UMFRAGE: Gibts bei Euchauch so Kinder? Wie diplomatisch reagieren?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von schokoholic 29.11.10 - 09:00 Uhr

Hi,

bei uns im KiGa gibt es 2 Kinder,die furchtbar "besserwisserisch",altklug ,vorlaut usw. sind.
Sie müssen ALLES kommentieren-wenn ich mich von meinem Sohn verabschiede,stellen sie sich penetrant daneben und hinterfragen das ,was ich zu ihm sage oder beeinflussen ihn ,noch (z.T. in meinem Beisein) dies und das nicht zu tun, um das ich ihn gerade gebeten habe #schock
Mit freundlichem ,aber bestimmten Ton zu sagen,das sie sich mal um ihren eigenen Kram kümmern sollen,bringt nichts.
Wenn die Eltern anderer Kinder am Fenster winken wollen,stellen sie sich nur mal so als Beispiel auch mit Absicht vor das Kind ,damit es seine Eltern nicht sieht und das Winken mitbekommt...
Ich weiß nicht,wie man im KiGa-Alter schon so mies drauf sein kann?!? #gruebel

Wie kann man dem mal "Einhalt gebieten"?
Langsam reichts mir nämlich...

Danke und lg,Schoko

Beitrag von metalmom 29.11.10 - 09:12 Uhr

Hi!
Hm, vielleicht mal nicht so nett sein?
Vielleicht mal sagen: "Ich brauche eure Sprüche nicht."?
"Geht euch mal woanders unterhalten."
"Soll ich mal die Erzieherin holen?"
"ICH bestimmt was xy tun soll und nicht IHR".
"Redet ihr zuhause auch ständig dazwischen?"
LG,
Sandra

Beitrag von engelchen28 29.11.10 - 09:14 Uhr

- ich glaube, auf genau sowas warten die kinder, auf REAKTION! das ist ja das spiel, AUFMERKSAMKEIT bekommen. vielleicht haben sich ihre eltern nur kurz oder gar nicht verabschiedet - und dann kommt da eine liebe mutter, spricht mit ihrem kind, umarmt es noch, widmet ihm 3 min wertvolle zeit...!
ich glaube, mit anmaulen oder kontern erreicht man genau das, was die kinder wollen...!

Beitrag von metalmom 29.11.10 - 09:24 Uhr

Und ich denke, man muss ungezogene Kinder in ihre Grenzen weisen.
Woher willst Du wissen, dass sie zu wenig Zuwendung bekommen? Vielleicht bekommen sie zu viel Zuwendung und meinen deswegen, immer im Mittelpunkt stehen zu müssen?
Wer sagt überhaupt, dass das für die Kinder ein Spiel ist?

Beitrag von michi0512 29.11.10 - 09:32 Uhr

Ich frage mich, warum gerade DU Dich dafür verantwortlich fühlst fremde Kinder zu erziehen bzw, denen Grenzen aufzeigen zu wollen.

Du machst an sowas fest ob die Kinder unge/erzogen sind? Wow..

Beitrag von metalmom 29.11.10 - 09:39 Uhr

Wenn fremde Kinder sich in MEINE Angelegenheiten mischen, dann ist es MEINE Sache. So einfach ist das.
Und ja, natürlich ist das Verhalten dieser Kinder ungezogen. Merkst GERADE DU vielleicht nicht, weil Deine Kinder auch so mies erzogen sind.

Beitrag von sternenzauber24 29.11.10 - 10:01 Uhr

Deine Antwort ist sehr anmaßend!

Beitrag von metalmom 29.11.10 - 10:03 Uhr

Ihre auch.

Beitrag von sternenzauber24 29.11.10 - 10:06 Uhr

Hmm.. finde ich eigentlich nicht.

Ich mag eigentlich Deine Beiträge hier, aber das war doch etwas ungewohnt

Beitrag von metalmom 29.11.10 - 10:08 Uhr

Wenn man mit mit "GERADE DU" in die Karre fährt, muss man mit den Konsequenzen leben.
Im Übrigen lenken wir vom Thema ab.

Beitrag von juniorette 29.11.10 - 09:52 Uhr

Sei mir bitte nicht böse, aber genau wegen solch übertrieben einfuhlsamen Mütter wie dir gibt es heutzutage so viele verkorkste Kinder, denen nie jemand Grenzen gesetzt hat.

Ich stimme metalmom absolut zu:
1) denke ich, dass solche Kinder von ihren Eltern viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen, weil deren Eltern sie zum Mittelpunkt der Welt gemacht haben
2) unabhängig davon, ob das Kind zu Hause wirklich vernachlässigt wird (erziehungstechnisch sind solche Kinder auf jeden Fall vernachlässigt), müssen diese Kinder, wenn sie sich so unverschämt benehmen, Grenzen besetzt bekommen.
Das wäre zwar Aufgabe der Eltern oder der Kindergartenerzieherinnen - die waren aber gerade nicht da, und es ist das Recht (nicht die Pflicht!) der TE, sich in dieser Situation zu wehren und diesen Kindern aufzuzeigen, dass sie gerade Grenzen überschreiten.

"ich glaube, mit anmaulen oder kontern erreicht man genau das, was die kinder wollen...! "

Das mag theoretisch sogar so sein - wissen wir alle nicht.
Es ist aber nicht Aufgabe der TE, diese Kinder pädagogisch wertvoll zu erziehen und unbedingt darauf zu achten, dass die Kinder ja nicht die gewünschte (negative) Aufmerksamkeit bekommen.

LG,
J.

Beitrag von liz 29.11.10 - 12:53 Uhr

Was bitte hat denn eine liebevolle Verabschiedung mit keine Grenzen setzten zu tun?

Dominik mag es auch wenn er mir zum Abschied noch ein Bussi geben kann, dann drückt er mich feste und dann sagt er Tschüss. Geht zum Fenster und winkt mir dort.

Und jetzt? Bin ich eine übertrieben einfühlsame Mutter, die ihr Kind verkorkst und keine Grenzen setzen kann?
Woher willst DU denn bitte wissen ob mein Kind Grenzen kennt oder nicht?

Beitrag von juniorette 29.11.10 - 13:03 Uhr

"Was bitte hat denn eine liebevolle Verabschiedung mit keine Grenzen setzten zu tun? "

Nichts, wieso? Ich verabschiede mich (wie alle guten Eltern) natürlich ebenfalls liebevoll von meinem Kind.

"Und jetzt? Bin ich eine übertrieben einfühlsame Mutter, die ihr Kind verkorkst und keine Grenzen setzen kann?"

Hab ich das irgendwo geschrieben? Nein, habe ich nicht.

Wenn du allerdings alle Ungezogenheiten eines Kindes (z.B. das, was die TE über die anderen Kinder geschrieben hat) damit entschuldigst, dass diese Kinder zu Hause nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen, dann bist du übertrieben einfühlsam.
Genau das habe ich geschrieben und du scheinst die Einzige zu sein, die das nicht verstanden hat.

Beitrag von liz 29.11.10 - 13:17 Uhr

Also du hast auf diese Antwort geantwortet:

- ich glaube, auf genau sowas warten die kinder, auf REAKTION! das ist ja das spiel, AUFMERKSAMKEIT bekommen. vielleicht haben sich ihre eltern nur kurz oder gar nicht verabschiedet - und dann kommt da eine liebe mutter, spricht mit ihrem kind, umarmt es noch, widmet ihm 3 min wertvolle zeit...!
ich glaube, mit anmaulen oder kontern erreicht man genau das, was die kinder wollen...!

Und deine Antwort war:

Sei mir bitte nicht böse, aber genau wegen solch übertrieben einfuhlsamen Mütter wie dir gibt es heutzutage so viele verkorkste Kinder, denen nie jemand Grenzen gesetzt hat.

So, und jetzt sag mir dass du das anders gemeint hast. Da kommt eine Mama die mit dem Kind noch spricht, sich verabschiedet und noch ZEit für das Kind hat und du sagst ihr sie sei zu einfühlsam und es werden den Kindern keine Grenzen gesetzt.

Ein solches benehmen wie es die TE über die Kinder geschrieben hat, würde ich auch nicht tolerieren. ICh würde da auch was dazu sagen. Aber es wäre ja auch eine Erklärung warum diese Kinder so sind. Was aber nicht heißt, dass ich es toleriere.

Beitrag von juniorette 29.11.10 - 13:32 Uhr

Ich habe auf die Mutmaßung

" vielleicht haben sich ihre eltern nur kurz oder gar nicht verabschiedet"

geantwortet. Damit wurde das nervige und unverschämte Verhalten der anderen Kinder entschuldigt, obwohl niemand weiß, wie intensiv sich die Eltern dieser Kinder verabschiedet haben.

Nochmal werde ich dir aber nicht erklären, wie meine Antwort an engelchen28 (die übrigens verstanden hat, was ich sagen wollte) gemeint war.

Wenn du mich falsch verstehen willst, wirst du das so oder so weiterhin tun :-)

Beitrag von liz 29.11.10 - 13:38 Uhr

Oha. Vezeihung. Dann habe ich mich da irgenwie vehaut. Das war wirklich nicht meine Absicht.

Hab deine Antwort wohl zu schnell gelesen und dann falsch interpretiert. #hicks

Beitrag von engelchen28 29.11.10 - 09:12 Uhr

hi schoko!
ich würde das verhalten so eines kindes gezielt ignorieren. zum tschüß-sagen würde ich z.b. mein kind auf den arm nehmen und es direkt ansehen, ihm ein paar liebe worte mit auf den weg geben, so à la: "tschüß, mein schatz, ich wünsche dir viel spaß heute im kindergarten, um 1 hole ich dich wieder ab" - auf den arm nehmen deshalb, weil das "nervige" kind sich dann nicht so einmischen kann, weil andere höhe #;-). ich könnte mir vorstellen, dass dem "nervigen" kind das spiel bald langweilig wird.
was das sich-davorstellen anbelangt - ich würde ein kleines gespräch mit der erzieherin führen und ihr das problem schildern. und ansonsten würde ich denken, ein kind, das ausgucken möchte, muss sich selbst auch dafür einsetzen. man hat als mama nicht alles in der hand, kinder müssen auch in einem gewissen maß lernen, sich selbst zu behaupten. ich würde die wegdrängel-situation am fenster vielleicht zu hause üben. du bist das "nervige" kind, dein kind wehrt sich dagegen, sagt vielleicht in bestimmtem ton und etwas lauter: "lasse, ich habe da gestanden, ich möchte auch ausgucken" oder sowas.
lg
julia

Beitrag von gismomo 29.11.10 - 09:31 Uhr

Tolle Antwort!

lg
K.

Beitrag von michi0512 29.11.10 - 09:32 Uhr

Jabs, so würde ich es auch handhaben.

Beitrag von juniorette 29.11.10 - 09:59 Uhr

Hallo Julia,

auf dem Arm nehmen klingt in der Theorie ganz toll, aber mein Sohn ist mir zu schwer als dass ich mich in Ruhe verabschieden könnte, während ich ihn auf dem Arm habe. Und wenn ich dann noch meine schneebedeckte Winterjacke an habe, mache ich mein Kind dabei ja auch noch nass. Von der Enge im Flur, wo die Garderobe ist, mal ganz abgesehen.
Eine Möglichkeit wäre sicher, mit dem Kind in den Gruppenraum zu gehen und sich dort zu verabschieden, wo die Erzieherinnen ja sehen, dass die anderen Kinder nerven. Aber Verabschiedungen im Gruppenraum sind vielleicht nicht überall erwünscht.

Was das Winken betrifft, gebe ich dir Recht. Zum einen sollten die Erzieherinnen da ein Auge drauf haben, zum anderen muss man seinem Kind beibringen, wie man sich in so einer Situation wehrt.

LG,
J.

Beitrag von engelchen28 29.11.10 - 11:35 Uhr

naja, dann eben nicht auf den arm nehmen, sondern sich hinunterbeugen /-knien und ihm fest in die augen schauen so à la: jetzt in dem moment gibt es nur uns 2, ich konzentriere mich auf dich, keiner kann sich einmischen / dazwischendrängen. ich würde sprüche einfach ignorieren und könnte mir vorstellen, dass das spiel schnell langweilig wird. denke ich mir einfach.
lg & keep cool #:-)!
julia

Beitrag von gismomo 29.11.10 - 13:12 Uhr

Ja, das ist definitiv so, dass das Spiel dann langweilig wird.

Habe Ähnliches erlebt im Kiga mit meinem Sohn und einem anderen Kind - wenn man als Erwachsener nicht reagiert, wirds dem anderen Kind langweilig und es sucht sich eine andere Beschäftigung.

Habe allerdings auch schon erlebt, dass uns ein anderes Kind auf dem Spielplatz so massiv dazwischengepfuscht hat, dass es meinen Sohn quasi weggedrängt hat, damit es selber mit mir spielen kann (ich habe mit meinem kleinen Sohn im Sandkasten gespielt). So leid mir das andere Kind dann auch tut - aber ich bin kein kostenloser Babysitter und die kostbare Freizeit verbringe ich mit meinem Sohn und nicht damit, Mamiersatz für ein fremdes Kind zu spielen. Da werde ich dann auch deutlich und wenn das Kind so penetrant ist dass es nicht reagiert, und keine Mutter in der Nähe ist und nicht erkennbar ist, zu wem das Kind gehört, gehe ich woanders hin (mein Sohn ist in dem Alter, indem er mein Ablenkungsmanöver nicht als solches registriert).
Ich könnte aber echt k..., wenn ich Mütter erlebe, die sich so massiv nicht um ihr kleines Kind kümmern, dass dieses darauf angewiesen ist, dermaßen penetrant nach einer Ersatzmutter zu gucken.

lg
K.

Beitrag von juniorette 29.11.10 - 13:27 Uhr

Ich hab es an anderer Stelle schon geschrieben:
das Hinterfragen/Kommentieren der Kinder von allem, was die TE mit ihrem Kind gemacht hat, würde ich ebenfalls ignorieren und damit demonstrieren, dass ich jetzt voll auf mein Kind konzentriert bin.

Was ich nicht ignorieren kann oder will, ist, wenn andere Kinder meinem Kind sagen, dass es nicht auf mich hören muss/soll (ganz unabhängig davon, ob mein Kind versteht, was ihm die anderen Kinder sagen).
Und in der Situation würde ich die anderen Kinder so unverschämt finden, dass ich mir auch ihr dauerndes Kommentieren verbitten würde :-)

Ich denke, es ist auch hilfreich für solche Kinder, wenn ihnen mal gesagt/gezeigt wird, dass man so ein Verhalten nicht toll findet.

Beitrag von plda0011 29.11.10 - 09:35 Uhr



Gib ihm direkte Anweisungen. Statt ihm zu sagen er soll sich um seinen eigenen Kram kümmern, sag ihm: "Geh bitte dort drüben hin, ich möchte mich hier alleine verabschieden, so geht das nicht."
Und wenn er fragt wieso: "Weil ich das so möchte!" (ernst guckend)

Meistens klappt sowas. Wenn der ganz abgebrüht ist, bleibt er stehen und fordert dich heraus. Dann wüsste ich erstmal auch nicht weiter, wahrscheinlich würde ich dann petzen gehen und die Erzieherin bitten den Jungen mal wegzunehmen, weil er deinen Sohn ärgert, so dass der sich nicht verabschieden kann...


LG

Beitrag von kruemlschen 29.11.10 - 09:35 Uhr

Hallo,

ja solche Kinder kenn ich auch.

Bei uns nennt man die "AK" eine nähere Erläuterung dazu spar ich mir jetzt aber :-p

Wenn sich die Kinder nicht ignorieren lassen, dann werde ich auch mal bestimmt und sage ihnen dass sie in ihre Gruppe gehen sollen und es im Moment keinen Menschen interessiert was sie zu sagen haben.
Und ja, ich schreite auch ein wenn sich solche Kinder körperlich über andere hinwegsetzen.

Gruß K.