Deutscher Inkasso-Dienst

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von nox-mama 28.11.10 - 08:48 Uhr

Guten Morgen zum 1. Advent #kerze

Gestern erreichte mich ein Brief des Deutscher Inkasso-Dienst aus Hamburg.
Folgendes war geschehen:
Anfang dieses Jahres bestellte ich bei OTTO Kleidung im Wert von 139 EUR. Genau zur selben Zeit zog ich aber auch mit meinem jetzigen Ehemann zusammen. Im Wirrwarr des Umzugs habe ich das Paket mit der Kleidung entgegen nehmen lassen, aber wie sich nach dem Inkasso-Brief herausstellte, steht es immer noch ungeöffnet im Keller #schock
Ich erinnere mich auch düster, damals noch einen Brief von OTTO an meine alte Adresse erhalten zu haben, in dem ich aufgefordert wurde, die Rechnung zu begleichen... Warum auch immer: ich hab nach dem Umzug nie wieder dran gedacht. Das war keine böse Absicht, ich hatte irgendwie andere Prioritäten. Natürlich erreichten mich nach dem Umzug keine Briefe mehr von Otto, denn ich war umgezogen und hatte kurz darauf auch noch einen anderen Nachnamen.
Nun zum Brief vom Inkasso-Dienst.

Als erstes fiel mir auf, dass ich einen Betrag in Höhe von rund 260 EUR binnen 7 Tage an den Inkasso-Dienst (nicht an OTTO selbst) zu begleichen hätte. Darin enthalten:
Hauptforderung: 139 EUR
Mahnkosten des Auftraggebers OTTO: 41 EUR
Inkassovergütung (inkl. evtl. angefallener Ermittlungskosten): 58 EUR
Kontoführungsvergütung: 16 EUR
6,12% Zinsen: 6,54 EUR

Daneben muss (!) ich noch ein selbstständiges Schuldenanerkenntnis unterschreiben und einen freiwillgen (!) Fragebogen ausfüllen, in dem meine gesamten Einnahmen und die meines Partners aufzuführen sind.

Also ich bin gern bereit, die Schulden bei OTTO zu begleichen. Von mir aus auch mit den angefallenen Mahngebühren.
Aber ich bin nicht bereit, eine Schuldanerkenntnis inkl. der Selbstauskunft, die mich ja völlig nackt macht an ein Inkasso-Dienst auszufüllen und ihnen noch eine Inkassoergütung und eine Kontoführungsvergütung zu zahlen.
Wofür muss ich denn eine Kontoführungsgebühr bezahlen, wenn ich noch gar kein Geld eingezahlt habe? Wer führt denn dieses Konto mit diesen unverschämten Zinsen?

Wie kann ich denn jetzt dagegen vorgehen?
Als erstes den Betrag an OTTO überweisen? Und einen Beleg über die erfolgte Zahlung gleich mit ans Inkasso-Unternehmen beifügen?
Wie reagiere ich auf das Schreiben vom Inkasso-Dienst? Fordere ich als erstes die Vollmacht ein, die dieses Unternehmen befugt, mir solche Rechnungen zu stellen? Darf ich denen die Zahlung sämtlicher Vergütung verweigern, wenn ich OTTO (inkl. Mahngebühren) den fälligen Betrag überweise? Oder kommt da noch mehr Stress auf mich zu?

Also ich finde es nicht rechtens, eine Schuldenanerkenntnis unterschreiben zu müssen, auf der ich auf der Rückseite eine freiwillige (!) Selbstbauskunft auszufüllen habe, bei der die Daten sogar noch vom Unternehmen gespeichert werden!
Und rechtens finde ich es auch nicht, diesen Betrag auf das Konto vom Inkasso-Dienst zu überweisen, auch wenn OTTO diese Firma damit beauftragt hat.

Könnt ihr mir weiterhelfen?

Beitrag von yale 28.11.10 - 09:16 Uhr

Guten Morgen und auch Dir ein schönen 1. Advent.

Also klar ist schonmal das du nix Unterschreiben oder ausfüllen MUSST,das würde ich auch nicht machen und dich kann da auch keiner zu zwingen.

Ist natürlich weniger schön das sich der betrag nun so erhöht hat,aber es war nun mal dein Fehler.

Du kannst versuchen dich mit dem DID telefonisch zu einigen,aber große Chancen das sie dir die Zinsen und Vermittlungsgebühren erlassen seh ich nicht

Ist auch etwas merkwürdig das sie sich jetzt erst "gefunden" haben#kratz.

Versuch einfach mit denen ein Gespräch zu führen,sind ja auch nur Menschen.

Ich wünsch Dir viel Glück

Beitrag von king.with.deckchair 28.11.10 - 10:02 Uhr

"Und rechtens finde ich es auch nicht, diesen Betrag auf das Konto vom Inkasso-Dienst zu überweisen, auch wenn OTTO diese Firma damit beauftragt hat."

Meines Wissens ist der DID eine Tochterfirma von Otto, keine Fremdfirma

"Wofür muss ich denn eine Kontoführungsgebühr bezahlen, wenn ich noch gar kein Geld eingezahlt habe? Wer führt denn dieses Konto mit diesen unverschämten Zinsen?"

Der DID führt dein Schuldnerkonto.

Du muss gar nichts ausfüllen, es reicht, wenn du den Betrag begleichst oder aber Raten zahlst, der DID ist eigentlich noch ein recht "humanes" Inkassounternehmen - zumindest habe ich es so in Kundenberatungen kennengelernt.

Ich finde dein Geschimpfe reichlich albern.

Beitrag von nox-mama 28.11.10 - 10:42 Uhr

Das, was du als "Geschimpfe" darlegst kannst du gern albern finden. Wenn man als Außenstehender das liest, klingt es sicherlich albern. Aber 260 EUR sind für mich nicht albern, deswegen habe ich hier nach Rat gesucht, nicht nach Leuten, die mich auslachen. Aber so etwas kann man wohl nicht verhindern.

Dass DID eine Tochterfirma von OTTO ist, geht nicht aus deren Schreiben hervor und ist auch im Internet nicht herauszufinden.
Ich werde das Unternehmen daher erst einmal auffordern, mir entsprechende Vollmacht bzw. die Abtrittserklärung von OTTO zuzusenden.

Wie ich auch gerade festgestellt habe: der Brief wurde maschinell unterschrieben (eine Kopie irgendeiner handschriftlichen Unterschrift), die Unterschrift ist unleserlich und es steht kein Name dessen darunter, wer hier unterschrieben hat.
Nicht sehr seriös für ein Unternehmen ;-)

Beitrag von hedda.gabler 28.11.10 - 11:03 Uhr

>>> Dass DID eine Tochterfirma von OTTO ist, geht nicht aus deren Schreiben hervor und ist auch im Internet nicht herauszufinden. <<<

Doch ist es, wenn man Branchenkenntnisse hat.
http://www.eos-did.com/
Also DID ist EOS
Und guckst Du hier:
http://www.ottogroup.com/companies.html?&L=1
http://www.ottogroup.com/eos0.html?&L=1

>>> Ich werde das Unternehmen daher erst einmal auffordern, mir entsprechende Vollmacht bzw. die Abtrittserklärung von OTTO zuzusenden. <<<

Laß es ... die schicken Dir direkt als nächstes den gerichtlichen Mahnbescheid und dann wird es noch teurer.

Und mal ehrlich ... hättest Du einen Nachsendeantrag gestellt und allen Unternehmen mit denen Du so zu tun hast, Deinen neuen Nachnamen mitgeteilt, dann hätten die auch nicht so lange gebraucht, um Dich zu finden und es wäre lange nicht so teuer geworden ... dann wäre Dir das Paket von Otto schon nach der ersten Mahnung wieder eingefallen.

Beitrag von king.with.deckchair 28.11.10 - 13:13 Uhr

Und sie hat auch noch Glück, dass es "nur" der DID ist, die doch sehr rechtssicher arbeiten. In letzter Zeit habe ich öfter Kunden in der Beratung, denen die Creditreform z.B. im Nacken sitzt. Die sind dann schon 'ne Spur härter drauf...

Ob das mit diesen Inkassoinfirmen, ihrem Gebahren (Drohschreiben, wegen denen unebdarfte Menschen denken, sie hätten in fünf Tagen ihr Konto dicht und so etwas z.B.) und ihren teils horrenden Gebühren moralisch eine "gute" Sache ist, lassen wir mal dahin gestellt.

LG
Ch.

Beitrag von sassi31 29.11.10 - 14:29 Uhr

Ich finde, sie hat aber recht damit.

Du schreibst doch selber hier, dass es dein Fehler war und du die Rechnung nicht bezahlt hast. Nun muss sich ein Inkassounternehmen damit beschäftigen und die Leute dort wollen auch bezahlt werden. Es ist nämlich garnicht so einfach, Menschen wiederzufinden, wenn sie umziehen und sich der Name ändert. Das bedeut Zeitaufwand und kostet Geld.

Überweise einfach den Betrag, der verlangt wird und vernichte die Fragebögen. Die Inkassokosten, Zinsen und Gebühren würde ich als einmaliges Lehrgeld verbuchen. Ich gehe mal davon aus, dass dir das kein weiteres Mal passieren wird.

Beitrag von lisasimpson 28.11.10 - 10:35 Uhr

du bestellst ware, bezahlst nicht, meldest nicht, deine neue adresse (nachsendeauftrag kennst du nicht, oder?!), meldest nicht deinen neuen namene- so daß also derjenige, der dir übnermonate kostenlkos die ware zur verfügung stellt dies in eigenregie ermitteln muß - nachdem er dir mehrere zahlungsaufforderungen geschickt hat.

und nun beschwerst du dich darüber, daß es kosten verursacht, dein schuldenkonto zu führen (ja, auch und besonders dann wenn du nichts einzahlst) und daß es kosten versucht, dich anzumahnen, zu suchen und zu finden, erneut anzumahnen und und und..

finde ich schon reichlich daneben

lisasimpson

Beitrag von nox-mama 28.11.10 - 10:44 Uhr

Doch, Nachsendeauftrag war erteilt für 6 Monate. Mich erreichte allerdings kein Brief von OTTO. Evtl. verteilen die ihre Briefe nicht über die Deutsche Post.

Mit Schuldenkonten kenne ich mich nicht aus, entschuldigung, dass ich hier nachgefragt habe ;-)

Beitrag von lisasimpson 28.11.10 - 11:39 Uhr

"Mit Schuldenkonten kenne ich mich nicht aus,"

ich auch nicht, würde mich aber nicht echauffieren, wenn ich es verdöldet hätte eine rechnung zu bezahlen und dann die forderung anwaächst- einfach weil es mir einleuchtet, daß mein verhalten (das nicht bezahlen) kosten verursacht.
wer sollte die denn deiner meinung nach tragen?

lisasimpson

Beitrag von king.with.deckchair 28.11.10 - 13:07 Uhr

#pro

Beitrag von sassi31 29.11.10 - 14:33 Uhr

Und eben weil so viele Unternehmen die Briefe nicht mehr mit der Deutschen Post versenden lassen, sollte man Namens- und Adressänderungen selber bei den Unternehmen bekannt geben.

Mich würde ja echt mal interessieren, was du dir bestellt hast. Kann ja nicht sehr wichtig gewesen sein, wenn du es einfach vergißt #kratz.

Beitrag von hedda.gabler 28.11.10 - 10:45 Uhr

Hallo.

>>>Als erstes fiel mir auf, dass ich einen Betrag in Höhe von rund 260 EUR binnen 7 Tage an den Inkasso-Dienst (nicht an OTTO selbst) zu begleichen hätte. Darin enthalten:
Hauptforderung: 139 EUR
Mahnkosten des Auftraggebers OTTO: 41 EUR
Inkassovergütung (inkl. evtl. angefallener Ermittlungskosten): 58 EUR
Kontoführungsvergütung: 16 EUR
6,12% Zinsen: 6,54 EUR <<<

Völlig berechtigte Forderungen ... zahle diese so an den Inkasso-Dienst und gut.
Ausfüllen musst Du nichts.

Wie schon geschrieben wurde, ist der DID ein Unternehmen der Otto Group (bzw DID gehört zu EOS und die gehören wiederum zur Otto Group) und vollstreckt alle Forderungen der Unternehmen der Gruppe.

Dein Aufriß ist echt albern, da das alles eine völlig normale Vorgehensweise ist. Auch die Kosten, die entstanden sind.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von nox-mama 28.11.10 - 10:46 Uhr

OK, das war doch mal eine glaubwürdige Ansage, auch wenn ich schon wieder lesen musste, wie albern ich doch sei :-)
Ja, Entschuldigung, das ist mein erstes Inkasso-Verfahren, woher soll ich das denn alles wissen? :-)

Beitrag von hedda.gabler 28.11.10 - 10:55 Uhr

Hallo.

>>> Ja, Entschuldigung, das ist mein erstes Inkasso-Verfahren, woher soll ich das denn alles wissen? <<<

Allgemeinbildung, Fernsehen ... ???
Woher auch immer ... ich bin vielmehr verwundert, dass Du da so einiges der Kosten in Abrede stellst, obwohl Du die Kosten doch selbst verursacht hast ...

... und ein bißchen nach DID gegoogelt, hätte Dir auch gezeigt, dass die eben zu Otto gehören.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von frayer31 28.11.10 - 11:08 Uhr

erstmal hallo, aber erlich du bist selber schuld...und das das irgendwann an das inkasso unternehmen beauftragt wird-von otto-ist doch klar-wenn die nix mehr von dir hören-haben auch kein geld zuverschenken...und die rechnung wird auch stimmen...wenn du nur die kosten von otto begleichen tust-hast du wohl in paar tagen wieder eine rechnung im briefkasten-mit den kosten vom inkassounternehmen-die arbeiten ja nicht umsonst...

und mit der rechnung....zinsen und mahnkosten ist klar...die ermittlungskosten, sind denke ich-weil die ja jetzt rausfinden mußten wo du wohnst...


lg

Beitrag von manavgat 28.11.10 - 11:20 Uhr

Bezahl das und gut ist.

Die Formulare wären nur auszufüllen, wenn Du nicht bezahlen könntest.

Gruß

manavgat

Beitrag von hexlein77 28.11.10 - 17:35 Uhr

Du hast Post! ;-)

Beitrag von hexlein77 28.11.10 - 17:37 Uhr

Ups....#hicks ging nich!

Meld dich mal! :-)