Zweisprachig

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von silkuccia 27.11.10 - 23:37 Uhr

Ihr Lieben,

weiss nicht genau, ob dies das richtige Forum ist, aber ich fange ja jetzt schon an, mich (und das Baby) vorzubereiten, also:

Ich moechte gerne, dass unser Sohn sowohl sine Muttersprache (also deutsch) lernt, als auch die Sprache des Vaters (und des Landes, in dem wir leben, also italienisch).

Wenn ich mit meinem Baby spreche, dann immer auf deutsch. Allerdings hoert er ja auch meine Stimme, wenn ich mit meinem Mann und meiner Umgebung spreche - dann aber auf italienisch.

Wir haben den Tip bekommen, dass ich konsequent deutsch mit ihm sprechen soll und mein Mann italienisch (er spricht auch deutsch). Ich werde ihm z.B. auch deutsche Maerchen vorlesen und deutsche Kinderlieder beibringen ecc.

Hat jemand von Euch Erfahrung mit zweisprachiger Erziehung?

Wir sind ueber jeden Tipp / Erfahrungsbericht dankbar!

LG,

Silkuccia mit Salvatore Samuel (30. SSW) #winke

Beitrag von morjachka 27.11.10 - 23:41 Uhr

Hallo Silkuccia!

Ja, genauso wie von dir beschrieben funktioniert es! Deutsch lesen und schreiben lernt er dann von selbst.

War zwar nicht deine Frage, aber wäre Samuel Salvatore nicht besser?

Beitrag von silkuccia 27.11.10 - 23:58 Uhr

Ciao Morjachka,

Danke fuer Deine Antwort!

Und zum Namen: Salvatore hiess sein Opa - sizilianische Familientradition, dass dann der Sohn eben auch den Namen bekommt...

Naja, und da der Name Salvatore nicht gerade selten ist und ich gerne einen Samuel haben wollte, heisst er eben Salvatore Samuel... oder auf sizilianisch Turriddu Samu #rofl

LG;

Silkuccia mit Salvatore Samuel #winke

Beitrag von morjachka 28.11.10 - 00:19 Uhr

Ja, in unserer Familie heissen wir auch alle nach unseren Grosseltern!

Turiddu oder Turi finde ich viel schöner als Totò oder Sasà, so werden die Salvatores in Kampanien genannt.
Ich bin mit einem zusammen und nenne ihn bei seinem vollen Namen, er ist ein ganz lieber Mensch!

Übrigens bin ich zweisprachig aufgewachsen, also ist an meiner Antwort etwas wahres dran!;-)

Ciao!

Beitrag von silkuccia 28.11.10 - 11:27 Uhr

Buongiorno Morjachka,

Ja, ich glaube, es ist wirklich am besten so. Danke Dir nochmal.

Einen schoenen Sonntag wuenschen

Silkuccia und Turiddu Samu #huepf

Beitrag von hael 28.11.10 - 01:00 Uhr

nein, das stimmt nicht. die kinder lernen lesen und schreiben nicht auf beide Sprachen (bzw. der Sprache, die nicht vom land ist) von selbst. wenn man das will, dann muss man sich selber darum kümmern. z.B. mit dem Grundschulkind zusammen Bücher lesen, Diktate schreiben lassen usw. Sonst lernt das Kind nicht und kann zwar Muttersprachlich reden, aber lesen und schreiben nicht.

Beitrag von morjachka 28.11.10 - 17:12 Uhr

Hallo!

Ich habe nie eine deutsche Schule besucht oder Diktate geschrieben und habe es ganz von alleine gelernt!
Wäre meine Mutter Chinesin, Israelin oder Russin gewesen, hätte die Sache natürlich anders ausgesehen, aber wenn man das lateinische Alphabet kennt, versteht man von alleine, wie es funktioniert.
Man muss nur dafür sorgen, dass das Kind deutsche Kinderbücher hat... Meine Mutter hätte nie Zeit gehabt, mit etwas vorzulesen oder gar mit mir zu üben!

Beitrag von blattgoldflieger 28.11.10 - 00:44 Uhr

Hallo,
wichtig ist, dass du nicht die Geduld verlierst. Kinder, die zweisprachig aufwachsen, fangen oft später mit dem Sprechen an. Außerdem gibt es später gerne auch bockige Phasen, in denen sie die Sprache verweigern. Da heißt es durchhalten.

Lg
betty

Beitrag von hael 28.11.10 - 00:51 Uhr

Hallo,

also bei uns wird es dasselbe mit Deutsch und Spanisch (in Deutschland) sein. Ich bin auch schon mal gespannt und halte das für sehr wichtig, das die Kinder die Sprache der Mutter können.

Ich habe in der Familie dies genau umgekehrt gesehen, also Deutsch in einem spanisch sprechenden Land. Es wurde genauso gemacht, wie du es beschreibst. Sie hat mit dem Kind ausschließlich Deutsch gesprochen, selbst wenn das Kind nur auf Spanisch beantwortet hat. Dann hat sie oft dasselbe, was dem Kind gesagt hat, auf Deutsch noch mal gesagt. Das Kind wurde auch viel auf Deutsch gesungen, vorgelesen, Filme gezeigt und Hörbücher auch. Ist inzwischen fünf Jahre alt und war schon zwei Mal in Deutschland. Seit das letzte Mal, (war er vier) spricht er nun ausschließlich Deutsch mit der Mutter und die Aussprache und Vokabular haben sich in den 3 Wochen in DE erheblich verbessert, zum Niveau eines deutschen Kindes in dem Alter. Sein Spanisch ist auch nicht fehlerfrei, aber er besucht kein Kindergarten, das muss man sagen. Aber das ist von Kind zu Kind unterschiedlich, Jungs sind da öfter "fauler" als Mädchen in der Hinsicht. Die Mutter des Kindes spricht ja übrigens mit jeder dort Spanisch und ein Problem war es nie.

Wenn du interesse hast, dann google mal das Thema. Es gibt viele Interessante Bücher darüber, die einem sicherlich weiter helfen. Ich habe mir auch überlegt, eine Krabbelgruppe von spanisch (in deinem Fall deutsch) sprechenden Mütter/Kinder zu finden/gründen. Ich glaube, den Kontakt mit anderen Kinder ist da auch von Vorteil.

LG,
Leah

Beitrag von hael 28.11.10 - 00:55 Uhr

habe da was vergessen. Also bei uns in der Familie gibt es auch ein Geschwisterpaar die bereist in Teenager alt ist und beide Sprachen perfekt beherrschen. Das Mädchen etwas besser als der Junge, aber in Prinzip beide echt Muttersprachlich. Zu Hause bei denen wurde nur Spanisch gesprochen, obwohl der Vater ein echt krasser Akzent hat. Die Kinder haben trotzdem das nicht falsch gelernt. Der Junge hat, nach Ärger der Mutter, beim Abitur Spanisch als Leistungskurs genommen und sich somit ein "einfachen" 1 geholt...die Mutter hätte sich natürlich ein anderen Fach gewünscht und hat sogar mit der Lehrerin gesprochen aber das ist ja seine freie wahl und verhindern konnte man das nicht hehehehe

Beitrag von amalka. 28.11.10 - 02:18 Uhr

hi liebes, Ja Erfahrungen und zwar auch shocn konkrete und ich kann dir auch sagen, wo bei uns ungelöste Probleme sind. Also ich gehe mal davon aus, ihr bleibt auch in Italien wohnen oder ?

also ich lebe in Deutschland und bin selber ausländerin und nimm mir es nciht übel, dann ist für mich die eigentliche Muttersprache nicht die Sprache der Mutter aber des Landes, in dem das Kind seine Heimat findet. Man widersprichst sich uwar, wei Mutterpsrache die Sprache der mutter sein könnte, ich mepfinde es aber nicht so und jetzt zu den Erfahrungen.

also mein Mann ist Deutscher, wir leben in potsdam. Meine Tochter ist 2,5. Zuhause wird nur Detusch gesprochen. mein Mann spricht mit meiner Tochter Detusch, ich die andere sprache. Sie kann 1:1 unterschieden, mit wem sie spricht und wechselt in einer Sekunde perfekt in die andere Sprache. Sie kann sogar einen Begriff nehmen und dann sagt sie sofort beiede Bedeutungen. Sie michst die Sprachen nciht.

Wie leben eine gandenlose Konsequenz..und jetzt kommen aber kleine für uns ungelöste Probleme..wenn mein Mann meine Sprache nicht beherrscht und wir z.B. gemeinsam singen wollen, dann habe ich es aufgegeben ihr großartig Lieder in meiner sprache beizubringen un aus folgendem Grund. Singen ist für mich etwas, wo sich die Familie teifft. So singe ich ihr eher auf Detusch. Jeden abend leigen wir zusammen im Bett und es wird etwa 30 minuten nur gesungen...nur auf Detusch...es ist mir wichtig, dass sie die Lieder des Zilstaates erlenrt.

Erheblich schwieriger und da muss ich sagen ist es wirklich schwierig ist es bei Namen von Blumen und tieren. klar, normale Tiere kennt sie in miene sprache aber wirkommen zu Erdmännchen und ähnlichem und da frage ich mich, wenn ich fast selbst nciht weiss, was es für tiere sind, warum soll ich es um Himmelswillen meinem Kind antn ?

und dann kommt noch was dazu. Du ich habe tiere, die kenne ich nicht mehr in meiner sprache...

So denke ich am Ende, dass ich gutes geleistet habe..sie redet an sich wie ein Wasserfall aber irgendwo muss ich auch Kompromisse machen und Deutsch hst einfach zu schöne lkeider und ich will dass wir gemeinsam singen...wenn sie später will, kann sie alles nachholen. Ich lege nur den Grundstein!

Beitrag von widowwadman 28.11.10 - 18:17 Uhr

Zum Thema Tiere: mein Mann und meine Kleine teilen die Leidenschaft Voegel beobachten, und viele Namen von den verschiedenen Arten kenn ich tatsaechlich nicht so gut auf Deutsch. Da es mir aber wichtig ist, dass meine Tochter beide Sprachen lernt, habe ich mir einen Vogel-Fuehrer auf Deutsch gekauft, so dass ich ihr auch da die Namen richtig beibringen kann. Als "antun" sehe ich das nicht, sondern eher als noch ne Gelegenheit meinen Horizont zu erweitern.

Das mit den Liedern als gemeinsames kann ich verstehen. Wenn wir alle gemeinsam singen (wenn mein Mann Gitarre spielt) singe ich auch auf Englisch (wobei er auch ab und zu was deutsches spielt), aber gerade Schlaflieder und so sing ich mit ihr auf Deutsch. Weil ich ihr halt auch Sachen mitgeben will, die ich aus meiner Kindheit kenne.

Beitrag von oosueoo 28.11.10 - 03:12 Uhr

huhu,

genau so wie ihr es machen wollt ist es richtig!
beim letzten elternabend im KIGA meines sohnes hatten wir das thema auch, die erzieherinnen meinten, ein elternteil spricht deutsch und der andere die muttersprache, es könnte sein, das das kind, dann erst etwas später anfängt zu sprechen, es muss aber nicht sein und wenns so ist, ist es ja auch nicht schlimm!

ich finds wirklich super von dir/euch das ihr euch jetzt schon gedanken drum macht und auch wollt das euer kind gut deutsch kann! leider gibt es nicht viele eltern, denen die deutsche sprache am herzen liegt!
in der KIGA gruppe meines sohnes, sprechen die meisten kinder die "2" sprachig aufwachsen nur die muttersprache, da viele der ansicht sind, sobald die kinder in den kIGA kommen, lernen sie deutsch.
aber so ist es nicht, klar lernen die kinder etwas deutsch, aber wenn zu hause kein deutsch gesprochen wird, wird das kind in den seltesten fällen "richtiges deutsch" sprechen können!

liebe grüße

Beitrag von jessie78 28.11.10 - 07:44 Uhr

Hi!

Also unser Noah wächst auch zweisprachig auf deutsch/arabisch und es ist so, dass mein Mann ihm die Sachen immer nur auf arabisch sagt und ich dann kurz auf deutsch hinterher...dann verknüpft er meistens ganz schnell die Zusammenhänge!

Er hat super früh mit sprechen angefangen trotz 2 Sprachen.

Das Du auch mal italienisch redest wenn Du mit anderen sprichst sehe ich nicht als dramatisch denn ich muss mit meiner Schwiegermama auch manchmal Wörter auf arabisch reden!

Es klappt super er versteht alles auf arabisch spricht auch einzelne Wörter am meisten deutsch aber man muss das konsequent durchziehen das ist wichtig!

LG und alles #herzlich Jessie und #ei Younes 20ssw

Beitrag von majleen 28.11.10 - 08:51 Uhr

Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung, wie ich aufgewachsen bin, sprechen.

Ich komme aus München und meine Mutter hat bayerisch mit mir gesprochen. Mein Vater nur in der anderen Sprache. Und meine Großmutter aus Österreich hat mit mir im österreichischen Dialekt gesprochen. Jetzt spreche ich, wenn ich mit 4 Personen in einem Gespräch bin, mit meiner Mutter bayerisch, meiner Oma österreichisch, meinem Vater in der 2. Sprache und sonst eben hochdeutsch. Und es klappt super.

Gesprochen hab ich übrigens sehr früh und konnte immer die Sprachen auseinander halten.

Beitrag von yasmin2101 28.11.10 - 11:16 Uhr

Hey Silkuccia,

also so wie du das vorhast machen wir es auch. Ich spreche deutsch und der Papa türkisch mit unserer Prinzessin.

LG
Yasmin + Dina *23.11.2009

Beitrag von silkuccia 28.11.10 - 11:57 Uhr

Buongiorno Carissime, guten Tag Ihr Lieben,

vielen Dank #danke fuer Eure vielen Antworten!

Ich glaube also, wir sind auf dem richtigen Weg, so wie wir es machen.

Wenn er etwas spaeter mit dem Sprechen anfaengt, ist das ueberhaupt kein Problem.

Meine Familie lebt in Deutschland und keiner von ihnen spricht italienisch, schon deshalb ist es mir wichtig, dass auch sie sich mit ihm unterhalten koennen!

Wir wuenschen Euch noch einen schoenen Sonntag, liebe Gruesse,


Silkuccia mit Salvatore Samuel #winke

Beitrag von widowwadman 28.11.10 - 18:09 Uhr

Wir leben in England, mein Mann ist Englaender und wir machen das genau so wie du beschreibst, und es klappt gut. Die Kleine spricht zwar noch nicht viel, kann aber die Sprachen ganz klar unterscheiden, und verbessert sich auch in die "richtige" Sprache, also wenn sie zu mir "milk" sagt, verbessert sie sich mittlerweile sofort zu "Milch".

Manche Worte bevorzugt sie allerdings in Englisch und andere auf Deutsch.

Beitrag von melli.c 28.11.10 - 18:19 Uhr

Hallo
Wie die anderen geschrieben haben ist das schon richtig wie ihr das machen wollt.
Ich wollte Dir nur meine Erfahrung schreiben. Ich habe bald drei Jungs(5 J., 2 J. und 27. SSW.). Mein Großer hat etwas später als normal angefangen zu reden und am Anfang fast nur Deutsch gesprochen, Er war ja mehr mit mir zusammen, auch wenn die Umgebungssprache Italienisch ist. Er hat alles auch auf Italienisch verstanden, aber wenig benutzt. Sein Papa war damals viel arbeiten wenn er wach war.
Als er mit 3 in den Kindergarten kam hat er quasi aufgehört Deusch zu reden und nur noch Italienisch benutzt. Ich ließ ihn, ich habe ja alles verstanden und Italienisch wird für ihn ja wahrscheinlich wichtiger sein als Deutsch wenn wir hier bleiben, und er war am Anfang gleichaltrigen Italienern schon hinterher. Nur mit meiner Mutter hat er weiterhin bei Besuchen Deutsch reden müssen.
Jetzt ist sein Italienisch nur noch kaum merklich schlechter als das seiner Freunde(die aber auch durchweg mehrere Monate älter sind). Er redet auch wieder Deutsch mit mir, er hat aber noch einen starken italienischen Akzent und die Satzstellung ist auch oft Italienisch. Wie halt ein Italiener nach einiger Zeit in Deutschland nur viel süßer. Aber es wird immer besser; und wenn er müde ist redet er mit mir nur Italienisch
Auch mein Kleiner hat spät angefangen zu reden. Er kann jetzt mit gerade 2 noch nicht so viel, aber ich habe hier mehrere Freundinnen mit der gleichen deutsch-italienischen Kombination im ähnlichen Alter und da fällt der Unterschied nicht so auf. Nur gegenüber einsprachigen Kindern.
Natürlich kann es auch sein das es Kinder bei zweisprachig ohne Unterschied gibt, aber ich denke da gibt es halt auch Begabungen. Ich bin nicht sprachbegabt und mein Mann erst recht nicht, also wo soll es herkommen. Mein Mann hat 7 Jahre in D gelebt, aber sein Deutsch ist dafür nicht wirklich gut.
Also, viel Glück für Euch.
Ciao
Melli

Beitrag von yoya 28.11.10 - 23:52 Uhr

Hallo,

wir stellen gerade dieselben Überlegungen an und wollen es mit dem Kind genauso machen wie ihr - allerdings in Deutschland. Wichtig dabei soll ja vor allem die Konsequenz sein, also daß das Baby/Kind jede Sprache mit jeweils eindeutigen Bezugspersonen identifiziert.

Da wir beide - mehr oder weniger gut - auch die Sprache des anderen sprechen, wissen wir allerdings noch nicht, ob - konsequenterweise - mein Mann auch mit mir italienisch sprechen soll und ich deutsch mit ihm? Das stelle ich mir doch etwas mühsam vor und vielleicht ist es ja auch unnötig. Im Januar gibts bei uns einen Vortrag zum Thema Zweisprachigkeit, vielleicht klärt sich das dann ja auch.

In unserem Freundeskreis gab es übrigens in einigen italienischen Familien Probleme mit der Sprachentwicklung der Kinder - nicht nur im Deutschen. Allerdings waren das alles Fälle, wo zu Hause nur Italienisch gesprochen wurde und das Kind wahrscheinlich mit der anderen/deutschen Sprache in der Umgebung/Kinderkrippe etc. überfordert war. Allerdings sollte man dies nicht verallgemeinern, Kinder sind halt unterschiedlich sprachlich begabt. Ich selber bin zum Beispiel recht ähnlich aufgewachsen, meine Familie ist, als ich 2,5 Jahre war, nach Deutschland gekommen. Zu Hause wurde anfangs nie deutsch gesprochen und ich habe es im Kindergarten ohne das geringste Problem innerhalb von 3 Monaten gelernt. In meiner Muttersprache habe ich bis zum Erwachsenenalter auch kaum nachzulassen, vor allem dank der Besuche der/bei den Großeltern.

Ich denke, einen Versuch sollte man der zweisprachigen Erziehung auf alle Fälle geben und sich auch nicht so schnell entmutigen lassen. Hauptsache, man nimmt sich viel Zeit zum sprechen, vorlesen etc. - wie du es ja vorhast. Und falls euer Kind auch noch deutschsprachige Großeltern oder andere Verwandte hat, zu denen es später Kontakt haben wird, wird es dann noch viel einfacher Deutsch zu lernen.

Beitrag von lisha7 29.11.10 - 18:57 Uhr

ich hoffe das liest jetzt noch jemand :)

mein verlobter und ich werden unser kind auch zweisprachig erziehen. denn ich musste englisch leider selbst erlernen und sehe nicht ein warum meine kinder es schwerer haben sollen als nötig.
auch wir werden es so machen dass ich ausschließlich deutsch sprechen werde und er eben nur englisch ( was vllt auch zum vorteil hat dass er etwas deutsch lernt).
ich mache mir allerdings etwas gedanken über die zeit in der er deployed ist, also im auslandseinsatz, das geht immer ein jahr. vielleicht werde ich den/die kleine dann für ein paar stunden am tag in eine day care geben.
bezügl des schreiben u lesen lernen denke ich dass es bestimmt auch sinnvoll ist neben büchern etc lerncomputer zu benutzen. man muss einfach immer tierisch hinterher sein.

kleines beispiel zum schluss:
die frau meines onkels ist polin, früher sprach sie mit den kindern immer nur polnisch mittlerweile nur deutsch. klar verstehen es beide noch und können auch polnisch sprechen aber grade der kleinen (10) fehlt die routine und ihr ist es einfach peinlich polnisch zu sprechen. ich befürchte dass sie es früher oder später verlernen wird.
schade eigentlich denn meiner meinung nach ist es ein geschenk von haus aus mehrere sprachen zu sprechen.

lg
lisha mit #ei morgen 8ssw #verliebt

Beitrag von silkuccia 30.11.10 - 11:36 Uhr

Ciao Lisha,

klar, ich lese alles :-D

Wir machen das alle schon richtig, ist halt nur ne Herausforderung, konsequent zu bleiben. Aber ich glaube, unsere Kinder werden irgendwann dankbar dafuer sein, dass ihnen 2 Sprachen quasi "in die Wiege gelegt" wurden und sie nicht mit viel Muehe die Zweitsprache lernen muessen.

LG;

Silkuccia mit Salvatore Samuel (30. SSW) #winke