Verhalten in Gegenwart "anderer"

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von fionala 29.11.10 - 10:25 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage bezüglich meines Sohnes (5). Unzwar ist er eigentlich ein lieber ruhiger Junge. Er ist Einzelkind. Zuhause ist er sehr ruhig, kann oft stundenlang alleine spielen (nicht das ich ihn dazu zwinge) er baut strecken mit seinem Zugsystem oder mit seinem Lego und lebt dann in seiner eigenen kleinen Welt. Er singt momentan sehr viel beim spielen und erfindet seine eigenen Lieder.

Sind wir nun draußen, dreht er oftmals ab. Wir waren zb an St. Martin im Kindergarten. Und als er die Eltern seines besten Freundes sah, fing er an sie anzusprechen rumzuhibbeln und Rad zu schlagen, auf dem dreckigen nassen Boden. Er sah echt lecker aus. Ich hab ihm angehalten dies nicht zutun. Aber er ist einfach nicht zu bremsen. Auch wenn seine Freunde bei uns zu Gast sind, er hört nicht mehr, gibt patzige Antworten usw.

Ich traue mich kaum noch wegzugehen unter Kinder. Weil er jedes mal so ausflippt. Wenn ich ihn rufe zum gehen hört er erst nicht, dann heult er überschwänglich und macht eine riesen Szene .

Es ist auch nicht so, das es an zu wenig Aufmerksamkeit bekommen würde. Er ist nunmal unser einziges Kind, und solange er da ist steht er in unserem Mittelpunkt, es sei denn er mag alleine spielen.

Langsam bin ich einfach mit meinem Latein am Ende, weder freundlich drauf einreden, das es so nicht geht, noch ein strenger bestimmter Ton helfen nicht.

Kennt vielleicht jemand ein solches verhalten? Ist das nur eine Phase? Wie kann ich da gegen wirken?

Vielen lieben Dank schonmal !#blume

Beitrag von sunflower.1976 29.11.10 - 13:42 Uhr

Hallo!

Ich finde das Verhalten eigentlich recht normal. In der Gegenwart ihrer Freunde verhalten sich Kinder meistens anders als zuhause.

Mein Sohn ist auch eher ruhig und in fremden Situationen ziemlich zurückhaltend. Spielt er aber mit seinem besten Freund, dreht er auf. Er macht nichts kaputt, tut niemandem weh und die beiden streiten sich nur sehr selten und beziehen häufig auch unseren kleinen Sohn ins Spiel ein. Aber es geht eben laut zu, beide drehen schon mal auf und machen "Quatsch". Im Kindergarten ist er auch sehr lebhaft und spielt fröhlich (kriege ich mit, weil ich mit unserem kleinen Sohn zur Eingewöhnug im KiGa bin).

Unser Sohn "hört" auch schlechter, wenn er mit anderen Kindern spielt und ich etwas von ihm will. Aber es eskaliert nicht.

Aus meiner Sicht ist es okay, wenn ein Kind die Eltern seines Freundes anspricht. Und St.Martin ist für Kinder spannend und aufregend, dann hibbeln sie schon mal rum.

Ich glaube, Dir fällt der Kontrast zwischen Deinem ruhigen Sohn zuhause und Deinem aufgedrehten Sohn in der Gegenwart seiner Freunde auf. Das ist bei uns genauso, aber eigentlich freu ich mich, dass unser Sohn so "aus sich raus geht", denn es gab schon ganz andere Zeiten (wegen seiner Sprachentwicklungsverzögerung).

LG Silvia