, klein zu manschen und ihm anbieten. Dann schauen wie es ihm so mundet und ob wir dabei bleiben oder nicht. Gehe das ganz locker an.

Was mir aber wirklich (in erster Linie gegenüber meiner Umwelt) zu schaffen macht (und deshalb auch dieser Thread) ist das Thema Weiterstillen, also neben der Beikost.

Ich hab mir eigentlich vorgestellt weiterzustillen bis der Kleine 9, 10 vielleicht 12 Monate alt ist. Mittlerweile fühle ich mich aber damit wie ein Exot, fast schon wie eine Langzeitstillmami (nicht böse gemeint!) oder einer Mutter der die Abnabelung nicht gelingt. Die Mamis aus meinem Bekanntenkreis finden zwar auch das Stillen wichtig ist, beziehen sich dabei aber nur aufs Vollstillen. Irgendwie stillen sie alle so 4 oder 6 Monate um dann innerhalb von wenigen Wochen abzustillen und das Kind auf Flasche umzustellen. Wenn es bspw. um Planungen für die nächsten Monate geht (z.B. mal ein WE ohne Kinder wegzufahren) und ich sage, dass ich es mir nicht vorstellen kann, weil ich ja dann noch stille, dann kommen echt schiefe Blicke und Fragen "wie willste solange noch stillen?".

Ich frag mich, ist das denn nicht "normal"? Ich finde es eher unnormal, ein Stillkind ohne besonderen Grund plötzlich auf die Flasche (also die Kopie der Muttermilch) umzugewöhnen.
Aber gegenüber diesen Frauen komm ich mir schon vor wie ne Glucke oder n Voll-Öko, nur weil mir das Wohl meines Kindes mehr am Herzen liegt als die vermeintliche Freiheit die einem die Flasche bietet.
Ich stille total gerne und finde es die optimale und natürlichste Ernährung für mein Kind. Und ich finde solange Babys noch Milch benötigen, ist Stillen doch noch völlig okay. Und soweit ich weiß ist Milch im gesamten ersten Lebensjahr doch Hauptnahrungsquelle für das Baby. Und selbst im zweiten Lebensjahr soll sie noch wichtig sein.
Ich möchte am liebsten gar nicht auf industrielle Babymilch umstellen und hoffe einfach, dass der Kleine nach einem Jahr gar keine Milch mehr benötigt (außer in Brei vielleicht) bzw. von selbst keine mehr möchte. Neben den ganzen gesundheitlichen Aspekten finde ich die Vorstellung auch schrecklich, nachts plötzlich dazustehen und Milchfläschchen aufzuwärmen, wo ich jetzt ganz bequem im Bett stillen kann. Da sehe ich echt den Sinn nicht drin.

Andererseits, selbst wenn ICH persönlich kein Problem damit hätte, auch über das erste Lebensjahr hinaus, vielleicht sogar bis zum zweiten Geburtstag noch zu stillen, DAS könnte ich meiner Umwelt -und auch meinem Partner- nicht verklickern. Man würde mich schon ziemlich abstempeln. Und ich glaub dem Druck von Außen könnte ich dann nicht standhalten. Also werde ich wohl max. ein Jahr stillen, auch wenn ich anderthalb oder zwei Jahre inzwischen eigentlich fast als richtiger empfinde wenn das Kind solange noch nach Milch verlangt, jedenfalls richtiger als Flaschennahrung zu geben.

Jetzt bin ich neugierig wie Ihr das handhabt oder gehandhabt habt. Wie lange habt Ihr voll- und wie lange dann noch teilgestillt?
Und habt Ihr vielleicht ähnliche Erfahrungen in Eurem Umfeld gemacht?

Sorry, dass es so lang geworden ist, aber musste ich mir mal von der Seele schreiben....

Freu mich auf den Austauch mit Euch!

Viele Grüße
Salaika

Beitrag von bine3002 27.11.10 - 21:03 Uhr

Ich habe meine Tochter 19 Monate lang gestillt und kenne diese ganzen Diskussionen und Gedanken darüber. Heute ist sie 4 1/2 und irgendwie finde ich diese gedankengöänge irgendwie komisch....

Stille dein Kind so lange wie das für dich Ok ist und das Kind es braucht. Und wenn Du keine Lust mehr hast, dann gibst Du eben die Flasche (wenn das Kind sie denn nimmt) oder einen Becher mit Milch. Fertig!

Industriell? Ach Gott, was ist denn heute noch wirklich natürlich? Dein Kind wird jede Menge industriell hergestellter Lebensmittel zu sich nehmen, da ist die "Industrie-Milch" noch das Beste und Harmloseste ;-)

Und Beikost? Denk nicht so kompliziert? Lass das Kind am Essen teilenehmen. Es wird sich dann schon äußern, ob es Lust hat, was zu probieren und wenn, dann drückst Du dem Wurm halt mal ein "natürliches" Nahrungsmittel in die Hand: Eine Mähre oder einen Apfel zum Lutschen. Fertig.... ganz einfach, eigentlich.

Beitrag von lena33 27.11.10 - 21:08 Uhr

Hallo Salaika,
Mein Sohn ist nun 10,5 Monate alt und ich bin dabei im die Brust nachts zu entziehen. #schwitz Mittlerweile will er stündlich trinken/nuckeln und mir tut es langsam echt weh. Das werden noch ein paar harte Nächte.
Allerdings gebe ich ihm keine Ersatzmilch, sondern Kuhmilch oder Reismilch mit Getreidebrei. Abends stille ich noch.
Ich habe 4 Monate voll gestillt und ihm dann Gemüse angeboten, weil er gerne mit dem Löffel essen wollte.
Dann habe ich nach und nach mehr Mahlzeiten ersetzt bzw. ergänzt.
Viele Kinder stillen sich selbst ab, bei uns ist das leider nicht der Fall. Aber meine Milch (ich hatte immer sehr viel) scheint nicht mehr zu reichen.
Mein Tipp ist: Langsam anfangen und es locker angehen,
Viel Erfolg!
Lena

Beitrag von rabe2 27.11.10 - 21:19 Uhr

Sind Kuhmilch und Reismilch nicht auch Ersatzmilch?;-)

Beitrag von lilly7686 27.11.10 - 21:13 Uhr

Hallo!

Ich habe vor, so lange zu stillen, bis sich meine Tochter selbst abstillt. Wie lange das sein wird? Nun, 1 Jahr? 2? 3? Wir werden sehen.
Was meine Umwelt dazu sagen wird? Ist mir egal. Ich pfeif mittlerweile sowas von da drauf!
Im Ernst, mich nervt das so dermaßen! Ich wurde schon vor Wochen gefragt, wann ich mein Kind denn endlich auf Flasche umstelle. Sie wird nächste Woche grade mal 6 Monate alt und wird immernoch voll gestillt.
Ich biete ihr ab und zu Brei oder Fingerfood an, aber sie interessiert sich nicht dafür und ist noch nicht beikostreif. Also wird weiter voll gestillt. So lange, bis sie essen möchte.

Und Teilstillen? Wie gesagt, wenn mein Kind dazu bereit ist, sich abzustillen, dann werden wir aufhören. Nicht früher und nicht später.

Was andere dazu sagen ist mir mittlerweile sowas von egal. Ich hab es satt, dass mir ständig jemand rein reden will.

Es passt nicht, dass ich lange stillen möchte, es passt nicht, dass ich mit Stoff wickle, es passt nicht, dass wir keinen KiWa verwenden... Ständig nervt irgendjemand.
Bin ich ne Öko-Mami? Möglich. Bin ich ne Glucke? Kann schon sein.

Tatsache ist: meinen Kindern gehts wunderbar, mir ebenso und mein Mann ist auch zufrieden.


Mein Tipp an dich: stell auf Durchzug. Still dein Kind solange ihr beide Lust dazu habt.

Die WHO empfiehlt immernoch 6 Monate voll stillen und Teilstillen bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus, solange Mutter und Kind möchten.

Liebe Grüße!

Beitrag von rabe2 27.11.10 - 21:18 Uhr

Kurz und knapp:

Wir stillen immer noch!#cool

Beitrag von handymaus83 27.11.10 - 21:33 Uhr

Hallo Salaika,

meine Tochter ist jetzt 10 Monate und ich stille immer noch. 6 Monate habe ich voll gestillt und dann nach und nach ganz langsam die einzelnen Mahlzeiten ersetzt. Jetzt stille ich nur noch morgens und bei Bedarf nachts. Wie lange ich noch stillen werde? Ich weiß es nicht - ich denke, solange meine Tochter es möchte.
Was Andere dazu sagen, ist mir ehrlich gesagt egal. Ich binde aber jetzt auch nicht Jedem auf die Nase, dass ich noch stille. Wenn ich gefragt werde, dann antworte ich.
Geh das mit der Beikost locker an und schau wie dein Kleiner darauf reagiert. Und was das Stillen angeht: hör auf dein Bauchgefühl und schalte auf Durchzug wenn blöde Kommentare kommen.

LG Handymaus83 #winke

Beitrag von anarchie 27.11.10 - 21:42 Uhr

Hallo!

ich BIN eine Langzeitstillmutter.

Meine Kinder durften alle stillen, so lange sie wollten.

Klar da brauchte ich ein dickes Fell - aber das ist es mir durchaus wert.

Es gibt schlicht keinen Grund, warum man einem Kind Kunstmilch oder Tiermilch geben sollte, wo man selber doch die richtige Milch hat - und das jahrelang.

Meine Kinder wollten auch alle laaanage keine beikost.
das 1., Kind (8)hat noch recht zeitig gegessen, mit 8,5 Monaten und hat sich mit knapp 3 abgestillt.
das 2, Kind(knapp 7) stillte 11 Monate voll...und bestand knapp 5 Jahre auf meine Milch.
das 3. Kind stillte 14(!) Monate voll und ist jetzt gut 3 und stillt morgens und abends.
das 4, Kind ist 15 Monate und beginnt gerade laaaangsam mal ein Häppchen zu essen...

Mein Umfeld war mehr als kritisch, dumme Sprüche und Vorwürfe inklusive.
aber: die Zeit arbeitet für mich.

Meine Kinder entwickeln sich alle prächtig, keiner der Unkenrufe hat sich bestätigt - das hat überzeugt!



Ich finde da musst du dich für dein Kind und deine Überzeugung stark machen!

Und Fakten fürs Langzeitstillen gibts ja massig, nicht zuletzt die WHO empfiehlt mind. 2 Jahre stillen.

lg

melanie

Beitrag von lillystrange 27.11.10 - 21:56 Uhr

Find ich einfach klasse, bleib so wie du bist!
Alles Liebe Lilly

Beitrag von rabe2 27.11.10 - 21:58 Uhr

Den "Mut" bewundere ich sehr!#pro

Bei meinen Großen, vorallem bei meiner Tochter beweine ich den Umstand des Abstillens sehr.#schmoll

Mein Jüngster wird selbst entscheiden können!

Beitrag von 30.11.10 28.11.10 - 19:18 Uhr

und bestand knapp 5 Jahre auf meine Milch. #schock#schock#schock#schock Nee oder?

Mit 5 noch gestillt, das ist ja krass#zitter

Beitrag von anarchie 28.11.10 - 19:23 Uhr


Kurz vor ihrem 5. Geburtstag fragte ich sie, ob sie auch auf die Milch verzichten könne, weil ich einfach keine Lust mehr hatte...sie überlegte kurz und bejate dann.
Bis dahin hatte sie noch abends kurz gestillt...

Ein halbes Jahr vorher war die Frage mit einem vehementen NEIN beantwortet worden..

Beitrag von 30.11.10 28.11.10 - 19:28 Uhr

Wow, ich glaube ich könnte das nicht, obwohl mein Sohn ist gerade 21 Monate und der ist noch lange nicht davon überzeugt mal Abzustillen.

Viele Labbern natürlich, der ist schon zu gross, und #bla#bla#bla

Aber ich glaube 5 Jahre schaffe ich niemals;-)

Beitrag von anarchie 28.11.10 - 20:45 Uhr

das dachte ich auch...und ich gestehe, es war nah an meiner persönlichen Grenze...

Angefangen zu stillen habe ich bei meinem ersten Kind mit dem Wunsch, 6 Monate zu stillen - wie man das eben so macht...;-)..ich bin halt an den bedürfnissen meiner Kinder hineingewachsen...

Beitrag von fragmaledeltraud 27.11.10 - 22:04 Uhr

Dieser Beitrag wurde von den urbia-Mitgliedern als nicht angemessen bewertet und wird daher ausgeblendet.

Beitrag von lillystrange 27.11.10 - 22:11 Uhr

Es wirkt ein wenig anmaßend wenn du hier jeden der stillen will/kann schief von der Seite anmachst.

Beitrag von muddi08 27.11.10 - 22:11 Uhr

Kannst du mal bitte auf deine VK gehen und dann auf LÖSCHEN drücken!

Du nervst so gewaltig, das gibts gar nicht!

Geh Luca und Hartmut nerven !!!

Beitrag von lillystrange 27.11.10 - 22:19 Uhr

Ne die sind schon abgestillt!

Beitrag von muehlie 27.11.10 - 22:33 Uhr

Anmaßend ist eigentlich nur dein Glaube, dass du oder deine Antworten hier von irgendjemandem ernst genommen werden. #winke

Beitrag von muehlie 27.11.10 - 23:00 Uhr

Ich habe meinen Sohn mehr als 3 Jahre noch nebenbei gestillt (das letzte Jahre nur noch nachts). Naja, eigentlich ist das letzte Mal nachts stillen noch gar nicht so lange her. Aber da hatte er Fieber und kam nicht zur Ruhe. #schein
Meine Tochter wird demnächst 2 Jahre und wird auch immer noch gestillt. Ende ist noch nicht in Sicht.

Steh einfach dazu, denn du tust definitiv das Richtige! In meinem Freundes- und Bekanntenkreis stillen die meisten zwar auch nicht so lange, aber diejenigen, die wissen, dass meine Kleine noch gestillt wird, scheinen es zu akzeptieren, zumindest sagen sie nichts. ;-) Im Laufe der Zeit kommt das Thema Stillen aber auch immer weniger zur Sprache, und ich reibe es auch nicht jedem unter die Nase, wie lange meine Kinder gestillt wurden/werden.

Ich weiß nicht, was ich machen würde, wenn ich DEINE Freunde und Bekannte hätte, aber wahrscheinlich würde ich irgendwann schnippisch werden und mir ein paar schlagfertige Antworten zurecht legen. Wobei es natürlich auch für Nicht-Ökos, Nicht-Glucken und Nicht-Übermütter ganz nachvollziehbare Argumente gegen das frühe Abstillen gibt: ich würde auch um nichts in der Welt nachts aufstehen und Fläschchen zubereiten wollen. Und überhaupt: wie bescheuert muss man sein, wenn man, ohne dass es wirklich notwendig ist, die eigene Muttermilchproduktion mit allen Mitteln unterdrückt, um anschließend teures Geld für Muttermilchersatz auszugeben? #kratz

Naja, und dein Partner? Den solltest du vielleicht noch mal liebevoll über das Stillen aufklären, ihm auch zeigen, wie viele Frauen auch in Deutschland mittlerweile ihre Kinder über den ersten und sogar über den zweiten Geburtstag hinaus stillen. Und wenn er das trotzdem nicht akzeptiert, erkläre ihm doch einfach, dass ER dann nachts aufstehen und dem Kind das Fläschchen machen und füttern darf. Spätestens da werden die meisten Männer dann einsichtig. ;-)

Beitrag von anom83 27.11.10 - 23:05 Uhr

Hallo Salaika,

also ich kann nur von mir erzählen.

Ich bin seit (fast) 18 Monaten eine Stillmama. Niklas hat in seinem Leben noch NIE ein Fläschchen bekommen (mit Milch).

Ich habe 5 Monate voll gestillt und habe dann mit Beikost angefangen. Also eigentlich ganz normal. Niklas ist auch ein SUUUUPER guter Esser und isst schon lange vom Familientisch mit. Das er noch stillt, hat also nichts mit der Ernährung zu tun.

Wir stillen inzwischen auch nur noch liegend (also zum einschlafen und nachts) tagsüber kommt Niklas problemlos ohne die Brust aus.

Lass dich von deiner Umwelt nicht verunsichern sondern mach es so, wie es sich für dich richtig anfühlt.

LG Mona mit Niklas

Beitrag von sunflower.1976 27.11.10 - 23:10 Uhr

Hallo!

Ich hab mir immer vorgenommen, meinen Kindern das Tempo der Beikosteinführung als des Abstillens selber vorgeben zu lassen.
Mein großer Sohn wollte z.B. erst mit 9,5 Monaten eine ganze Portio brei (obwohl er vorher "Probierhäppchen" toll fand) und hat sich mit 21 Monaten abgestillt.
Mein kleiner Sohn wollte mit 5,5 Monaten unbedingt Brei essen und hat recht schnell eine ganze Portion geschafft. Dafür stillt er jetzt mit seinen 25 Monaten immer noch ca. zwei Mal am Tag. Davon wissen allerdings die wenigsten (nur ganz enge Freunde und die Familie). Nicht weil es mir unangenehm ist sondern weil ich keine Lust auf diese ewigen Diskussionen habe.
Fläschen haben beide nicht bekommen.

Jeder muss es so machen, wie er es für sich als richtig empfindet.

LG Silvia

Beitrag von sonne_1975 27.11.10 - 23:56 Uhr

##Aufgrund der neuen Allergie-empfehlungen heißt es jetzt ja, man müsste/sollte nur 4 Monate voll stillen und dann schon Beikost einführen.
##

Das ist schon mal falsch. Diese Studie hat ermittelt, dass es keinen Unterschied in Bezug auf Allergien macht, ob man 4 oder 6 Monate vollstillt. Bzw. man zwischen 4 und 6 Monaten anfangen soll, da wäre das Risiko am kleinsten.
Es geht hier aber NUR um Allergien, die Darmreife und die Beikostreife werden damit gar nicht berücksichtigt. Und da kann man viel falsch machen, wenn man zu früh anfängt (Darm).

Ich habe beide Kinder 6 Monate vollgestillt (wie die WHO es auch empfiehlt) und dann weiter gestillt, solange sie wollen. Allerdings habe ich ziemlich schnell tagsüber abgestillt, sie haben es schnell nicht mehr gewollt. Morgens, abends und nachts bleibt aber lange. Der Grosse 16,5 Monate, der Kleine ist jetzt 11 Monate und wir stillen noch.

LG Alla

Beitrag von culturette 28.11.10 - 00:39 Uhr

Hallo Salaika,

es ist sehr schön deinen Beitrag zu lesen und deine Gedanken die du dir über die Kindesernährung machst. Du denkst zum Wohl deines Kindes und das liest man aus jedem Satz heraus. Sehr sehr schön.

Du bist an einem Punkt an dem viele schon standen. Rundherum läuft der normale Alltag, bald schon werden Erwartungen an dich gestellt und du musst sich dafür oder dagegen entscheiden. Natürlich entscheidet man sich häufiger auch mal gegen einen ausgedehnten Samstagabend-Discoaufenthalt wenn man ein kleines Kind hat. Noch enger sehen es die Mütter solange sie stillen, denn dann sollte auch der Alkohol gemieden werden.
Aber je häufiger man sich dagegen entscheidet umso häufiger hört man auch mal Sprüche wie: Wie lange willst du denn noch stillen? Musst du noch stillen? Willst du nicht mehr losgehen? Gönn dir doch mal selbst was.

Auf die Frage: "Wie lange willst du stillen?" habe ich anfangs geantwortet: "Mindestens vier, besser 6 Monate." Dann waren die vier Monate recht problemfrei vorbei und ich habe mir gedacht: Hey, jetzt schaff ich auch die sechs Monate noch. So war es auch. Dann scheiterte das Projekt Breikosteinführung. Unsere Tochter wollte nichts. Hierzu könnte ich Seitenweise schreiben, kürze aber ab und erkläre, dass ich resignierend weiterstillte und stets dachte: Ok, sie nimmt zu, sie bekommt alles durch die Milch, wird wohl noch ne Weile gehen das vollstillen. Zwischendurch hat sie immer alles Feste angeboten bekommen und verweigert.
Mit 11 Monaten (ich hätte es nie gedacht) sind wir endlich vom vollstillen weg. Endlich konnten wir die 9 Stillmahlzeiten pro Tag auf 4 reduzieren. Sie aß nämlich plötzlich mit Appetit vom Familientisch.
Wow. Und dann kam die neue Zeit des Teilstillens. Eine wunderbare abwechslungsreiche und schöne Zeit die immernoch anhält. Diese Zeit hat mir so viel neue Freiheit geschenkt, dass ich mittlerweile sagen kann: Es ist wie vorher. Sie muss mittlerweile nur noch stillen wenn sie ins Bett möchte oder eine Kuscheleinheit braucht. Ihr geht es nicht mehr darum den Hunger zu stillen sondern sie will Mama. Sie braucht ihre Rückzugsmöglichkeit, den Ort der Geborgenheit an dem sie sich wohl fühlt, wo sie Liebe und Vertrauen findet.
Tagsüber verhungert sie nicht. Sie trinkt Wasser, Kakao (auch mal Apfelsaft) Brokkoli, Fischstäbchen, Putenfleisch, Kartoffeln, Spätzle, Nudeln, Möhren, Blumenkohl, Wurst, Joghurt usw. usw. usw.
Sie konnte ohne Probleme einen Tag lang alleine bleiben ab dem sie 11 Monate alt war und aß was man ihr gab. Gestillt hat sie dann wenn sie mich wieder hatte.
Ich konnte, sofern Oma Zeit hatte, meine Sachen in Ruhe erledigen, konnte shoppen fahren oder Freundinnen in Ruhe besuchen. Alles super. Und immer noch.
Sie ist jetzt 25 Monate alt und bekommt noch immer ihre (so sagt sie) "Kindermilch" abends, morgens und manchmal nachts.

Ich mag gar nicht sagen wie froh ich darüber bin, dass es so gekommen ist wie es kam. Wenn man liest was man seinem Kind wirklich gutes damit getan hat. Und wie du sagst auch im 2. Lebensjahr ist es noch besonders gut das Kind zu stillen wenn es um die Krankheitsprävention geht. Gewisse Krankheiten haben ein deutlich reduziertes Entstehungs-Risiko , nachzuselen in einem Auszug von Katherine Dettwyler auf der Seite: http://www.uebersstillen.org/dettwd.htm

Und dann, ja, das was du bemängelst ist das mangelnde Feedback aus dem eigenen Umfeld. Das ist schade und das war bei mir auch. Immer wieder las ich, dass Stillmütter, die gerne und aus Überzeugung stillen, ein dickes Fell anlegen müssen. Ja, die Warnungen waren berechtigt. Gegenwind kam schon ab 3 Monaten auf mich zu. Um den 6. Monat wurde es noch mal mehr. Als dann aber "gesehen" wurde dass unsere Motte keinen Brei mochte, machte man sich einerseits Sorgen und manche waren sogar froh dass ich noch stille damit das arme Kind nicht verhungert. Naja.
Man kann Menschen, die es nicht verstehen wollen nicht verständlich machen. Dann sollte man besser nichts dazu sagen. Mittlerweile werde ich nicht mehr gefragt weil sich keiner Vorstellen kann dass ein zweijähriges Kind noch gestillt wird. Ich glaube viele haben auch Angst davor ich könnte: "Ja doch" sagen und fragen deshalb nicht. ;-)

Bei meinem Mann, der natürlich auch keine Ahnung hatte und einfach dem vertraute was ich ihm immer mal wieder so erzählte wenn ich was neues gelesen habe, war es recht einfach ihn zu überzeugen. Aber manchmal hat er schon auch nachgefragt. Dann habe ich ihn aber zu den Schriftlichkeiten geführt und ihm gezeigt wie die allgemeine Meinung ist. Auch aus dem Alltäglichen was ich erlebt habe, meine Stillberatungen usw. wurde er mehr und mehr überzeugt. Unsere neue Kinderärztin (glücklicherweise wechselten wir) konnte dann auch noch mal verständlich machen wie gut Stillen ist.

Abschließend kann man nur sagen:
Genieße das Stillen. Es ist gut für euch beide. Lass dich nicht bekloppt machen von anderen Müttern. Du weißt was das beste für dein Kind ist und nur du weißt wie du deinen Alltag leben willst. Lass dich nicht diktieren. Wir werden im Leben schon von so vielem beeinflusst.
Zwischen mir und meinem Kind lasse ich nichts kommen. Sie soll so natürlich wie möglich lernen ein selbständiger Mensch zu werden. ;-)

VLG

Beitrag von mss.fatty 28.11.10 - 00:41 Uhr

hey,

also mein kleiner ist 2 1/2 monate alt und ich stille voll ohne fläschen nebenbei oder sonstwas. ich habe vor solange zu stillen wie er gerne möchte und beikost gibt es dann, wenn er interesse daran zeigt.

und sonst??

also ich bin TTmama, habe keinen kinderwagen, mein baby schläft in meinem bett und er wird auch kein brei als beikost bekommen (BLW), ich stille nach bedarf und habe keine festen zubettgehzeiten.

Was mein Umfeld dazu sagt??

Ich lese hier manchmal das freunde und familie sich sehr abwertend zu all diesen themen aussern und versuchen einem reinzureden.
mich macht das immer traurig und ich frage mich warum sich solche leute freunde schimpfen.
Meine freunde und meine familie reden mir da garnicht rein, sie fragen mich zwar manches aber nur weil sie interessiert sind.
da hab ich wohl glück gehabt.

ich glaube wenn man als mama sich und seinem kind vertraut geht schon alles seinen richtigen weg. man sollte immer offen für andere meinungen sein, aber man muss sich nicht reinreden lassen.

lg anna

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