Durchfall von beba HA 2???

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von paris25 28.11.10 - 11:27 Uhr

Guten Morgen!

Mein kleiner 6 Monate hat seit ca. 1 Woche Durchfall. Bis zu 10x am Tag! Auch nachts ist er sehr unruhig und macht ca.2-3 mal die Hose voll. Er sabbdert wie verrückt, hat feuerrote backen..., Popo feuerrot.

Zu dem hab ich von aptamil ha 1 auf beba ha2 umgestellt und seitdem hat er auch den durchfall.

Beim Kinderarzt war ich schon. der sagte von der Milchumstellung kommt es nicht und sind es wohl auch nicht.
Er sagte Milch weitergeben und abwarten, na toll!

Was meint ihr? Hatte jemand sowas auch schonmal bei einer milchumstellung?
Oder Zähnen?

Bin dankbar fuer jede Antwort!

Lg paris

Beitrag von culturette 28.11.10 - 15:05 Uhr

Hallo,

warum hast du auf die 2er gewechselt? Viel zu viel Eiweiß und Zucker und belastet die Nieren des Kindes unnötig.

Ich wäre bei der 1er geblieben.
Wenn dein Kind schon B(r)eikost bekommt sollte es neben der 1er völlig ausreichen.
Angeblich soll die 2er mehr sättigen weil mehr Kohlenhydrathe zugesetzt werden. Darum steigen manche Mütter irgendwann auf die 2er. Doch die 2er ist das unnötigste Produkt dass es zu kaufen gibt. Mit normaler Breikost erreichst du dasselbe. Du kannst sie außerdem nicht mehr nach Bedarf geben wie die Pre, die 1er oder gar Muttermilch.

Darüberhinaus frage ich mich warum dein Kinderarzt ausschließt dass es von der Umstellung kommt. Sicherlich kann auch die Nahrungsumstellung der Grund sein.

Wenn es zeitgleich mit der Umstellung gekommen ist spricht für mich schon mal einiges dafür.
Schade dass du noch keine anderen Antworten bekommen hast.
Ich glaube sie würden ähnlich ausfallen als meine.
Allerdings bin ich eine Stillmutti und habe mein Wissen über die anderen "Milchen" auch nur durch jahrelanges Lesen hier im Forum.

Ich würde dir raten wieder auf die 1er umzusteigen.

Allerdings könnte dein Sohn auch zeitgleich einen Infekt bekommen haben und mit den Zähnen kämpfen. Wenn Babys zahnen ist das Immunsystem geschwächt und das Kind wird krankheitsanfälliger. Solche Symptome wie du beschreibst wären also typisch.
Allerdings wäre ein wunder Po auch sehr typisch für eine Nahrungsunverträglichkeit.

Darum kann ich dir aus zweierlei Hinsicht zum Wechsel auf die 1er raten.
Einmal, weil die 1er viel mehr auf den empfindlichen Verdauungsapparat des Babys eingestellt ist und viel verträglicher für ein Baby ist.
Zum 2. weil du dann sehen kannst ob es sich bessert.
Die 1er wird oft bis zum vollendeten 1. Lebenjahr gegeben und dann dem Kind normale Vollmilch angeboten.

lg
und gute Besserung dem Kleinen.

Beitrag von paris25 28.11.10 - 18:44 Uhr

Genau dass hab ich mir gedacht, dass ich erstmal einen Rüffel bekomme, weil ich 2 er Milch gebe, aber wie auch immer. Danke für deine Antwort.

Zuersteinmal erkläre ich warum ich auf die 2er umgestiegen bin, mit Einverständnis des Kinderarztes natürlich.

Mein Sohn ist sehr schwer, groß und kräftig. Bei der Geburt war er 2 Wochen zu früh und wog trotzdem schon 4015 Gramm. Mittlerweile ist er ja 6 Monate und wiegt 10 Kg bei einer Größe von 76 cm, also maße wie ein einjähriger, so der Kinderarzt. Aber Verhältnis Gewicht, größe, ist normal sagte er.

Ich konnte leider nur 8 Wochen stillen, dann hat er pre bekommen, er wurde nicht satt und von der 1 er Milch ebenfalls nicht, ich hab den 6 Monat ersehnt, so dass ich ihm endlich 2er Milch geben kann. Ich musste gezwungendermassen nach 4 Monaten schon mit abendbrei anfangen, weil er einfach nicht satt wurde, aber auch dass hat ihm nicht gereicht. Glaub mit, ich hätte gerne noch länger mit breikost gewartet, da er neurodermitis hat.

Aber was sollte ich machen, er würd einfach nicht satt.

Ich denke aber ich werde erstmal wieder auf die 1er umsteigen, dann wird sich ja zeigen, ob es besser wird.

Liebe grüße, Verena

Beitrag von culturette 28.11.10 - 21:05 Uhr

Hey,

Oh, schade dass hier keine anderen Antworten kommen.

Nein, das sollte kein Rüffel in dem Sinne werden.
Versteh es als Hinweis. Es gibt manche Eltern die nicht wissen wie ungeeignet die 2er Milch wirklich ist. Leider auch viele Kinderärzte die in Sachen Babyernährung oft nicht auf dem neuesten Stand sind und veraltertes Wissen weitergeben.

Genau, versuche es einfach mal testweise wieder mit der 1er.
Sie ist auf jeden Fall tausendmal besser auf das kindliche Verdauungssystem ausgerichtet. Du kannst 1er (im Gegensatz zu 2er) auch nach Bedarf anbieten. D.h. wenn du das Gefühl hast er hat mehr Hunger, dann biete ihm Mahlzeiten in etwas kürzeren Abständen an.

Meine Tochter wog mit 6,5 Monaten auch 9540g und war keine leichte. ;-) Sie war so "gefräßig" und wollte einfach dauernd stillen. Ich kann dir nicht sagen wieviel sie getrunken hat. Aber sie hat oft getrunken und auch in kurzen Abständen. Mit 12 Monaten wog sie 12,2kg und mein Kinderarzt sagte ich solle sofort abstillen! #schock
Habe dann den Kinderarzt gewechselt. Die KÄ hat mich weiterhin unterstütz. Bei ihr hieß es dann: Machen sie einfach so weiter, ihr Kind weiß was es braucht. So habe ich es gehandhabt. Ihr Höchstgewicht hatte sie mit 14 Monaten. Da wog sie dann knapp 13kg und dann begann sie zu laufen #hick äh nein rennen. :-) Sie fing sofort an zu rennen und nun ist sie voll im Durchschnitt. Sie ist 25 Monate und wiegt nur 12kg. Ich stille aber immer noch nach Bedarf. Aber sie isst jetzt, na klar, auch normal vom Familientisch.

Ich kann deine Verzweiflung sehr verstehen.
Oft liegt die Lösung doch näher als man denkt.
Vergleich: Du wirst auch satt wenn du jede Stunde des Tages ein paar Bissen Fleisch, dann ein paar Bissen Gemüse, später einen Apfel, dann wieder eine Stunde später eine Kartoffel usw. usw. isst, als wenn du den ganzen Tag nichts isst und einmal am Tag die gesamte Tagesration auf einmal verputzt. Das liegt auch schwer im Magen.
Vielleicht wirklich mal mit kürzeren Abständen ausprobieren. Kinder halten sich nicht an Tabellen die auf Packungen gedruckt sind. Jedes Kind hat einen individuellen eigenen Bedarf.

VLG