Wird die Muttermilch Nährstoff-ärmer?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von sarie. 28.11.10 - 23:52 Uhr

nabend. Mein sohn wiegt bei 68cm nur 6700g. Ich stille viel er trinkt ca. 90ml pro mahlzeit ca.7mal. Lt stillprobe. mittags löffelt er ca. 50g brei und abends auch.jetzt wurde mir gesagt dass die mumi bald nur noch wie wasser ist. Stimmt das? Welche breichen kann ich morgens geben? Lg sarie

Beitrag von culturette 29.11.10 - 00:19 Uhr

Hallo,

hui, wer hat denn gesagt dass die Muttermilch nur noch wie Wasser ist? Das habe ich leider auch schon öfter gehört:
Von meinem Frauenarzt, von meinem Ex-Kinderarzt, von anderen Müttern.
Ein Auszug einer bekannten Stillseite besagt über Muttermilch:

"Die Konzentrationen der einzelnen Stoffe sind nicht konstant, sondern werden ständig angepasst, vom Kolostrum zur reifen Milch, von wässriger im Sommer zu energiereicher im Winter, nach der Entwicklungsphase des Kindes, von Tag zu Tag, von Mahlzeit zu Mahlzeit, zur Sättigung während einer Mahlzeit, bei Krankheit. Jedes Kind bekommt seine eigene, nur für es selbst bestimmte Milch."

Was darüberhinaus auch noch für die Qualität der Muttermilch spricht besagt folgender Auszug:
"Stillen im zweiten Lebensjahr und danach

Was spricht für das weitere Stillen nach dem ersten Geburtstag? Überraschend viel: Ernährung, z. B.:

Zwischen dem 6. und 24. Lebensmonat beträgt die Muttermilchmenge rund 500 ml täglich. Sie kann also einen großen Teil der Kalorien, die ein Kind in diesem Alter braucht, liefern. Im Notfall kann die Milchmenge gesteigert werden und auch ein Kind, das normalerweise Beikost isst, kann wieder ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden.

Muttermilch liefert 70 Kilokalorien pro 100 ml - zweimal die Energiedichte eines Abstillbreis. Kinder im zweiten Lebensjahr können ihren Energiebedarf zu 31% durch Muttermilch decken. Stillkinder im Alter von 13-18 Monaten erhalten bei gleicher Nahrungsmenge 25% mehr Energie als nicht-gestillte; ältere Kinder erhalten 17% mehr."

Abseits dieser wertvollen Angaben sei dazugesagt, dass Wasser niemals Antikörper beinhaltet, Muttermilch hingegen schon. Man liefert solange man stillt wertvolle Nährstoffe (na klar! warum auch nicht) und ebenso Antikörper. Daher finde ich den Vergleich sowas von abwertend ggü. der Muttermilch. Ich frag mich immer was das soll und warum Ammenmärchen sogar von Kinderärzten verbreitet werden.

Quelle: http://www.Rabeneltern.org

LG

lg

Beitrag von lilly7686 29.11.10 - 08:40 Uhr

Guten Morgen!

Schau mal hier:
http://www.stillkinder.de/pdf/cht_wfl_boys_p_0_2.pdf

Dein Sohn ist an der unteren Grenze. Was allerdings allein noch nicht wirklich viel aussagt.
Druck das Blatt mal aus und trag sämtliche Werte ein, die dein Sohn bisher hatte. Von Geburt bis jetzt.
Wenn er immer an der unteren Linie war, dann ist es okay so. Wenn er an der obersten angefangen hat, dann ist es nicht wirklich gut.
Wie gesagt, nur die Relation und der bisherige Verlauf sind wirklich wichtig und aussagekräftig.

Wie meine Vorschreiberin schon zitiert hat, passt sich die Muttermilch immer perfekt an dein Baby an. Also dass die Milch "wie Wasser" wird stimmt schon mal absolut nicht. Das hat dir wohl jemand eingeredet, der absolut keine Ahnung vom Stillen hat (vorzugsweise Ärzte, Omas, Tanten oder ähnliches ;-) ).

Lass dir da nichts einreden.
Sollte dein Sohn tatsächlich massiv abgefallen sein, dann kannst du weiteres Vorgehen mit einer Stillberaterin besprechen.

http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich, du zahlst also ncihts für deren Hilfe.

Alles Liebe!