Wie können wir die Luftfeuchtigkeit noch senken?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von knutschka 28.11.10 - 16:56 Uhr

Hallo,

es ist zum Mäuse melken... Wir kriegen die Luftfeuchtigkeit in unserer Wohnung einfach nicht in den Griff. Trotz der Tatsache, dass wir mehrmals täglich stoßlüften (Durchzug in allen Zimmern, Heizung bleibt an), die Temperatur in allen Räumen tagsüber mind. 20° beträgt und wir die Wäsche im Wäschetrockner im Keller trocknen (wir wohnen 4. OG), bekommen wir die Luftfeuchtigkeit einfach nicht runter. Auf der Südseite sinkt sie nicht unter 70%, auf der Nordseite hängt sie sogar knapp unter 80%... Dass wir dementsprechend oft mit Schimmel zu kämpfen haben, muss ich wohl nicht erwähnen.

Können wir sonst noch etwas tun? Wir würden nur sehr ungern hier ausziehen...

LG Berna

Beitrag von seikon 28.11.10 - 17:26 Uhr

Also man soll morgens am "längsten" lüften. Also da gut 5-10 Minuten.
Dabei Heizung runter drehen, Tür zu und Fenster ganz auf.
Wichtig ist, dass wirklich nur die Luft durchgetauscht wird und die Fenster nicht so lang auf sind, dass die Wände auskühlen.

Nach dem Lüften dann die Heizung wieder aufdrehen, sodass die Temp. um die 20 Grad beträgt.

Tagsüber dann kürzer lüften. Wenns sein muss halt entsprechend oft. Ich lüfte im Moment so alle 1 1/2 - 2 Stunden.
Türen zu den Räumen geschlossen halten, damit die feuchte Luft nicht an kälteren Wänden (z.B. im Flur) kondensiert.

Ist euer Haus ausreichend gedämmt? Ist die Fassade dicht, oder läuft Regenwasser an der Mauer entlang?

Ansonsten könnt ihr euch auch einen elektrischen Luftentfeuchter holen und den wechselweise in den jeweiligen Räumen aufstellen.

Beitrag von hexlein77 28.11.10 - 18:32 Uhr

>>Also man soll morgens am "längsten" lüften. Also da gut 5-10 Minuten.
Dabei Heizung runter drehen, Tür zu und Fenster ganz auf.<<

Und wie macht man das, wenn man Fußbodenheißung hat, die man nicht runterregeln KANN? (Keine Thermostaten in den Zimmer vorhanden und Temperatur nicht regelbar!)

Beitrag von seikon 28.11.10 - 19:22 Uhr

Was is n das für ne bekloppte Planung, dass man die Heizung gar nicht regeln kann?
Also wenn es überhaupt keine Möglichkeit gibt, die Heizung kurzzeitig runter zu regeln, dann muss sie halt bollern. Aber toll ist das nicht.

Beitrag von hexlein77 28.11.10 - 20:02 Uhr

Ne, wem sagst du das! ;-)

Uralt Anlage! Nachtspeicherheizung! Funktioniert nie richtig, entweder kochend heiß (z.B. im Bad verbrennt man sich die Füße) oder man friert sich den Ar*** ab! #augen
Und Sau teuer!

UND dazu kommt noch: Feuchte...nein NASSE Fenster morgens!!! Echt ganz klasse! #aerger

Beitrag von knutschka 28.11.10 - 20:09 Uhr

Danke für deine Antwort. Am Wochenende kann ich es sicher realisieren, so oft zu lüften, aber unter der Woche sind wir von morgens halb 9 bis abends gegen halb 6 nicht zu Hause (da ist die Heizung auch auf 19° runtergeregelt, aber es ist halt auch niemand hier)... Da schaffen wir das natürlich nicht, aber es kann doch nicht sein, dass deswegen die Wohnung so feucht ist... Es ist echt ärgerlich.

Wir haben an einigen Stelle Kältebrücken und im letzten Jahr gab es auch eine undichte Stelle im Dachvorsprung, sodass es in die Wand lief, aber das soll behoben sein.

Das Haus wurde Anfang der 40er Jahre gebaut und ist halt nur verputzt...

Vielleicht sollte ich noch einmal beim Vermieter nachfragen, was der denn so im Kopf hat, denn es kann ja auch nicht sein, dass wir jedes Jahr den Maler zur Schimmelbekämpfung rufen...

Kann es auch an unseren Grünpflanzen liegen? Wir haben viele Pflanzen (11) im Wohnzimmer, aber da ist es ja eigentlich am trockensten... Schon merkwürdig.

LG Berna

Beitrag von seikon 29.11.10 - 10:38 Uhr

Auch tagsüber, wenn man außer Haus ist, sollte die Heizung aufgedreht bleiben. Viele machen den Fehler, dass sie tagsüber die Heizung runter regeln, wenn sie selber nicht da sind. Ist ja (vermeindlich) Blödsinnig, die Räume zu beheizen, wenn man selber nicht da ist. Da heizt man ja für nix. Glauben zumindest viele. Wenn die Räume tagsüber aber auskühlen und nur abends (dafür dann aber sehr stark) aufgeheizt werden, dann können die Wände die Wärme nicht speichern. Das begünstigt Schimmelbildung.
Besser ist es, die Heizung ganztägig (außer halt beim Lüften) gleich hoch geregelt zu lassen, sodass die Temperatur immer über 20 Grad bleibt. Auch wenn man nicht da ist. Das klingt komisch, spart aber tatsächlich Heizkosten, weil eben die Wände als Wärmespeicher dienen. Außerdem hat Schimmel so weniger Chancen.

Dass euer Haus gar nicht gedämmt ist, ist natürlich Mist. Da würd ich auch ernsthaft mal mit dem Vermieter reden, was er da mal machen möchte. Denn wenn die Wände immer kalt sind, dann schlägt sich da die kondensierte Luftfeuchtigkeit nieder und das führt dann zum Schimmel.
Da werdet ihr mit noch so gutem Lüften und Heizen nicht recht viel weiter kommen.

Beitrag von sonne_1975 29.11.10 - 10:49 Uhr

Wenn man abends sonst 20 Grad hat und tagsüber 19 Grad (wie sie geschrieben hat), dann kühlen doch die Wände nicht aus.

Beitrag von knutschka 29.11.10 - 12:18 Uhr

Wie gesagt, die Heizung ist ja nicht aus, nur eben auf 19° geregelt. Davon sollten die Wände nicht auskühlen. Ich denke, das Problem ist eher das Haus selbst, denn wir sind anscheinend nicht die einzigen, die Probleme mit der Feuchtigkeit hier haben (habe gestern mal mit ner Nachbarin darüber gesprochen). Ich werde einfach mal schauen, was unser Vermieter mir noch vorzuschlagen hat...

Danke trotzdem!

LG Berna

Beitrag von sanremo-domains 01.12.10 - 00:15 Uhr

Lüftungsanlage einbauen, und zwar eine mit Wärmerückgewinnung, zB BENZING Einzelgerät. Anders KEINE Chance.

Beitrag von knutschka 01.12.10 - 21:31 Uhr

Hallo,

das darfich sicher nicht so ohne weiteres in einer Mietwohnung, oder? Aber ich könnte es bei unserer Wohnungsgesellschaft mal anbringen - da ja hier anscheinend (fast) alle im Hausdas gleiche Problem haben, könnten man ja meinen, die Wohnungsgesellschaft könnte ernsthaftes Interesse an einer Änderung haben. ;-)

Ich mache mich auf jeden Fall mal schlau.

LG Berna