Kennt Ihr jemanden, der mit 3 angefangen hat Geige zu spielen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von duvute 28.11.10 - 20:57 Uhr

Mein Sohn ist3 Jahre alt. Wir gehen mit Ihm 2 mal im Monat ins Theater(Kinder Oper und Ballet). Weil er das so sehr mag.
Er sagt auch dauernd das er eine Geige haben will.
Aber ich kann mir nicht vorstellen, das er jetzt schon (er ist gerade 3 geworden) was damit anfangen könnte.#kratz

Was denkt Ihr?:-)

Beitrag von knutschka 28.11.10 - 21:06 Uhr

Hallo,

Heli wünscht sich bis kurz vor ihrem 3. Geburtstag auch unbedingt eine Geige. Nachdem dann alle, denen sie davon erzählte, fragten, ob sie nicht lieber eine Trommel hätte, wünschte sie sich am Ende dann doch die Trommel...

Ich hatte aber trotzdem schon mit Lehrern gesprochen. Die meisten rieten davon ab, meinten aber, man könne es versuchen. Sie rieten ab, weil eine Geige kein typisches Einsteigerinstrument sei, da sich die Übungserfolge erst spät einstellen. Mir wurde alternativ ein Cello empfohlen. Allerdings fand ich auch da niemanden in der Nähe, der einem Kleinkind das Instument nahe gebracht hätte.

Wir warten jetzt einfach noch ein wenig und klimpern zu Hause auf unseren Instrumenten herum (leider kann ich keines spielen).

Mein Tipp an dich wäre: schau mal, ob du jemanden in der Nähe findest, der sich fundiert mit deinem Sohn auseinandersetzen würde. Er sollte also ein guter Violinlehrer sein und sich gleichzeitig mit Kleinkindern in der Musikausbildung auskennen. Das dürfte schwer werden, ist aber nicht unmöglich.

Ich glaube, es gibt auch eine spezielle Methode, nach der Kleinkinder Geige lernen können, ich komme aber nicht auf den Namen... Es war etwas Japanisches... #kratz

Wenn der Wunsch sehr ausgeprägt ist, würde ich es probieren.

LG Berna

Beitrag von duvute 28.11.10 - 21:27 Uhr

Erst mal, danke.

Ja kenne ich , Shinichi Suzuki Methode. Aber das werden wir hier nicht finden. Wir wohnen zur Zeit im Ausland . Hier sind viele gute Musik Lehrer aber halt klassische.:-(

Beitrag von dharma8 28.11.10 - 21:29 Uhr

Hallo!

Ich finde 3 Jahre sehr früh für den Beginn des Violone lernen. Die Instrumente in der Größe sind einfach fürchterlich vom Klang her. Und die Lernerfolge, wie meine Vorrednerin schon schrieb, eher mäßig. Die Lehrmethode, von der sie schrieb, heißt Suzuki-Methode. Hier ein, etwas unwissenschaftlicher, aber bei google der erste, Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Suzuki-Methode

Mein Mann und ich haben beide mit 5 angefangen Violone zu lernen. Aber "richtig". Suzuki stehe ich skeptisch gegenüber. Es ist einfach Massenabfertigung. Auf individuelle Fähigkeiten und Probleme wird dort, meiner Meinung nach, nicht eingegangen. Vielleicht sucht ihr euch einen Musikkurs oder geht mal in eine Musikschule und probiert dort herum. Im Nachhinein tun mir meine Eltern leid. Sie mussten das gejammer auf der Violone ertragen. Und etwas anderes ist es am Anfang einfach nicht. Aber irgendwann wurde es besser. Hoffe ich zumindest. ;-) Ich liebe meine Violine! Zwar kommt sie zur Zeit ein wenig zu kurz, aber hergeben möchte ich sie nicht mehr. :-D

Liebe Grüße und gute Nerven (falls es doch eine Violine werden sollte)!


P.S.: Cello finde ich persönlich auch sehr schön. Und wäre immer dafür, dass mein Sohn sich später dafür entscheidet. Einerseits, weil ich den Klang wundervoll finde und andererseits, weil es einfach sehr gut zu meinem Mann (er spielt jetzt Viola) und mir passt. :-D

Beitrag von lunnia 28.11.10 - 22:14 Uhr

Hallo,
ich habe selbst früh angefangen geige zu spielen, wenn man eine(n) gute(n) Lehrer(in) hat, und das ganze mehr spielerisch aufgebaut ist, spricht nichts gegen einen frühen Einstieg, eher dafür.
Aber 3 Jahre finde ich arg früh, denn Geige hat immer mit üben und Zeit investieren zu tun, darunter leidet erfahrungsgemäß die Kindheit ganz schön.
Zudem hängt es auch ein bischen von der Größe ab. Um auf einer Geige spielen zu können, sollte der Arm lang genug sein, die Finger um die Schnecke des Instrumentes zu legen während der Kinnhalter in der Achselhöhle platziert ist. Die kleinsten Geigen sind 1/32 und da diese Größe nicht sehr häufig ist, sind diese Geigen sehr teuer.
(Wobei man Kindergeigen durchaus auch mieten kann z.B. hier http://www.kindergeigen-bonn.de)
Vielleicht gibt es bei euch in der Nähe ja sowas wie musikalische Früherziehung, das könntet ihr z.B. als Einstieg nutzen "Um zu schauen, ob dir Musik machen auch Spaß macht, wenn du größer bist können wir dann nach einer Geige schauen"

Beitrag von gismomo 29.11.10 - 09:45 Uhr

Hallo,

mein ältester Sohn ist auch so. Er wollte mir vier anfangen Klavier zu spielen, und hat jeden Tag gefragt, wann er anfangen darf.
Wir haben mit mehreren "Fachleuten" (Bekannte wie Klavierlehrerin, Musiklehrer etc.) gesprochen. Während der eine sagte, 6 Jahre sei noch zu früh, riet uns die Klavierlehrerin zu, mit 6 Jahren zu beginnen. Darunter fand sie es noch zu früh, einfach weil die Hände noch zu klein sind.
Mein Sohn hat mit 6 Jahren angefangen Klavier zu spielen und ist heute, zwei Jahre später, immer noch mit Begeisterung dabei. Er singt inzwischen auch zwei Mal in der Woche in einem Chor.

Ich denke, wenn ein Kind Musik liebt, merkt man das als Eltern schon sehr früh. Ich halte auch nichts davon, das Kind als Einsteigerinstrument erst einmal Blockflöte lernen zu lassen, wenn das Kind ganz klar sagt, dass es ein bestimmtes Instrument (Klavier, Geige) lernen möchte. Bei meinem Sohn habe ich schon im Alter von 2 Jahren gemerkt, dass er Musik mehr als durchschnittlich üblich mag, sein ganzes Spielverhalten und sein Interesse war darauf ausgerichtet.

Sprich doch mal mit diversen Fachleuten (Musikschule etc.), ab welchem Alter sie empfehlen würden, Geige zu lernen. Für meinen Sohn war es in Ordnung, dass er noch zwei Jahre warten musste, bis er mit dem Klavier anfangen durfte - davor hat er immer auf dem Klavier meiner Schwiegereltern "geklimpert", und er wusste, dass er, wenn er in die Schule kommt, Klavierunterricht bekommen wird. Obwohl er dann jeden Tag gefragt hat, wann es endlich so weit ist, war es in Ordnung zu warten. Für uns war die Wartezeit insofern gut, dass wir wussten, dass es ihm wirklich ernst mit seinem Wunsch ist - da er seine Meinung in den zwei Jahren nicht geändert hat, es war also kein kurzlebiges Interesse. Gerade weil sowohl Instrument als auch Unterricht nicht billig sind, wollte ich vorher schon wissen, ob es ihm auch wirklich ernst ist mit seinem Interesse

lg
K.