Abpumpen, wie ist das dann mit der Saugverwirrung?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von julimond28 28.11.10 - 22:25 Uhr

Huhu,

also noch ist unere kleine ja nicht da aber ich möchte unbedingt stillen und hoffe sehr das es klappt!:-D
Gehe jetzt einfach mal zuversichtlich an die sache ran und versuche mich nicht unetr druck zu setzen!

Jetzt aber meine frage!
Wenn jetzt alles anläuft mit dem stillen, kann man dann auch noch abpumpen und den kleinen dann die abgepumpte milch aus dem fläschen geben?
Wie sieht das mit der saugverwirrung dann aus?
Oder macht man das dann am Anfang möglichst nicht mit dem abpumpen und fläschchen geben und später, also wenn die kleinen einige wochen alt sind ist es nicht mehr ganz so problematisch??

Kann man das einfach ausprobieren und würde man gegebenenfalls eine saugverwirrung wieder rückgängig machen können?
LG

Beitrag von kicherbaby 28.11.10 - 22:49 Uhr

Hi,

habe bis jetzt 2 Kids voll gestillt und Nr. 3 ist bald da.

Kann dir nur abraten vom Abpumpen. Wozu auch? Im KH haben die elktr. Pumpen, die gehen noch. Aber diese Handpumpen sind voll für... kannste vergessen.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das die Zwerge die Milch aus der Flasche gar nicht annehmen und lieber an die Brust möchten. War bei uns jedesmal eine Qual, bis die sich an die Flasche gewöhnt hatten.

Was meinst du mit Saugverwirrung? Beim Kind oder deine Brust?

Lg

Beitrag von anni1808 28.11.10 - 22:49 Uhr

Hi, ich musste in den ersten Wochen leider abpumpen und mit Fläschchen füttern neben dem Stillen, weil meine Kleine wegen einer Gelbsucht noch nicht richtig getrunken hat. Jetzt stille ich voll, meine Tochter hat aber eine Saugverwirrung an der wir arbeiten. Man kann so eine Saugverwirrung wieder wegbekommen, aber bei uns ist es nach ca. 3 Wochen nur etwas besser geworden. Manche Babys können aber auch aus Brust und Flasche trinken. Ich würde aber wenn es nicht nötig ist mit dem Flasche geben warten so lange es geht, auf jeden Fall einige Wochen.
Lg Anni

Beitrag von lilly7686 29.11.10 - 08:32 Uhr

Hallo und guten Morgen!

Ob dein Baby anfällig für eine Saugverwirrung ist, kann man nicht pauschal sagen. Es gibt Kinder, die bekommen ein einziges Mal Fläschchen und schon wollen/können sie an der Brust nicht mehr saugen.
Es gibt Kinder, bei denen ist sogar ständiger Wechsel zwischen Brust und Flasche kein Problem.

Wenn ein Baby mal eine Saugverwirrung hat, dann kann man das natürlich wieder rückgängig machen. Je nach "Schwere" der Verwirrung kann es jedoch sein, dass man dafür seeeehr viel Geduld, Zeit und Kraft investieren muss.

Kurze Erklärung, was eigentlich eine Saugverwirrung ist:
Von der Brust zu trinken erfordert ein Zusammenspiel aus Lippen und vorallem Zungenbewegung. Die Zunge des Kindes muss über der Unterlippe sein, die Zunge "melkt" dabei die Brust (man nennt es tatsächlich so ;-) ). Die Brustwarze wird dabei so tief in den Mund genommen, dass die Spitze am hinteren Gaumen ansteht. Dort wird der Schluckreflex ausgelöst.
Bei der Flasche hat die Zunge keine möglichkeit, zu "melken". Die Zunge bleibt im Mund und die Milch fließt. Der Sauger kommt nie so weit nach oben, wie die BW.
Es handelt sich also um zwei Grundverschiedene Saugtechniken.
Es gibt Babies, die das Trinken an der Brust verlernen, durch den Einsatz von Fläschchensaugern oder auch Schnuller.

Wenn Abpumpen sein muss, aus welchem Grund auch immer, dann wäre am Besten der neue Medela Calma Sauger am Besten.

Leider hab auch ich die Erfahrung gemacht, dass nur die elektrischen Pumpen wirklich was taugen. Handpumpen, nun ja.
1. gibt es da viele verschiedene Pumpen. Die Aufsätze müssen zur Brustform passen. Also nicht jede Pumpe passt auf jede Brust.

2. sind viele Handpumpen nur sehr schwach. Das heißt, man bekommt oft nicht wikrlich viel raus, weil einfach zu wenig Saugkraft da ist.

3. gibt es Frauen, die einfach nicht oder nur sehr wenig pumpen können. Das liegt daran, dass bei vielen der Milchspendereflex nicht ausgelöst wird. Deshalb wird Pumpen auch nicht empfohlen, um zu sehen, ob Frau genug Milch produzieren kann: die Pumpe bekommt NIE so viel aus der Brust, wie ein Baby, das daran saugt.

Man kann, sollte das Stillen aus irgendwelchen Gründen nicht klappen und man regelmäßig abpumpen müssen, elektrische Pumpen aus der Apotheke ausborgen.

Ich würde dir empfehlen, erst mal gar nicht ab zu pumpen, wenn es nicht sein muss.
Du kannst bereits in der Schwangerschaft eine Stillgruppe oder eine Stillberaterin besuchen.
http://www.lalecheliga.de
http://www.afs-stillen.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also nichts für deren Hilfe. Es kann nur sein, dass für die Stillgruppe ein kleiner Beitrag (meist unter 5 euro) verlangt wird (für Auslagen wie Raummiete, Getränke, usw.).


Ich wünsch dir alles Liebe für die Geburt und eine schöne Stillzeit!

Beitrag von adonia1984 29.11.10 - 08:38 Uhr

Also ich bin bei meinem Sohn, so wie du, frisch fromm fröhlich frei an dieses Thema rangegangen und habe mir keine großartigen Gedanken ob er verwirrt wird oder ich oder jemand anders ;-)

Er wurde voll gestillt und hat, wenn ich abgepumpt habe, ohne Murren die Flasche genommen und danach auch wieder ohne Murren die Brust.
Überhaupt kein Problem!

Ich will damit sagen, dass man es einfach ausprobieren sollte und nicht vorher schon Probleme herbeiredet.
Wenn du es für dich probieren möchtest tu es und du wirst sehen was passiert.

Wie gesagt, bei uns war es völlig unkompliziert!

Ganz lieben Gruß,

Conny

Beitrag von berry26 29.11.10 - 09:41 Uhr

Gute Einstellung....
ABER wenn eine Saugverwirrung die Folge ist, dann haste den Schlamassel!!
Das ganze wieder wegzubekommen ist schon richtig Stress und man braucht jede Menge Geduld. Also einfach so mal schauen was passiert, ist nicht unbedingt ratsam wenn man es vermeiden kann.

Beitrag von mick 29.11.10 - 11:20 Uhr

Probiers aus! Man kann das nicht pauschalisieren! Es liegt an deiner Brust.

1. Handpumpen sind durchaus gut. Bei mir funktioniert sie super. Es liegt aber mit Sicherheit daran, wie leicht deine Brust "geht".

2. Meine beiden Kinder sprangen von Anfang an zwischen Brust und Flasche hin und her ... ganz ohne Probleme. Saugverwirrung? Nie gehabt. Mein Mann gibt erst die Flasche, während ich beim Schwimmtraining bin, dann komme ich nach Hause und die Kleine wird angelegt ... sie saugt noch mal kräftig und alles ist bestens.
Meine beiden Kinder bekamen auch von Anfang an den Schnuller, wobei den meine Tochter weniger gerne nimmt. Die Händchen schmecken auch.

Viel Erfolg
Mick